Corona-Newsblog Berlin

Humboldt-Klinikum nimmt wieder Patienten auf

| Lesedauer: 110 Minuten
Drohende Lockdown-Verlängerung trotz sinkender Zahlen

Drohende Lockdown-Verlängerung trotz sinkender Zahlen

Droht trotz sinkender Infektionszahlen auch nach dem 15. Februar ein harter Lockdown? Darüber berät sich die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen am 10. Februar.

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Corona in Berlin - das Newsblog: Derzeit sind 10.350 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Inzidenz liegt bei 80,6.

Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

9.15 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Alle aktuellen Nachrichten und Zahlen zur Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem neuen Newsblog.

+++ Mittwoch, 3. Februar 2021 +++

19.01 Uhr: Quarantäne für das Humboldt-Klinikum aufgehoben

Nach der Quarantäne wegen des Ausbruchs einer ansteckenderen Coronavirus-Variante will das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum wieder Patientinnen und Patienten aufnehmen. Ab Donnerstag null Uhr an wieder Aufnahmen über die Rettungsstelle und auch die somatischen Kliniken geben, hieß es in einer Mitteilung von Mittwochabend. Das habe das Gesundheitsamt Berlin-Reinickendorf nach Rücksprache mit dem Pandemiestab des Klinikums und dem Robert-Koch-Institut beschlossen.

Es sei nachgewiesen worden, dass sich die als besonders infektiös geltenden Virusvarianten B.1.1.7, die zunächst in Großbritannien gefunden wurde, und B.1.351, die aus Südafrika berichtet wurde, nicht weiter ausbreiten. Auch die negativ auf SARS-CoV-2 getesteten Mitarbeitenden stünden nicht mehr unter Pendelquarantäne zwischen ihren Wohnungen und der Klinik.

Aktuell versorgt das Klinikum im Norden Berlins mit seinen 640 Betten 270 Patientinnen und Patienten. Der Krankenhausbetrieb soll stufenweise hochgefahren werden, von Montag an soll es wieder „im vollen, zulässigen Umfang dringliche, planbare Behandlungen“ geben. Dies wären vor allem onkologische Operationen.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge 36 Fälle der Virusvariante B.1.1.7 und 2 Fälle der Virusvariante B.1.351 nachgewiesen. "Mit großem Einsatz und umfassender Expertise war es uns gelungen, die Virusvarianten aufzuspüren und die Ausbreitung zu stoppen", erklärte Dr. Jürgen Kirschbaum, Geschäftsführender Direktor des Vivantes Humboldt-Klinikum.

17.02 Uhr: Brandenburg beschließt neue Quarantäneverordnung für Risikogebiete

Brandenburgs Landesregierung hat eine neue Quarantäneverordnung für Einreisende und Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Bis zum 4. März gelte weiterhin, dass sich Einreisende aus diesen Staaten grundsätzlich in Quarantäne begeben und auf das Coronavirus testen lassen müssten, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Zu den Risikostaaten gehöre auch das Nachbarland Polen, mit Ausnahmen für Grenzpendler oder den Besuch von Familienangehörigen. Einreisende aus Staaten, in denen Virusmutationen grassieren, müssen nun zusätzlich zwingend einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

16.56 Uhr: Noch weniger Passagiere am Flughafen BER

Die Zahl der Fluggäste am Hauptstadtflughafen BER ist im Januar weiter deutlich zurückgegangen. Abgefertigt wurden 207.620 Passagiere, gut 57.000 weniger als noch im Dezember, wie die Flughafengesellschaft (FBB) am Mittwoch mit Berufung auf die vorläufigen Daten mitteilte. Das war ein Rückgang um gut 90 Prozent im Vergleich zum Januar 2020. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden damals 2.252.265 Fluggäste gezählt.

Die Zahl der Starts und Landungen lag im vergangenen Monat bei rund 4000, ein Rückgang um annähernd 80 Prozent im Vergleich zum Januar 2020 mit fast 20.000 Flugbewegungen. Als Grund nannte die FBB die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Für 2021 erwartet die Flughafengesellschaft rund 10 Millionen Passagiere. Im Rekordjahr 2019 wurden an den Berliner Flughäfen mehr als 35 Millionen Fluggäste abgefertigt.

16.35 Uhr: 644 Neuinfektionen, 48 weitere Todesfälle, Inzidenz bei 80,6

In Berlin sind 48 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2374.

644 neue Infektionen wurden bestätigt, 353 waren es gestern. 10.350 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 10.675 waren es gestern. 108.665 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 140.168 Impfstoffdosen verabreicht worden.

