Corona-Newsblog Berlin

Berlins Hausärzte können sich gegen Corona impfen lassen

| Lesedauer: 127 Minuten
Merkel nach Bund-Länder-Gipfel am 10. Februar

Merkel nach Bund-Länder-Gipfel am 10. Februar

Es zeigt sich, dass die aktuellen Corona-Maßnahmen wirken. Das betonte Kanzlerin Merkel nach dem Bund-Länder-Treffen am 10. Februar 2021. Allerdings wolle man alles tun, um eine „Wellenbewegungen“, ein „hoch und runter, auf und zu“ bei den Öffnungen und Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu vermeiden.

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Corona in Berlin - das Newsblog: Derzeit sind 7703 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Inzidenz liegt bei 64,4.

Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

16.05 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Alle aktuellen Nachrichten und Zahlen zur Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem neuen Newsblog.

16 Uhr: Bildungssenatorin Scheeres - Kita-Kinder brauchen keine Schnelltests

Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat die Entscheidung verteidigt, für Berliner Kita-Kinder keine regelmäßigen Corona-Schnelltests anzubieten. Die SPD-Politikerin berief sich im Berliner Abgeordnetenhaus auf den Austausch mit Experten. Die Empfehlung laute, sich auf die Schulen zu konzentrieren und auf das Personal in den Kindertageseinrichtungen, sagte Scheeres. Das Testen von Kita-Kindern werde nicht als sinnvoll angesehen. „Wir müssen auch feststellen, was die Zahlen insgesamt angeht im Kita-Bereich, dass diese geringer sind im Vergleich zum Schulbereich“, sagte die Senatorin. Aktuell gebe es nur eine sehr geringe Anzahl an Fällen in den Berliner Kindertageseinrichtungen.

Scheeres hatte am Dienstag angekündigt, dass die Schnelltests an Berlins Schulen und Kitas ausgeweitet werden sollen. Das gilt allerdings nur für Schüler, Lehrer, andere Beschäftigte an den Schulen sowie die Kita-Erzieher. Dabei sollen auch Selbsttests eingesetzt werden, für die bislang allerdings noch die Zulassung fehlt. Daneben gibt es Schnelltests, die von geschultem Personal vorgenommen werden müssen.

14.56 Uhr: Eklat im Abgeordnetenhaus - Sitzung unterbrochen

Nachdem der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Morgen mit seiner zögerlichen Haltung zu einer Regierungserklärung für Aufregung gesorgt hatte, kam es am frühen Nachmittag erneut zu einem Eklat. Weil Bausenator Sebastian Scheel (Linke) nicht anwesend war, obwohl am Morgen keine Entschuldigung für Senatoren vorlag, forderte die FDP ein Treffen des Ältestenrates. Nach dem Hinweis, Scheel sei in einer halben Stunde da, beantragte die FDP die Unterbrechung der Sitzung, bis er eintreffe. Einen anderen Tagesordnungspunkt vorzuziehen, wurde abgelehnt, so dass die Sitzung tatsächlich unterbrochen wurde.Ursprünglich sollte die Sitzung des Abgeordnetenhauses vorzeitig enden, weil der Senat danach zur Umsetzung der Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten zusammenkommt. Da der Zeitplan ohnehin in Verzug geraten war, verzögert sich die Senatssitzung nun weiter.

14.26 Uhr: Hausärzte können sich jetzt impfen lassen

Berlins Hausärzte können sich ab jetzt gegen das Corona-Virus impfen lassen. Man habe über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) 10.500 Codes versendet, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Damit können sich die Mediziner Termine in den Impfzentren geben lassen. Für die Impfstrategie des Landes ist das ein wichtiger Schritt, weil in den nächsten Wochen die niedergelassenen Ärzte auch das Impfen übernehmen sollen. Vor allem für chronisch Kranke könnten die Mediziner eine wichtige Rolle übernehmen, so Kalayci

13.58 Uhr: Mann wegen fehlender Maske in S-Bahn kontrolliert - und verhaftet

Ein 29 Jahre alter Mann ohne Mund-Nase-Schutz ist in einer S-Bahn am Flughafen-Bahnhof Schönefeld (Dahme-Spreewald) von der Polizei kontrolliert und dann verhaftet worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, stellten die Beamten bei der Prüfung des Ausweises am Mittwoch fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl das Amtsgerichtes Mannheim vorlag. Er war im Oktober 2020 wegen Schwarzfahrens zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt worden und konnte nicht zahlen - deshalb wurde im Januar Haftbefehl erlassen. Die Beamten brachten ihn in eine Brandenburger Vollzugsanstalt, wo er 150 Tage absitzen muss.

13.44 Uhr: Brandenburger Bildungsministerin für Öffnung der Grundschulen

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat bekräftigt, dass die Grundschulen im Land in der übernächsten Woche wieder öffnen sollen. Diese Möglichkeit habe der Beschluss der Bund-Länder-Konferenz am Vortag eröffnet, sagte Ernst im Bildungsausschuss des Landtags. „Nach jetzigem Stand möchten wir die Grundschulen im Wechselunterricht wieder eröffnen am 22. Februar“, sagte Ernst. Darüber werde das Kabinett am Freitag entscheiden.

Noch nicht entschieden sei, ob für die Schüler eine Präsenzpflicht bestehen soll oder ob die Eltern ihre Kinder auch zu Hause lassen können, sagte Ernst. Sie selbst tendiere aber zur Präsenzpflicht, betonte die Ministerin. „Denn sonst müssten die Schulen neben dem Wechselunterricht und der Notbetreuung auch noch zusätzlich Distanzunterricht für die Schüler organisieren, die zu Hause bleiben.“

Eine Öffnung bereits am kommenden Montag wäre nach Einschätzung von Ernst wegen der notwendigen Vorbereitungen nicht sinnvoll. Die Ministerin appellierte an die Lehrkräfte, im Vorfeld der Schulöffnungen die Möglichkeit zu kostenlosen Schnelltests zu nutzen. „Ich bin froh, dass wir nun die Perspektive auf Schulöffnungen haben, denn die Sorge um die Kinder ist nicht ohne“, sagte Ernst. „Kinderärzte und Krankenhäuser berichten uns zunehmend von Einschränkungen im Sozialverhalten und bei der Bewegung.“

13.25 Uhr: Mehr Staus in Berlin trotz Corona

Staus auf Straßen und Autobahnen haben in Berlin im vergangenen Jahr trotz der Corona-Pandemie und gegen den Bundestrend weiter zugenommen. Zu den nur 77 Autobahnkilometern der Hauptstadt in Verhältnis gesetzt, war das die längste Autoschlange aller Bundesländer, wie der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) für Berlin und Brandenburg mitteilte.

In Brandenburg hingegen nahm die Staulänge um mehr als die Hälfte ab. Sie war dennoch die längste aller ostdeutschen Länder. Zu den Stauschwerpunkten gehörten vor allem die Autobahn A100 zwischen Berlin-Neukölln und -Wedding, die A115 zwischen den Dreiecken Berlin-Funkturm und Nuthetal sowie die A10 zwischen Kreuz Schönefeld dem Dreieck Schönau.

Dem ADAC zufolge nahm in der Hauptstadt die Staulänge auf den Autobahnen in der Hauptstadt um fünf Prozent zu, von mehr als 34.900 Kilometer auf rund 36.00 Kilometer. Allerdings brachten die Autofahrer in Berlin 2020 mit gut 19.400 Stunden etwa zehn Prozent weniger Zeit zu als im Jahr zuvor (22.300 Stunden).

In Brandenburg ging die Staulänge den Angaben zufolge von gut 49.500 Kilometer auf etwa 23.800 Kilometer zurück. Die Wartezeit reduzierte sich ebenfalls um etwa die Hälfte von rund 18.500 auf gut 9500 Stunden. Laut ADAC war das Fahrzeugaufkommen auf den Autobahnen während des Corona-Lockdowns im Frühjahr besonders gering. Im Sommer nahmen Verkehr und Staus jedoch wieder deutlich zu.

13.23 Uhr: RKI - 184.559 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 3,4 Prozent

In Berlin sind mittlerweile 184.559 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,4 Prozent. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 120.153 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,2 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 3.669.148 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 3,0 Prozent entspricht. Die höchste Impfquote vermeldet nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern mit nunmehr 4,0 Prozent.

13.06 Uhr: Pop stellt weitere Hilfen für Kleinstunternehmer in Aussicht

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat nach Kritik an den zäh fließenden Wirtschaftshilfen für Unternehmen in der Corona-Krise weitere Programme in Aussicht gestellt. „Da werden wir uns auf die Gruppen konzentrieren, die in Berlin auch wichtig sind: Auf Soloselbstständige, auf Kleinstunternehmen“, sagte Pop im Berliner Abgeordnetenhaus. Rund 150 Millionen Euro will die Senatorin unter anderem dafür aufwenden. Das Geld stammt demnach aus den 500 Millionen Euro, die der Senat jüngst für Wirtschaftshilfen bewilligt hat.

Diese „Neustarthilfe Berlin“ ist laut Angaben der Senatsverwaltung als Zuschussprogramm für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern gedacht, um vor allem in der Zeit nach dem Lockdown wieder schnell hochfahren zu können.

Zuvor hatten mehrere Oppositionsfraktionen im Abgeordnetenhaus die verzögerten Auszahlungen der November- und Dezemberhilfen kritisiert. „Der aktuelle Befund der Berliner Wirtschaft ist erschreckend“, sagte FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja. Die Industrie- und Handelskammer beurteile die Stimmung der Unternehmen als Dreiklang aus Ärger über die ausstehenden Hilfen, „Perspektivlosigkeit sowie dem Gefühl, nicht gehört zu werden“.

Die vom Bund finanzierten November- und Dezemberhilfen müssen auch dort beantragt werden. Lange Zeit hatte die für die Auszahlung zuständige Investitionsbank Berlin (IBB) keine Möglichkeit, auf die Daten zuzugreifen.

12.26 Uhr: Müller verteidigt Corona-Beschlüsse und räumt Fehler ein

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz verteidigt. "Gestern war ein guter Tag, Berlin war das Bundesland mit dem niedrigsten Inzidenzwert", sagte Müller im Abgeordnetenhaus. "Dass wir von einem Inzidenzwert von 180 im Dezember auf jetzt fast 60 gekommen sind, haben wir Dank des Verhaltens der Berliner und politischer Rahmenbedingungen gelungen."Die Verlängerung des Lockdowns für weitere drei Wochen sei notwendig, um eine langfristige Perspektive zu erhalten.

"Schlimmer wäre, jetzt die Nerven zu verlieren und drei Wochen zu früh zu öffnen und in fünf Wochen wieder von vorn zu beginnen", sagte Müller und verwies auf das Beispiel Österreichs. "Diesen Weg finde ich verheerend." Müller räumte ein, dass die Ministerpräsidenten im vergangenen Oktober Fehler gemacht hätten, als sie dachten, ein leichter Lockdown reiche aus, um die Lage im Griff zu behalten. "Wir hätten im Oktober, November härter bleiben müssen auf unserem Weg. Dann wäre uns das im Dezember nicht passiert", sagte Müller im Hinblick auf die damals stark steigenden Infektionszahlen, die zu einem neuerlichen harten Lockdown geführt haben.

12.14 Uhr: GEW - Für Kita- und Schulöffnung ist es noch zu früh

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält eine Öffnung von Kitas und Schulen für verfrüht. Sie ruft die Senatsbildungsverwaltung aufgrund des weiterhin unsicheren Infektionsgeschehens deshalb zur Zurückhaltung auf. „Zum jetzigen Zeitpunkt müssen alle Anstrengungen darauf gerichtet sein, die Anzahl der Infektionen unter die Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen in einer Woche zu senken und die niedrigen Infektionszahlen stabil zu halten“, erklärte der Vorsitzende der GEW Berlin, Tom Erdmann. Erst dann sollte aus Sicht der GEW eine schrittweise Öffnung der Kitas und Schulen in halbierten Lerngruppen und prioritär in den Jahrgängen 1-3 erfolgen.

Vor der Schulöffnung muss nach Ansicht der GEW der Corona-Stufenplan überarbeitet werden. „Die Maßnahmen müssen an berlinweite Inzidenzwerte gekoppelt werden, um Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen. Der Senat sollte sich an den RKI-Empfehlungen zum Wechselunterricht ab einem Inzidenzwert von 50 orientieren und zusätzlich mögliche Effekte der Mutationen berücksichtigen. Spätestens ab einer Inzidenz von 100 brauchen wir verbindlich Fernunterricht“, sagte Erdmann. Im bisherigen Berliner Stufenplan für die Schulen spielen die Inzidenzen nach wie vor kaum eine Rolle.

Bei den jüngst vorgestellten Maßnahmen setzt die Senatsverwaltung unter anderem auf freiwillige Selbst-Schnelltests in Kitas und Schulen. „Abgesehen von der Frage, ab wann die Tests ausreichend zur Verfügung stehen, ist offen, wie genau die Anwendung erfolgen soll. (…) Es herrscht große Unsicherheit. Auch ist fraglich, wie mit der Freiwilligkeit umzugehen ist. Wenn sich nur wenige Personen den Tests unterziehen, welchen Wert haben diese dann“, sagte die Vorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik.

11.35 Uhr: Handel denkt an Klage gegen Corona-Beschlüsse

Einen Tag nach der in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) beschlossenen Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März wächst in weiten Teilen der Berliner Wirtschaft der Unmut. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg (HBB), Nils Busch-Petersen, sagte am Donnerstag der Berliner Morgenpost in einer ersten Reaktion, er schließe eine Klage gegen die gefassten Beschlüsse nicht aus. Darüber werde bereit in verschiedenen Landesverbänden, aber auch mit dem Bundesverband diskutiert. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

9.50 Uhr: Streit um Sitzung im Abgeordnetenhaus

Unmittelbar vor Beginn der Sitzung des Abgeordnetenhauses zu den Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidenten ist ein Streit über deren Ablauf entbrannt. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte bis gestern darauf verzichtet, eine Regierungserklärung abgeben zu wollen. Am Donnerstagmorgen hat er nun eine solche Erklärung angeboten, war jedoch auf Ablehnung bei den Grünen gestoßen.

Ursprünglich wollte das Parlament auf Antrag der FDP über die Auszahlung der Wirtschaftshilfen sprechen. Die FDP-Fraktion berät nun darüber, ob sie auf ihre Aktuelle Stunde verzichtet, um eine Regierungserklärung zu erzwingen.Grundsätzlich hat der Regierende Bürgermeister jederzeit die Möglichkeit, eine Regierungserklärung abzugeben. In diesem Fall würde das Parlament allerdings zwei Mal über das gleiche Thema sprechen. Der Beginn der Sitzung des Abgeordnetenhauses verzögert sich daher voraussichtlich.

8.30 Uhr: Woidke - Noch unklar, wann Oberschulen öffnen

Wann nach den Grundschulen in Brandenburg auch weiterführende Schulen wieder öffnen können, ist Ministerpräsident Dietmar Woidke zufolge noch offen. „Wir sind in den Oberschulen natürlich in einer anderen Situation“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagmorgen im RBB-Inforadio. „Distanzunterricht funktioniert bei den Kleinen nur sehr eingeschränkt, bei den Großen geht das schon besser.“

Nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern in der Corona-Krise will Brandenburg die Grundschulen bereits am 22. Februar wieder öffnen. Für alle anderen Schulformen nannte Woidke noch keinen Termin. Bei den Öffnungen orientiere sich das Land am eigenen Vorgehen im vergangenen Jahr, als die Schulen schon einmal schrittweise wieder geöffnet wurden.

6:52 Uhr: Abgeordnete debattieren über Novemberhilfen und Landeswahlgesetz

Im Berliner Abgeordnetenhaus stehen bei der Plenarsitzung am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) zunächst die Wirtschaftshilfen für Berliner Unternehmen im Mittelpunkt. In der aktuellen Stunde debattieren die Parlamentarier über die staatliche Unterstützung, die viele Betriebe vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Krise und des wochenlangen Lockdowns dringend benötigen, die teilweise aber nur mit erheblicher Verspätung bei ihnen ankommt. Das Thema geht auf einen Antrag der FDP-Fraktion zurück. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) will für die Landesregierung dazu Stellung nehmen.

