Winter in Berlin

Wieder amtliche Warnung vor strengem Frost in Berlin

| Lesedauer: 77 Minuten
Skispaß mitten in Berlin

Skispaß mitten in Berlin

Langlaufskifahren an der ehemaligen Mauer oder mit dem Schlitten unterwegs auf den Straßen: In Berlin kommen Winterliebhaber derzeit auf ihre Kosten.

Beschreibung anzeigen

In Berlin kommt es wegen Schnee und Kälte im Verkehr weiter zu Behinderungen. Alle Infos in unserem Wetter-Blog.

  • Bei der Berliner S-Bahn kommt es wegen des Winter-Wetters zu Verspätungen und Ausfällen, bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) läuft es annähernd störungsfrei.
  • Die Polizei warnt vor eisglatten Straßen in Berlin.
  • Die Wettervorhersagen und Prognosen für das Winter-Wetter in Berlin und Brandenburg finden Sie unten.

Berlin/Potsdam. Spiegelglatte Straßen, starke Windböen und eisige Temperaturen: Der Wintereinbruch mit starkem Schneefall hat Berlin und Brandenburg fest im Griff. Die Temperaturen bleiben auch in den kommenden Tagen weit unter dem Gefrierpunkt. Die Berliner Morgenpost berichtet im Newsblog über die Wetterlage in der Region. Meldungen zum deutschlandweiten Wetter finden Sie in unserem überregionalen Wetter-Blog.

+++ Sonntag, 14. Februar 2021 +++

15.52 Uhr: Feuerwehr entfernt Eisplatten von Dächern

Feuerwehreinsatz an der Willibald-Alexis-Straße in Kreuzberg. Einsatzkräfte entfernten am Sonntagnachmittag mithilfe eines Hebekrans Schneebretter und Eisplatten von den Dächern mehrerer Häuser. Bereits am Freitag war laut einer Anwohnerin ein Eisblock auf den Fußweg herabgestürzt und hatte nur um Zentimeter einen Paketboten verfehlt. Der Eisklotz habe das Paket getroffen, das der Mann gerade zustellen wollte. Er blieb unverletzt.

14.56 Uhr: Schnee von Rodel-Hügel in der Parkaue verschwunden

Wo bis vor wenigen Tagen Eltern, Kinder und andere Rodel-Freunde über die Rodelbahn in der Parkaue flitzten, ist es nun ganz schön erdig. Über Nacht war eine riesige schneelose Fläche auf der Rodelbahn entstanden. Der Hang sieht wie nackt aus, in der sonstigen Schneelandschaft. Rodeln ist nur noch auf den schmalen Rändern des Abhangs möglich.

Sollte der Schnee tatsächlich restlos getaut sein in einer Nacht mit minus zehn Grad? Schnell war in den sozialen Medien der Verdacht zu hören: Das kann doch nur ein Schlitten-Hasser, ein Anschlag auf die Rodelbahn gewesen sein. „Da wurde massenhaft Salz verteilt“, vermutete jemand. Das sei doch Unsinn, so ein anderer. Die Erklärung sei ganz einfach "Erosion" durch hunderte Abfahrten. Oder: Sonne da, Schnee weg. Andere vermuteten, dass das Grünflächenamt Schuld am schneelosen Hang sei.

Daraufhin schaltete sich Bezirksstadtrat Martin Schaefer (CDU) in Diskussion mit ein. „Natürlich hat niemand aus dem Bezirksamt das veranlasst. Meine Abteilung schützt die Natur und zerstört sie nicht“, so Schaefer. Eher habe ein verwirrter oder verbohrter Mensch in der Parkaue vielen den Spaß verdorben. Er sei dort selbst hunderte Male mit seinen Kindern runter geschlittert. Viele ließen sich trotzdem den Spaß nicht verderben – und bekamen auch am Freitag ordentlich Geschwindigkeit auf der erdigen Fahrbahn.

Schnee in Berlin - das sind die Bilder

11.53 Uhr: Polizei warnt erneut vor Betreten der Eisflächen



11.19 Uhr: Amtliche Warnung vor strengem Frost in Berlin

Der Deutsche Wetterdienst hat am Sonntag erneut eine amtliche Warnung vor strengem Frost in Berlin herausgegeben. Die Warnung gilt zunächst von Sonntag, 18 Uhr, bis Montag, 10 Uhr. Die Meteorologen erwarten in der Nacht Tiefsttemperaturen von bis zu -13 Grad, südlich von Berlin sogar bis -18 Grad.

7.05 Uhr: Die aktuelle Vorhersage für Berlin und Brandenburg vom Deutschen Wetterdienst im Detail:

  • Am Sonntagvormittag teils heiter, teils neblig-trüb oder hochnebelartig bedeckt. Stellenweise noch Reifglätte. Bis zum Mittag meist auflösender Nebel oder Hochnebel, anschließend verbreitet viel Sonnenschein. Niederschlagsfrei. Höchsttemperatur -3 bis 0 Grad. Schwacher Wind aus West bis Südwest. In der Nacht zum Montag erst gering bewölkt oder klar. Im Verlauf von Westen aufziehende Wolkenfelder. Niederschlagsfrei. Tiefsttemperatur häufig zwischen -8 und -13 Grad, vor allem südlich von Berlin teils bis -18 Grad. Örtlich Reifglätte. Schwacher Wind aus Süd bis Südost.
  • Am Montag zunächst neben Wolkenfeldern auch zeitweise heitere Abschnitte, trocken. Im Tagesverlauf Bewölkungsverdichtung und ab dem Nachmittag von der Prignitz bis zur Elster aufkommender Schneefall mit Glättebildung. Am Abend ostwärts ausbreitend und bis zur Nacht auch die Oder erreichend. Höchstwerte zwischen -1 und +2 Grad. Schwacher, teils mäßiger Südostwind. In der Nacht zum Dienstag bedeckt und weiterhin zeitweise Schneefall. Von Sachsen-Anhalt her vermehrt in Schneeregen oder Regen übergehend. In den östlichen Landesteilen bis in die zweite Nachthälfte meist noch Schnee. Örtlich Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Tiefstwerte -1 bis -4 Grad. Schwacher, teils mäßiger Südost- bis Südwestwind.
  • Am Dienstag stark bewölkt, am Vormittag teils gefrierender leichter Niederschlag, am Nachmittag und Abend gebietsweise Auflockerungen und meist niederschlagsfrei. Höchsttemperatur 1 bis 5 Grad. Schwacher Süd- bis Südostwind. In der Nacht zum Mittwoch Bewölkungsverdichtung und verbreitet einsetzender Regen, in den östlichen Landesteilen erneut Gefahr von Glatteisbildung. Tiefsttemperatur zwischen 2 und -1 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, von Südost bis Süd auf Südwest drehend.

Die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes für Berlin und Brandenburg finden Sie auch auf den DWD-Seiten.

4 Uhr: Das sind die aktuellen Störungen bei der Berliner S-Bahn

Witterungsbedingt kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen. Aktuell kommt es zu folgenden Einschränkungen:

  • Linie S45: verkehrt nicht.

Mehr Informationen zu Störungen finden Sie auf der Seite der Berliner S-Bahn.

+++ Sonnabend, 13. Februar 2021 +++

17.26 Uhr: Treibeis sorgt für steigende Hochwassergefahr in der Oder

Aufsteigendes Treibeis auf der Oder lässt das Wasser stellenweise weiter steigen. Die Alarmstufe 1 gilt seit Samstag nicht nur für den Oderabschnitt beim Pegel Stützkow in der Uckermark, sondern auch weiter flussaufwärts für den Abschnitt beim Pegel Hohensaaten-Finow im Landkreis Märkisch-Oderland, wie das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) mitteilte. Der Wasserstand sei in Hohensaaten-Finow von Freitag bis Samstag um 87 Zentimeter gestiegen und steige weiter. Die Grenze, ab der treibende Eisschollen an der geschlossenen Decke anstoßen, werde sich weiter flussaufwärts bewegen. Lokal könne das Wasser durch Eisstauung deutlich steigen.

Anders als in anderen Flüssen bildet sich das Eis auf der Oder auf dem Grund. Es kann sich nach Angaben des Landesamtes für Umwelt lösen und mit darüber hinwegtreibenden Eisschollen verkeilen, was zu einem Rückstau führen kann. Wenn die Oder und ihre Nebenflüsse durch Eis blockiert sind, kann das Wasser nicht richtig abfließen. Die Folge ist Hochwassergefahr.

Die Schiffe der deutsch-polnischen Eisbrecherflotte stehen bereit, starten aber erst über null Grad. Zuletzt waren im Jahr 2018 Eisbrecher auf der Oder unterwegs.

16.16 Uhr: Brandenburger genießen winterliche Ausflüge

Bei winterlichem Sonnenschein haben viele Brandenburger am Samstag einen sportlichen Ausflug in die Kälte unternommen. In Potsdam wurde im Park Babelsberg nicht nur gerodelt, auch Langläufer zog es hinaus. Auf dem Schwarzen Meer, einem künstlichen See im Park Babelsberg, waren Eisläufer zu sehen. Auf dem Tiefen See in Potsdam gingen Leute spazieren.

Auch auf dem Ruppiner See in Neuruppin waren Spaziergänger unterwegs. Um Cottbus herum waren Langläufer und Schlittschuhläufer auf kleinen Teichen zu sehen. Polizei und Feuerwehr warnen davor, auf Eisflächen zu gehen, weil sie nicht immer sicher sind.

Die Zeit des Dauerfrostes in Berlin und Brandenburg geht bald zu Ende: Der Deutsche Wetterdienst sagt für diesen Sonntag Höchsttemperaturen von minus drei bis null Grad voraus, am Montag sollen die Höchstwerte von minus zwei bis auf plus zwei Grad steigen. Nachts wird es allerdings klirrend kalt: Für Sonntag werden Tiefsttemperaturen von örtlich bis zu minus 22 Grad erwartet, am Montag „nur“ noch bis minus neun Grad.

15.55 Uhr: Party-Stimmung in Kreuzberg

Fröhliches Rodeln am Samstagnachmittag im Viktoriapark in Kreuzberg. Fast niemand achtet auf den Mindestabstand oder hält die Maskenpflicht ein. Zum Teil herrscht Partystimmung mit Ghettoblaster, vor allem bei den Teenagern. Auch Alkohol wird teils konsumiert.

15.03 Uhr: Schlachtensee - Personen ins Eis eingebrochen

Auf dem Schlachtensee im Südwesten Berlins sind am Samstag mehrere Menschen durch die Eisdecke ins Wasser gestürzt. „Es waren zwei verschiedene Stellen. Alle konnten sich selbst befreien“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Vater und sein einjähriges Kind brachen nach Polizeiangaben im Zehlendorfer Ortsteil Nikolassee in den Schlachtensee ein. Sie kamen per Rettungswagen zur Kontrolle in ein Krankenhaus und seien wohlauf.