344 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 14 Patienten weniger als gestern. 1251 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 30 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 27,2 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 80,6 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,76 Grün.

15.34 Uhr: Verwaltungsgericht - Knapp 500 Verfahren zu Corona

Am deutschlandweit größten Verwaltungsgericht in Berlin sind im vergangenen Jahr fast 500 Eilverfahren und Klagen zu Corona-Verordnungen eingegangen. Das geht aus der Jahresbilanz 2020 hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach wurde über Betriebs- und Geschäftsschließungen, Gottesdienste, Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen oder die Maskenpflicht verhandelt. Nur wenige Anträge seien erfolgreich gewesen, sagte der Sprecher. Damit wurden die Berliner Corona-Regelungen weitgehend bestätigt. Zuletzt hatte das Gericht die Eilanträge von zwei Krebskranken zurückgewiesen, die sofort geimpft werden wollten.

14.46 Uhr: Senat stockt Lernhilfe für benachteiligte Schüler auf

Der Berliner Senat hat die vor wenigen Wochen gestarteten Lernhilfen für besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche im Corona-Lockdown aufgestockt. Statt der zunächst geplanten 20 Teams helfen jetzt 35 mobile Einheiten den Bewohnern von Wohngruppen und Heimen der Jugendhilfe beim Lernen zu Hause und bei der Freizeitgestaltung. Aktuell werden bereits rund 760 Kinder und Jugendliche in 119 Wohngruppen unterstützt, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwoch mitteilte. Sie begründete die Aufstockung des Programms mit der großen Nachfrage.

Im Zuge des Projekts unterstützen erfahrene Pädagogen und andere Fachkräfte die Schüler mit individuellen Lösungen, mit Beratung und Motivation. Zu den Angeboten zählen digitale Lerngruppen, individuelles Coaching via Telefon oder Internet, die Vernetzung mit älteren Schülern oder persönliche „Treppenhaus- und Fenster-Gespräche“.

Getragen wird das Programm „Mobile Jugend-Lern-Hilfe.Jetzt“ von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Nach derzeitiger Planung soll es bis zu den Osterferien laufen. Zunächst hatte die Bildungsverwaltung 650.000 Euro dafür bereitgestellt, die Summe wurde nun auf 840.000 Euro erhöht. Außerdem stehen rund 100 Tablets als Leihgeräte zur Verfügung.

Berlin sei mit dem Programm bundesweit Vorreiter, erklärte Scheeres. „Gerade in der Pandemie dürfen wir Kinder und Jugendliche, die in Einrichtungen leben, nicht vergessen. Viele benötigen Unterstützung beim Lernen, es fehlen soziale Kontakte und Freizeitangebote.“ Die mobilen Teams könnten gezielt helfen und entlasteten damit auch die Erzieherinnen und Erzieher in den Einrichtungen. Im Lockdown sind Berlins Schulen seit Wochen weitgehend geschlossen.

13.41 Uhr: Bildungsministerium hält an Regelbetrieb für Kitas fest

Brandenburgs Bildungsministerium hält trotz Kritik am Regelbetrieb in Kitas fest. Eine Beschränkung auf Notbetreuung in allen Kindertagesstätten würde viele Familien vor große Probleme stellen, teilte es am Mittwoch in Potsdam mit. Der Appell an Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, habe gewirkt. Nach einer Umfrage bei Landkreisen und kreisfreien Städten liege die Kita-Auslastung derzeit zwischen 45 und 60 Prozent.

Die Gewerkschaft Verdi Berlin-Brandenburg hatte am Dienstag eine ernsthafte Notbetreuung statt Regelbetreuung gefordert. Die Auslastungsquote in den Kitas liegt nach Verdi-Angaben bei 70 bis 90 Prozent - genauso hoch wie im Januar vergangenen Jahres vor Corona, hieß es in der Online-Pressekonferenz. Die Landesregierung lasse die Erzieherinnen die Krise ausbaden.

Das Ministerium konterte, das Infektionsgeschehen in den Kitas sei weiterhin gegenüber den Entwicklungen in anderen Bereichen „unterdurchschnittlich“. Von 23.083 Mitarbeitenden seien 1,0 Prozent (233) in Quarantäne; von den 184.996 Kita-Kindern seien es 0,5 Prozent (882). Von 1958 Kitas sind den Angaben zufolge derzeit 8 Einrichtungen ganz und 17 zum Teil geschlossen. Zunächst hatte die „Märkische Oderzeitung“ berichtet.