Die Liberalen haben das Abgeordnetenhaus außerdem aufgefordert, ein Stufenkonzept zu beschließen, das abhängig vom Infektionsgeschehen festlegt, welche Corona-Maßnahmen gelten sollen. Auch dieser dringliche Antrag ist Gegenstand der Debatte in der aktuellen Stunde.

Auf der Tagesordnung des Landesparlaments steht außerdem die Abstimmung über die Änderung des Landeswahlgesetzes. Dafür haben sich sämtliche Fraktionen bis auf die der AfD ausgesprochen. Dabei geht es darum, das Gesetz mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksversammlungen im Herbst an die besondere Situation während der Corona-Pandemie anzupassen. So sollen zum Beispiel die Verfahren zur Aufstellung von Kandidaten so geändert werden, dass dabei etwa auch eine Urnenwahl möglich ist. Und gerade kleineren Parteien soll es leichter gemacht werden, bei den Wahlen anzutreten, indem die Zahl der für die Zulassung nötigen Unterschriften halbiert wird.

6.04 Uhr: Brandenburgs Elternrat vermisst Vorbereitung für Schulöffnung

Die Eltern halten die geplante Öffnung der Grundschulen in Brandenburg für den Wechselunterricht noch im Februar für wichtig, sehen aber Risiken. „Es hat sich niemand wirklich darauf vorbereitet, dass der Tag X kommt“, sagte der Vorsitzende des Landeselternrates, René Mertens, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Schon im Herbst sei über Lüftungssysteme gesprochen worden. Er beklagte auch fehlende Daten, wie sich das Coronavirus in Schulen weiterverbreitet. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte nach dem Bund-Länder-Gespräch eine mögliche Öffnung der Grundschulen für den Wechselunterricht zum 22. Februar in Aussicht gestellt.

+++ Mittwoch, 10. Februar 2021 +++

21.09 Uhr: Berliner Senat berät über Lockdown-Verlängerung

Der Berliner Senat berät auf einer Sondersitzung am Donnerstag über sein weiteres Vorgehen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dabei geht es um die Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März, auf die sich Bund und Länder am Mittwochabend bei einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verständigt hatten. Erwartet wird, dass der Senat das nun rechtlich umsetzt. Dazu muss die Infektionsschutzverordnung des Landes aktualisiert werden.

Ein Schwerpunkt der Beratungen dürfte auch die schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas sein, die die Länder in Eigenregie vornehmen können. In Berlin sollen die Schulen trotz Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie ab 22. Februar wieder schrittweise öffnen, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Mittwochabend ankündigte. Den Anfang machen demnach die Grundschulen.

Weite Teile des Einzelhandels, Friseure, Kosmetiksalons sowie viele Schulen sind im Zuge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie seit 16. Dezember geschlossen, Kitas im Notbetrieb. Restaurants, Museen, Kinos, Theater, Freizeit- und Sporteinrichtungen mussten bereits Anfang November für Publikum schließen. Friseure sollen laut Bund-Länder-Vereinbarung ab 1. März wieder öffnen dürfen

20.23 Uhr: Müller - Berlin öffnet Schulen ab dem 22. Februar

Etliche Bundesländer wollen die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Schulen in den kommenden Wochen schrittweise öffnen. Berlin plane diesen Schritt für den 22. Februar, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Mittwoch nach Bund-Länder-Beratungen in Berlin. Auch andere Bundesländer orientierten sich an diesem Termin, fügte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hinzu.

Müller beschrieb die Öffnung von Schulen und Kitas, über die die Länder eigenständig entscheiden sollen, als schwierigen Abwägungsprozess zwischen Gesundheitsschutz einerseits sowie den sozialen Folgen weiter geschlossener Einrichtungen andererseits. Es gehe nicht um eine Öffnung auf einen Schlag, sondern um „ein schrittweises Hochfahren des Präsenzbetriebes an den Grundschulen“ mit Wechselunterricht, Hygieneregeln und auch neuen Testmöglichkeiten für Lehrer und Kinder. Letztere böten „mehr Sicherheit“, so dass die Länder diesen Weg „guten Gewissens“ gehen könnten.

„Schule kann man nicht außen vor lassen beim Infektionsgeschehen“, so Müller. Aber Wissenschaftler sagten auch: „Es gibt keine besonderen Auffälligkeiten bei den Kindern, schon gar nicht bei den ganz jungen.“

16.27 Uhr: 546 Neuinfektionen in Berlin, 50 weitere Tote

In Berlin sind 50 weitere Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesfälle steigt auf 2556. 546 Neuinfektionen wurden am Mittwoch gemeldet, insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie damit 123.735 Menschen in Berlin mit dem Coronavirus infiziert.

Die meisten Neuinfektionen meldet Neukölln (+116), gefolgt von MItte (+71) und Lichtenberg (+63). 113.476 Menschen gelten inzwischen als genesen, aktuell sind damit in Berlin 7703 Menschen mit Corona infiziert.

In den Krankenhäusern werden 1060 Menschen zurzeit behandelt, davon 306 auf Intensivstationen. Die Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 24,6 Prozent auf Gelb. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 64,4, die entsprechende Ampel steht auf Rot. Die Ampel für den 4-Tage-R-Wert steht mit 0,75 auf Grün.

15.43 Uhr: Müller mahnt zu Vorsicht bei Schulöffnungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat vor einer zu weitgehenden Öffnungsstrategie für Schulen in der Corona-Pandemie gewarnt. Er finde es zwar „angemessen und richtig“, jetzt einen Einstieg zu finden in den Präsenzunterricht an den Grundschulen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im ARD-„Mittagsmagazin“. Hier sei aber große Vorsicht angebracht.

„Zwar lösen Schulen keine großen Infektionsketten aus, aber sie tragen eben zum Infektionsgeschehen auch mit bei“, so der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Und nun gebe es die Virus-Mutante in Deutschland. „Insofern muss man auch sehr sensibel sein bei dem Schulbetrieb. Es geht nicht nur um die Kinder, es geht um die Lehrerinnen und Lehrer, um Eltern, die sich möglicherweise am Rande des Schulgeschehens bewegen. Also das muss man alles unter dem Thema Kontaktvermeidung mitdiskutieren.“

Als „Riesen-Erleichterung“ bezeichnete Müller die neuen Corona-Selbstschnelltests, die im Laufe des Februar zertifiziert und dann etwa in Berlin in großer Zahl auch an Schulen eingesetzt werden sollen. „Es gibt mehr Sicherheit für Lehrerinnen und Lehrer und für die Kinder, für die Eltern natürlich auch“, so der Regierungschef. „Es ist deutlich schneller und einfacher umzusetzen, und wir gewinnen daraus natürlich immer mehr Sicherheit für Normalität und dann auch für die nächsten Jahrgangsstufen.

15.33 Uhr: Schweiz weitet Quarantänepflicht auf Brandenburg aus

Reisende aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg müssen nach einer Einreise in die Schweiz demnächst in die Corona-Quarantäne. Das Bundesamt für Gesundheit hat am Mittwoch die Liste mit Risikogebieten aktualisiert. Sie gilt ab 22. Februar. Zuvor waren bereits Thüringen und Sachsen darauf. Sachsen wird von der neuen Liste gestrichen.

Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in die Schweiz in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg aufgehalten hat, muss sich bei den Behörden melden, zehn Tage in Quarantäne und darf das Haus oder die Ferienwohnung nicht verlassen. Ab dem 7. Tag kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test abgekürzt werden.

Einreisende aus allen anderen Bundesländern müssen sich lediglich elektronisch registrieren. Wer mit dem Flugzeug anreist, muss vor dem Einchecken zudem einen negativen PCR-Test vorzeigen.

15.26 Uhr: 54 B.1.1.7.-Fälle in Berlin, 49 in Brandenburg

In Berlin sind bislang 54 Fälle der britischen Corona-Mutation festgestellt worden. Die Charité meldete bislang 18 Fälle, 14 davon wurden bei stationär behandelten Patienten registriert, vier bei ambulanten Tests. Bei Vivantes sind es 36 Fälle, die allermeisten davon entfielen auf den Ausbruch der Infektion im Humboldt-Klinikum.

In Brandenburg seien bisher 49 Fälle der Mutante B.1.1.7 bestätigt worden, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags. Zwei neue Fälle seien hinzugekommen. Diese Variante wurde zuerst in Großbritannien entdeckt, sie gilt als deutlich ansteckender als frühere Corona-Formen. Die meisten Fälle dieser Variante in Brandenburg zählt dem Ministerium zufolge der Landkreis Barnim mit elf, gefolgt vom Kreis Oberhavel mit neun.

Die Ministerin geht von einer hohen Dunkelziffer aus. „Wir müssen davon ausgehen, dass diese Virusmutanten in sehr viel höherem Anteil schon Verbreitung gefunden haben“, sagte Nonnemacher. Wenn man eine höhere Anheftung an den Menschen unterstelle, werde die britische Variante in Deutschland bald die vorherrschende Variante sein. Weitere Mutanten kommen in Brandenburg weniger häufig vor. Die in Südafrika kursierende Variante (B.1.351) ist bisher sieben Mal in Brandenburg bestätigt, die Variante B.1.258 bisher zwei Mal.

14.36 Uhr: Bezirke bekommen Corona-Schnelltests für Kita-Personal

Heute erhalten die restlichen neun Bezirke Corona-Schnelltests für das Kita-Personal – Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln hatten sie schon letzte Woche ihren Anteil der 240.000 Schnelltests für Berlins Kitas bezogen. Ausgeliefert werden sie jeweils an die Jugendämter des Bezirkes. Das bestätigte Iris Brennberger, Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung (SenBJF). Man werde auch zeitnah die Kitas informieren, wie die eigentliche Testung vor sich gehen soll, so Brennberger.

Anders als bei den Schnelltests, die für die Schulen geplant sind, braucht es in diesem Fall für die Kita-Tests ein „geschultes Personal“. Bei den großen Kita-Eigenbetrieben können das beispielsweise die Betriebsärzte sein. Kleinere Kitas, die im Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) organisiert sind, haben eine andere Variante: „Es gibt sicher in der Elternschaft entsprechend geschulte Menschen, die solche Tests durchführen könnte“, sagte Babette Sperle vom DaKS. In Kreuzberg ist die Ausgabe der Schnelltest an die Kitas durch das Jugendamt schon angelaufen, so die dortige Sprecherin Sara Lühmann.

14.28 Uhr: Brandenburg könnte bis März weitere Zehntausende Impfdosen erhalten

Die Impfstoffhersteller haben für Brandenburg nach Angaben der Landesregierung die Lieferung weiterer Zehntausender Dosen bis Ende März angekündigt. Das geht aus einer Übersicht über die Lieferungen von Biontech, Moderna und Astrazeneca hervor, die Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages vorstellte. Von Biontech werden der Ministeriumsliste zufolge von diesem Donnerstag (11.2.) an bis Ende März knapp 199.000 Impfdosen erwartet, von Moderna 16.800 und von Astrazeneca 88.800. Bis Mittwoch (10.2.) wurden demnach insgesamt knapp 163.000 Impfstoffdosen geliefert.

Nonnemacher wies aber auf Unsicherheiten für die Vereinbarung von Impfterminen hin. So fehlten von Moderna genaue Lieferdaten für die Impfdosen. „Ob die dann auch so kommen, muss man dann halt gucken“, sagte sie. „Wir vergeben ja dann Erst- und Zweittermine, dann ist das mit diesen Unsicherheiten behaftet.“ Priorität habe weiter die Impfung in Pflegeheimen.

13.36 Uhr: Berlin hat jetzt eine weitere digitale Lernplattform

Neben dem „Lernraum Berlin“ - der Lernplattform im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung - gibt es nun eine weitere digitale Möglichkeit für Berlins Schüler und Lehrer: Itslearning. Heute wurde die Vereinbarung mit den Betreibern des „Lernmanagementsystems“ unterschrieben, erklärte die Senatsverwaltung für Bildung. „Itslearning stellt eine Ergänzung zum Lernraum Berlin dar, den wir ebenfalls weiter zur Nutzung empfehlen und ausbauen“, erklärte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Schulen könnten ab sofort zu dieser Lernplattform wechseln, die ursprünglich aus Norwegen stammt.

12.53 Uhr: 227.000 Schüler zum Präsenzunterricht erwartet

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) geht davon aus, dass in den nächsten Wochen rund 227.000 der 363.000 Schülerinnen und Schüler wieder am Präsenzunterricht in den Berliner Schulen teilnehmen werden. So steht es in der Vorlage für die Senatssitzung vom Dienstag. Das wären in etwa alle Grundschüler plus die Jahrgänge, die in diesem Schuljahr einen Abschluss planen.

Für diese Gruppe wurden zunächst 1,5 Millionen Schnelltests zur Selbstanwendung auf das Corona-Virus beschafft. Zweimal pro Woche sollen die Kinder und Jugendlich auf das Virus getestet werden. Dafür hat der Senat 4,9 Millionen Euro bereitgestellt, die gleiche Summe ist für Tests von Personal in Kitas, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen nötig. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig.

Die Bildungsverwaltung geht aber davon aus, die Tests für den Selbstgebrauch noch lange einsetzen zu müssen. Um die Tests bis zu den Osterferien oder darüber hinaus sicherzustellen, werden weitere sieben Millionen Tests benötigt. Für die Beschaffung sollen 32 Millionen Euro aus einer Rücklage entnommen werden.

12.11 Uhr: Mittlerweile 179.863 Impfdosen in Berlin verabreicht - Impfquote bei 3,3, Prozent

In Berlin sind mittlerweile 179.863 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,3 Prozent. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 113.127 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,2 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 3.509.660 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 2,9 Prozent entspricht. Die höchste Impfquote vermeldet nach wie vor in Mecklenburg-Vorpommern mit 3,9 Prozent.

11.38 Uhr: Weniger neue Corona-Fälle und Klinikpatienten in Brandenburg

Die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg rückläufig. Die Gesundheitsämter meldeten 356 Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Vor einer Woche kamen noch 540 Infektionen neu hinzu. Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche lag am Mittwoch bei rund 80. Am Dienstag betug der Wert etwa 87, vor einer Woche noch rund 112. Am Mittwoch kamen 48 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hinzu.

Inzwischen müssen auch weniger Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt werden: Das Gesundheitsministerium gab ihre Zahl mit 749 an, während es am Dienstag noch 774 und vor einer Woche 863 waren. Eine Corona-Schutzimpfung haben seit Ende Dezember 113.128 Brandenburgerinnen und Brandenburger erhalten, davon 33.462 auch schon die notwendige zweite Impfung. Das Ministerium prüft, ob Termine auch im Internet vergeben werden können und über 80-Jährige per Brief wegen des Impfens angeschrieben werden.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, die bei der Beratung von Bund und Ländern über die Corona-Regeln eine wichtige Rolle spielt, geht auch in den am stärksten betroffenen Kreisen zurück. Der bisherige Hotspot, der Kreis Oberspreewald-Lausitz, erreichte am Mittwoch ein Niveau von 160 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche nach knapp 183 am Dienstag. Über einem Wert von 100 liegen außerdem der Kreis Prignitz mit rund 148 und der Kreis Spree-Neiße mit rund 121.

10.10 Uhr: Brandenburger Innenministerium - Hunderte Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik

Die Brandenburger Polizei hat im vergangenen Jahr rund 520 Versammlungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert. Etwa 200 Kundgebungen ereigneten sich zwischen September und Dezember, wie das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linksfraktion mitteilte. Die Teilnehmerzahl schwankte zwischen fünf und 900, blieb aber in den meisten Fällen unter 50. Die ganz überwiegende Zahl der Versammlungen, die in allen Landesteilen Brandenburgs stattfanden, richtete sich gegen die Corona-Politik von Bundes- und Landesregierung.