Zwei weitere Männer stürzten laut Feuerwehr an der Fischerhüttenstraße durchs Eis in den See. „Sie standen knietief im Wasser“, sagte ein Sprecher. Die Männer erlitten demnach keine Verletzungen. Bei Unfällen in eiskalten Gewässern würden die Betroffenen in der Regel in einem Rettungswagen aufgewärmt, wo sie ihre nasse Kleidung ablegen können, erklärte der Sprecher. Dort erfolge eine erste Untersuchung.

Nach Informationen von vor Ort war der Schlachtensee bereits am Mittag schon gut besucht. Einige Menschen spazierten auf dem Schlachtensee. Ein Polizeiwagen fuhr am See entlang und warnte vor Betreten der Eisfläche, das hat aber Schlittschuhläufer und Spaziergänger nicht abgehalten. Die meisten Menschen blieben allerdings in Ufernähe und vor dem Restaurant Alte Fischerhütte, wo der Getränkeverkauf bei strahlendem Sonnenschein sehr gut lief.

Ein Polizeihubschrauber kreiste am Samstag über Berlin, um die zugefrorenen Gewässer zu kontrollieren - wie schon am Freitag. Polizei und Feuerwehr hatten bereits mehrfach vor dem Betreten der Eisflächen in Berlin gewarnt. Auch Eis, das auf den ersten Blick fest erscheine, könne durch Wasserströmungen und Sonnenschein brüchig werden, erklärte eine Polizeisprecherin.

14 Uhr: Berliner sollen nicht auf Eisflächen gehen

Die Berliner Polizei und Feuerwehr warnen weiterhin vor dem Betreten von Eisflächen in der Hauptstadt am Wochenende. Durch Sonnenstrahlen und Wasserströmungen könne auch vermeintlich fest anmutendes Eis brüchig und instabil sein, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag. Die Feuerwehr wies darauf hin, dass in Berlin keine Behörde Eisflächen auf Seen oder in Parks zum Betreten freigebe. Bei Notfällen wie Eiseinbrüchen sollten sofort die Rettungskräfte per Notruf 112 alarmiert werden.

„An vielen Gewässern gibt es Rettungsringe, die man eingebrochenen Menschen im Wasser zuwerfen kann“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bei Rettungen sei zu beachten, das Gewicht auf dem Eis möglichst weit zu verteilen, beispielsweise mit einer Leiter - sonst drohe ein weiteres Einbrechen der Fläche. Die Rettungskräfte verfügen über Taucher mit Spezialanzügen, die bei Unfällen in vereisten Gewässern zum Einsatz kommen.

Die Berliner Polizei plant indes für das Wochenende keine Schwerpunktkontrollen. „Wegen der Infektionsschutzverordnung sind wir ohnehin bereits in den Berliner Parks unterwegs“, sagte eine Sprecherin. Die Beamten würden dort auch Menschen ansprechen, falls diese sich auf dem Eis in Gefahr bringen.

13.53 Uhr: BSR ist weiter im Einsatz

12.30 Uhr: Zahl der Kältehilfe-Plätze für Obdachlose weiter erhöht

Die Berliner Kältehilfe hat die Zahl der Plätze für Obdachlose angesichts des anhaltenden Winterwetters zum Wochenende weiter erhöht. Aktuell stehen nach Angaben der Senatsverwaltung für Soziales mehr als 1500 Plätze zur Verfügung - den Angaben zufolge so viele wie noch nie. Falls nötig, sei es möglich, auch noch weitere Einrichtungen in Betrieb zu nehmen, sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage. „Wir beobachten die Lage und gucken, wie sie sich entwickelt.“ Auch für die Nacht auf Sonntag sind Temperaturen von deutlich unter null Grad vorhergesagt.

Erneut im Einsatz waren die sogenannten Wärmebusse von Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Berlin. Sie versorgen Obdachlose zum Beispiel mit Decken, Schlafsäcken, Isomatten und heißem Tee oder fahren sie zu den Notunterkünften. Zuletzt seien jeweils bis zu zehn Fahrzeuge im Wärmebus-Einsatz gewesen, sagte ein DRK-Sprecher am Samstag. Die Zahl der Anrufe bei der Wärmebus-Hotline habe aber abgenommen. „So dass man annehmen kann, dass sich die Situation verbessert hat und sich die kurzfristige Erhöhung der Wärmebus-Flotte ausgezahlt hat“, sagte der Sprecher.

12.29 Uhr: Sozialverwaltung - Kein Engpass bei der Versorgung obdachloser Menschen

Aus Sicht der Sozialverwaltung gibt es zumindest akut keinen Engpass bei der Versorgung obdachloser Menschen: „Im Moment ist es so, dass wir genug Unterbringungsplätze für die Nacht und auch für Tageseinrichtungen noch Kapazitäten haben“, sagte der Sprecher. Zum Beispiel der Hangar 1 auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof, der vergangene Woche als beheizte Unterkunft eröffnet wurde, werde noch relativ wenig genutzt, habe aber eine Kapazität von 100 Plätzen.

„Das Ziel ist es zu verhindern, dass Menschen, die obdachlos sind, sich jetzt auch tagsüber im Freien aufhalten müssen“, erklärte der Sprecher. Deshalb sei auch die Zahl der Tagesplätze erhöht worden. Das gilt unter anderem für das „Hofbräuhaus“ in der Karl-Liebknecht-Straße, das in eine Tagesstätte für Obdachlose umgewandelt worden sei. „Da hatten wir anfangs 160 Plätze und haben die Kapazität auf 230 erhöht.“

11.58 Uhr: Polizei fährt Aufenthaltsorte von Wohnungslosen ab

11.47 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor "strengem Frost"

Der deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Sonnabend eine amtliche Warnung vor strengem Frost herausgegeben. Die Warnung gilt von Sonnabend, 18 Uhr, bis voraussichtlich Sonntag, 12 Uhr. Das bedeutet im Detail in der Nacht Tiefstwerte zwischen -8 Grad und -13 Grad. Bei längerem Aufklaren sinken die Temperaturen auf Werte bis -16 Grad.

5.02 Uhr: Eisige Nächte und Sonnenschein am Wochenende erwartet

Neuschnee wird es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts (DWD) am Wochenende in Berlin und Brandenburg nicht geben - aber es bleibt frostig. Am Samstag zeigt sich der Himmel der Prognose zufolge von der Uckermark bis in die Niederlausitz teils wolkig, andernorts wird es länger sonnig. Die Meteorologen erwarten Höchsttemperaturen von minus 6 bis minus 1 Grad, nachts können die Temperaturen auf bis zu minus 16 Grad sinken.

Am Sonntag gibt es dann nach der Auflösung einzelner Nebel- und Hochnebelfelder viel Sonnenschein - so die Prognose. Die Temperaturen kommen weiter nicht über den Gefrierpunkt. Sie erreichen maximal minus 3 bis 0 Grad. In der Nacht zu Montag wird es bei Tiefsttemperaturen zwischen minus 12 und minus 20 Grad noch frostiger.

Auch wenn sich auf vielen Berliner und Brandenburger Gewässern Eisflächen gebildet haben, warnen die Feuerwehren vor dem Betreten von Seen, Flüssen und Teichen.

Die aktuelle Vorhersage für Berlin und Brandenburg vom Deutschen Wetterdienst im Detail:

  • In der Nacht zum Sonnabend gering bewölkt oder klar, im Verlauf der Nacht zwischen der Uckermark und Niederlausitz gebietsweise Aufzug stärkerer Wolkenfelder, örtlich gefrierender Nebel, gebietsweise Reifablagerungen. Tiefstwerte zwischen -9 und -15 Grad, bei längerem Aufklaren bis -20 Grad. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.
  • Am Sonnabend neben stark bewölkten auch sonnige Abschnitte, niederschlagsfrei. Höchstwerte -6 bis -1 Grad. Schwacher Wind aus Nordwest. In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt oder klar, gebietsweise Nebel- oder Hochnebelfelder. Temperaturrückgang auf -9 bis -16 Grad. Schwacher Wind aus westlichen Richtungen.
  • Am Sonntag nach Auflösung einzelner Nebel- und Hochnebelfelder viel Sonnenschein. Höchsttemperatur zwischen -3 und 0 Grad. Schwachwindig. In der Nacht zum Montag klar oder gering bewölkt, vereinzelt Nebelfelder, niederschlagsfrei. Tiefsttemperatur -12 bis -20 Grad. Schwacher Südwind.
  • Am Montag nach Auflösung örtlicher Frühnebelfelder heiter, teils wolkig, trocken. Höchstwerte zwischen -3 und +1 Grad. Meist schwacher Südostwind. In der Nacht zum Dienstag durchziehende hohe Wolkenfelder, niederschlagsfrei. Tiefstwerte -6 bis -12 Grad. Schwachwindig.

Die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes für Berlin und Brandenburg finden Sie auch auf den DWD-Seiten.

4.02 Uhr: Klinik - Etwas erhöhtes Unfallaufkommen nach Wintereinbruch

Der Wintereinbruch in Berlin hat sich am Unfallkrankenhaus in Marzahn (UKB) in Form von Glätte- und Rodelunfällen bemerkbar gemacht. Seit Beginn der Schneefälle am vergangenen Wochenende seien 35 Unfälle in Verbindung mit Schnee und Eis verzeichnet worden, sagte ein Sprecher der Klinik auf Anfrage. „Es ist ein leicht erhöhtes Aufkommen.“ Typisch seien unter anderem Handgelenks- und Unterarmbrüche nach Stürzen auf glattem Untergrund. Auch seien Kinder nach Rodelunfällen behandelt worden. Gesundheitsprobleme ausgelöst durch die niedrigen Temperaturen wie Erfrierungen seien aber bisher nicht beobachtet worden, schilderte der Sprecher.

+++ Freitag, 12. Februar 2021 +++

20.41 Uhr: Polizei vertreibt Menschen vom zugefrorenen Müggelsee

20.22 Uhr: Männer in der Spree festgefroren

Weil ihnen kalt war und sie über Hunger klagten, haben zwei Männer in Plänterwald im Osten Berlins einen Notruf abgesetzt. Da ihre Boote in der Spree festgefroren waren, konnten die beiden sich nicht mehr selbst um einen Essens- und Feuerholznachschub bemühen, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Die 44 und 35 Jahre alten Männer hatten nach eigenen Angaben bereits vier Tage gemeinsam mit einem Hund auf zwei Booten verbracht. „Da der Weg über das Eis zu gefährlich war, haben sie einen Notruf abgesetzt“, sagte der Sprecher. Die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr retteten die beiden Männer demnach per Schlauchboot aus dem Eis. Warum die beiden Männer trotz eisiger Temperaturen ihr Lager rund 50 Meter vom Ufer entfernt auf dem Gewässer aufgeschlagen hatten, war zunächst nicht bekannt.