Bei seiner Teststrategie will das Ministerium auf Schnelltests umsteigen. Im zweiten Halbjahr 2020 seien unter den mehr als 23.000 Kita-Mitarbeitenden rund 30.000 PCR-Tests und Schnelltests vorgenommen worden. Den Beschäftigten in Kitas und Schulen waren regelmäßige Tests angeboten worden - bis zu sechs Mal von August bis Ende November. Auch in Dezember und Januar konnten sie sich noch testen lassen. An der neuen Teststrategie werde stark gearbeitet, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die künftigen Schnelltests sollen Kita-Mitarbeitenden zwei mal wöchentlich angeboten werden.

12.58 Uhr: Europaweiter Aktionstag mit Berliner Clubs

Ein Club-Tag mit verschlossenen Türen - bei der vierten Ausgabe des europäischen Aktionstags (Open) Club Day kann die Clubszene coronabedingt nicht wie sonst Einblick hinter ihre Kulissen gewähren. „Die Clubs sind geschlossen und noch ist nicht klar, wann es weitergehen kann“, heißt es in der Ankündigung vom Mittwoch in Berlin. Dennoch steht für diesen Samstag (6.2.) ein Aktionstag an.

Bei der virtuellen Variante sind unter dem Motto #clubsAREculture nach einem Vorprogramm aus dem Hamburger Fundbureau zehn parallele Streams von IG Clubkultur Baden-Württemberg, Verband für Popkultur in Bayern, Im-Puls Brandenburg, Clubverstärker Bremen, Clubkombinat Hamburg, Live in Hessen, Kulturwerk Mecklenburg-Vorpommern, Klubnetz Niedersachsen, Livekommbinat Leipzig und Clubcommission Berlin geplant. Letztere hat die Senatoren Klaus Lederer (Kultur) und Sebastian Scheel (Stadtentwicklung) zu Gast, wenn es um die Anerkennung von Clubs als Kulturorte gehen soll.

12.37 Uhr: 140.168 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 140.168 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,8 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,4 Prozent. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist weiter Mecklenburg-Vorpommern (3,6 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland 2.713.210 Impfdosen verabreicht. Die deutschlandweiten und internationalen Impfzahlen finden Sie auch in unserem Impfmonitor.

12.33 Uhr: Elftes Brandenburger Impfzentrum wird in Kyritz eröffnet

Das elfte Corona-Impfzentrum in Brandenburg hat am Mittwoch in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) die Arbeit aufgenommen. Dort impfen Vertragsärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). Der Landkreis im Nordwesten gilt seit Wochen als Pandemie-Schwerpunkt im Land: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt hier mit 202,3 noch immer über dem kritischen Wert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) betonte zur Eröffnung, ab jetzt müssten kontinuierlich Impftermine vergeben werden, wenn zunächst auch nur in bescheidenem Umfang. Zudem sei das Impfzentrum als Ausgangspunkt für die weitere Arbeit der mobilen Impfteams wichtig, die dezentral in den Pflegeeinrichtungen impften.

Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Zahl der Impfzentren in Brandenburg weiter erhöht werden. Der Aufbau erfolge in enger Einbeziehung der Landkreise und kreisfreien Städte. In jedem und jeder von ihnen soll möglichst bis Ende Februar eine solche Einrichtung existieren.

11.01 Uhr: Bildungsverwaltung- Neue Kita-Betreuungsregeln funktionieren

Gut eine Woche nach Inkrafttreten neuer Regeln zur Begrenzung des Kita-Notbetriebs im Corona-Lockdown zieht die Berliner Bildungsverwaltung eine positive Zwischenbilanz. Zuletzt habe die Betreuungsquote in Einrichtungen bei etwa 35 Prozent der normalen Kapazitäten gelegen, sagte eine Sprecherin am Mittwoch auf dpa- Anfrage.

„Im Moment erfüllt das System die Erwartungen. Wir bleiben unter einer Quote von 50 Prozent.“ Man beobachte die Entwicklung aber weiter genau. Der Abwägungsprozess zwischen Gesundheitsschutz und Kontaktvermeidung einerseits sowie Betreuungsangeboten für Eltern in wichtigen Berufen andererseits bleibe schwierig.

Obwohl Kitas im Corona-Lockdown eigentlich nur Notbetreuung im Einzelfall anbieten sollten, waren sie im Januar voller als erwartet. Die Bildungsverwaltung berichtete in der dritten Januar-Woche von einer Auslastung von 35 Prozent mit steigender Tendenz, die Gewerkschaft GEW von bis zu 80 Prozent.

10.42 Uhr: Keine Entspannung bei Corona-Infektionen in Brandenburg - Höchstzahl an Todesfällen

Bei den Corona-Neuinfektonen in Brandenburg ist weiterhin keine Entspannung in Sicht: Innerhalb eines Tages seien 540 neue Fälle gemeldet worden, meldete das Gesundheitsministerium am Mittwoch - nach 359 am Vortag. Gleichzeitig wurden 90 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion registriert, die höchste Zahl in Brandenburg an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Am Dienstag waren es 70 Verstorbene.

