Gesundheit

Senator sieht "gewaltigen Sprung" bei Digitalisierung

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Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin, schaut in die Runde.

Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin, schaut in die Runde.

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Berlin. Die Corona-Krise hat in der Berliner Verwaltung einen Digitalisierungsschub ausgelöst, der ohne Pandemie so nicht denkbar gewesen wäre. "Im März 2020 zu Beginn der Pandemie waren etwa fünf Prozent der Beschäftigten der Berliner Verwaltung in der Lage, mobil zu arbeiten. Fünf Prozent von 110 000 Beschäftigten", sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK). "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen wir bei 30 Prozent." Und da gerade weitere neue Notebooks ausgeliefert und angeschlossen würden, seien es in wenigen Wochen rund 40 Prozent der Beschäftigten.

"Das ist ein gewaltiger Sprung, den wir gemacht haben", meinte Geisel. "Bei einem Gesamtumfang von 110 000 Beschäftigten finde ich manche Kritik an uns auch überzogen, weil wir in relativ kurzer Zeit dann eben doch viel geschafft haben."

Die Erfahrungen des vergangenen Jahres hätten dazu geführt, dass der Senat hier seine Strategie geändert habe. Während vor Corona die Digitalisierung der Arbeitsplätze in den Büros im Mittelpunkt gestanden habe, würden als Hardware nunmehr ausschließlich Notebooks beschafft. "So dass wir in Zukunft in der Lage sein werden, grundsätzlich mobil zu arbeiten", so Geisel.

Aus seiner Sicht hat das Auswirkungen auf die künftige Nutzung von Dienstgebäuden oder bestimmte Arbeitsabläufe. "Ob wir jemals wieder in die Arbeitsweise zurückkehren, die wir vor der Pandemie hatten, ist schwer vorstellbar. Ich glaube, da wirkt diese Situation jetzt wie ein Katalysator", sagte er. Der Senat müsse sich Gedanken darüber machen, "welche strategischen Veränderungen es eigentlich für die öffentliche Verwaltung mit sich bringt". Er vermute, so Geisel, dass viele Unternehmen ähnliche Überlegungen anstellten.

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( dpa )