Zu etlichen Veranstaltungen hatten nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes rechtsextremistische Organisationen, wie die NPD, der Dritte Weg, die Identitäre Bewegung sowie die AfD zur Teilnahme aufgerufen. Zu den Anmeldern der Veranstaltungen machte das Ministerium keine detaillierten Angaben. Es seien jedoch auch Landtagsabgeordnete darunter gewesen.

Kam es in den ersten Monaten des Vorjahres ab März noch zu verhältnismäßig wenigen Verstößen gegen die Pandemie-Schutzbestimmungen und zu Straftaten, so nahm ihre Zahl im Laufe des Jahres zu. In den letzten vier Monaten registrierte die Polizei zahlreiche Verstöße gegen Versammlungsauflagen, da Teilnehmer den Mindestabstand unterschritten hatten, oder keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. In mindestens drei Fällen fehlte ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht.

9.46 Uhr: Entwurf - Länder sollen über Schul- und Kita-Öffnungen entscheiden

Die Länder sollen nach einem neuen Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Beratungen am Nachmittag eigenständig über die Öffnung von Schulen und Kitas bestimmen. „Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung“, heißt es im dem Papier, das am Mittwochmorgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde. Es trägt die Uhrzeit 7.40 Uhr und lag der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor. Grundsätzlich wird darin eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März vorgeschlagen.

Friseurbetriebe sollen dem Entwurf zufolge unter Auflagen „zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken“ ab 1. März wieder öffnen dürfen. Weitere Öffnungsschritte sind in dem Papier nicht genannt.

9.05 Uhr: Tägliches Corona-Testangebot für Ärzte und Pfleger an Kliniken

Ärzte sowie Pflegepersonal an Berliner Krankenhäusern sollen sich täglich auf das Coronavirus testen lassen können. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) habe Änderungen einer Verordnung erlassen, so dass Krankenhäuser verpflichtet seien, patientennah tätigem Personal täglich einen Schnelltests anzubieten. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch mit. Die Änderung tritt demnach am Sonntag in Kraft.

Für Beschäftigte in Pflegeheimen gilt seit rund einer Woche, dass sie sich jeden Tag auf das Virus testen lassen müssen - in der Regel vor Dienstbeginn. In Seniorenheimen und Krankenhäusern bundesweit kommt es seit Pandemiebeginn immer wieder zu Ausbrüchen. Mit Schnelltests können vor allem Menschen in der ansteckenden Phase der Infektion recht zuverlässig erkannt werden.

8.26 Uhr: Viertes Impfzentrum im ehemaligen Flughafen Tegel in Betrieb

In Berlin ist das vierte Impfzentrum eröffnet worden. Es ist im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel untergebracht, der seit Anfang November nicht mehr genutzt wird. „Wir starten heute mit den Impfungen“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Mittwochmorgen beim Besuch in Tegel. In dem Impfzentrum soll der neue Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zum Einsatz kommen.

Anders als die Präparate der Hersteller Biontech-Pfizer und Moderna wird das neue Mittel nur Menschen unter 65 Jahren gespritzt. Das Impfzentrum kommt deshalb für ältere Berlinerinnen und Berliner nicht infrage. Stattdessen solle sich dort medizinisches und Pflegepersonal impfen lassen, sagte Kalayci, die ausdrücklich dafür warb, diese Gelegenheit zu nutzen. Das gelte etwa für die Mitarbeiter in Pflegeheimen.

Von den Pflegekräften in stationären Einrichtungen hat sich Kalayci zufolge bisher knapp die Hälfte impfen lassen. Deutlich geringer ist der Anteil bei den Pflegekräften in ambulanten Pflegediensten mit knapp vier Prozent. „Da bin ich mit der Impfquote noch nicht zufrieden“, sagte die Gesundheitssenatorin. „Da ist noch deutlich Luft nach oben.“

Auch niedergelassene Ärzte und die Beschäftigten dort könnten sich in Tegel impfen lassen, sagte Kalayci. Geplant seien insgesamt zunächst 200 Impfungen pro Tag, die Zahl soll später steigen. Kostenlose Taxifahrten, die den Menschen über 80 Jahren vorbehalten sind, gebe es zum Impfzentrum in Tegel nicht, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Impfzentren, aber einen kostenlosen Bus-Shuttle. Das Impfzentrum sei von 9 bis 19 Uhr an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Bisher sind Impfzentren in der Arena in Treptow, auf dem Messegelände und im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding geöffnet. Zwei weitere Impfzentren sind geplant.

8.12 Uhr: Delivery Hero profitiert weiter von Bestellboom

Der Bestellboom in der Corona-Pandemie lässt die Kassen beim Lieferdienst Delivery Hero weiter kräftig klingeln. Nach einem starken vierten Quartal habe sich der Segmentumsatz im Gesamtjahr mit 2,8 Milliarden Euro nahezu verdoppelt, teilte der Konzern am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen in Berlin mit. Der Wert liegt am oberen Ende der Unternehmensprognose. Nahezu genauso stark wuchs die Zahl der Bestellungen auf 1,3 Milliarden, wobei das Wachstum des Bruttowarenwertes etwas schwächer ausfiel.

„Wir hatten ein starkes viertes Quartal in einem Jahr, das in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich war“, erklärte Konzernchef Niklas Östberg laut Mitteilung. Mit Blick auf das Jahr 2021 zeigte er sich zuversichtlich. Die Marge bezogen auf das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag 2020 bei minus 16 Prozent. Der Wert liegt in der Mitte der eigenen Prognosespanne. Die endgültigen Zahlen will Delivery Hero am 28. April veröffentlichen.

3.32 Uhr: Woidke zurückhaltend bei Lockerung der Corona-Beschränkungen

Die Regierungschefs der Länder wollen bei einer Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch (14.00 Uhr) über eine mögliche Fortsetzung des Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus beraten. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich gegenüber Forderungen nach Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückhaltend gezeigt. „Aufgrund der aktuellen Zahlen halte ich es für erforderlich, dass die bestehenden Einschränkungen im Grundsatz über den 14. Februar bis Ende Februar verlängert werden“, hatte Woidke erklärt. Bei möglichen Lockerungen hätten aus seiner Sicht die Grundschulen Vorrang, sagte er.

Unterdessen hat sich eine Mehrheit der Fraktionen im Brandenburger Landtag am Dienstag für eine schnelle Öffnung der Grundschulen ausgesprochen. Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen forderten eine Öffnung der Grundschulen im Wechselunterricht schon im Februar. Auch SPD-Fraktionschef Erik Stohn sprach sich für eine zeitnahe Öffnung der Grundschulen aus.

+++ Dienstag, 9. Februar 2021 +++

18.34 Uhr: Künstler können sich zum Tag der offenen Ateliers, Werkstätten und Galerien anmelden

Noch dominiert Corona den Alltag, doch am Sonntag, 13. Juni, soll in Marzahn-Hellersdorf von 10 bis 18 Uhr wieder der Tag der offenen Ateliers, Werkstätten und Galerien – „Kunst: offen!“ stattfinden. Der Fachbereich Kultur ruft alle Künstler im Bezirk dazu auf, ihre Ateliers und Werkstätten für interessierte Besucher zu öffnen. Die pandemiebedingten Vorsichtsmaßnahmen werden bei denen Plänen für den Tag berücksichtigt. Künstler, die teilnehmen wollen, können bis Donnerstag, 1. April, eine E-Mail an kunst.offen@web.de schicken. In die E-Mail sollten sie ihre Anschrift, die Verkehrsverbindung und die Öffnungszeiten ihres Ateliers schreiben. In einer kleinen Ankündigung (etwa 350 Zeichen) mit Foto sollten sie erklären, was die Besucher in ihrem Atelier erwartet. Ab Mitte April wird es dann auf der Website www.kultur-marzahn-hellersdorf.de einen Auftritt zum Tag der offenen Ateliers, Werkstätten und Galerien geben. Ein gedruckter Flyer und ein Plakat sind für Mai geplant. Es wird bei „Kunst: offen!“ kein Eintritt verlangt. Ansprechpartnerin für das Projekt ist Carolina Winkler, die unter Telefon: 030/9 02 93 41 32 zu erreichen ist.

16.32 Uhr: 21 weitere Corona-Tote und 302 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 21 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2506.


302 neue Infektionen wurden bestätigt, 284 waren es gestern. 7873 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 8364 waren es gestern. 112.810 Menschen gelten inzwischen als genesen. 311 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier Patienten weniger als gestern. 1090 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, elf weniger als gestern.


Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 24,8 Prozent nun wieder auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 64,9 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,82 Grün. In Berlin sind mittlerweile 175.502 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,3 Prozent.

17 Uhr: Steinbach - Anträge für Überbrückungshilfe III ab Mittwoch

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen und Freiberufler können ab Mittwoch die sogenannte Überbrückungshilfe III beantragen. Für Soloselbständige sei die Antragstellung aber voraussichtlich erst ab kommender Woche möglich, teilte die Brandenburger Staatskanzlei mit. Damit kämen die finanziellen Hilfen schneller als vom Bund angekündigt, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Die ersten Abschlagszahlungen könnten dann von Freitag an ausgezahlt werden. „Das hilft den vielen vor allem kleineren Unternehmen und Soloselbstständigen im Land.“

Mit der Überbrückungshilfe III sollen Betroffenen unterstützt werden, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge des Lockdowns einstellen mussten oder zumindest einen Umsatzeinbruch von 30 Prozent hatten. Der Förderzeitraum erstreckt sich von November 2020 bis Juni 2021. Damit könnten auch Unternehmen, die bei der November- und Dezemberhilfe leer ausgegangen seien, einen Antrag stellen, erklärte die Staatskanzlei.

16.56 Uhr: Ministerium - Drei Dutzend Impfdosen mussten vernichtet werden

Im Impfzentrum in Oranienburg haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Januar 36 Impfdosen vernichtet werden müssen. Der Grund sei eine kurzfristige unvorhersehbare Absage eines mobilen Impfteams gewesen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam mit. An dem 22. Januar - einen Tag nach der Eröffnung des sechsten Impfzentrums im Land - hätten vor Ort keine weiteren Menschen gefunden werden können, die zu einer Corona-Schutzimpfung berechtigt gewesen seien. Die Impfdosen wären über das Wochenende verfallen, erklärte das Ministerium. Andere Vorfälle seien nicht bekannt.

Die „Märkische Oderzeitung“ hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass unter anderem im Impfzentrum in Oranienburg in den zurückliegenden Wochen offenbar größere Mengen von nicht verbrauchtem Impfstoff im Müll landeten. Interne Prüfungen des Gesundheitsministeriums, des Deutschen Roten Kreuzes und der Kassenärztlichen Vereinigung ergaben laut Ministerium, dass keine Impfstoffdosen in größeren Mengen vernichtet worden seien. Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft sagte, angesichts des Mangels solle jede Impfdose genutzt werden. Dazu gebe es Handlungsanweisungen für Mitarbeiter in Impfzentren.

14.58 Uhr: Landesarmutskonferenz fordert Hilfe für Familien während Corona

Verbände in Brandenburg warnen vor der finanziellen Belastung einkommensarmer Familien in der Corona-Pandemie. Der Bedarf an Hygieneartikeln wie Masken und Desinfektionsmittel sei gestiegen ebenso wie die Energiekosten Zuhause, dabei sei die finanzielle Situation aufgrund von Kurzarbeit und Jobverlust bei vielen Familien eh schon angespannt, teilte die Landesarmutskonferenz Brandenburg (LAK) am Dienstag mit. Die schwierige Situation von einkommensarmen Familien verschärfe sich durch die Corona-Krise erheblich, so Andreas Kaczynski, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Das Netzwerk aus mehr als 30 Verbänden, die die Interessen der von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen vertreten, stellt daher klare Forderungen an die Politik. So müssten Lohnersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld vor allem für Geringverdienende aufgestockt werden. Familien im SGB-II-Bezug müssten während der Corona-Krise mindestens 100 Euro mehr zur Deckung des zusätzlichen Hygienebedarfs sowie der aufgrund des höheren Verbrauchs gestiegenen Energiekosten erhalten. „Auf finanzielle Reserven kann nicht zurückgriffen werden, weil es in armen Haushalten für Rücklagen keinen Spielraum gibt“, heißt es in einer Mitteilung der LAK.

14.30 Uhr: BVG regelt Zutritt zu Bussen mit Sicherheitspersonal

Um Gedränge in den Bussen und Straßenbahnen zum Schulstart zu vermeiden, setzen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kurzfristig zusätzlich mehr Fahrzeuge und Sicherheitskräfte ein. Ein entsprechendes Konzept der BVG hat der Senat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Demnach sollen unter anderem rund 100 zusätzliche Sicherheitsmitarbeiter an den Haltestellen und in den Bussen die Fahrgastströme lenken, und so zu volle Busse verhindern. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

14.12 Uhr: Beschlossene Sache - Erleichterungen für Berlins Abschlussklassen

Berlins Zehntklässler müssen in diesem Jahr keine Arbeiten für den Mittleren Schulabschluss (MSA) schreiben. Das gilt unter anderem auch für die erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR) oder den Berufsorientierenden Abschluss (BOA). Das Schulgesetz wird entsprechend geändert, wie der Senat am Dienstag auf Vorlage von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie beschloss.

Entschieden ist auch ein zusätzliches Wiederholungs- und Rücktrittsrecht beim Abitur - beides ohne Anrechnung auf die Höchstverweildauer. Das sonst übliche Probejahr in der Jahrgangsstufe sieben am Gymnasium wird ausgesetzt. Für Schülerinnen und Schüler, deren Leistungen unter normalen Bedingungen nicht für eine Versetzung gereicht hätten, wird die Probezeit um ein Jahr verlängert. Die Entscheidung fällt dann am Ende der achten Klasse.

Die Bildungsverwaltung hatte diese Änderungen bereits angekündigt. Nach ihren Angaben soll damit sichergestellt werden, dass Berliner Schülerinnen und Schülern keine Nachteile durch die Einschränkung des Unterrichts an den Schulen entstehen. „Mir ist wichtig, dass kein Schüler, keine Schülerin mit pandemiebedingten Lernrückständen allein gelassen wird“, betonte Scheeres.

13.50 Uhr: Debatte in Kenia-Koalition über Zeitpunkt für Schulöffnungen

In der rot-schwarz-grünen Koalition ist vor dem Bund-Länder-Treffen zu den Corona-Beschränkungen eine Debatte darüber entbrannt, zu welchem Zeitpunkt die Grundschulen in Brandenburg wieder öffnen sollen. „Ich halte Lockerungen in Grundschulen schon im Februar für sinnvoll“, sagte CDU-Fraktionschef Jan Redmann am Dienstag. „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Ministerpräsidentenkonferenz auf einen Wechselunterricht in den Grundschulen einigen wird.“

Im gleichen Sinne äußerten sich die Fraktionschefs von Grünen und SPD. „Die Schulen brauchen eine Vorbereitungszeit, aber ich denke, dass die Grundschulen ab dem 22. Februar im Wechselunterricht wieder öffnen können“, sagte Grünen-Fraktionschefin Petra Budke. Anschließend sollten stufenweise die weiteren Jahrgänge folgen. SPD-Fraktionschef Erik Stohn erklärte, die Grundschulen könnten sicherlich nicht schon am kommenden Montag öffnen -„aber dann zeitnah“, betonte er.

Dagegen hatte sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag gegen schnelle Lockerungen der Corona-Beschränkungen ausgesprochen. „Aufgrund der aktuellen Zahlen halte ich es für erforderlich, dass die bestehenden Einschränkungen im Grundsatz über den 14. Februar bis Ende Februar verlängert werden“, sagte der Regierungschef.

13.30 Uhr: Insgesamt 175.502 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 175.502 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,3 Prozent, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In Brandenburg sind es 109.452. Dort liegt die Quote bei 3,1. Die bundesweite Impfquote liegt demnach bei 2,8 Prozent. Die deutschlandweit höchste Impfquote hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 3,9 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland seit Beginn der Impfkampagne 3.369.433 Impfdosen verabreicht.