14.14 Uhr: Treibeis in der Oder - Hochwassergefahr steigt in Flussabschnitt

Die Oder steht wegen ihres Treibeises derzeit unter aufmerksamer Beobachtung von Fachleuten - durch einen Rückstau des Eises steigt für einen Teil des Flusses die Hochwassergefahr. Das Landesamt für Umwelt (LfU) rief am Freitag Alarmstufe 1 für den Oderabschnitt bei Stützkow (Uckermark) aus. Dort stieg der Pegelstand um 64 Zentimeter, in Hohensaaten-Finow um 22 Zentimeter. Die augenblickliche Situation erfordere eine achtsame Beobachtung, damit Eisversetzungen frühzeitig erkannt werden könnten, erklärte LfU-Sprecher Thomas Frey.

Die Oder gehört zu den wenigen Flüssen, die sogenanntes Grundeis ausbilden. Das bedeutet: Anders als in anderen Flüssen bildet sich das Eis nicht auf der Wasseroberfläche, sondern auf dem Grund. Dieses Eis kann sich laut Landesamt für Umwelt lösen und sich mit den darüber hinwegtreibenden Eisschollen verkeilen, was zu einem Rückstau führen könne. Dadurch könnten auch Hochwassermarken erreicht werden. Die Höhe derartiger Hochwasser könne nicht prognostiziert werden.

Zur Entwicklung in den kommenden Tagen hieß es von der Behörde, die sogenannte Eisstandsgrenze, wo treibende Eisschollen an der geschlossenen Decke anstoßen, werde sich wegen der anhaltenden Frosttemperaturen weiter flussaufwärts bewegen. Das Wasser der Oder könne durch Eisversetzungen ansteigen.

10.42 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor "strengem Frost"

Der deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag eine amtliche Warnung vor strengem Frost der Stufe 2 von 2 herausgegeben. Die Warnung gilt von Freitag, 18 Uhr, bis voraussichtlich Sonnabend, 12 Uhr. Das bedeutet im Detail in der Nacht Tiefstwerte zwischen -7 Grad und -12 Grad. Bei längerem Aufklaren sinken die Temperaturen auf Werte bis -15 Grad.

10.40 Uhr: Kaltschnäuzig und widerstandsfähig - Der Schneefloh hat Hochsaison

Von wegen Winterschlaf: Während viele Tiere in diesen Tagen im Tiefschlaf ausharren, fühlt sich der Schneefloh (Boreus hyemalis) quicklebendig. Die Heinz Sielmann Stiftung informierte am Freitag über ein Insekt, dass mit frostigen Temperaturen bestens zurechtkommt und vor allem zwischen Oktober und März aktiv ist. Beim Paaren haben es Schneeflöhe überhaupt nicht eilig. Sie ließen sich auch deshalb gut beobachten, weil die Paarung bis zu zwei Tage dauere, berichtete der Biologe Jörg Müller, der die bis zu fünf Millimeter großen Tiere beispielsweise in der Döberitzer Heide oder der Kyritz-Ruppiner Heide in Brandenburg studiert. Schneeflöhe sind auch in Sachsen verbreitet, so in der Königsbrücker und der Dübener Heide.

Auch wenn mehrere Insektenarten als Schneefloh bezeichnet werden, ist der Boreus hyemalis ein Vertreter der Schnabelfliegen und ein ferner Verwandter von Ameisenlöwe und Florfliege, hieß es. Äußerlich ähnele er mit den angewinkelten Hinterbeinchen und dem langen Gesicht einer kleinen Heuschrecke. Unter der Schneedecke sei er vor hartem Frost geschützt. Dank eines körpereigenen Frostschutzmittels könne er die Körpertemperatur bis auf minus sechs Grad Celsius absenken. Wenn die Sonne scheine, kämen Schneeflöhe auch mal aus dem Schnee heraus, um ihren schwarzen Körper zu wärmen. Schnee erhöhe ihre Sprungkraft auf das Dreifache - dann könnten sie fast anderthalb Meter weit springen.

6.31 Uhr: Gefährlicher Trend Eisbaden - "Wie ein Herzinfarkt"

Heißer Trend in kalter Jahreszeit: Allein auf Instagram finden sich unter dem Hashtag #eisbaden mehr als 10.000 Einträge. Auch Prominente zeigen, wie sie bei eiskalten Temperaturen im Wasser bibbern. So war zuletzt Kai Diekmann, ehemaliger Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, für eine Spendenaktion ins eiskalte Wasser gestiegen.

Achim Wiese, Pressesprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), weiß um die Faszination des Eisbadens. „Es kann durchaus gesundheitsfördernd sein“, sagt er im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Eisbaden fördere die Durchblutung und schütte Hormone aus - etwa vergleichbar mit einer kalten Dusche am Morgen.

Allerdings kann es auch schnell lebensgefährlich werden. Vor allem, wenn man ohne Eingewöhnungsphase ins Wasser gehe, so Wiese. Die Adern ziehen sich dem Experten zufolge zusammen, und Muskeln würden erstarren. „Das kann einem Herzinfarkt gleichkommen“, sagt er. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

5.34 Uhr: Frostig und sonnig in Berlin und Brandenburg

Das Wochenende in Berlin und Brandenburg wird zwar weiterhin frostig, jedoch in strahlenden Sonnenschein getaucht. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitagmorgen mitteilte, kann vielerorts spätestens am Sonntag mit klarem Himmel und Sonnenschein gerechnet werden. Der Freitag bleibt zunächst jedoch bewölkt. Lediglich im Nordwesten scheint die Sonne schon durch die Wolkendecke. In der Uckermark kann es vereinzelt noch zu Schnee kommen. Die Temperaturen liegen zwischen minus fünf und minus einem Grad.

Lesen Sie auch: So kommt ihr Hund gut durch den Winter

Auch am Samstag hängen vor allem von der Uckermark bis in die Niederlausitz Wolken am Himmel. In den anderen Regionen kommt die Sonne bereits zum Vorschein. Den Meteorologen zufolge liegen die Temperaturen bei bis zu minus sechs Grad. In der Nacht zu Sonntag ziehen gebietsweise Nebelfelder auf. Diese lösen sich jedoch bereits am Morgen auf und machen Platz für viel Sonnenschein. Die Temperaturen liegen zwischen minus drei und null Grad.

4.32 Uhr: Eisbrecher-Flotte steht bereit - Einsatz ab Temperaturen über Null

Die deutsch-polnische Eisbrecherflotte für die vereiste Oder steht bereit. Doch die Schiffe starten erst, wenn die Temperaturen über null Grad liegen, sagte Regina Jeske, Einsatzleiterin beim Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Eberswalde (Barnim), auf Anfrage.

Langsam schieben sich derzeit die Treibeisschollen zusammen und schichten sich auf. „Das sieht zum Teil wie ein Schuppenpanzer aus“, sagte Jeske. Dazwischen sei noch das fließende Gewässer zu sehen. Bei Nachtfrösten frieren die Platten zusammen, bei milderen Temperaturen können sie wieder tauen. Derzeit sei das an der Oder bei Schwedt bereits zu sehen. Von dort schiebe sich das Eis flussaufwärts Richtung Frankfurt (Oder).

In Hohensaaten stehen die sechs Brandenburger Eisbrecher. Sie werden gewartet und gepflegt. Nach dem Startsignal - in Absprache mit den polnischen Kollegen - fahren sie Richtung Stettin, sagte Jeske. Von dort gehe es dann gemeinsam auf der Oder entlang Richtung Ratzdorf und Frankfurt, um den Fluss frei zu halten.

Schwierig kann es werden, wenn in den Gebirgsregionen auf polnischer und tschechischer Seite die Schneeschmelze einsetzt. Sind die Oder und ihre Nebenflüsse durch Eis blockiert, kann das Wasser nicht richtig abfließen - die Folge: Hochwassergefahr.

Wegen der milden Winter waren zuletzt 2018 Eisbrecher auf der Oder unterwegs. Sie halten durch ihre Fahrt die Eisschollen in Bewegung, die dann in die Ostsee abfließen sollen.

+++ Donnerstag, 12. Februar 2021 +++

19.20 Uhr: So wird das Wetter in Berlin und Brandenburg

  • Heute Abend wolkig bis stark bewölkt, zwischen Oderbruch und Spreewald teils gering bewölkt, vor allem von der Uckermark über Berlin hinweg bis zur Elbe-Elster-Niederung gebietsweise Schneeschauer, lokal mit Neuschneemengen zwischen 1 und 3 cm in kurzer Zeit. Aktuelle zwischen Temperatur -10 und -5 Grad. Schwacher Wind um Nordwest.
  • Am Freitag zunächst wolkig, teils stark bewölkt. In der Uckermark am Vormittag vereinzelt geringer Schnee, sonst trocken. Im Tagesverlauf Bewölkungsrückgang und vielfach heiter. Höchstwerte -5 bis -2 Grad. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen. In der Nacht zum Sonnabend gering bewölkt oder klar, niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen -9 und -18 Grad. Schwacher Wind.
  • Am Sonnabend heiter, von der Uckermark bis in die Niederlausitz wolkig, niederschlagsfrei. Höchstwerte -4 bis -1 Grad. Schwacher Wind aus Nordwest. In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt oder klar, vereinzelt Nebel- oder Hochnebelfelder. Temperaturrückgang auf -9 bis -18 Grad. Schwachwindig.
  • Am Sonntag nach Auflösung einzelner Nebel- und Hochnebelfelder viel Sonnenschein. Höchsttemperatur zwischen -3 und 0 Grad. Schwachwindig. In der Nacht zum Montag klar oder nur gering bewölkt, vereinzelt Nebelfelder, niederschlagsfrei. Tiefsttemperatur -9 bis -18 Grad. Schwachwindig.

Die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes für Berlin und Brandenburg finden Sie auch auf den DWD-Seiten.

18.22 Uhr: Brandenburger Landesumweltamt - Deiche trotz Hochwasserwarnung sicher

Trotz einer Hochwasserwarnung für die Oder sind die Deiche nach Behördenangaben sicher und nicht akut gefährdet. „Es bedarf auch keiner weiteren Schutzmaßnahmen, da aktuell nicht zu erwarten ist, dass das Eis die Deiche erreicht“, teilte das Landesamt für Umwelt (LfU) am Donnerstag auf Anfrage mit. Am Mittwoch hatte das Amt eine Hochwasserwarnung herausgegeben. Der Dauerfrost werde die kommenden Tage anhalten und die Bildung von Treibeis auf der Oder befördern, hieß es unter anderem in der Warnung.

Die Oder gehört zu den wenigen Flüssen, die sogenanntes Grundeis ausbilden, erklärte Sprecher Thomas Frey. Dieses könne sich lösen und sich mit den darüber hinwegtreibenden Eisschollen verkeilen, was zu einem Rückstau führen könne. Dadurch könnten auch Hochwassermarken erreicht werden. Die Höhe derartiger Hochwasser könne nicht prognostiziert werden.

