Wetter in Berlin

Erst Ende des Monats wieder höhere Temperaturen

Seit dem Jahr 2017 hatte keine geschlossene Schneedecke mehr über der Stadt gelegen.

Berlin. Die Mitte und der Norden Deutschlands versinken derzeit im Schnee und es herrschen eisige Temperaturen. Auch in Berlin schneit es bei Minusgraden.

Mit einer Temperatur von -10,8 °C wurde am Montag der bisher tiefste Wert dieses Jahres gemessen. Nachdem der Februar in den letzten zwei Jahren sehr mild war, ist der momentane Kälteeinbruch besonders auffällig. Dabei sind eisige Temperaturen für diese Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich. So wurde 2018 in Berlin ein Tiefstwert von -12,8 C° gemessen, damit war es noch kälter als zurzeit. Auch 2016 war es mit -11,4°C ähnlich kalt. Der Tiefstwert für Berlin seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1876 liegt jedoch noch deutlich darunter: nämlich bei -26,0°C im Winter 1929.

Selten ist jedoch Schneefall wie der von zurzeit bis zu zwölf Zentimetern. Seit dem Jahr 2017 hatte keine geschlossene Schneedecke mehr über der Stadt gelegen. Soviel Schnee gab es zuletzt im Februar 2010, als der Schnee sogar 38 Zentimeter hoch lag. In den kommenden Tagen schneit es weniger, aber die klirrende Kälte hält an. Durch einen instabilen Polarwirbel, ein riesiges Tiefdruckgebiet über der Arktis, kommt die kalte Luft über Skandinavien nach Deutschland. Die Temperaturen steigen voraussichtlich erst gegen Ende des Monats wieder über den Gefrierpunkt.

( Franziska Kotthoff )