13.12 Uhr: Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse in Berlin deutlich gesunken

Deutlich weniger junge Menschen haben im vergangenen Jahr in Berlin eine Ausbildung begonnen. Die Zahl der neuen Verträge ging im ersten Jahr der Corona-Krise um rund 17,5 Prozent im Vergleich zu 2019 zurück, wie die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) am Dienstag mitteilte. Vor allem die von der Krise besonders schwer betroffenen Branchen stellten weniger Nachwuchskräfte ein als sonst. Um mehr als die Hälfte ging etwa die Zahl der Neu-Ausbildungsverträge bei den Veranstaltungstechnikern zurück. Auch im Hotel-, Restaurant-, und Tourismussektor lagen die Rückgänge bei mehr als 40 Prozent.

In manchen Branchen wiederum nahm die Zahl der Verträge zu. Besonders Eisenbahn-Unternehmen stellten kräftig ein: Die Zahl der Ausbildungsverträge stieg im vergangenen Jahr um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei IT-System-Eletronikern lag die Steigerung bei mehr als 30 Prozent. Den allgemeinen Rückgang konnten diese Branchen indes nicht kompensieren.

Insgesamt habe die Berliner Wirtschaft im vergangenen Jahr rund 14.900 Ausbildungsplätze angeboten, teilte die IHK weiter mit. Das waren demnach rund 13 Prozent weniger als 2019. Mehr als 1600 der Stellen blieben unbesetzt. Diesen offenen Plätzen standen und stehen laut Statistik der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit derzeit fast 3400 junge Menschen gegenüber, die als ausbildungssuchend gemeldet sind.

13.03 Uhr: Corona: BVG verstärkt Bus- und Tramverkehr auf 50 Linien

Um Gedränge in den Bussen zum Schulstart zu vermeiden, setzen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kurzfristig mehr Busse und Straßenbahnen ein. Ein entsprechendes Konzept der BVG soll vom Berliner Senat am Dienstag beschlossen werden. Das Papier und der Entwurf von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) für den Senatsbeschluss, die der Berliner Morgenpost vorliegen, sehen zusätzliche Fahrten auf insgesamt rund 50 Linien vor. Wie berichtet will die BVG dafür ab dem 15. Februar insgesamt 100 Busse extra einsetzen. Im Tramnetz sollen acht Straßenbahnen auf den Linien M5 und M8/M18 für zusätzliche Kapazitäten sorgen.

Die zusätzlichen Busse sollen demnach vor allem im Schülerverkehr morgens und nachmittags zwischen 13 und 15 Uhr eingesetzt werden. Mit insgesamt 110 Extra-Fahrten, gut 40 Prozent mehr als im Regelbetrieb, soll der Transport der Schüler zu den Schulen abgewickelt werden. Die Linien verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet, ein Schwerpunkt liegt jedoch in den Bezirken Spandau, Steglitz-Zehlendorf und Pankow, darunter unter anderem die Metro-Buslinien M11, M37, M45 und M77. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.51 Uhr: Berlin bestellt drei Millionen Schnelltests

Berlin bestellt drei Millionen Schnelltests, um eine spätere Öffnung von Kitas und Schulen zu begleiten. Das beschloss der Senat nach Informationen der Berliner Morgenpost auf seiner Sitzung am Dienstag. Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte an den Schulen sowie die Kita-Erzieher sollen auf diese Weise zweimal wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mitteilte. Die Tests, die jedermann selbst durchführen kann, sind demnach freiwillig.

Einziger Haken: Für die Tests liegt noch keine Genehmigung vor. Sie soll zwischen Mitte und Ende Februar erteilt werden. Der Senat beschloss außerdem, weitere 8000 Luftfilter für die Schulen zu bestellen, um das Infektionsrisiko an den Schulen zu senken. Insgesamt stehen für die anschaffung von technischen Hilfsmitteln in der Corona-Bekämpfung 30 Millionen Euro zur Verfügung.

12 Uhr: Michael Müller gegen vorschnelle Corona-Lockerungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) warnt davor, in der Corona-Krise vorschnell Termine für erste Öffnungen festzulegen. „Wenn wir jetzt zu schnell öffnen, sind wir wieder bei einer Inzidenz von über 100 und beginnen alles von vorne“, sagte Müller im Deutschlandfunk vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch.

Aber man werde auch über konkrete Lockerungsmaßnahmen nachdenken, da einige Regionen die Inzidenz-Marke von 50 bereits erreicht hätten. Die Virusmutationen machten eine Einschätzung jedoch schwer, weil die Daten bisher fehlten. Es bestehe die Gefahr, dass die Infektionszahlen nach Lockerungen wieder in die Höhe schnellen könnten. Es sei deswegen wahrscheinlich besser, die Zahlen noch deutlich stärker zu drücken. „Wir sehen in anderen Ländern, was diese Virusvarianten anrichten, innerhalb von wenigen Tagen gibt es eine Vervielfachung der Infektionszahlen“, so Müller.

Er lehnt deshalb vorschnelle Lockerungen ab. „Wenn wir jetzt zu schnell öffnen, sind wir wieder bei einer Inzidenz von über 100 und beginnen alles von vorne. Das wäre unzumutbar.“ Schulen sollen aber als erste wieder öffnen, wenn es Lockerungen geben werde. Der Unterricht könnte durch mehr Tests und Impfungen der Lehrer dann möglich werden

11.56 Uhr: Linke im Brandenburger Landtag fordert langfristige Perspektive

Vor dem Bund-Länder-Treffen über die Corona-Beschränkungen an diesem Mittwoch fordert die Linksfraktion im Brandenburger Landtag langfristige Perspektiven für die Bürger. „Das Erste, was wir brauchen, ist die Öffnung von Schulen“, betonte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag. Dabei dürften aber wie auch bei weiteren Lockerungsschritten nicht nur die Infektionszahlen bewertet werden. Vielmehr müssten auch die Zahl der Impfungen und die Belegung der Intensivbetten einbezogen werden.

Walter warf der rot-schwarz-grüne Landesregierung vor, keine klare Linie zu haben. So hätten sich die Fraktionschefs von CDU und SPD, Jan Redmann und Erik Stohn, für erste Lockerungen ausgesprochen, während Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Lockerungen vor Anfang März ausschließe. „Wir brauchen eine langfristige Perspektive, keine kurzfristigen Vorschläge“, so Walter. „Dazu gehört auch: Was passiert eigentlich, wenn die Infektionszahlen wieder hoch gehen?“

11.12 Uhr: Leichte Entspannung bei Corona-Lage in Brandenburg

Die Corona-Lage in Brandenburg hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche leicht entspannt. Der Wert neuer Corona-Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag landesweit bei etwa 87, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam berichtete. Vor einer Woche betrug er noch 123.

Im Vergleich zum Vortag mit etwa 88 ging die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz aber nur geringfügig zurück. Die meisten zusätzlichen Infektionen kamen in Potsdam mit 71 hinzu. Während am Montag die Daten neuer Fälle aus acht Landkreisen oder kreisfreien Städten fehlten, stand am Dienstag nur die Zahl aus dem Kreis Spree-Neiße aus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in einigen Landkreisen weiter relativ hoch. Schwerpunkt ist nach wie vor der Kreis Oberspreewald-Lausitz mit knapp 183, gefolgt von der Prignitz mit etwa 156. Derzeit sind 774 Corona-Patienten im Krankenhaus, davon 147 auf Intensivstationen. Seit Ende Dezember wurden mehr als 109.000 Menschen in Brandenburg geimpft, davon mehr als 30.000 sogar schon zwei Mal.

10.44 Uhr: Fußball-Ligen in Brandenburg brauchen Zeit-Puffer

Der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) benötigt für die Fortführung des wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Spielbetriebes knapp zwei Monate Zeit. „Wir haben noch acht Spieltage zu absolvieren und haben noch ganz schön Puffer. Ab Ende März würde es eng werden“, sagte der Vorsitzende Spielleiter Wilfried Riemer. Riemer geht bei der derzeitigen Planung davon aus, dass die restlichen Spiele der einfachen Runde jeweils am Wochenende ausgetragen werden können. Dann wäre die aktuelle Saison Ende Mai beendet.

Der FLB hat den Beginn der neuen Spielzeit auf den 14. August gelegt, eine Woche zuvor wird die erste Runde im Landespokal ausgetragen. „Änderungen beziehungsweise Anpassungen im Rahmenterminplan für die kommende Saison können bei Notwendigkeit noch vorgenommen werden“, sagte Rieme

10.15 Uhr: Probleme beim "Lernraum Berlin"

Bei der Lernplattform "Lernraum Berlin" gibt es am Dienstag erneut Probleme. "Verbund 1 und Verbund 2 stehen aktuell nicht stabil zur Verfügung, die anderen Verbünde arbeiten", hieß es auf Twitter. Die IT-Administration arbeite intensiv an der Fehlerbehebung.

Außerdem sei durch Hardwareausfälle im Rechenzentrum die Nutzung von Meetings derzeit eingeschränkt. "Teilweise können Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht an einem Meeting teilnehmen oder Meetings können nicht gestartet werden."

10.10 Uhr: Gewerkschaft fordert Mindest-Kurzarbeitergeld

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor den Bund-Länder-Gesprächen auf die dramatischen Folgen der Schließungen für die Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes in Berlin aufmerksam gemacht. Die Gewerkschaft fordert ein Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1200 Euro. „Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Letzte Reserven sind längst aufgebraucht. Und es könnten noch Monate vergehen, bis Lokale und Hotels wieder öffnen“, so Sebastian Riesner, Geschäftsführer der NGG-Region Berlin-Brandenburg.

9.08 Uhr: Giffey sieht bei Schülern „depressive Verstimmungen und Vereinsamung“

Die baldige Öffnung von Schulen und Kitas ist aus
Sicht von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringend notwendig, weil die jetzige Belastung im Corona-Lockdown in manchen Familien in Richtung Kindeswohlgefährdung gehe. „Wir haben noch etwa zehn Wochen, die wir überbrücken müssen. Da kann man nicht die Antwort geben: Es bleibt alles zu“, sagte die Berliner SPD-Landesvorsitzende am Dienstag im NDR. Bis Lehrerinnen und Lehrer geimpft sind, sollte intensiv getestet werden. Giffey schlug eine Taktung von zwei Tests pro Woche vor.

Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch sagte sie, es könne noch nicht gesagt werden, ob schon kommende Woche Lockerungen kommen. Es müsse aber über zeitnahe Perspektiven gesprochen werden. „Ich werde mich dafür einsetzen“, fügte sie an. Der Druck sei enorm. „Wir sehen gerade in sozialen Brennpunkten Verluste an Bildung, depressive Verstimmungen und Vereinsamung. Dem müssen wir entgegentreten.“

9.02 Uhr: LSB erarbeitet Öffnungsszenario für Vereine

Der Landessportbund Berlin (LSB) will mit einem modularen Eröffnungsszenario die Sportstätten wieder zugänglich machen. In fünf Stufen soll der Sport dabei die Tore für die Vereinsmitglieder wieder öffnen. „Vor allem Kinder und Jugendliche brauchen jetzt schnell wieder mehr Bewegung. Dafür eignen sich am besten die qualifizierten Vereinsangebote. Alles andere ist auf Dauer keine Lösung“, sagte LSB-Präsident Thomas Härtel.

Die Öffnung sei dabei abhängig von Kriterien wie draußen und drinnen, Individualsport, Mannschaftssport oder Kontaktsport sowie Training oder Wettkampf. Entscheidend für den LSB ist dabei, dass die Hallen und Plätze überhaupt wieder geöffnet werden, auch wenn der Sport nicht in voller Gänze aufgrund der Hygienebestimmungen ausgeübt werden könne.

„Mit den Bewegungsangeboten der Vereine können die Auswirkungen des Lockdowns auf jeden Fall abgemildert werden, Menschen kommen unter bestimmten Regeln wieder zusammen und bewegen sich gemeinsam“, sagte Härtel.

+++ Montag, 8. Februar 2021 +++

20.18 Uhr: Michael Müller fordert Perspektive für Lockerungsschritte

Nach den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller brauchen die Menschen eine Aussicht auf mögliche Lockerungen. „Wir sind in einer kritischen Phase. Zum einen geben die zurückgehenden Infektionszahlen Grund zur Hoffnung, aber die diffusen Informationen und Erkenntnisse zu den Mutanten bereiten uns große Sorgen“, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen und müssen den Menschen aber eine Perspektive für mögliche Lockerungsschritte geben, wenn dies die Infektionszahlen hergeben“, so der SPD-Politiker.

„Ich erwarte daher von der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch, dass wir uns trotz der Unsicherheiten mindestens auf einen gemeinsamen Rahmenplan einigen können, möglichst gekoppelt an Inzidenzen und der Auslastung unserer Intensivmedizin“, sagte Müller. „Als MPK-Vorsitzland haben wir in Berlin die Ideen und Vorschläge der letzten Tage und Wochen gesammelt und durch unsere eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse ergänzt.“

18.14 Uhr: Woidke für Lockerungsplan - Lockdown bis Ende Februar

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält bei sinkender Corona-Gefahr eine Lockerung in Stufen für sinnvoll - allerdings nicht im Februar. „Was zuletzt eingeschränkt wurde, soll wieder zuerst aufmachen. Deshalb haben für mich die Grundschulen Vorrang“, sagte Woidke am Montag auf Anfrage. „Die nächsten Schritte könnten einzelne körpernahe Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk sein.“

Zu alledem gehörten klare Hygienekonzepte, betonte der Regierungschef. Trotz sinkender Infektionszahlen sei Vorsicht geboten. „Aufgrund der aktuellen Zahlen halte ich es für erforderlich, dass die bestehenden Einschränkungen im Grundsatz über den 14. Februar bis Ende Februar verlängert werden.“

16.40 Uhr: Teilöffnung der Schulen ab 17. Februar geplant

Die Bildungsverwaltung bereitet sich auf eine Teilöffnung der Schulen ab dem 17. Februar vor. Demnach sollen die Klassenstufen eins bis drei und die Abschlussklassen ab diesem Termin im Wechselunterricht an die Schulen zurückkehren, wenn die Infektionszahlen das zulassen. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus Senatskreisen. Noch unklar ist, unter welchen Bedingungen der Wechselunterricht stattfinden soll. Zunächst muss noch geklärt werden, wie viele FFP2-Masken vorhanden sind und ob bis dahin Schnelltests zur Verfügung stehen. Laut Bildungsverwaltung stellen diese Pläne aber nicht den aktuellen Stand dar, der zunächst im Senat erörtert wird.

Dabei spielt auch die Ausstattung mit Luftfiltern eine Rolle. In den meisten Bezirken werden spätestens bis zum Ende dieser Woche Luftraumfilter in den Schulen aufgestellt sein – allerdings meist nicht in allen Schulen und oft nur ein, zwei Geräte pro Gebäude. Denn die Zahl der Luftfilter ist begrenzt. Rund 75 Geräte konnten die Mehrheit der Bezirke für ihre Schulen beschaffen, dafür standen ihnen zwischen 230.000 bis maximal 360.000 Euro aus Landesgeldern zur Verfügung. Nur in Mitte und Neukölln ist die Vergabe noch nicht vollständig abgeschlossen. „Die Ausschreibung sieht eine Lieferung bis spätestens 1. März 2021 vor“, betonte Mittes Schulstadtrat Carsten Spallek (CDU). Der Senat will die Lage am Dienstag beraten, wird aber voraussichtlich nichts beschließen, da sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit dem Kanzleramt zur nächsten Konferenz treffen.

16.36 Uhr: Brandenburger Städte und Gemeinden wollen Stufenplan für Corona-Regeln

Die Brandenburger Städte und Gemeinden dringen auf einen Stufenplan für den weiteren Umgang mit den Corona-Regeln - ähnlich wie in anderen Bundesländern. „Die Bevölkerung erwartet jetzt auch so eine gewisse Orientierung“, sagte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Jens Graf, am Montag. Er nannte den Plan von Schleswig-Holstein als Beispiel, der bei einer Konferenz in der vergangenen Woche von den Städten und Gemeinden, aber auch von den Landkreisen, grundsätzlich begrüßt worden sei. Graf betonte aber: „Wir würden das jetzt nicht als Lockerungsplan bezeichnen.“ Je nach Entwicklung der Infektionszahlen könne es auch Verschärfungen geben.