Aktuell gebe es eine Warn-, aber keine Gefahrenlage, teilte das LfU weiter mit. Die Oder zeigt demnach im Brandenburger Teil überwiegend sinkende Wasserstände. Auch die polnischen Oderpegel erreichten demnach nicht die Hochwassermarken. Die aktuellen Langfristprognosen zeigten für den Osten Deutschlands und weiter nach Osten bis Mitte nächster Woche dauerhaften Hochdruckeinfluss mit Dauerfrost ohne nennenswerte Niederschläge. Etwas anders sei dagegen die Lage im Unterlauf der Oder, auf Höhe des Nationalparks Unteres Odertal. Unter dem Einfluss der Ostsee gebe es dort einen Rückstau der Oder. Mit Abflauen des Ostwinds falle die Ostsee aber bereits und der Rückstaueffekt werde zunehmend geringer, ebenso das Hochwasserrisiko in diesem Bereich.

15.01 Uhr: Kripo-Beamte retten Kätzchen aus Streufahrzeug

Durch lautes Miauen sind Kripo-Beamte in Wittstock/Dosse (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) auf die hilflose Lage eines Kätzchens aufmerksam geworden. Das Tier sei am Mittwochmorgen durch das Abdecknetz in den Behälter mit Streugut eines Fahrzeugs des Winterdienstes geklettert, teilte die Polizeidirektion Nord am Donnerstag mit. Allein habe es sich nicht aus der schwierigen Lage befreien können. Die Beamten griffen beherzt zu und nahmen das Tier dann mit aufs Revier. In einer warmen Decke und mit Streicheleinheiten erholte sich die Katze. Ein Mitarbeiter des Tierheims in Papenbruch holte sie ab. Bislang ist nicht bekannt, wem das Tier gehört.

12.14 Uhr: Deutscher Wetterdienst warnt vor "strengem Frost" bis - 18 Grad

Der deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Warnung vor strengem Frost der Stufe 2 von 2 herausgegeben. Die Warnung gilt von Donnerstag, 18 Uhr, bis voraussichtlich Freitag, 11 Uhr. Das bedeutet im Detail in der Nacht Tiefstwerte zwischen -9 und -15 Grad, bei längerem Aufklaren bis lokal -18 Grad.

Am Rande eines Hochs über Norwegen werde mit einer nordöstlichen Strömung weiter sehr kalte arktische Polarluft nach Deutschland gelenkt, erklären die Experten des DWD. Für Berlin und Brandenburg erwarten sie landesweit leichten bis mäßigen Dauerfrost, nachts häufig strengen Frost bis örtlich -18 Grad. Bis in die Nacht zum Freitag werden gebietsweise Schneeschauer prognostiziert, dabei strichweise wenige Zentimeter Neuschnee, in der Uckermark örtlich bis zu 10 cm. Hier geht es zu den detaillierten Warninformationen des DWD für Berlin.

11 Uhr: Immer noch Einschränkungen im Fernverkehr

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommt es immer noch zu Behinderungen:

  • Fernverkehrszüge von Berlin in Richtung Hannover (und weiter Richtung Ruhrgebiet), Erfurt, Frankfurt a.M., Hamburg und München verkehren mit einem eingeschränkten Angebot.

Wie die Bahn mitteilt, kommt es immer noch zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Antritt der Reise über ihre Verbindung zu informieren oder die Fahrt zu verschieben.

Die aktuellen Störungen im Fern- und Regionalverkehr finden Sie HIER!

8.37 Uhr: Eisige Ausblicke auf Berlin

Berlin, ein Wintermärchen: Blick auf die Spree mit Eisschollen im Regierungsviertel mit der Bundespressekonferenz (r.) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zur blauen Stunde am frühen Morgen.

6.49 Uhr: Temperaturen in Berlin und Brandenburg steigen wieder

Die Temperaturen in Berlin und Brandenburg sollen am Wochenende wieder leicht steigen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteile, komme es am Donnerstag bei Temperaturen von minus sieben bis minus zwei Grad zunächst jedoch vor allem im Westen Brandenburgs und in Berlin zu Schneeschauern und Glätte. Am Freitag bleibe es vielerorts trocken. Die Temperaturen liegen bei minus fünf bis minus zwei Grad.

Am Sonnabend strahle die Sonne den Meteorologen zufolge bei Höchsttemperaturen von bis zu minus einem Grad hinter den Wolken hervor. Einzig im Südosten Brandenburgs ziehen vermehrt Wolken am Himmel auf. In der Nacht zu Sonntag bilden sich bei Tiefsttemperaturen von minus 20 Grad Nebelfelder, die sich dann jedoch tagsüber wieder auflösen. Bei Höchsttemperaturen von null Grad werde es auch am Sonntag sonnig und trocken, hieß es.

6.01 Uhr: Rodeln ist in Berlin die neue Party

Berlin ist ein Wintermärchen - und hat einen neuen Trendsport: Nachtrodeln. Baustellenzäune werden zu Schlitten, um auch bei Dunkelheit den Hang hinunter zu rutschen. Rodeln ist in Berlin die neue Party: Hier geht es zu der Geschichte.

6 Uhr: Mieter am Kottbusser Tor bei Eiseskälte ohne Heizung

Warm eingepackt sitzt Christian Stein bei rund 17 Grad Zimmertemperatur in seiner Wohnung. Die Heizung in seiner Kreuzberger Wohnung an der Kottbusser Straße 4 ist ausgefallen, auch das Warmwasser funktioniert nicht mehr. Gleich zwei massive Havarien in der Kreuzberger Siedlung betreffen Hunderte Mieter der Deutschen Wohnen. Insgesamt sind 310 Wohnungen in der Admiral-, Kohlfurter und Kottbusser Straße am Mittwoch vom Heizungs- und Warmwasserausfall betroffen. Es ist nicht das erste Mal in diesem Winter: Bereits am 3. Dezember vergangenen Jahres wurden die Bewohner von der Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen per Aushang darüber informiert, dass sie auf unbestimmte Zeit „mit Unregelmäßigkeiten oder sogar Ausfall der Versorgung“ rechnen sollen. Mieter am Kottbusser Tor bei Eiseskälte ohne Heizung: Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

4.32 Uhr: Schnee und Frost gut für Brandenburger Landwirtschaft

Der Wintereinbruch mit Schnee und Frost bereitet den Landwirten derzeit keine großen Sorgen - er lässt sie mehr oder weniger kalt. „Schnee mit den niedrigen Temperaturen ist sehr wichtig: Er schützt Pflanzen vor dem Austrocknen und weniger vor Kälte“, sagte Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes, auf Anfrage. „Wir freuen uns jetzt auf den Schnee“, sagte er. Die weiße Pracht liefere, wenn sie taue, eine wichtige Wasserreserve auf den Feldern.

Es gebe aber noch eine andere Seite der Medaille: In der Tierhaltung bedeuteten Kälte und Frost mehr Arbeit für die Landwirte, sagte Wendorff. Es müsse nicht nur Schnee auf Wegen geräumt werden, auch die Versorgung der Rinder auf den Außenbereichen mit Wasser und Futter sei anstrengender. „Die Weidetiere benötigen jetzt viel Futter, um sich eine Energiereserve zuzulegen“, sagte er. Auch die Leitungen zur Wasserversorgung benötigten extra Schutz vor dem Frost.

+++ Mittwoch, 10. Februar 2021 +++

18.46 Uhr: Hochwasserwarnung für die Oder

Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat angesichts von zunehmendem Treibeis vor Hochwasser auf der Oder gewarnt. Der Dauerfrost werde die Bildung von Treibeis befördern, teilte die Behörde am Mittwoch in Frankfurt (Oder) mit. In der unteren Oder habe sich das Treibeis bereits verdichtet. In der Regel stiegen bei der Ausbildung von Eisstand die Wasserstände um 80 bis 180 Zentimeter. Lokal könne der Wasserstand auch stärker steigen, wenn sich Eis zusammenschiebe.

„Aus derzeitiger Sicht können die Wasserstände bei weiter voranschreitender Eisstandsausbildung an den Alarmpegel bis in den Bereich der Alarmstufen ansteigen“, warnte das Landesumweltamt. Am Pegel Stützkow südlich von Schwedt/Oder habe der Abstand bis zum Erreichen der Alarmstufe 1 am Mittwochvormittag bei einem Meter gelegen, der Wasserstand lag bis zum Mittwochabend auf rund 7,70 Meter.

16.15 Uhr: Diese Einschränkungen gibt es bei der S-Bahn

  • Linie S1: Die zusätzlichen Verstärkerzüge zwischen Potsdamer Platz und Zehlendorf verkehren nicht.
  • Linien S41/S42: verkehren im 10-Minuten-Takt
  • Linie S46: verkehrt Königs Wusterhausen <> Hermannstraße
  • Linie S5: Die zusätzlichen Verstärkerzüge zwischen Mahlsdorf und Lichtenberg verkehren nicht.
  • Linie S75: verkehrt Wartenberg <> Lichtenberg im 20-Minuten-Takt
  • Linie S8: verkehrt Schöneweide <> Birkenwerder
  • Linie S85: verkehrt nicht

14.57 Uhr: Lebensgefährlicher Spaziergang auf dem Eis

Trotz Warnungen der Feuerwehr vor zu dünnem Eis spazieren Menschen in Zehlendorf über die Krumme Lanke. Das kann im schlimmsten Fall tödlich enden und auch Rettungskräfte in Gefahr bringen.

14.44 Uhr: Neue Wärmehalle im Festsaal Kreuzberg

Die Initiative Karuna Task Force hat heute im Festsaal Kreuzberg einen neue „Wärmehalle“ für Obdachlose eröffnet. Dort gibt es täglich ab 11 Uhr warmes Essen, Kuchen, Kaffee und Tee. Ein Bus begleitet ab 17 Uhr zu Notunterkünften.

14.40 Uhr: So kalt war der Winter in den letzten fünf Jahren

12.56 Uhr: Kontrollstellen im BER-Hauptgebäude wegen Kälte geschlossen

Wegen niedriger Temperaturen im neuen Terminal 1 hat die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) die Kontrolllinien im Hauptgebäude vorübergehend geschlossen. Die Passagier- und Gepäckkontrollen finden derzeit nur noch in den angebauten Pavillons an den Seiten des Hauptbaus statt. „In der Check-in-Halle ist die Luft kalt“, sagte FBB-Sprecher Hannes Hönemann. „Der Aufenthalt ist gerade nicht so furchtbar angenehm.“ Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.18 Uhr: DWD gibt Wetterwarnungen für Berlin heraus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Berlin zwei Wetterwarnungen herausgegeben. Eine Warnung vor strengem Frost gilt bis Donnerstag um 12 Uhr. Eine weitere Warnung vor Frost gilt bis heute 18 Uhr.

11.55 Uhr: BSR - Auftaumittel auf Radwegen verboten

Die BSR informierte am Vormittag, dass Radfahrstreifen geräumt werden und dort gestreut wird. Auf Radwegen kann nur Schnee geräumt werden - Auftaumittel sind dort verboten.