Die meisten Neuinfektionen wurden aus dem Landkreis Spree-Neiße (plus 96) und Cottbus (plus 71) gemeldet. Allerdings haben inzwischen fast alle Landkreise den kritischen Wert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche unterschritten. Nur im Landkreis Ostprignitz-Ruppin lag dieser Wert mit 202,3 noch leicht darüber. Für ganz Brandenburg sank die sogenannte 7-Tage-Inzidenz auf durchschnittlich 112,1. Ziel von Bund und Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

In Brandenburg sind damit bislang 69 220 Corona-Fälle statistisch erfasst worden; 58 518 Menschen gelten als genesen. Mehr als 93 755 Brandenburger haben inzwischen eine Schutzimpfung gegen Covid-19 erhalten. Darunter sind 76 354 Erstimpfungen und 17 401 Zweitimpfungen.

+++ Dienstag, 3. Februar 2021 +++

16.05 Uhr: 353 Neuinfektionen, 33 weitere Todesfälle, Inzidenz bei 84,9

In Berlin sind 33 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2326.

353 neue Infektionen wurden bestätigt, 455 waren es gestern. 10.675 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 11.229 waren es gestern. 107.744 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 134.937 Impfstoffdosen verabreicht worden.

358 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 16 Patienten mehr als gestern. 1281 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 37 mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 28,4 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 84,9 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,82 Grün.

15.30 Uhr: Gesundheitsverwaltung hat keine Klarheit über Impfstofflieferungen

Nach dem „Impfgipfel“ von Bund und Ländern am Montag hat die Berliner Gesundheitsverwaltung noch keine Klarheit über Umfang und Taktung von Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen und Monaten. Da man bislang keine konkreten Daten erhalten habe, seien dazu „keine verbindlichen Antworten“ möglich, erklärte ein Sprecher von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag auf dpa-Nachfrage.

Bei dem „Impfgipfel“ mit den Herstellern hatten sich Bund und Länder am Montag darauf verständigt, sich enger über nach und nach zu erwartende Liefermengen abzustimmen. Ein „nationaler Impfplan“ soll dabei helfen, Impfstoffmengen vorab besser abschätzen zu können.

15.28 Uhr: Mehrere Mutationen des Coronavirus in Brandenburg nachgewiesen

In Brandenburg sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit 14 Fälle von ansteckenderen Coronavirus-Varianten nachgewiesen. Darunter seien neun der erstmals in Großbritannien entdeckten Mutation B.1.1.7. Betroffen seien die Landkreise Oberhavel (3), Barnim (2), Spree-Neiße (1), Havelland (1), Elbe-Elster (1) und die kreisfreie Stadt Cottbus (1). Zudem seien im Kreis Oberhavel drei Fälle der Mutation aus Südafrika bestätigt worden - bekannt unter dem Namen B.1.351. Auch aus dem Landkreis Potsdam Mittelmark wurden zwei solche Fälle gemeldet.

15.24 Uhr: 680.000 FFP2/KN95-Masken für Beschäftigte in Schulen und Kitas

Für die Beschäftigten der Schulen, Kitas und Einrichtungen der stationären Jugend und Eingliederungshilfe werden weitere 680.000 FFP2/KN95-Masken vom Land Berlin bereitgestellt. Die Masken werden an die Beschäftigten ausgegeben, die im Zeitraum zwischen Winter- und Osterferien vor Ort in den Einrichtungen arbeiten, hieß es von der Bildungsverwaltung. Für die Anschaffung stehen rund 500.000 Euro zur Verfügung. Es ist geplant, mit der Verteilung der Masken im Laufe der nächsten Woche zu beginnen.

„Wir wollen die Beschäftigten, die auch während des Lockdowns in Schulen und Kitas sowie in Wohngruppen tätig sind, schützen. Zugleich treffen wir Vorbereitungen für die Zeit danach, wenn Schulen und Kitas stufenweise zum Präsenz- und Regelbetrieb zurückkehren. Wann dies möglich sein wird, hängt vom weiteren Infektionsgeschehen ab", erklärte Senatorin Sandra Scheeres.

Die Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft erhalten insgesamt rund 350.000 Masken. Für den Kita-Bereich sind circa 260.000 Masken vorgesehen und für die stationäre Jugend- und Eingliederungshilfe rund 70.000 Masken.