Nach dem Plan von Schleswig-Holstein ist eingeschränkter Regelbetrieb an Kitas und wechselnder Unterricht in Schulen und zuhause möglich, wenn die Zahl neuer Ansteckungen je 100..000 Einwohner binnen einer Woche sieben Tage lang stabil unter 100 liegt. Dann können auch Friseure wieder öffnen. Weitere Lockerungsschritte sieht der Plan aus Kiel vor, wenn die sogenannte Inzidenz stabil unter 50 liegt. Auch Niedersachsen und Thüringen haben eigene Pläne vorgelegt.

16.31 Uhr: 15 Tote und 284 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 15 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2485. Das meldet die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagnachmittag.

284 neue Infektionen wurden bestätigt, 156 waren es am Sonntag. 8364 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 8965 waren es am Sonntag. 112.038 Menschen gelten inzwischen als genesen. Für den Bezirk Lichtenberg wurden am Montag keine aktuellen Zahlen gemeldet.

315 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zehn Patienten weniger als am Sonntag. 1101 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 13 weniger als am Sonntag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 25,1 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 71,1 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,93 Grün.

Das sind die Corona-Zahlen in den Berliner Bezirken

Das sind die Inzidenzen in den Berliner Bezirken

15.06 Uhr: Brandenburger CDU-Fraktionschef wirbt für Stufenplan bei Corona-Lockerungen

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann hält einen Stufenplan zur Lockerung der Corona-Regeln für sinnvoll. „Wenn der positive Trend der letzten Wochen weiter anhält, sollten wir auch bestimmte Lockerungen ins Auge fassen“, sagte er der „Märkischen Oderzeitung“. Der Stufenplan der Regierung von Schleswig-Holstein sei „sehr gut“ und könne als Orientierung dienen.

„Das würde für Brandenburg bedeuten, dass dort, wo die Inzidenz unter 100 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner sinkt, die Grundschulen wieder in den Wechselunterricht gehen können. Das würde ich mir nach zwei Monaten, in denen die Lehrer die Schüler nicht gesehen haben, sehr wünschen“, sagte Redmann.

15.02 Uhr: Bewohner von Pflegeheimen noch nicht alle geimpft

Die Corona-Impfungen in den Berliner Alten- und Pflegeheimen sind noch nicht abgeschlossen. Bisher haben rund 26.000 Heimbewohner eine erste Impfung bekommen, rund 20.000 auch schon ihre zweite, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag auf Anfrage mitteilte. Damit seien 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einmal und rund 70 Prozent zweimal geimpft worden.

Die Impfungen hatten am 27. Dezember begonnen. Die Pflegeheime werden von mobilen Impfteams angefahren. Nach Angaben der Senatsverwaltung sollen diese auch weiterhin eingesetzt werden, wenn ihre Arbeit in den Heimen beendet ist, etwa zur Impfung von Personen in häuslicher Pflege, Demenz-WGs oder ähnlichen Pflegeeinrichtungen.

14.48 Uhr: Scheeres - Klare Regeln für Schulöffnungen sind äußerst sinnvoll

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat den Leitfaden begrüßt, den Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Montag in Berlin vorgestellt hat. Nach dem Papier verschiedener wissenschaftlicher Fachgesellschaften, Experten und Vertreter aus dem Schulbereich können Masken, regelmäßiges Lüften, die Bildung fester Gruppen, ein entzerrter Schülerverkehr und andere Infektionsschutzmaßnahmen einen Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen möglich machen. „Das von der Bundesbildungsministerin präsentierte Schutzkonzept erinnert mich in vielen Facetten an den Berliner Stufenplan, den wir seit Herbst umgesetzt hatten“, teilte Scheeres am Montag auf Anfrage mit.

„Unsere vier Stufen sehen ebenfalls unter anderem Kohortenbildung, Maskentragen und Wechselunterricht vor“, so die SPD-Politikerin. „Grundsätzlich halte ich solch klare Regelungen für äußerst sinnvoll, sollten Schulen wieder im Präsenzbetrieb öffnen. Dabei müssen wir natürlich immer das Infektionsgeschehen berücksichtigen.“ Der am Montag vorgestellte Leitfaden empfiehlt bei höheren Ansteckungszahlen unter anderem eine Teilung der Schulklasse und Wechselunterricht und ab „hohem Infektionsgeschehen“ auch das Tragen von medizinischen Masken in Schulen.

14.41 Uhr: Impfzentrum in Tegel startet am Mittwoch

Das vierte Berliner Impfzentrum im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel soll am Mittwoch um 8.45 Uhr seine Arbeit aufnehmen. Das teilte die Gesundheitsverwaltung mit. In Tegel wird der dritte zugelassene Impfstoff des Herstellers AstraZeneca verimpft werden. Berlin hat am Wochenende 14.400 Dosen des Herstellers erhalten. Der Impfstoff ist allerdings nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen. Berlin wird deshalb mit dem Einladungswesen nach der Prioritätenliste des Robert-Koch-Instituts und der Ständigen Impfkommission fortfahren, aber die Betroffenen bei der Anmeldung für einen Termin nach dem Alter fragen. Jüngere Personen werden dann in Tegel geimpft.

14.32 Uhr: Lederer - Kultur bei Öffnung nicht stiefmütterlich behandeln

Entsprechend der Entwicklung der Corona-Pandemie darf die Kultur aus Sicht der Länder bei möglichen Öffnungen nicht übergangen werden. „Wir wollen die Kultur einordnen ins allgemeine Geschehen“, sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer, derzeit Vorsitzender der Kulturministerkonferenz, der dpa in Berlin. „Wir legen großen Wert darauf, dass Kultur nicht gegenüber anderen gesellschaftlichen Bereichen stiefmütterlich behandelt wird.“

Die Kulturministerinnen und -minister haben für Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs einen Drei-Stufen-Plan entworfen: Bei Wiedereröffnung der Schulen und Kitas sollen außerschulische Bildungsangebote der Kultureinrichtungen zugelassen werden. Gleichzeitig mit dem Einzelhandel sollen Museen, Galerien, Gedenkstätten und Bibliotheken einen Basisbetrieb anbieten können. Theater, Opern- und Konzerthäuser und Kinos sollen öffnen können, wenn dies auch der Gastronomie wieder erlaubt wird.

Lederer erläuterte das Vorgehen der Ministerrunde. „Wir haben auf die Nennung von Inzidenzen sehr bewusst verzichtet angesichts der Unklarheiten“, sagte er. „Wir können noch nicht sicher sagen, ob der Übertragungsmodus der Mutationen möglicherweise größere Vorsicht erfordert.“ So seien die Folgen unklar, „wenn die Mutation jetzt die exponentielle Ausbreitung der Pandemie befördern würde“.

Derzeit gebe es noch nicht die Situation, um über Lockerungen zu reden, sagte der Linke-Politiker. „Wir wollen aber andererseits auch deutlich machen, wie wir uns, wenn es möglich ist, ein Wiederanfahren auch im Kulturbereich vorstellen.“ Dabei würden spezifische Ansteckungssituationen in den jeweiligen Bereichen berücksichtigt. „Draußen geht eher als drinnen, maschinelle Belüftungsmöglichkeiten mindern das Infektionsrisiko erheblich.“

13.08 Uhr: Konzertveranstalter Schwenkow - Ab Sommer Open-Air-Konzerte möglich

Der Veranstalter Peter Schwenkow sieht eine Chance, dass in diesem Sommer wieder Freiluftkonzerte und Shows möglich werden. „Wenn wir im Juni oder Juli etwa 80 Prozent der impfbereiten Menschen versorgt haben, dann sollten wir kleinere Veranstaltungen und Open-Air-Events durchführen können“, sagte Schwenkow, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters DEAG (Deutsche Entertainment AG), dem Tagesspiegel.

Es wäre denkbar, dass Zuhörer dafür den Impfausweis, einen negativen PCR-Test oder eine Immunität-Bestätigung vom Arzt vorzeigen müssen. Wer keinen Test hat, könnte sich vor der Veranstaltung einem Schnelltest unterziehen.

Ob Veranstalter nach Geimpften und Ungeimpften trennen können, ist offen. „Ganz allgemein“, so hatte das Bundesjustizministerium im Dezember erklärt, könne es privaten Anbietern im Rahmen der Vertragsfreiheit freistehen, „den Abschluss von Verträgen oder den Zutritt zu ihren Liegenschaften zu verweigern“.

12.43 Uhr: Neue Studie: Große Unterschiede beim Infektionsgeschehen in den Bezirken

Das COVID-19-Infektionsgeschehen in Berlin unterscheidet sich zwischen den Bezirken. Am stärksten betroffen sind die Bezirke Neukölln, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, während die Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick die niedrigsten Inzidenzen aufweisen. Um diesen Unterschieden auf den Grund zu gehen, hat die Gesundheitsverwaltung Analysen zwischen den Inzidenzraten in den Bezirken und soziodemographischen Merkmalen und Indikatoren des Wohnumfeldes untersucht.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass Bezirke, die eine ungünstigere Sozialstruktur aufweisen sowie dichter besiedelt sind und in denen weniger Frei- und Erholungsfläche zur Verfügung steht, signifikant stärker von der COVID-19-Epidemie betroffen sind. Hier geht es zu den Studienergebnissen.

12.26 Uhr: Insgesamt 171.036 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 171.036 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,2 Prozent, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In Brandenburg sind es 106.297. Dort liegt die Quote bei 3,1. Die bundesweite Impfquote liegt demnach bei 2,8 Prozent. Die deutschlandweit höchste Impfquote hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 3,8 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland seit Beginn der Impfkampagne 3.277.135 Impfdosen verabreicht.

12.10 Uhr: Brandenburger Gesundheitsämter meldeten nur wenig Neuinfektionen

Nur gut die Hälfte der Brandenburger Gesundheitsämter haben am Montag die Zahlen der Corona-Neuinfektionen an das zuständige Landesamt gemeldet. So wurden innerhalb eines Tages nur 105 neue Corona-Fälle registriert, wie das Landesgesundheitsamt am Montag mitteilte. Acht der insgesamt 18 Landkreise und kreisfreien Städte hatten keine neuen Fälle gemeldet.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um einen auf 2662. Die Zahl der aktuell Erkrankten sank um 184 auf 7261 Patienten. 756 von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon knapp 150 auf Intensivstationen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank in ganz Brandenburg auf 88,1.

Seit Ende Dezember erhielten 106.207 eine Corona-Schutzimpfung. Darunter sind knapp 28.000 Bürger, die bereits die notwendige Zweitimpfung erhalten haben.

11.20 Uhr: Therapeuten warnen vor Lockdown-Folgen bei Kindern

In einem offenen Brief warnen Kinder- und Jugendlichentherapeuten vor den Folgen des Lockdowns für Heranwachsende. „In unserem beruflichen Alltag beobachten wir seit Pandemiebeginn einen Anstieg psychischer Belastung bei Kindern und Jugendlichen“, heißt es dort. Vermehrt träten Angststörungen, Depressionen, Schlagstörungen, Essstörungen und Drogenmissbrauch auf. Außerdem müssten mehr Kinder und Jugendliche versorgt werden, die Suizidanzeichen zeigten. Dazu käme – laut einer aktuellen deutschlandweiten Befragung von mehr als 10.000 Kindern und Jugendlichen – ein „stark erhöhter Medienkonsum und Gewichtszunahme“ bei vielen Minderjährigen.

Die Therapeuten und Psychiater fordern deshalb eine „sichere Öffnung von Kitas und Schulen“ mit gutem Hygienekonzept. „Hier braucht es jetzt dringend Konzept, wie der Schulbetreib wieder aufgenommen werden kann.“ Außerdem pandemiegerechte Freizeitangebote besonders im Sportbereich, die im Freien stattfinden.

11.12 Uhr: Gesundheitsausschuss des Landtags billigt neue Quarantäneverordnung

Die neue Quarantäneverordnung des Landes Brandenburg zur Eindämmung des Coronavirus bleibt in Kraft. Der Gesundheitsausschuss des Landtags gab am Montag in einer Sondersitzung dafür grünes Licht. Damit müssen sich bis zum 4. März Einreisende aus Risikogebieten wie dem Nachbarland Polen grundsätzlich in Quarantäne begeben und auf das Coronavirus testen lassen.

Ausnahmen gelten für Grenzpendler oder den Besuch von Familienangehörigen. Einreisende aus Staaten, in denen Mutationen des Virus verbreitet sind, müssen zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

10.52 Uhr: Berlin impft trotz Schnee und Eis - Ab Mittwoch viertes Impfzentrum in Tegel

Die Corona-Impfungen in Berlin sollen trotz des Winterwetters wie geplant weitergehen. Bisher seien durch Minustemperaturen und Schneefälle keine Auswirkungen auf die Arbeit in den bestehenden drei Impfzentren bekannt, sagte deren Sprecherin Regina Kneiding am Montag. Derzeit würden täglich etwa 3000 Menschen geimpft. Am Mittwoch kommt auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel ein viertes Impfzentrum dazu. Ein Test am Samstag sei gut gelaufen, sagte Kneiding.

Geplant ist, in Tegel den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca einzusetzen. Davon kamen am Samstag 14.400 Dosen in Berlin an. Dieser Impfstoff wird nur an Menschen unter 65 Jahren gespritzt. Bisher sind Impfzentren in der Arena-Halle in Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding und auf dem Messegelände unter dem Funkturm geöffnet.

10 Uhr: Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf wieder im Vollbetrieb

Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf ist wieder vollständig in den Regelbetrieb zurückgekehrt. Ab heute werden wieder dringliche, planbare Operationen durchgeführt werden, hieß es in einer Mitteilung. Das betreffe vor allem Krebspatienten. Nach dem Auftreten einer hochansteckenden Coronavirus-Mutation hatte das Krankenhaus unter Quarantäne gestanden. Vor zwei Wochen war wegen der Ausbreitung der Corona-Mutation in der Klinik ein Aufnahmestopp verhängt worden. Seit Donnerstag wurde der Betrieb wieder langsam hochgefahren.

8.44 Uhr: "Die Genervtheit wächst, je kleiner der Betrieb ist"

Arbeitsschutz hat in Zeiten der Corona-Pandemie eine ganz besondere Bedeutung bekommen. Auch in Betrieben gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Seit wenigen Tagen ist die grundsätzliche Pflicht der Arbeitgeber hinzugekommen, ihren Mitarbeitern Homeoffice zu ermöglichen. Für die Kontrolle zuständig ist das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (Lagetsi). "Die Genervtheit wächst, je kleiner der Betrieb ist", berichtet Direktor Robert Rath. Im Interview spricht er über die mehr als 1000 Kontrollen der Corona-Regeln in Firmen – und die Grenzen. Das Interview lesen Sie HIER.

8.22 Uhr: Brandenburg will Impftermine für Pflegepersonal anbieten

Brandenburg hat am Sonntag 9600 Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Dieser Impfstoff ist für unter 65-jährige Menschen vorgesehen, wie Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft, der auch Leiter des Krisenstabs ist, am Montag im RBB-Inforadio sagte. Voraussichtlich in dieser Woche sollen Termine für das Personal in Krankenhäusern, Altenheimen und in den ambulanten Pflegediensten angeboten werden.

Insgesamt sollen ab dieser Woche bis Anfang März knapp 170.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nach Brandenburg geliefert werden, sagte Ranft. In Zukunft sollen Anmeldungen nicht wie bisher über eine Telefon-Hotline möglich sein. Man wolle zielgerichtet die Menschen im Alter von über 80 Jahren anschreiben, so wie Berlin das bereits mache. Die Verwaltung sei vom Andrang und der „Impfbereitschaft der Menschen überrascht worden“. Kitas und Schulen sollen Schnelltests für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen.