11.22 Uhr: Zweierlei Maß bei der Räumung der Radwege?

Eine interessante Strategie bei der Räumung der Radwege gibt es an der Hasenheide in Kreuzberg. Der grüne Radweg wurde vom Winterdienst von Schnee befreit, der normale direkt gegenüber nicht. Der grüne Radstreifen ist die "Protected Bike Lane", die 2019 von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) persönlich eingeweiht wurde.

10.18 Uhr: Probleme bei der U-Bahn

Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen kommt es auf den Linien der U1 und U2 vereinzelt zu Fahrzeugausfällen, teilte die BVG auf Twitter mit. Fahrgäste sollen mehr Zeit einplanen.

9.37 Uhr: Treptower Park - Mann beim Eisbaden in See verunglückt

In Alt-Treptow hat sich ein Unfall im Treptower Park am zugefrorenen Karpfenteich ereignet. Drei Männer waren am Morgen zum Baden in ein Eisloch gestiegen, sagte Feuerwehrsprecher Dominik Preetz der Berliner Morgenpost. Dem Sprecher zufolge war einer der Badenden dabei unter die Eisfläche geraten und wurde seither vermisst. Gegen 11.25 Uhr wurde der Mann schließlich entdeckt. Rettungskräfte leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

Die Feuerwehr warnte erneut dringend vor dem Betreten von Eisflächen.

9.20 Uhr: BSR seit dem Morgen im Einsatz

Die Mitarbeiter der BSR räumen und streuen seit dem frühen Mittwochmorgen Stadtautobahnen, Hauptverkehrsstraßen und ÖPNV-Straßen inklusive Radfahrstreifen, berichtete das Unternehmen auf Twitter. Außerdem gebe es Räumeinsätze auf Fußgängerüberwegen und in Nebenstraßen.

8.56 Uhr: So finden die Berliner den Schnee in der Stadt

Hop oder top: Gehen den Berlinerinnen und Berlinern Schnee und Kälte eigentlich langsam auf die Nerven oder finden sie Gefallen daran? "Ein Berlin ohne Schnee kann ich mir gar nicht mehr vorstellen", schreibt User Andi Weiland auf Twitter. User Chris freut sich über seinen Nachbarn, der gerade auf Langlaufskiern gestartet ist. Bluebird64 behält den Humor, auch wenn der Morgen nicht gerade gemültich gestartet ist. "Schneechaos in Berlin. Morgens um 04:37. Und du verpasst den Bus, weil er 2 Minuten ZU FRÜH kommt. Dett is Berlin", lautet der Tweet mit einem Lachsmiley.

"Berlinerin" ist dagegen eher genervt. "Ich liebe Schnee. Und den Winter. Aber bei Schnee in Berlin irgendwo hinzukommen kotzt mich einfach nur an. Gefährlich oder unmöglich mit Rollstühlen, Rollatoren, Gehstöcken, Gehbehinderungen!" Das findet auch Userin Maria. "Hömma, #Berlin, wie wäre es denn mal mit Radwegen räumen? Den Schnee von der Straße raufschieben und dann so lassen ist halt kacke", schreibt sie. Dennis K. hält sich kurz und knapp: "Langsam ist dann auch mal gut mit dem Schnee."

8.54 Uhr: Angenehme Ruhe in Berlin - dank Schnee

Bibbern, Schnee schippen, Verspätungen bei S-Bahn und Bussen: nun gut. Der Schnee in Berlin hat aber auch angenehme Nebeneffekte. Darauf weist der Umweltkalender Berlin auf Twitter hin. "Kommt Euch #Berlin auch ruhiger vor, wenn #Schnee liegt?", fragen die Macher des Umweltkalenders, ein Projekt der Stiftung Naturschutz Berlin. Und liefern gleich die Antwort hinterher: "Das kommt daher, dass Schall durch ihn aufgenommen (absorbiert) wird. Der Geräuschpegel wird deshalb wahrnehmbar geringer."

7.48 Uhr: Berlins E-Busse bleiben wegen der Kälte liegen

Der harte Wintereinbruch macht den Elektrobussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schwer zu schaffen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost aus Unternehmenskreisen kam es allein am Montag im Tagesverlauf zu 23 Ausfällen von Fahrzeugen auf den Linien mit Elektrobuseinsatz.

Weitere Busse hätten ohne Ausfall getauscht werden müssen, sodass wegen mangelnder Verfügbarkeit von Batteriefahrzeugen Dieselbusse eingesetzt werden mussten. Ärger haben demnach besonders die Depotlader gemacht, deren Batterien vor allem in den Betriebspausen nachts im Busbetriebshof an der Indira-Gandhi-Straße in Weißensee geladen werden. Sie „erreichten im überwiegenden Teil ihre Reichweite nicht und mussten vorfristig getauscht werden bzw. aussetzen“, heißt es in einer internen Mitteilung der BVG. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

7.03 Uhr: Dauerfrost und eisige Kälte in Berlin und Brandenburg - Bis zu -18 Grad möglich

Dauerfrost und Schneefall tagsüber, eisige Kälte in der Nacht: Berliner und Brandenburger sollten sich weiterhin warm anziehen. Für den Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar erneut Schnee, allerdings ohne nennenswerte Neuschneemengen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen minus acht und minus drei Grad. In der Nacht zu Donnerstag können die Temperaturen dann auf eisige minus 18 Grad sinken.

Tagsüber soll es am Donnerstag bei maximal minus fünf bis minus zwei Grad mancherorts Schneeschauer geben, die am Abend jedoch nachlassen. Die Nacht zu Freitag wird laut DWD eisig. Regnen oder schneien soll es zwar nicht, dafür erreichen Berlin und Brandenburg Tiefstwerte zwischen minus 9 und minus 15 Grad, teils sogar bis zu minus 20 Grad.

Am Freitag rechnen die Wetterexperten dann mit vermehrten Sonnenschein und maximal minus fünf bis minus zwei Grad.

6.42 Uhr: Fernverkehr der Bahn in Berlin weiter beeinträchtigt

Die Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Hannover, Erfurt, Frankfurt a.M. und München verkehren weiterhin mit einem eingeschränkten Angebot und zum Teil mit deutlichen Verspätungen, teilte die Deutsche Bahn am Morgen mit.

5.32 Uhr: Klimaforscher hält mehr Kältewellen wegen Klimawandels für denkbar

Kältewellen wie derzeit in Europa können nach Angaben des Klimaforschers Stefan Rahmstorf im Zuge des Klimawandels häufiger werden - und die Winter dennoch wärmer. „Das kann man auch darauf zurückführen, dass der Polarwirbel instabil geworden ist“, sagte der Leiter der Abteilung Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Der Polarwirbel drehe sich normalerweise um die Arktis in der Stratosphäre, der zweiten Atmosphärenschicht, gegen den Uhrzeigersinn und beeinflusse auch das Wetter in der Troposphäre, der unteren Atmosphärenschicht.

Der Polarwirbel schließt die arktische Kaltluft ein - solange er sich nicht abschwächt oder gar umkehrt. „Dann kann die Kaltluft, die normalerweise in diesem Wirbel über dem Pol gefangen ist, auf Abwege geraten und auf die angrenzenden Kontinente wandern.“ So kann es nach Angaben des Forschers passieren, dass es in Nordamerika oder Nordeuropa sehr kalt wird. „Dann wird es in der Arktis besonders warm. Die Kaltluft verlagert sich“, erklärte Rahmstorf. „Ausnahmsweise reicht das auch mal bis nach Spanien oder in den USA bis nach Florida.“

+++ Dienstag, 9. Februar 2021 +++

23.03 Uhr: BSR ist in der Stadt unterwegs

18.31 Uhr: -10,8 °C in Berlin - bisher tiefster Wert des Jahres

Mit einer Temperatur von -10,8 °C wurde am Montag der bisher tiefste Wert dieses Jahres gemessen. Nachdem der Februar in den letzten zwei Jahren sehr mild war, ist der momentane Kälteeinbruch besonders auffällig. Dabei sind eisige Temperaturen für diese Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich. So wurde 2018 in Berlin ein Tiefstwert von -12,8 C° gemessen, damit war es noch kälter als zurzeit. Auch 2016 war es mit -11,4°C ähnlich kalt. Der Tiefstwert für Berlin seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1876 liegt jedoch noch deutlich darunter: nämlich bei -26,0°C im Winter 1929.

18.30 Uhr: Seit 2017 keine geschlossene Schneedecke mehr über der Stadt

Selten in Berlin ist Schneefall wie der von zurzeit bis zu zwölf Zentimetern. Seit dem Jahr 2017 hatte keine geschlossene Schneedecke mehr über der Stadt gelegen. Soviel Schnee gab es zuletzt im Februar 2010, als der Schnee sogar 38 Zentimeter hoch lag. In den kommenden Tagen schneit es weniger, aber die klirrende Kälte hält an. Durch einen instabilen Polarwirbel, ein riesiges Tiefdruckgebiet über der Arktis, kommt die kalte Luft über Skandinavien nach Deutschland. Die Temperaturen steigen voraussichtlich erst gegen Ende des Monats wieder über den Gefrierpunkt.

16.50 Uhr: Mieter der Deutschen Wohnen am Kotti müssen frieren

Mieter der Deutsche Wohnen am Kottbusser Tor bekommen die Wohnungen nicht warm. 240 Haushalte können ihre Heizungen nicht höher als bis 18 Grad Raumtemperatur stellen. Der Missstand besteht seit Sonntag. Eigentümer ist die Deutsche Wohnen. Ein Sprecher erklärte, der Fehler werde gesucht. Er gehe davon aus, dass in ein bis zwei Tagen wieder voll geheizt werden kann. Betroffen sind Gebäude an Mariannen-, Reichenberger und Kottbusser Straße. Die Mietervereinigung Kotti und Co. meldet zudem, dass in weiteren Häusern im Bereich, an der Kohlfurter Straße 33, 35, 37 und 39, seit Montag Heizung und Warmwasser ausgefallen sind. Die Gebäude gehören ebenfalls der Deutsche Wohnen. Ursache hier, so der Unternehmens-Sprecher, sei ein geplatzter Kessel. Betroffen seien dort etwa 35 Haushalte. Bis ein Provisorium eintrifft, werde pro Haushalt in Radiator ausgegeben.

14.06 Uhr: Mit dem Schlitten zur Schule - Schneetreiben in der Berliner City

Die verschneiten Wege und Straßen haben in Berlin für Wintervergnügen auch abseits der klassischen Rodelhänge gesorgt. Selbst in Innenstadtkiezen wie Friedrichshain sah man am Montag und Dienstag Kinder und Eltern, die mit Schlitten auf den Gehwegen unterwegs waren. Auf Schulhöfen zogen sich Kinder, die sich in der Notbetreuung befanden, gegenseitig auf Schlitten durch den Schnee. An Fahrradständern reihte sich Schlitten an Schlitten, zum Teil mit Schlössern gesichert.