7.16 Uhr: Artisten vermissen ihre Arbeit

Die Pandemie zwingt auch Artisten in Deutschland zum Stillstand. Ihre Auftritte fallen seit Langem aus, weil zum Beispiel Bühnen und Varietés geschlossen sind. So geht es auch der Berliner Trapezkünstlerin Samira Reddmann und ihrem Partner, dem Jongleur Phil Os aus Kassel. „Wir wünschen uns, weiter in unserem Beruf arbeiten zu dürfen“, sagt die 29-Jährige. Die beiden würden jetzt eigentlich im Berliner Wintergarten in der 1920er-Jahre-Show „Golden Years“ auftreten. Derzeit können sie noch dreimal die Woche dort trainieren - ein Glück, findet Reddmann.

Vielen Künstlern sind damit Aufträge und ihr Einkommen weggebrochen. Auch für die beiden Artisten ist es keine leichte Zeit. „Auf Dauer ist es doch sehr ermüdend“, sagte Os und verweist etwa auf bürokratische Hürden bei Hilfsgeldern. Der 32-Jährige wünscht sich, dass es auf absehbare Zeit eine gesellschaftliche Lösung für die Pandemie gibt. „Ein Ausgang, der wirklich positiv ist.“

5.02 Uhr: Hebamme - „Viele junge Mütter sind einsam“

Für viele junge Mütter ist der Austausch mit Gleichgesinnten wichtig, doch die Corona-Pandemie macht es ihnen schwer. Kurse als Kontaktbörsen finden, wenn überhaupt, nur noch online statt. „Wenn man nicht vorher schon gut vernetzt war, hat man nun keine Chance mehr zum Austausch. Viele Mütter sind ganz einsam“, berichtet die Berliner Hebamme Susanne Kreusler.

Aus Hebammensicht hat die Pandemie aber durchaus auch Vorteile: „Weil der ganze Terminstress wegfällt, ist das Wochenbett für viele Frauen viel ruhiger. Die Frauen müssen nun nicht mehr so schnell wieder auf die Beine kommen. Das freut uns Hebammen sehr“, so Kreusler.

4.32 Uhr: Ehrenamt - „Bereitschaft ist ungebrochen“

Trotz der Einschränkungen in der Coronakrise ist die Motivation der Brandenburger zum Engagement aus Sicht der Freiwilligenagenturen weiterhin hoch. „Die Bereitschaft zum Anpacken ist ungebrochen“, sagte der Geschäftsführer ihrer Landesarbeitsgemeinschaft in Brandenburg, Lutz Reimann, der Deutschen Presse-Agentur. So gebe es nun viele Helfer für die grundlegenden Dienste wie Lebensmittel-Lieferservice für Senioren und Menschen in Quarantäne oder die Organisation und Abwicklung von Impfterminen für Senioren.

Nach Angaben der Staatskanzlei ist die Zahl der Brandenburger Freiwilligen allein in den letzten 15 Jahren um 35 Prozent auf rund 834.000 gestiegen. Somit engagiere sich jeder dritte Brandenburger ehrenamtlich.

+++ Sonntag, 7. Februar 2021 +++

17.46 Uhr: Ärzte wollen Impfungen schnell in die Praxen holen

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ist dafür, bei den Corona-Impfungen möglichst schnell auch die niedergelassenen Ärzte einzubinden. Erst dann werde das Impfen in Berlin wirklich Tempo aufnehmen können, machte der KV-Vorstandsvorsitzende Burkhard Ruppert am Sonntag gegenüber der Morgenpost deutlich. Das könne im zweiten Quartal geschehen, wenn genügend Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca vorhanden seien, die weniger kompliziert im Umgang und Lagerung sind als das Biontech-Vakzin.

Wenn von den 6800 Berliner Arztpraxen 3000 beim Impfen mitmachten und jeweils täglich 30 Menschen impften, komme man auf 90.000 Impfungen pro Tag, rechnete Ruppert vor. Die Kapazitäten der sechs Impfzentren liegen zusammen bei 20.000. Wenn nach den prioritären Gruppen wie Senioren und chronisch Kranken die Massenimpfungen beginnen, gehe es nicht ohne die niedergelassenen Ärzte, wenn man im Sommer durch sein wolle. „Es ist ein Wettlauf mit der Zeit“, sagte Ruppert, „wir müssen schneller sein als das Virus“. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.20 Uhr: Vier weitere Tote, 156 gemeldete Neuinfektionen

In Berlin sind vier weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2470.

156 neue Infektionen wurden bestätigt, 222 waren es gestern. Sechs Bezirke haben keine Zahlen gemeldet. 8965 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 9099 waren es gestern. 111.168 Menschen gelten inzwischen als genesen.

325 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zwei Patienten weniger als gestern. 1114 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 53 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 25,6 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 70,5 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,94 Grün.


14.59 Uhr: Corona-Strategiepapier - Berliner CDU fordert Stufenplan zu Lockerungen

Die Berliner CDU warnt vor zu frühen Lockerungen der aktuellen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, auch für den Fall, dass die sogenannte Inzidenz unter den Wert von 50 sinkt, wenn es also weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt. So geht es aus einem Strategiepapier mit dem Titel „Low-Covid. Testen. Impfen“ hervor, das die CDU-Fraktion nach einer Beratung mit Virologen beschlossen hat.

„Die 50 ist ein falscher Hoffnungswert“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Burkard Dregger am Sonntag. Strategisches Ziel müsse „eine niedrigst mögliche Inzidenz bis Ende Februar“ sein. Wie andere Politiker auch warnte Dregger vor den gefährlichen Virusmutationen, die bei vorschnellen Lockerungen zu einem erneuten exponentiellen Anstieg der Corona-Infektionen führen könnten. „Es muss gelingen, endlich eine verlässliche und dauerhafte Perspektive zu schaffen“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Die CDU nehme die Vorschläge der Wissenschaft ernst und plädiere für ein Stufenmodell „bei Ziel-Inzidenzen zwischen 10 und 20“.

Als erstes sollten nach Ansicht der Berliner CDU die Kitas und Grundschulen wieder geöffnet werden. „Sobald dies nachhaltig und dauerhaft verantwortbar ist“, sagte Dregger. Erst bei einer 10er-Inzidenz sollte es ein wöchentliches Wechselmodell-Angebot für alle Klassenstufen geben. Außerdem fordert die CDU mehr Luftfilter in den Schulen, um mehr Räume nutzen zu können. Um die Schülertransporte sicherzustellen, sollten künftig Reisebusse als Schulbusse eingesetzt werden. „Das entzerrt den ÖPNV und wirkt wirtschaftlich stabilisierend“, heißt es in dem Strategiepapier. Handel, Restaurants, Hotels oder Kultureinrichtungen sollten ebenfalls erst bei einer Inzidenz von 10 oder 20 öffnen dürfen.

Darüber hinaus fordert auch die CDU eine „umfangreiche Teststrategie“ in allen öffentlichen Bereichen – von der Schule über Senioreneinrichtungen bis zum Handel. Dies schaffe Sicherheit und könne Infektionsketten unterbrechen, bevor sie entstehen. „Jetzt die Zähne zusammenbeißen, um bald Freiheit zurück zu bekommen, ist allemal besser, als sich von Lockdown zu Lockdown zu hangeln“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Heiko Melzer. Die Berliner CDU appelliere deshalb an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), bei den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am Mittwoch konsequent zu sein und frühe Lockerungen zu verhindern.

11.40 Uhr: Bei Corona-Kontrollen scharfe Munition entdeckt

Das Ordnungsamt Neukölln hat bei Covid-Kontrollen in einem Café 100 Schuss Munition gefunden. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

7.02 Uhr: Gewerkschaft GEW fordert schnelle Impfungen für Kita-Erzieher

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dringt auf rasche Corona-Impfungen für rund 33.000 Erzieher in den Berliner Kitas. „Wir setzen uns daher dafür ein, dass Erzieherinnen und Erzieher bei der Impfung priorisiert werden“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik. „Es geht hier nicht nur um den Schutz der Kolleginnen und Kollegen selbst, sondern auch darum, Infektionsketten in den Einrichtungen zu unterbinden.“

Siebernik verwies auf eine Studie der AOK, wonach Erzieher besonders in der Pandemie besonders gefährdet sind. „Der Beruf des Erziehers beziehungsweise der Erzieherin steht auf Platz 1 der Liste der in Corona-Zeiten gefährlichsten Berufe“, sagte sie. „Keine andere Berufsgruppe war zwischen März und Oktober 2020 so häufig wegen einer Covid-19-Infektion krankgeschrieben.“

Momentan bieten Berliner Kitas im Lockdown eine Notversorgung an - nicht zuletzt für Kinder, deren Eltern zu wichtigen Berufsgruppen gehören. Viele Einrichtungen sind dennoch gut gefüllt.

Über die Reihenfolge der Impfungen entscheidet der Bund auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Erzieher oder Lehrer sind derzeit in einer dritten Gruppe mit „erhöhter Priorität“ aufgeführt und somit angesichts knapper Impfstoffmengen absehbar noch länger nicht dran.

Vor kurzem hatten 13.000 Berliner Erzieher innerhalb kurzer Zeit einen „Brandbrief“ unterzeichnet, in dem die GEW den Senat auffordert, mehr für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu tun. Zu den Forderungen zählen auch mindestens zwei FFP2-Masken pro Tag für jeden Beschäftigten, Schnelltests, Luftfilteranlagen für alle Einrichtungen und die Anerkennung der Folgen einer Infektion mit Covid-19 als Berufskrankheit.

GEW-Chefin Siebernik wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass das Land Berlin im Herbst 45 Millionen Euro bewilligt habe, damit Kita-Träger besonders gefährdeten Kindern und Erziehern aus Risikogruppen besondere Betreuungsangebote machen können. „Das können kleinere Gruppen oder feste Gruppen für besonders gefährdete Kinder sein, das kann eine aufsuchende Betreuung sein“, erläuterte sie. Erziehern könne ermöglicht werden, zu Hause zu bleiben.

Eigentlich eine gute Sache, so Siebernik, aber: „Leider kann das Geld bis heute von den Trägern nicht abgerufen werden, weil die Senatsverwaltung immer noch nicht das nötige Antragsformular bereitgestellt hat.“

6.02 Uhr: Millionenverlust bei Zoo und Tierpark in Berlin

Die Corona-Pandemie sorgt auch im Zoo und im Tierpark in Berlin für ein deutliches Minus: „Uns fehlt die Hälfte der Umsätze. Nach vorläufigen Schätzungen rechnen wir für 2020 mit einem Verlust von etwa zwölf Millionen Euro“, sagte Sprecherin Philine Hachmeister. Gleichzeitig sei aber die Spendenbereitschaft sehr hoch. Von Dezember 2020 bis Ende Januar 2021 nahmen Zoo und Tierpark demnach rund 900.000 Euro aus Spenden und Patenschaften ein. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 450.000 Euro - knapp die Hälfte.

„Uns fehlten in den vergangenen Monaten täglich zwischen 20.000 und 100.000 Euro an Einnahmen“, erläutert die Sprecherin. Die laufenden Kosten für Zoo, Aquarium und Tierpark liegen ihren Angaben zufolge bei 140.000 Euro täglich.

Zum teilweisen Ausgleich des Defizits habe das Land Berlin die Förderung für den Tierpark für 2020 von rund 6,8 Millionen Euro um 664.000 Euro erhöht. Weil der Zoo sich seit 2012 selbst finanzieren kann, bekommt er keine Förderung vom Land Berlin mehr. Allerdings habe der Zoo im Rahmen der Corona-Novemberhilfe beim Bund rund 700.000 Euro beantragt. Davon seien bislang 50.000 Euro eingegangen.

4.32 Uhr: Trauer bei Brandenburger Jecken: Karneval fällt aus

Den Brandenburger Karnevalisten hat die Corona-Krise die fünfte Jahreszeit gehörig verhagelt. „Das öffentliche Karnevalsleben zum Rosenmontag ist völlig lahmgelegt“, sagte Fred Witschel, Präsident des Karnevalverbandes Berlin-Brandenburg. Per Videokonferenzen, Chats oder über die sozialen Medien würden Mitglieder in einigen Vereinen die Session online zu Ende bringen. Auch der Umzug „Zug der fröhlichen Leute“ in Cottbus wurde für 2021 abgesagt. In jedem Jahr kommen Zehntausende Besucher, um das Treiben zu bewundern und zu feiern.

4 Uhr: Brandenburger Tierheimen fehlen Spenden

Tierheimen in Brandenburg fehlen in der Corona-Zeit Spenden. Wegen ausgefallener Veranstaltungen blieben bei vielen Heimen Hilfsgelder aus, sagte Rico Lange, Vorsitzender vom Tierschutzverband Brandenburg. Die Häuser seien aber auf finanzielle Hilfen angewiesen, denn die Tiere bräuchten Futter.

„Wir müssen Monat für Monat rechnen“, so Vivien Moedebeck vom Tierheim Falkensee. Nach Angaben der zweiten Vorsitzenden finanziert sich das Haus im Kreis Havelland ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Zuwendungen und vor allem Spenden. Die Spendenbereitschaft, finanziell oder sachlich, sei großartig. „Wir sind immer noch überwältigt von der Anteilnahme“, so Moedebeck. Sachspenden wie Reinigungsmittel oder Futterdosen seien immer herzlich willkommen, aber auch finanzielle Spenden seien weiterhin nötig, um beispielsweise die Tierschutzarbeit zu leisten. Zur Pandemie sei im November noch ein Wasserschaden im Hundehaus gekommen, der den Betrieb vollständig lahmgelegt hätte. Martina Weber vom Vorstand des Tierheims Rathenow berichtete, dass viele Nachfragen aus der Bevölkerung kämen, ob die Tiere genug zu fressen hätten. Es seien viele Futterspenden beim Heim angekommen.

+++ Samstag, 6. Februar 2021 +++

21.15 Uhr: "Lernraum Berlin" - Verbünde werden aufgeteilt

Um die Nutzerlast besser zu verteilen, trennen die IT-Experten des „Lernraum Berlin“, der digitalen Lernplattform der Hauptstadt im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, nun die Verbünde 1 und 2, genauso wie 3 und 4. In den Verbünden sind jeweils die Bezirke eingeteilt, im Verbund 1 und 2 die ersten sechs, darunter beispielsweise Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg; in den anderen beiden die zweiten sechs wie Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Spandau. Weil diese Verbünde aber zu groß waren und weil zu viele Nutzer zeitgleich den Lernraum nutzen wollten, dauerte das Einloggen oft sehr lange, zwischenzeitlich brach der Lernraum teilweise ganz zusammen. Mit dem Entkoppeln wolle man „die Last gleichmäßiger verteilen“, hieß es vom Lernraum auf Twitter. Deshalb findet „heute Abend, ab 21 Uhr, eine umfangreiche Wartung statt“.

16.34 Uhr: 13 weitere Tote, 222 Neuinfektionen

In Berlin sind 13 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2466.


222 neue Infektionen wurden bestätigt, 352 waren es gestern. Lichtenberg, Mitte und Pankow haben keine Zahlen gemeldet. 9099 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 9255 waren es gestern. 110.882 Menschen gelten inzwischen als genesen.


327 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 25 Patienten weniger als gestern. 1167 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 37 weniger als gestern.


Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 25,7 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 70,1 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,88 Grün.

15.51 Uhr: Neuer Impfstoff angekommen - 14.400 Dosen von Astrazeneca

In Berlin ist neuer Impfstoff gegen das Corona-Virus angekommen. 14 400 Dosen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca seien am Samstag geliefert und eingelagert worden, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung auf Anfrage. Der Stoff solle ab Mitte nächster Woche voraussichtlich im Impfzentrum Tegel verabreicht werden. Die ersten Lieferungen des neuen Impfstoffs sollten am Samstag bundesweit verteilt werden.

Berlin erwartet in den kommenden vier Wochen bis Anfang März rund 267.000 Dosen Corona-Impfstoff. Bisher wurden seit Ende Dezember 187.350 Dosen geliefert, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Wie es bei den Impfungen konkret weitergeht und welche Gruppen nach den Über-80-Jährigen sowie medizinischem Personal als nächste drankommen, war noch nicht bekannt.