In Parks und am Stadtrand fuhren wie schon früher in schneereichen Wintern Menschen auf Langlaufskiern über verschneite Wiesen und Wege. Am vollsten war es aber wohl auf manchen Berliner Hügeln und Bergen. Im Volkspark Prenzlauer Berg mussten sich Schlittenfahrer vor der Abfahrt sogar geduldig in eine lange Schlange einreihen, bevor sie sich einen schmalen Hang hinunter stürzen konnten.

13.23 Uhr: Lage im Regionalverkehr der Bahn entspannt sich

Im Regionalverkehr der Bahn gibt es nur noch wenige Einschränkungen. Beim RE1 (Magdeburg-Berlin-Cottbus) kommt es noch zu Verspätungern. Der RE2 fällt aus, wie der Betreiber Odeg twitterte.

12.30 Uhr: Lieferando-Fahrer liefern heute nicht

Die Fahrrad-Flotte des Lieferdienstes „Lieferando“ in Berlin pausiert am Dienstag. Das teilt ein Lieferando-Sprecher auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit. Einige Restaurants liefern zwar weiterhin Essen aus, allerdings würden sie das mit eigenen Fahrern machen. Nutzer der App müssen also mit Einschränkungen und längeren Lieferzeiten rechnen, bis sich die Wetterlage wieder verbessert.

12.17 Uhr: "Weil wir Dich schieben"

Dieser BVG-Busfahrer bekam bei glatter Fahrbahn vor dem Hauptbahnhof in Mitte tatkräftige Anschubhilfe.

12.05 Uhr: Mehr als 1400 Kältehilfe-Plätze für Obdachlose

Die Berliner Kältehilfe hält derzeit 1426 Plätze für Obdachlose bereit - so viele wie noch nie. „Es ist eine neue Marke, sie ist aber auch nötig, weil sich die Bedingungen erheblich verschärft haben“, sagte der Sprecher der Sozialverwaltung, Stefan Strauß, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Corona-Pandemie seien viele Möglichkeiten, sich aufzuwärmen oder Geld zu verdienen, weggefallen. Hinzu käme jetzt auch noch die extreme Kälte. Von den mehr als 1400 Plätzen seien 624 Plätze täglich rund um die Uhr nutzbar, sagte Strauß. In diesen Einrichtungen werde auch eine Sozialberatung angeboten.

12 Uhr: DWD gibt Wetterwarnung für Berlin heraus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Berlin eine Wetterwarnung vor strengem Frost herausgegeben. Sie gilt bis heute 18 Uhr.

11.54 Uhr: Lieferdienste melden weiter Probleme

Beim Lieferdienst „Wolt“ kommt es wegen der Wetterbedingungen weiterhin zu Einschränkungen. Wie eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrager der Berliner Morgenpost mitteilt, bietet der Lieferdienst an diesem Dienstag lediglich einen reduzierten Service an. Es könne zu Verzögerungen, Unterbrechungen und einer eingeschränkten Auswahl an Restaurants komme, so die Sprecherin. Das bedeute auch, dass die Liefergebiete kleiner als sonst seien. „So müssen unsere Kuriere nur kurze Strecken fahren“, sagt die Sprecherin. Zudem beobachte man die Situation weiterhin und werde entsprechende Maßnahmen einleiten.

Nach dem Wintereinbruch am Montag hatte das Unternehmen den Lieferdienst vorübergehend eingestellt. Auch der Konkurrent „Lieferando“ lieferte nur noch eingeschränkt. Auch der Getränkedienst „Durstexpress“ hat laut Webseite seinen Dienst seit Montag wegen der Wetterlage vorübergehend eingestellt.

11.39 Uhr: Hertha trainiert auch bei Eiseskälte und Schnee

10.31 Uhr: Wasserschutzpolizei und Feuerwehr warnen vor Betreten der Eisflächen

Wasserschutzpolizei und Berliner Feuerwehr am Dienstag eindringlich vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt. Durch den starken Frost habe sich auf den Gewässern eine dünne Eisschicht gebildet. Diese sei nicht tragfähig. Es bestehe Lebensgefahr, hieß es.

Die Feuerwehr twitterte, dass vor allem für Kinder die Eisflächen eine Verlockung darstellen. Die Jüngeren müssen dementsprechend besonders über die Gefahren aufgeklärt werden. Ist eine Person eingebrochen, ist umgehend die 112 zu alarmieren.

Die Polizei erklärte, Eisflächen würden von den Behörden im Normalfall nicht freigegeben. Ab wann Eisflächen tragfähig sind, kann man nie genau sagen. Die Eisstärken auf einem einzigen Gewässer können sehr unterschiedlich sein. "Hier bilden Faktoren wie Strömungsverhältnisse, Zu- oder Ablauf eines Sees, Sonneneinstrahlung, Beschaffenheit und Dichte des Eises eine entscheidende Rolle", so die Wasserschutzpolizei. Derzeit ist die Wasserschutzpolizei rund um die Uhr an den Berliner Gewässern auf Streifenfahrt. Weitere Informationen finden Sie HIER.

10.13 Uhr: Auf den Bahnsteigenn der S-Bahnhöfen ist es glatt

Nicht nur auf den Berliner Gehwegen ist es Glückssache, ob sie geräumt und gestreut sind oder nicht. Auch in den S-Bahnhöfen ist es durch den anhaltenden Schneefall mitunter sehr glatt. Vor allem auf den Stationen, die ganz oder in Teilen nicht überdacht sind, wie Bellevue oder Tiergarten, wird das Überqueren zur Schlitterpartie und auch Stürze bleiben nicht aus.

Witterungsbedingt ist auch der S-Bahnverkehr sehr unregelmäßig. So fuhr etwa die S75 am Morgen nur im 20-Minuten Takt, andere Züge fallen ganz aus. Entsprechend voll ist es in den Waggons der Züge, die fahren.

8.24 Uhr: Wärmebus wird von mehr als 20 Ehrenamtlichen unterstützt - Mehr Fahrzeuge im Einsatz

Wegen der extremen Kälte wird das Team des Berliner Wärmebusses kurzfristig von mehr als zwanzig Ehrenamtlichen unterstützt. Wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bei Instagram mitteilte, seien durch diese Unterstützung in der Nacht zu Dienstag acht zusätzliche Fahrzeuge im Einsatz gewesen, um Obdachlose an bekannten Schlafplätzen zu versorgen. Die Teams der insgesamt neun DRK-Wärmebusse seien zwischen 18 und 24 Uhr im Einsatz. Sie seien auch dafür zuständig, Obdachlose in Notunterkünfte zu bringen, um sie vor der Kälte zu schützen.

7.58 Uhr: BSR-Mitarbeiter in der Stadt unterwegs

Die Kollegen der BSR-Frühschicht sind seit dem Morgen auf Stadtautobahnen, Hauptverkehrsstraßen und ÖPNV-Straßen inklusive Radfahrstreifen unterwegs, und befreien diese von Schnee. Außerdem wird auf Überwegen sowie in Nebenstraßen gestreut.

7.38 Uhr: So kalt war es heute nacht in Berlin

Heute nacht sind die Temperaturen bis auf minus elf Grad in Berlin gesunken, teilte die Wetterstation der Freien Universität (FU) mit.

7 Uhr: Regionalverkehr in Brandenburg noch eingeschränkt

Aufgrund der Wetterlage kommt es im Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg weiterhin zu Verspätungen und Zugausfällen. Derzeit sind die Linien von DB Regio Nordost auf den Streckenabschnitten im Süden Brandenburgs sowie in Richtung Sachsen-Anhalt und Sachsen betroffen: RE1 (Magdeburg-berlin-Cottbus), RE7 (Dessau-Berlin-Wünsdorf/Waldstadt), RE18, RB11, RB13 (Berlin/Jungfernheide-Wustermark), RB24 (Eberswalde-Berlin-Senftenberg), RB49.

7.09 Uhr: So viel Neuschnee ist in Berlin gefallen

Die Wetterstation der Freien Universität Berlin (FU) meldet am Morgen zehn bis 13 Zentimeter Neuschnee.

6.30 Uhr: Fernverkehr der Bahn in Berlin weiter beeinträchtigt

Die Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Hannover, Erfurt, Frankfurt a.M. und München verkehren weiterhin mit einem stark eingeschränkten Angebot. Reisende in Richtung Köln müssen beachten, dass zwischen Hannover und Köln der Fernverkehr weiterhin unterbrochen ist. Es wird dringend empfohlen, dass sich Reisende vor Fahrtantritt über ihre Verbindung informieren.

6.06 Uhr: BSR - "Wo erforderlich, wird gestreut"

Die BSR werde am frühen Morgen wichtige Fahrbahnen inkl. Radfahrstreifen sowie Überwege kontrollieren, teilte das Unternehmen mit. "Wo erforderlich, wird gestreut", hieß es.

Rund 2200 Beschäftigte sowie 540 Räum- und Streu­fahr­zeuge stehen für den Winterdienst zur Verfügung. In den Streugutlagern befinden sich zudem Vorräte von rund 13.000 Tonnen Salz, 2000 Kubikmetern Sole und 5000 Tonnen Splitt.

5.40 Uhr: Minusgrade und gelegentlich Schneefall in Berlin und Brandenburg

Die Temperaturen in Berlin und Brandenburg bleiben weiterhin frostig. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagmorgen mitteilte, kommt es in der ersten Tageshälfte vor allem an der Grenze zu Sachsen zu leichtem Schneefall. In anderen Teilen von Berlin und Brandenburg fallen bei Temperaturen zwischen minus zehn und minus fünf Grad nur vereinzelt Schneeflocken vom Himmel. In der Nacht zu Mittwoch sinken die Temperaturen erneut. Örtlich kann es dem DWD zufolge zu Tiefstwerten von bis zu minus 24 Grad kommen.

Am Mittwoch kommt es bei dichter Bewölkung vereinzelt zu Schnee. Vielerorts bleibt es bei Tiefsttemperaturen von bis zu minus neun Grad jedoch niederschlagsfrei. Mit Schneefall können Berliner und Brandenburger den Meteorologen zufolge am Donnerstag wieder rechnen.

2.28 Uhr: Lastwagen stellen sich auf A10 bei Spreeau quer - Fahrbahn blockiert

Auf der A10 bei Spreeau (Kreis Oder-Spree) haben sich zwei Lastwagen auf der glatten Fahrbahn quer gestellt und die Fahrbahn blockiert. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte, blieben die Lastwagen in der Nacht zwischen dem Dreieck Spreeau und der Anschlussstelle Niederlehme liegen und kamen weder vor noch zurück. Die Sperrung der Autobahn wurde am Morgen aufgehoben. Es staute sich jedoch noch rund um die Anschlussstelle.

+++ Montag, 8. Februar 2021 +++

21.32 Uhr: Ausgang am U-Bahnhof Rathaus Spandau wegen Glätte geschlossen

Ein Ausgang am U-Bahnhof Rathaus Spandau ist am Dienstagabend "wegen Unfallgefahr und Glättebildung" geschlossen worden.

21.15 Uhr: DRK Berlin mit acht weiteren Fahrzeugen im Wärmebus-Einsatz

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Berlin hat acht weitere Fahrzeuge für den Wärmebus-Einsatz bereitgestellt, wie das DRK Berlin am Montagabend bei Twitter mitteilte. Die DRK-Fahrzeuge sind erreichbar über 030 600 300 1010

20.24 Uhr: Volle S-Bahnen wegen wetterbedingten Ausfällen

Wie vor Corona, nur mit Masken: Durch die vielen wetterbedingten Ausfälle bei der S-Bahn ist es in den Zügen voll wie lange nicht mehr. Aufgenommen wurde das Foto zwischen Hackescher Markt und Alexanderplatz.

20 Uhr: So wird das Wetter in Berlin und Brandenburg

Brandenburg und Berlin liegen unter Tiefdruckeinfluss. Mit östlicher Strömung wird sehr kalte Luft polaren Ursprungs in die Region geführt. In den kommenden Tagen herrscht Dauerfrost, wie der Deutsche Wetterdienst meldet. In der Nacht zum Dienstag und Dienstagmorgen verbreitet strenger Frost bei Tiefstwerten zwischen -10 und -15 Grad, im Süden Brandenburgs teils bis -20 Grad. Zeitweise leichter bis mäßiger Schneefall. Verbreitet 5 bis 10 cm, in den östlichen Landesteilen stellenweise bis 15 cm. Bis Dienstagmorgen größtenteils nach Mecklenburg abziehende Niederschläge. Die Vorhersage im Detail:

  • Der DWD meldet für Berlin und Brandenburg: In der Nacht zum Dienstag bleibt es stark bewölkt, gebietsweise gibt es leichten Schneefall. Vor allem südlich von Berlin auch niederschlagfrei. Strenger Frost zwischen -10 und -15 Grad, im Süden teils bis -20 Grad. Schwacher Nordostwind.
  • Am Dienstag meist stark bewölkt, vorübergehend geringfügiger Schneefall. Nur von der Elster bis zur Lausitz am Dienstagmorgen und Vormittag gebietsweise leichter Schneefall mit Neuschneemengen um 1 cm. Höchsttemperatur zwischen -8 und -5 Grad. Überwiegend schwacher Nordostwind.
  • In der Nacht zum Mittwoch teils auflockernde Bewölkung, meist niederschlagsfrei. Tiefsttemperaturen zwischen -10 und -15 Grad. Schwacher Wind.
  • Am Mittwoch stark bewölkt, teils wolkig, meist niederschlagsfrei. Höchstwerte zwischen -8 und -5 Grad. Schwacher Nordostwind.
  • In der Nacht zum Donnerstag wolkig oder stark bewölkt, gebietsweise etwas Neuschnee. Tiefstwerte zwischen -10 und -16 Grad. Schwacher Wind.
  • Am Donnerstag viele Wolken, zeitweise leichter Schneefall. Temperaturmaxima zwischen -7 und -3 Grad. Schwacher bis mäßiger Nord- bis Nordwestwind.
  • In der Nacht zum Freitag teils stark, teils gering bewölkt, überwiegend niederschlagsfrei. Temperaturminima zwischen -10 und -13 Grad. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.

Die Vorhage des DWD finden Sie auch auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes.

18.33 Uhr: Feierabendverkehr im Schneetreiben

Auf der Elsenbrücke zwischen Friedrichshain und Treptow sorgt der Feierabendverkehr schon an Tagen ohne Schnee für lange Staus. Aufgrund der Umbauarbeiten seit Januar 2020 gibt es dort nur einen Fahrstreifen in jede Richtung. Im Schneechaos kommen die Autos am Montagabend noch etwas langsamer vorwärts.

Der Wintereinbruch in Deutschland in Bildern

16.20 Uhr: Hertha-Trainer Pal Dardai - „Dann spielen wir Schneefußball“

Bei Hertha BSC haben sie das Training am Montag kurzerhand ins Warme verlegt. Die Profis des Berliner Fußball-Bundesligisten trainierten individuell, Stabilität und Kraftübungen standen auf dem Programm. Am Dienstag kennt Trainer Pal Dardai aber kein Erbarmen mehr. Dann müssen Sami Khedira und Co. wohl wieder auf dem verschneiten Schenckendorffplatz ran. „Dann spielen wir Schneefußball“, sagte Coach Dardai am Montag. So können sich die Spieler schon einmal an die Verhältnisse gewöhnen, die am Wochenende beim Auswärtsspiel in Stuttgart sowieso auf sie zukommen könnten.

16.15 Uhr: Feuerwehr warnt vor dem Betreten von Eisflächen

Die Berliner Feuerwehr warnt vor dem Betreten von Eisflächen auf Seen und Gewässern in Treptow-Köpenick. „Auch wenn sich in den vergangen Tagen eine dünne Eisschicht auf einigen Seen gebildet hat, ist es absolut gefährlich, einen Fuß darauf zu setzen“, sagte ein Sprecher der Berliner Morgenpost. Der Feuerwehr sind keine Einbrüche auf den Eisflächen von den vergangenen Tagen bekannt. Damit das so bleibt, verstärkt die Wasserschutzpolizei ihre Streifendienste an den Ufern.

16.10 Uhr: Rodeln bis der Schlitten splittert

Passt nicht ganz: Im Mauerpark in Prenzlauer Berg hat jemand versucht, einen zerbrochenen Schlitten an Ort und Stelle zu entsorgen. Rund 50 Rodler tummeln sich am Hang.

16.06 Uhr: Dachputz am Westkreuz

Am S-Bahnhof Westkreuz lasten die Schneemassen schwer auf dem Dach. BSR-Mitarbeiter nehmen die Schippe in die Hand und räumen die weiße Pracht weg. Sicher ist sicher.

16 Uhr: Bahn stellt Aufenthaltszüge am Hauptbahnhof bereit

Wegen des extremen Wetters verkehren von Berlin aus nach Auskunft der Deutschen Bahn (DB) bis auf weiteres keine Fernverkehrszüge in Richtung Hannover/Köln, München und Erfurt. Auch auf der Strecke nach Hamburg fallen einige Züge aus oder verspäten sich. Für wartende Fahrgäste am Berliner Hauptbahnhof gibt es auf Gleis 1 deshalb einen Aufenthaltszug. "So müssen die Passagiere nicht in der Kälte warten", sagt ein Mitarbeiter der Bahn. Solche Aufenthaltszüge werden bei extremen Witterungen an großen Bahnhöfen eingesetzt, zuletzt im Februar 2020 nachdem es wegen des Orkantiefs "Sabine" deutschlandweit zu Ausfällen im Schienenverkehr gekommen war. Am Montagnachmittag ist der Zug nur mäßig gefüllt. Rund 20 Fahrgäste warten auf den Sitzen. Sie werden mit Kaffee und Lunchpaketen versorgt. Darunter ein Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, mit seinen beiden Kindern. Eigentlich wäre ihr Zug um 15.16 Uhr nach Dresden gefahren. Eine halbe Stunde später sind sie immernoch am Berliner Hauptbahnhof. "So ein Aufenthaltszug ist besser, als in der Kälte zu warten", sagt er. Wann er in den Anschlusszug steigen kann, weiß er noch nicht. Allerdings sieht er die Situation nicht so schlimm. "So ein Wetter kann hier ja schon mal passieren, noch ist ja alles in Ordnung."

15.26 Uhr: Taxiunternehmer - "Es ist eine Vollkatastrophe"

Die Berliner Taxis fahren weiterhin. Wegen schlecht geräumter Straßen gibt es aber vermehrt Staus, und es kommt zu Verspätungen. Auch Krankentransporte sind betroffen. „Es ist eine Vollkatastrophe“, sagt Thomas Wonneberger, Inhaber eines Taxiunternehmens.

15.23 Uhr: Erste Zwischenbilanz des UKB

Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) wurden nach Glätteunfällen 25 Patienten behandelt. „Der Großteil der Patienten kam am ersten Wochenende mit Schnee, vergangenes Wochenende waren es fünf Patienten“, sagt Angela Kijewski, Sprecherin am UKB. Unter den Unfallopfern seien alle Altersgruppen vertreten, von Kindern bis zu Senioren. Unfälle passierten häufig, weil die Leute ungeeignetes Schuhwerk trügen oder die Rutschgefahr mit dem Fahrrad unterschätzten. Kijewski empfiehlt, sich dem Wetter angemessen fortzubewegen: „Die Pinguine machen es uns vor, kleine Trippelschritte sind bei Glätte besser.“

15.19 Uhr: Bezirksamt Pankow warnt vor vereisten Spielplätzen

Weil Bodenbeläge auf Pankower Spielplätzen vereist sein könnten, warnt das Bezirksamt vor Verletzungsgefahr. Durch den aktuellen Wintereinbruch mit starkem Frost sei der Fallschutz auf den Spielplätzen wahrscheinlich eingefroren, heißt es in einer Mitteilung. Ein vereister Fallschutz könne Stürze von Kindern „nicht mehr in ausreichendem Maße dämpfen“. Dadurch seien Verletzungen bis hin zu Knochenbrüchen möglich. Das Bezirksamt Pankow verbietet die Benutzung der Spielplätze aber nicht, sondern rät Eltern und Kindern nur zu erhöhter Vorsicht.

15.06 Uhr: Ersatzhaltestelle Grunewald kann nicht angefahren werden

14.20 Uhr: Nicht mehr Unfälle mit Verletzten als sonst

„Es gibt aktuell nicht mehr Verkehrsunfälle mit verletzten Personen als an anderen Tagen“, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei der "Berliner Morgenpost". Auf vielen Straßen liege jedoch Schnee und die Autofahrer rufe man dazu auf, vorsichtig zu fahren. Die Anzahl der in den letzten Tagen durch Schnee und Glätte ausgelösten Unfälle ist aktuell noch nicht bekannt.

14.18 Uhr: Lieferdienst Wolt stellt Betrieb wegen des Wetters ein

Der Lieferdienst Wolt hat seine Lieferungen aufgrund der Witterungsverhältnisse vorläufig eingestellt. Das teilt eine Wolt-Sprecherin auf Nachfrage der "Berliner Morgenpost" mit. Zu Unfällen sei es bislang noch nicht gekommen, so die Sprecherin.

13.28 Uhr: BR Volleys mit winterlicher Verspätung nach Kasan

Die BR Volleys sind heute mit einer Stunde Verspätung Richtung Moskau/Kasan abgeflogen. In Kasan findet der zweite Teil der Champions-League-Vorrunde statt. Dienstag spielen die Berliner gegen Ach Ljubljana, Mittwoch gegen Zenit Kasan. Der Flieger startete mit Verspätung, weil er zu spät aus Frankfurt in Berlin eintraf.

Alba Berlin fliegt heute Nachmittag nach Stuttgart; von dort geht es per Bus weiter nach Crailsheim, wo die Berliner am Dienstagabend ein Bundesligaspiel bei den Crailsheim Merlins bestreiten. Stand jetzt soll es laut Alba-Geschäftsstelle pünktlich losgehen.