14.06 Uhr: 424 neue Infektionsfälle in Brandenburg - Sieben-Tage-Inzidenz bei 92,3

In Brandenburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter gesunken. Das Gesundheitsministerium meldete einen Wert von 92,3. Am Samstag vor einer Woche wurden noch 140 Infektionen registriert. Am Freitag hatten sich landesweit 97,3 Menschen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Ziel von Bund und Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

10.46 Uhr: BVB/Freie Wähler für Lockdown-Lockerungen in drei Stufen

Die Brandenburger Landtagsfraktion BVB/Freie Wähler plädiert bei den Corona-Lockerungen für einen Drei-Stufen-Plan. Angesichts rückläufiger Zahlen der Neuinfektionen sei deutlich absehbar, dass bald Werte erreicht werden, die vom Gesundheitssystem handhabbar seien, teilte die Fraktion mit. Gefordert werden Festlegungen, unter welchen Bedingungen die einzelnen Maßnahmen aufgehoben werden.

4.30 Uhr: Müller hält Debatte um Corona-Lockerungen für verfrüht

Wenige Tage vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) davor gewarnt, vorschnell Termine für ein Lockdown-Ende oder erste Öffnungsschritte festzulegen. „Die Infektionszahlen sinken weiter, und ich hoffe sehr, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Dennoch bleibt da momentan eine große Unsicherheit“, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

„Wir wissen bis jetzt nicht, inwieweit sich die Mutanten in Deutschland schon ausgebreitet haben. Vor diesem Hintergrund ist es einfach zu früh, jetzt konkrete Daten für Öffnungen zu nennen“, so Müller. „Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit wir unseren hart erkämpften Erfolg nicht wieder verspielen. Eine dritte Welle durch Leichtsinnigkeit und zu frühes Lockern müssen wir unbedingt vermeiden und wäre dramatisch.“

Müller fügte hinzu: „Gleichwohl erarbeiten wir natürlich Pläne für mögliche und behutsame Lockerungsschritte, die wir auch auf der kommenden MPK gemeinsam mit dem Bund und den Ländern erörtern wollen.“ Diese Schritte stünden aber unter Vorbehalt der Infektionsentwicklung in den kommenden Wochen. „Für mich ist klar, dass Schulen und Kitas bei diesen Überlegungen Vorrang haben.“

Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist bislang bis zum 14. Februar befristet. Am Mittwoch wollen Bund und Länder bei einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht.

+++ Freitag, 5. Januar 2021 +++

17.43 Uhr: Bericht über Entsorgung nicht verbrauchter Impfdosen wird geprüft

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) prüft einen Medienbericht, wonach in Impfzentren größere Mengen von Impfdosen vernichtet worden sein sollen. Man werde dem nachgehen, sagte KVBB-Sprecher Christian Wehry der Deutschen Presse-Agentur am Freitag dazu. Er sagte zudem: „Davon habe ich keine Kenntnis und kann das auch so nicht nachvollziehen“. Er habe von dem mutmaßlichen Vorgang aus der Zeitung erfahren.

Die „Märkische Oderzeitung“ berichtete zuvor in ihrer Online-Ausgabe, dass unter anderem im Impfzentrum in Oranienburg in den zurückliegenden Wochen offenbar größere Mengen von nicht verbrauchtem Impfstoff im Müll landeten. Der Zeitung liege dazu ein internes Protokoll von KVBB-Mitgliedern vor, hieß es. Grund für die Entsorgung der Impfdosen sei eine fehlerhafte Planung und mangelhafte Kommunikation der Verantwortlichen, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Wehry sagte, die Kollegen vor Ort würden alles tun, damit die Impfdosen vollständig zum Einsatz kämen. Damit kein Impfstoff verworfen werden muss, gebe es für die Impfzentren einen strengen Impfdosenbestellprozess. Unter anderem erfolge die tägliche Bestellung des Impfstoffbedarfs auf Basis der geplanten Termine. Die Restmenge des laufenden Tages werde bei der Bestellung am nächsten Tag abgezogen. Dadurch wird Wehry zufolge verhindert, dass Impfstoff verfällt.

Für den Umgang mit Restdosen hat das Ministerium eine Anweisung an die Impfzentren, die mobilen Teams und Krankenhäuser gegeben. Diese sehe vor, dass zunächst geprüft werden muss, ob kurzfristig Personen der höchsten Priorität zum Beispiel in Pflegeheimen geimpft werden können. Nur wenn dies nicht möglich ist, könne auf Personen weiterer Prioritätsstufen ausgewichen werden. Dazu sind dem Ministerium zufolge Wartelisten in den Impfzentren zu bilden. Oberste Priorität habe, dass kein Impfstoff verfallen soll.

16.13 Uhr: 352 Neuinfektionen und 35 weitere Tote

In Berlin sind 35 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2453. 352 neue Infektionen wurden bestätigt, 484 waren es gestern. Neukölln hat keine Zahlen gemeldet. 9255 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 9843 waren es gestern. 110.517 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 150.018 Impfstoffdosen verabreicht worden.


352 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zwei Patienten mehr als gestern. 1204 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 24 weniger als gestern.


Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 27,6 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 74,4 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,81 Grün.

14.45 Uhr: Gericht kippt Brandenburger Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin- Brandenburg hat das ganztägige Alkoholverbot im öffentlichen Raum in Brandenburg gekippt. Zur Begründung habe der 11. Senat im Wesentlichen ausgeführt, dass das Infektionsschutzgesetz lediglich dazu ermächtige, Alkoholkonsum auf bestimmten öffentlichen Plätzen oder in bestimmten öffentlich zugänglichen Einrichtungen zu verbieten, teilte das OVG am Freitag mit. Der Beschluss in einem Eilverfahren auf vorläufigen Rechtsschutz sei unanfechtbar. Zum Antragsteller machte das OVG keine Angaben. Den Antrag habe ein Brandenburger Bürger gestellt, sagte OVG-Sprecherin Christiane Scheerhorn auf Anfrage.

14.33 Uhr: RKI erforscht Ausbreitung des Corona-Virus bei Klinik-Beschäftigten

Auch das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) nahm an den Forschungen teil. Die Beschäftigten des UKB waren über Monate intensiv dem Virus ausgesetzt. Die Studie endete am 16.12.2020 und damit vor Beginn der bundesweiten Impfungen. Nun hat das UKB erste Ergebnisse zum Verlauf der SARS-CoV-2 Infektionen mitgeteilt.

Demnach wurden unter den Klinik-Teilnehmern der Studie nur 2,4 mal mehr Infektionen bekannt, als in der allgemeinen Bevölkerung Berlins. Bei 72% der Infizierten waren Antikörper nachweisbar. Die meisten der Antikörper-Träger hätten zudem von ihrer Infektion gewusst (84%). Auch nach über sechs Monaten seien noch Antikörper nachweisbar gewesen.

14.08 Uhr: Tourismusbranche zu Krise - „Wir werden weiße Flecken haben“

Wegen der angespannten Lage in der Corona-Pandemie fordert die Brandenburger Tourismusbranche mehr finanzielle Unterstützung vom Land. „Mit kleinen Summen kann man viel bewirken im Tourismus“, sagte Markus Aspetzberger, Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Jetzt wäre die Zeit, einen Tourismusfonds oder ein Förderprogramm für Innovation und Wiederaufbau aufzulegen.

Viele Betriebe hätten in der Krise gelernt kreativ zu denken und müssten darin weiter unterstützt werden. So seien etwa zahlreiche Ideen für mobile Angebote entstanden. Mit Förderung könnten Betriebe ihr Angebot verbreitern und dorthin bringen, wo nach der Krise Angebote fehlten, zeigte sich Aspetzberger überzeugt.

13.58 Uhr: Nonnemacher - Nicht alle Impfdosen von Astrazeneca sofort verbrauchen

Im Gegensatz zur Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen in Brandenburg nicht sofort alle gelieferten Impfdosen des Herstellers Astrazeneca verbraucht werden. „In Anbetracht der schlechten Erfahrung mit angekündigten und dann abgesagten Impfstofflieferungen bauen wir eine geringe Schwankungsreserve des Astrazeneca Vakzins im Land auf“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Freitag auf Anfrage.

Wegen des langen Intervalls zwischen der ersten und zweiten Impfung sei es aber das Ziel, mit dem größten Teil des Impfstoffs so schnell wie möglich Beschäftigte in Pflegeheimen, der ambulanten Pflege oder in Krankenhäusern zu impfen, betonte Nonnemacher. Dazu werde derzeit noch der Impfplan entwickelt.

Spahn hatte die Bundesländer am Donnerstag dazu aufgerufen, angesichts der angekündigten größeren Liefermengen den Impfstoff ohne Rückstellungen für die Zweitimpfung an den berechtigten Personenkreis zu verabreichen. „Auf diesem Weg können nach der Zulassung von Astrazeneca in den ersten drei Februarwochen mehr als 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre Erstimpfung erhalten“, sagte Spahn.

13.52 Uhr: Bezirksbürgermeister einigen sich auf Homeoffice-Regeln für Behörden

Der Rat der Bürgermeister hat sich in seiner Sondersitzung am Freitag auf Kriterien für die Präsenzpflicht und das Arbeiten im Homeoffice verständigt. Präsenzpflicht gilt demnach unter Einhaltung bekannter Corona-Regeln für das Personal

  • zur Bekämpfung der Pandemie im Gesundheits- sowie Ordnungsamt
  • die Bereiche der Existenzsicherung der Bürgerinnen und Bürger
  • der Gefahrenabwehr
  • des Amtes für Bürgerdienste
  • des Kinderschutzes
  • für das Schlüsselpersonal in systemrelevanten Querschnittsbereichen.

Rotierende hybride Arbeitsformen (z.B. Wechsel der Teammitglieder zwischen Präsenz und Home-Office) seien – soweit im Rahmen der jeweiligen Pandemieplanung möglich und geeignet – umzusetzen.

Dienstkräfte, die über Telearbeitsplätze verfügen oder mit mobilen Arbeitsgeräten ausgestattet sind, sollen soweit wie möglich von zu Hause aus arbeiten. Soweit Arbeiten auch ohne technische Unterstützung möglich sind, darf diese nach Abstimmung ebenfalls von zu Hause wahrgenommen werden.

13.11 Uhr: Eilantrag gegen Corona-Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gescheitert

Die offizielle Warnung des Auswärtigen Amtes vor nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland (die sogenannte Covid-19-Reisewarnung) greift nicht in die Rechte deutscher Reiseveranstalter ein. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg in einem Eilverfahren entschieden und die Beschwerde von zwei auf Fernreisen nach Afrika spezialisierten Reiseveranstaltern gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin zurückgewiesen. Wie das OVG am Freitag mitteilte, liege ein Eingriff in die Berufsfreiheit nicht vor, weil die Reisewarnung sich nicht gegen konkrete Anbieter von Reisen wende, sondern lediglich durch Informationen zu Reiseländern eine eigenständige Entscheidung potenzieller Reisender ermöglichen solle. Auch eine Ungleichbehandlung könnten die Reiseveranstalter nicht geltend machen, da die Beschränkung auf außereuropäische Reiseziele allein auf ihrer eigenen unternehmerischen Entscheidung beruhe. Der Beschluss des OVG ist unanfechtbar (Beschluss des 10. Senats vom 3. Februar 2020 – OVG 10 S 53/20 –).

12.15 Uhr: Insgesamt 150.018 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 150.018 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,0 Prozent, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In Brandenburg sind es 101.646. Dort liegt die Quote bei 3,1. Die bundesweite Impfquote liegt demnach bei 2,6 Prozent. Die deutschlandweit höchste Impfquote hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 3,7 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland seit Beginn der Impfkampagne 2.987.398 Impfdosen verabreicht.

12.12 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in Brandenburg unter 100 - Mehr als 100.000 Impfungen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Brandenburg unter den Wert von 100 gesunken. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag haben sich landesweit 97,3 Menschen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Am Donnerstag lag der Wert noch bei rund 106. Bis auf den Landkreis Spree-Neiße (259,4) liegen derzeit alle Kreise unter der kritischen Marke von 200. Ziel von Bund und Ländern ist es, diesen Inzidenzwert unter 50 zu bringen.

Die Gesundheitsämter meldeten dem Ministerium am Freitag 423 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages; am Donnerstag waren es 574, am Mittwoch 540. Seit März haben sich damit 70.217 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Landesweit wurden außerdem 32 neue Todesfälle innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. Am Donnerstag waren es 53 Tote, am Mittwoch hatte mit 90 die Zahl der Toten einen Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht.

Insgesamt 101.664 Impfungen zum Schutz gegen das Coronavirus wurden seit Ende Dezember verabreicht. Davon waren 77.638 Erstimpfungen; 24.026 Menschen wurden bereits das zweite Mal geimpft. Landesweit haben sich seit März insgesamt 70.217 Menschen mit dem Coronavirus infiziert; 801 Patienten werden wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 167 von ihnen intensivmedizinisch betreut; 128 müssen beatmet werden. Die Zahl der Erkrankten sank um 310 auf 7565. 60.117 Menschen gelten als genesen, 701 mehr als einen Tag zuvor.

12.06 Uhr: Berlin erwartet bis Anfang März 267.000 Corona-Impfdosen

Berlin erwartet in den kommenden vier Wochen bis Anfang März rund 267.000 Dosen Corona-Impfstoff. Bisher wurden seit Ende Dezember 187.350 Dosen geliefert, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Wie es bei den Impfungen vor diesem Hintergrund konkret weitergeht und welche Gruppen nach den über 80-Jährigen sowie medizinischem Personal als nächste drankommen, konnte die Gesundheitsverwaltung indes am Freitag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur noch nicht sagen.

„Nach Inkrafttreten der überarbeiteten Impfverordnung und Konkretisierung weiterer Impfstofflieferungen, die die Freischaltung von Terminen ermöglichen, werden weitere Gruppen zum Impfen eingeladen“, wurde schriftlich mitgeteilt. Nähere Angaben gab es nicht.

11.10 Uhr: Beauftragte weisen Kritik an Datenschutz in Corona-Krise zurück

Die Datenschutzbeauftragten in Berlin und Rheinland-Pfalz haben in der Corona-Krise Kritik an den Richtlinien des Datenschutzes zurückgewiesen. „Der Datenschutz ist kein Verhinderer, sondern ein wichtiger Regulator und Steuerungsfaktor“, heißt es in einem Schreiben von Maja Smoltczyk und Dieter Kugelmann, das der „Süddeutschen Zeitung“ und dem „Tagesspiegel“ vorliegt. Ein angemessener Datenschutz dürfe nicht „dem Virus zum Opfer fallen. Es vergehe kein Tag, an dem Politikerinnen und Politiker unterschiedlicher Couleur oder vermeintliche Experten nicht behaupten, die Pandemie sei leicht in den Griff zu bekommen, wenn man nur den Datenschutz zurechtstutze.

Nach jedem Anschlag oder Ausheben eines Kinderporno-Rings erschalle der Ruf: „Datenschutz ist Täterschutz! Datenschutz gefährdet Menschenleben!“ Auch der Schutz der Daten schütze Menschen. Die Corona-App sei auch deshalb mehr als 25 Millionen mal heruntergeladen worden, weil Nutzer sich darauf verlassen könnten, „dass ihre Daten nicht zu unvorsehbaren Zwecken missbraucht werden“.

10.57 Uhr: Polizei löst Treffen in Shisha-Bar in Moabit auf

Die Polizei hat am Donnerstag in Moabit (Mitte) ein Treffen in einer Shisha-Bar aufgelöst. Zuvor hatten Anwohner der Gotzkowskystraße die Polizei über das Treffen informiert. Als die Beamten gegen 21 Uhr eintrafen, stellten sie zehn Personen fest, die sich nicht an Abstandsregeln hielten und keinen Mund-Nasen-Schutz trugen, teilte die Behörde am Freitag mit. Ein 32-Jähriger soll während des Einsatzes Widerstand geleistet haben. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erstattet. Zehn Personen erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Inhaber der Shisha-Bar, der vor Ort nicht ermittelt werden konnte, muss sich ebenfalls wegen der Verstöße verantworten. Die Ermittlungen zur Feststellung seiner Identität dauern an. Die Bar wurde verschlossen und der Schlüssel sichergestellt.