13.24 Uhr: Fährbetrieb eingestellt

13.12 Uhr: Autobahnpolizei sperrt Abfahrt der A111

Die Abfahrt Waidmannsluster Damm der A11 musste heute Morgen wegen zu viel Schnee gesperrt werden, nachdem sich dort ein PKW überschlagen hatte.

13.07 Uhr: Kleinwagen überschlägt sich auf glatter Straße

Wie die Feuerwehr meldet, hat sich auf dem Hermsdorfer Damm in Tegel am Vormittag ein Kleinwagen überschlagen. Drei Personen, darunter zwei Kinder, wurden leicht verletzt.

13.04 Uhr: Mehr Heizungsausfälle gemeldet

„Immer dann, wenn es richtig zur Sache geht, merken wir einen erhöhten Heizungsausfall“, sagt Michael Perski von der Sanitär- und Heizungsbau-Firma Permitec in Wilmersdorf. Grund dafür sei die schlechte oder fehlende Wartung der Heizungsanlagen. Aber nicht nur Heizungen in Wohngebäuden fallen wegen der extremen Kälte aus.

13.01 Uhr: Winterwunderland Friedrichstraße

Die autofreie Friedrichstraße in Mitte ist an diesem Montag kaum für Radfahrer befahrbar. Die Fahrbahn ist nicht geräumt und nur unzureichend gestreut. Lediglich vereinzelte Mitarbeiter von Lieferdiensten fahren auf dem Abschnitt.

Den ausbleibenden Verkehr nutzt am Montagmittag eine Frau, um mit ihrem Kinderwagen spazieren zu gehen.

12.56 Uhr: Rutschgefahr am U-Bahnhof Unter den Linden

Fahrgäste am U-Bahnhof Unter den Linden müssen aufpassen, am Eingang nicht auszurutschen. Die Treppen sind gestreut, der Eingangsbereich hingegen ist spiegelglatt. Schneewehen tragen den Schnee dorthin. Kein Schild weist auf die schmierige Situation hin. Zudem funktioniert auch die Rolltreppe nicht.

12.44 Uhr: Langlauffreuden im Volkspark Friedrichshain

Der Wintereinbruch in Berlin hat auch am Montag Sportbegeisterte in die Parks gezogen. Im Volkspark Friedrichshain wurde am Morgen eine Langläuferin dabei beobachtet, wie sich mit Skiern und Stöcken den Weg durch den Schnee bahnte. Auch einige Rodler zog es erneut auf die Parkhügel.

12.34 Uhr: Handball-Füchse auf dem Weg nach Schweden vorerst gestoppt

Den Füchsen Berlin hat das Wetter einen Strich durch die Reise-Rechnung gemacht. Auf dem Weg nach Kristianstad (Schweden), wo Berlins Handballer am Dienstagabend in der European League antreten, war schon in Rostock vorerst Endstation. Die Fähre, die den Tross nach Trelleborg bringen sollte, war wegen Sturmwarnung gestrichen worden. Also ging es im Mannschaftsbus kurzerhand weiter nach Lübeck, wo per kürzerer Fährüberfahrt Puttgarden angesteuert wurde. Dort angekommen ging es bei stürmischen Böen weiter nach Rødby (Dänemark). Die Ankunft in Kristianstad ist für den Abend geplant.

12.32 Uhr: Bislang keine witterungsbedingten Flugausfälle am BER

Schnee und Eis hatten bislang noch keine Auswirkungen auf geplante Starts und Landungen am Hauptstadt-Flughafen BER in Schönefeld. Wie eine Sprecherin auf Anfrage der Berliner Morgenpost mitteilte, laufe der Flugbetrieb gut. Bis zum Mittag habe es bislang keine Flugausfälle gegeben, lediglich eine Verspätung sei aufgetreten. Am Montag sollen insgesamt 80 Flugzeuge am BER starten und landen. Es gebe aber jede Menge zu tun, sagte die Sprecherin.

„Unsere Winterdienstflotte ist seit gestern Nacht rund um die Uhr im Dauereinsatz, um Start- und Landebahn, Rollwege und Vorfelder zu räumen und zu enteisen“, erklärte sie. Die Flugbetriebsfläche ist insgesamt rund 300 Hektar groß. Der Aufwand für den Winterdienst sei allerdings unabhängig von den Flugbewegungen hoch. „Kaum ist die Runde geschafft, geht es im nächsten Moment von vorne wieder los“, sagte die Sprecherin. In Schönefeld schneie es gerade ziemlich.

12.10 Uhr: Eingeschränkter S-Bahn Verkehr

Die Wetterlage macht sich auch am S-Bahnhof Ostkreuz bemerkbar. An den Aufgängen fallen vereinzelt Rolltreppen aus. An den Bahnsteigen zeigen die Anzeigetafeln Verspätungen an. So fällt beispielsweise die S85 in Richtung Pankow aus. Generell meldet sie S-Bahn Berlin witterungsbedingte Einschränkungen im gesamten Netz. Vom Ostkreuz in Richtung Alexanderplatz funktioniert der Schienenverkehr bislang allerdings einwandfrei.

12.04 Uhr: Hier ist Radfahren unmöglich

Auf dem Markgrafendamm in Friedrichshain in Richtung Bahnhof Ostkreuz sind die Radwege nicht mehr sichtbar. Auf dem eigentlichen Radweg sammelt sich der Schnee dort, wo eigentlich der Radweg ist. Radfahrer schieben ihre Räder über die Gehwege, da die Fahrbahn zu glatt und rutschig ist.

11.54 Uhr: BSR - "Haben die Lage gut im Griff"

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) arbeitet nach eigenen Angaben rund um die Uhr. Alle verfügbaren der insgesamt 2200 Winterdienstkräfte befreien wichtige Fahrbahnen sowie Radfahrstreifen mit 540 Räum- und Streufahrzeugen von Schnee und Eis. „Insbesondere angesichts des dauerhaften Schneefalls haben wir die Lage recht gut im Griff“, sagt Sebastian Harnisch, Sprecher der BSR. In der Regel sind die BSR-Beschäftigten in zwei Schichten unterwegs - aufgrund der extremen Wetterlage aktuell in drei Schichten.

11.42 Uhr: Auch Lieferdienste vom Wintereinbruch betroffen

Der Wintereinbruch in Berlin hat auch Auswirkungen auf die Lieferdienste. Zwar seien die Fahrer derzeit noch im Einsatz, so ein Sprecher auf Nachfrage der Berliner Morgenpost, allerdings habe Sicherheit Priorität. „Wenn Auslieferungen wegen Eis und Schnee nicht mehr möglich ist, pausieren wir unsere Flotte, bis die Bedingungen besser sind“, sagt der Lieferando-Sprecher. Bislang könne es zumindest zu Verspätungen kommen, da wegen der Wetterlage mehr Menschen bestellen und die Bedingungen auf den Straßen schlecht sind. Direkte Auswirkungen auf die Bestellung per App habe das aber nicht. Lediglich die Auswahl an Restaurants könnte sich verringern, da die Lieferflotten pausieren können. Restaurants mit eigenen Fahrern könnten aber weiterhin ausliefern. In anderen Städten, etwa in Leipzig und Hannover, hat Lieferando den Betrieb wegen des Schneefalls und der Glätte eingeschränkt.

10.05 Uhr: Auch zum Wochenbeginn Behinderungen im Bahnverkehr

Der Schnee sorgte im Berliner Nahverkehr am Sonntag vor allem bei der S-Bahn für Ausfälle und Verspätungen. Auch am Montag müssen sich Fahrgäste auf Behinderungen einstellen. Betroffen ist auch der Regionalbahnverkehr, wie Bahnsprecherin Anja Bröker am Morgen sagte. Nach dem Schneewochenende sei das Schneetief am Wochenbeginn noch nicht vorbei. Sie empfahl Fahrgästen dringend, sich vor Reisebeginn über ihre Verbindung zu informieren. Der Fernverkehr von Berlin in Richtung Hannover/Köln, Erfurt, Frankfurt und München ist weiterhin eingetellt. Alle Einschränkungen finden Sie auch auf der Internetseite der Bahn.

7 Uhr: Verkehr der BVG weitgehend störungsfrei

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) kommt es wegen der extremen Wetterlage kaum zu Einschränkungen. Vereinzelt sei im Laufe des Montagvormittags ein Bus stehen geblieben, teilte ein BVG-Sprecher auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit. „Wenn sich wegen Glätte ein Stau bildet, stehen unsere Busse auch“, sagte er. Aber das mache sich bei einer Flotte von 1500 Bussen kaum bemerkbar.

Auch im Straßenbahn-Verkehr und im U-Bahn-Betrieb habe es bislang keine Auffälligkeiten gegeben. „Wir kommen bislang gut durch den Tag“, so der Sprecher. Nicht einmal vereiste Eingänge an den U-Bahnhöfen würden der BVG Probleme bereiten. Man habe die Situation im Blick und könne entsprechend nachjustieren.

Zehn Verletzte bei Rodelunfall im Volkspark Friedrichshain

Der Feuerwehr wurden am späten Sonntagnachmittag gleich mehrere Schlittenunfälle gemeldet. Bei einer Kollision von Schlitten, auf denen Eltern mit ihren Kindern saßen, seien im Volkspark Friedrichshain zehn Personen leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dort seien drei Schlitten zusammengestoßen, so die Feuerwehr auf Twitter.

Auf dem Teufelsberg in Grunewald habe ein Mann wegen der Glätte die Kontrolle über seinen Schlitten verloren, wobei er ebenfalls leicht verletzt worden sei. Der Transport des Verletzten habe Probleme bereitet, so der Sprecher. Wegen der Glätte hätten sich Einsatzkräfte und Fahrzeuge nur schwer fortbewegen können. „Außerdem haben die Rodler keine Rücksicht auf den Krankentransport genommen“, sagte der Sprecher. „Sie sind einfach auf die Einsatzkräfte zugefahren. Sie mussten deshalb manchmal zur Seite springen.“ Wegen der erschwerten Bedingungen habe es schließlich zwei Stunden gedauert, bis das Team den Verletzten über die Rodelbahn und durch den Wald in das nächste Krankenhaus bringen konnte.

Im Süden Berlins schneite es am heftigsten

Alle Hände voll zu hatten die Einsatzkräfte der Berliner Stadtreinigung (BSR) – insbesondere im Süden Berlins. Dort schneite es am heftigsten. „Wir sind mit allen verfügbaren Kräften und Fahrzeugen im Einsatz“, so die Sprecherin am Sonntag. Etwa 2200 Mitarbeiter seien auf Fahrbahnen, Fahrradwegen oder Fußgängerüberwegen im Einsatz, hinzu kommen 540 Räum- und Streufahrzeuge. Die Situation sei aber beherrschbar, so die Sprecherin weiter.

( BM )