8.25 Uhr: Giffey für Öffnungen der Kitas und Schulen im Februar

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert dafür, noch im Februar Schulen und Kitas schrittweise wieder zu öffnen. Den Familien müsse in der Corona-Pandemie eine Perspektive geboten werden, so die Berliner SPD-Landesvorsitzende am Freitagmorgen im RBB-Inforadio. Sollte die Ministerpräsidenten-Runde in der nächsten Woche Lockerungen beschließen, müssten Kinder und Jugendlichen mit bedacht werden, sagte Giffey.

+++ Donnerstag, 4. Februar 2020 +++

20.31 Uhr: Hunderte demonstrieren gegen Corona-Leugner

Unter dem Motto „Zusammen gegen Corona-Leugnung“ sind am Abend bis zu 500 Menschen in einem Protestzug durch den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gelaufen. Die Teilnehmer zogen vom Senefelder Platz bis zum Zionskirchplatz, wie die Polizei mitteilte. In der Nähe der Zionskirche wiederum hatten sich rund 70 Demonstranten aus dem AfD-nahen Spektrum zu einer Gegenkundgebung versammelt. Unter anderem sprach dort die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch. Laut Polizei blieb es friedlich.

18.19 Uhr: Senat reagiert auf Forderung nach Wechselmodell für Berlins Kitas

In der Senatsverwaltung für Bildung hat man auf die Forderung reagiert, ab 15. Februar ein Wechselmodell für die Berliner Kitas einzuführen, so lange die Pandemie anhält. Es sei Zeit für ein Umdenken des Berliner Senats, hieß es an diesem Morgen in einer Erklärung der LIGA, einem Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände und dem Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS). „Die Rechnung geht nicht auf“, kontert nun die Senatsverwaltung für Bildung. Denn das Problem am Wechselmodell sei, dass dann Eltern in systemrelevanten Berufen – zum Beispiel Krankenschwestern oder Altenpflegekräfte -- nicht voll arbeiten könnten, erläuterte die Sprecherin der Bildungsverwaltung Iris Brennberger. „Sie werden aber während der Pandemie dringend gebraucht. Wir müssen ermöglichen, dass sie die Kinderbetreuung in Anspruch nehmen können“, so Brennberger weiter. Das Wechselmodell sieht vor, dass Kinder nur an bestimmten Tagen und in einer reduzierten Stundenzahl betreut werden, damit alle berechtigten Familien und deren Nachwuchs weiter einen Kitazugang haben. Nur so könne man „kleine stabile Gruppen“ garantieren, argumentiert die LIGA.

17.52 Uhr: Befragung - Zwei Prozent der Gewerbemieter beantragen Stundung

Während private Mieter aufgrund der Corona-Krise nur selten in Zahlungsschwierigkeiten kommen, müssen gewerbliche Mieter häufiger eine Stundung beantragen. Das geht aus einer Befragung des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hervor, die dieser am Donnerstag vorgestellt hat.

Demnach haben bis zum Januar dieses Jahres rund zwei Prozent der gewerblichen Mieter, die mit BBU-Unternehmen einen Mietvertrag haben, eine Stundung beantragt. Der BBU vertritt rund 44 Prozent der Unternehmen auf dem Berliner Mietmarkt. Rund ein Viertel der befragten BBU-Vermieter gab an, in den vergangenen Wochen eine steigende Zahl von Anträgen erhalten zu haben.

„Man sieht an solchen Werten, wie ungleich die Hilfen für Gewerbetreibende ankommen“, teilte BBU-Vorständin Maren Kern mit. In Brandenburg lag der Anteil der gewerblichen Mieter, die um einen Aufschub der Mietzahlungen bitten mussten demnach sogar bei 5,5 Prozent. „Die Städte und vor allem auch die soziale Wohnungswirtschaft haben im Land Brandenburg in den letzten Jahrzehnten hart für attraktive Wohnorte und starke Innenstädte gearbeitet“, teilte Kern weiter mit. „Es wäre fatal, wenn die dabei erreichten großen Erfolge jetzt als Folge der Pandemie zunichte gemacht würden.“

16.30 Uhr: Woidke skeptisch gegenüber Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am kommenden Mittwoch skeptisch gegenüber Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen gezeigt. Zwar gingen die Infektionszahlen glücklicherweise bundesweit beständig nach unten. „Aber es reicht noch nicht, wir müssen weiter vorsichtig sein“, sagte der Regierungschef am Donnerstag in Potsdam. „Deshalb kann ich mir schnelle Lockerungen im Februar noch nicht vorstellen.“

16.10 Uhr: 484 Neuinfektionen, 44 weitere Todesfälle, Inzidenz bei 76,5

In Berlin sind 44 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2418.

484 neue Infektionen wurden bestätigt, 644 waren es gestern. 9843 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 10.350 waren es gestern. 109.612 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 145.362 Impfstoffdosen verabreicht worden.

350 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sechs Patienten mehr als gestern. 1228 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 23 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 28,0 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 76,5 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,69 Grün.

15.32 Uhr: Knapp 1800 Brandenburger im hohen Alter mit Covid-19 gestorben

Auch in Brandenburg sind bislang überdurchschnittlich viele über 80-Jährige im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Nach einer Übersicht des Landesgesundheitsamtes mit Daten des Robert Koch-Instituts waren mit Stand Mittwoch 932 Todesfälle bei Frauen und 853 bei Männern in diesem Alter registriert. Bei den Erkrankten im Alter zwischen 75 und 79 Jahren waren es 205 Männer und 129 Frauen, in den Altersgruppen darunter liegt die Zahl der Todesfälle deutlich niedriger.

14.05 Uhr: Brandenburgs Dehoga-Präsident zu Impfdebatte - Keine Zweiklassengesellschaft

Der Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga) hat in der Diskussion um Vorteile für Geimpfte davor gewarnt, eine „Zweiklassengesellschaft“ einzuführen. Eine Einteilung in Geimpfte und nicht Geimpfte würde nur Unfrieden stiften, sagte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe.

Es gehe jetzt in der Branche erst einmal darum, nach eventuellen Lockerungen das Geschäft überhaupt zum Laufen zu bringen und nicht darum, über Vorteile für Geimpfte zu sprechen. Öffnungsszenarien für Hotels und Gaststätten zu besprechen sei jetzt oberstes Gebot. Da gebe es bereits gute Stufenkonzepte, so Schöpe. Jeder solle für sein Haus ein Konzept erstellen, er setze da auf die Kreativität der Branche.

13.04 Uhr: Senator sieht „gewaltigen Sprung“ bei Digitalisierung der Verwaltung

Die Corona-Krise hat in der Berliner Verwaltung einen Digitalisierungsschub ausgelöst, der ohne Pandemie so nicht denkbar gewesen wäre. „Im März 2020 zu Beginn der Pandemie waren etwa fünf Prozent der Beschäftigten der Berliner Verwaltung in der Lage, mobil zu arbeiten. Fünf Prozent von 110.000 Beschäftigten“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK). „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen wir bei 30 Prozent.“ Und da gerade weitere neue Notebooks ausgeliefert und angeschlossen würden, seien es in wenigen Wochen rund 40 Prozent der Beschäftigten.

„Das ist ein gewaltiger Sprung, den wir gemacht haben“, meinte Geisel. „Bei einem Gesamtumfang von 110.000 Beschäftigten finde ich manche Kritik an uns auch überzogen, weil wir in relativ kurzer Zeit dann eben doch viel geschafft haben.“ Die Erfahrungen des vergangenen Jahres hätten dazu geführt, dass der Senat seine Strategie geändert habe. Während vor Corona die Digitalisierung der Arbeitsplätze in den Büros im Mittelpunkt gestanden habe, würden als Hardware nunmehr ausschließlich Notebooks beschafft. „So dass wir in Zukunft in der Lage sein werden, grundsätzlich mobil zu arbeiten“, so Geisel.

12.36 Uhr: Coronahilfe - Mutmaßlicher Betrüger bei Einreise am Flughafen BER festgenommen

Ein 43 Jahre alter mutmaßlicher Betrüger ist bei der Einreise am Flughafen BER festgenommen und ins Gefängnis gebracht worden. Wie die Bundespolizei mitteilte, hatten die Beamten bei der Überprüfung am Dienstagabend festgestellt, dass gegen den Mann ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichtes Koblenz vorlag. Er soll im Mai 2020 Corona-Soforthilfe für kleine Unternehmen und Soloselbstständige beantragt und 9000 Euro für einen Textilhandel erhalten haben - den soll es schon seit Anfang Oktober 2019 gar nicht mehr gegeben haben

12.10 Uhr: Insgesamt 145.362 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 145.362 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 2,9 Prozent, wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In Brandenburg sind es 97.631. Dort liegt die Quote bei 3,0. Die bundesweite Impfquote liegt demnach bei 2,5 Prozent. Die deutschlandweit höchste Impfquote hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 3,7 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland seit Beginn der Impfkampagne 2.848.022 Impfdosen verabreicht.

12.04 Uhr: Inzidenz sinkt in allen Brandenburger Kreisen unter 200

In Brandenburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Gesundheitsministeriums in allen Landkreisen unter den kritischen Wert von 200 gesunken. Die meisten Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner verzeichnete mit 174,1 der Landkreis Spree-Neiße, die wenigsten meldete der Kreis Barnim mit 50,7. Landesweit wurden bei rund 106 von 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Ziel von Bund und Ländern ist es, diesen Inzidenzwert unter 50 zu bringen.

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg blieb jedoch auf gleichbleibend hohem Niveau. Die Gesundheitsämter meldeten am Donnerstag 574 neue Fälle; am Mittwoch waren es 540. Seit März haben sich damit 69.794 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung bleibt mit 53 weiter hoch. Am Mittwoch waren 90 neue Todesfälle registriert worden, die höchste Zahl in Brandenburg an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Am Dienstag waren es 70.

11.54 Uhr: Nonnemacher - Priorisierung beim Impfen ist gerecht

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält die Priorisierung bei den Corona-Impfungen für gerecht. „Ich halte es nicht für angemessen, sie zu verändern“, sagte sie am Donnerstag. Nach einem Bericht der „Lausitzer Rundschau“ sind der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und Ordnungsdezernent Thomas Bergner (beide CDU) geimpft worden, obwohl sie nicht oben auf der Prioritätenliste der Ständigen Impfkommission standen. Nach vorangegangenen Medienberichten wurden sie mit übrig gebliebenen Dosen geimpft.

Wenn Impfdosen am Ende des Tages ungenutzt blieben und niemand aus der obersten Gefährdungsgruppe zu Verfügung stehe, werde die nächste Gruppe in Betracht gezogen, sagte Nonnemacher. Das sei aber eine Einzelfallentscheidung, die dokumentiert werden müsse. „Es wird nichts weggeworfen.“ Es könne aber nicht darum gehen, ganze Berufsgruppen neu zu bewerten. „Dann würde das System kollabieren“, betonte die Ministerin.

11.18 Uhr: Wohlfahrtsverbände fordern Wechselmodell in den Kitas

Die LIGA der Wohlfahrtsverbände und der Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) haben vom Berliner Senat ein Umdenken bei der Kitabetreuung gefordert. Sie setzen sich für ein Ende der Betreuung nach der Liste der systemrelevanten Berufe ein und schlagen stattdessen ein sogenanntes „Wechselmodell“ vor. Dieses solle ab dem 15. Februar 2021 gelten, hieß es in einer Mitteilung.

"Wir können uns weder vorstellen, viele Kinder weiterhin gänzlich auszuschließen, noch ab Mitte Februar zum normalen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückzukehren", erklärten die Wohlfahrtsverbände. Deshalb halte man an dem Vorschlag eines Wechselmodells in kleinen stabilen Gruppen fest, von dem alle Familien profitieren. Voraussetzung für ein Wechselmodell sei aber eine Beschränkung der individuellen Betreuungszeit für fast alle Kinder. Bis zum 14. Februar sind die Berliner Kitas noch im Notbetrieb. In einer Kita werden nur Kinder betreut, von denen mindestens ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet.

11.09 Uhr: Polizei warnt vor Fake-Angeboten im Internet

Die Polizei warnt im Zusammenhang mit der Pandemie vor Fake-Angeboten im Internet. Kriminelle versuchen das durch die Corona-Krise veränderte und auf Internetshops konzentrierte Kaufverhalten auszunutzen, um Menschen zu betrügen. In Fake-Shops vertreiben sie neben minderwertigen Medizinprodukten auch Arzneimittel, die angeblich vor Covid-19 schützen sollen, teilte die Polizei mit. In Einzelfällen sei ein angeblicher Corona-Impfstoff zum Verkauf angeboten, der tatsächlich nicht frei verkäuflich ist.

10.26 Uhr: Innensenator Geisel - Senat hat Pläne für Ausstieg aus Lockdown

Der Berliner Senat hat nach den Worten von Innensenator Andreas Geisel konkrete Pläne für den Ausstieg aus dem Corona-Lockdown. „Ja klar gibt es solche Pläne. Wir machen uns natürlich Gedanken darüber“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei einer digitalen Diskussionsveranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK). „Genauso, wie wir uns über die Frage Lockdown Gedanken machen, was fahren wir in welcher Reihenfolge zurück, gibt es natürlich eine Reihe von Plänen, die wir schon in der Schublade haben, was fahren wir in welcher Reihenfolge wieder hoch.“

Details zu einem möglichen Fahrplan nannte Geisel nicht, skizzierte aber ein grobes Szenario. „Der erste Schritt - 15. Februar ist das Datum, was wir im Moment ins Auge gefasst haben - ist, wieder Schule in Anfängen zu ermöglichen“, sagte er. „Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie sind so die nächsten Schritte. Auch im Bereich des Sportes müssen wir einfach wieder Möglichkeiten geben, Stück für Stück wieder hochzufahren.“ Geisel machte deutlich, dass Öffnungsschritte von der Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängig sind.

10.06 Uhr: Corona-Fahrplan - BVG setzt ausgemusterte Busse ein

Um das Angebot im Nahverkehr kurzfristig ausweiten zu können, werden die Berliner Verkehrsbetriebe bereits ausgemusterte Busse wieder in Betrieb nehmen. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus dem Umfeld des Unternehmens. Demnach sollen unter anderem 60 bis 70 bereits ausgemusterte Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe, die rund 1400 Exemplare starke Busflotte verstärken.

Ab dem 14. Februar, wenn der Schulbetrieb nach derzeitigem Stand wieder starten soll, sollten danach 100 bis 150 Busse zusätzlich eingesetzt werden, um das Infektionsrisiko in den Fahrzeugen zu verringern. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

9.10 Uhr: Tägliche Corona-Schnelltests auch in Berliner Kliniken

Ab dem heutigen Donnerstag müssen sich alle Pflegekräfte in stationären Heimen und ambulanten Pflegediensten vor jedem Schichtbeginn mit einem Schnelltest auf eine Infektion mit Covid-19 kontrollieren lassen. Bisher war das nur jeden zweiten Tag vorgeschrieben. Doch nun ist die ergänzte Verordnung aus dem Haus der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in Kraft getreten. Alle Details zu den Corona-Schnelltests in Berlin lesen Sie hier.

7.20 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle vorangegangenen Nachrichten und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem bisherigen Newsblog.

+++ Mittwoch, 3. Februar 2021 +++

19.01 Uhr: Quarantäne für das Humboldt-Klinikum aufgehoben

Nach der Quarantäne wegen des Ausbruchs einer ansteckenderen Coronavirus-Variante will das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum wieder Patientinnen und Patienten aufnehmen. Ab Donnerstag null Uhr an wieder Aufnahmen über die Rettungsstelle und auch die somatischen Kliniken geben, hieß es in einer Mitteilung von Mittwochabend. Das habe das Gesundheitsamt Berlin-Reinickendorf nach Rücksprache mit dem Pandemiestab des Klinikums und dem Robert-Koch-Institut beschlossen.

( BM )