15.04 Uhr: Zehntes Impfzentrum in Brandenburg startet in Luckenwalde

Mit Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist am Dienstag das zehnte Brandenburger Impfzentrum an den Start gegangen. Die Impfungen nehmen Vertragsärzte der Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) vor. Nach Angaben des Landkreises könnten ab sofort theoretisch täglich etwa 600 Menschen geimpft werden. Aufgrund des aktuellen Impfstoffmangels könne der Betrieb aber nur stark vermindert mit rund 70 Impfungen pro Tag beginnen, schränkte KVBB-Vorstandschef Peter Noack bei der Eröffnung ein.

14.30 Uhr: 14 Tage Quarantäne für Einreisende nach Berlin aus Risiko-Ländern

Der Senat hat eine Änderung für Einreisen aus dem Ausland beschlossen: Wer aus Ländern wie Portugal, Irland, Großbritannien, Südafrika und Brasilien, in denen Coronavirus-Mutationen verbreitet sind, nach Berlin kommt, ist künftig zu 14 statt 10 Tagen häuslicher Quarantäne verpflichtet. Die Möglichkeit, die Quarantäne nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test zu verkürzen, entfällt. Die neuen Regelungen laut der geänderten Verordnung sollen dem Regierenden Bürgermeister, Michael Müller (SPD), zufolge in den kommenden Tagen in Kraft treten, einen genauen Termin nannte er nicht.

14.28 Uhr: Personalräte dürfen sich auch in größeren Gruppen treffen

Betriebs- und Personalräte dürfen sich in Berlin künftig auch während der Corona-Pandemie in größeren Gruppen treffen. Die jetzige Infektionsschutzverordnung wird dafür geändert, wie Michael Müller nach der Entscheidung im Senat mitteilte. „Wir haben für die Betriebs- und Personalräte ermöglicht, dass sie auch mit mehr als 20 Personen tagen können.“

Die Gewerkschaft Verdi hatte kritisiert, in Berlin sei das nicht möglich, weil die Verordnung Treffen in dieser Größe verbiete. Nach dem Personalvertretungsgesetz sei aber nicht erlaubt, Sitzungen in Form von Telefon- oder Videokonferenzen zu organisieren. Das mache wichtige Entscheidungen etwa über Einstellungen oder Kündigungen unmöglich. Mit der Neuregelung wird dieser Missstand beseitigt.

14.02 Uhr: Angst vor Corona-Infektion - Kita-Erzieher starten Petition für mehr Schutz

Die rund 22.000 Brandenburger Kita-Erzieher sind laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in der Corona-Pandemie zunehmend verzweifelt. „Wir fühlen uns von der Landesregierung, von Bildungsministerin Britta Ernst und Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) im Stich gelassen“, betonte Frank Wolf, Landesbezirksleiter Verdi Berlin-Brandenburg. Die Landesregierung lasse die Erzieherinnen die Krise ausbaden.

Verlangt werden landesweit einheitliche Regelungen in den Kitas. „Weg vom Regelbetrieb hin zu einer ernsthaften Notbetreuung“, sagte Wolf. In Brandenburg sollen laut Ministerium Kitas nur in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen geschlossen bleiben.

In einer Petition an die Landesregierung wird die ausreichende und regelmäßige Versorgung mit geeigneten Schutzmasken und wöchentliche Corona-Schnelltests für die Erzieherinnen verlangt. „Wir können uns von den Kindern nicht fernhalten. Da die keine Symptome entwickeln, ist schlecht zu erkennen, ob sie erkrankt sind“, sagte Diana Walluks, Erzieherin in Kremmen (Landkreis Oberhavel) und Vorsitzende der Verdi-Landesfachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe.

Entgegen des Beschluss der Bund-Länder-Konferenz sind die Kitas in Brandenburg grundsätzlich geöffnet. Allerdings sind die Eltern gebeten, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Die Auslastungsquote liegt nach Verdi-Angaben bei 70 bis 90 Prozent - genauso hoch wie im Januar vergangenen Jahres vor Corona.

In der Petition werden auch konsequente Festlegungen auf systemrelevante Berufsgruppen mit einem Anspruch auf Kinderbetreuung gefordert. Da die Kitas im Land nahezu im Normalbetrieb liefen, gingen die Erzieher jeden Tag das hohe Risiko ein, an Covid-19 zu erkranken, heißt es zur Begründung.

13.45 Uhr: Müller spricht sich gegen Lockerungen aus

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Überlegungen, die Corona-Auflagen zu lockern, eine Absage erteilt. Pläne etwa des Landes Schleswig-Holstein, Öffnungschritte an konkrete Inzidenz-Zahlen zu koppeln, seien "in der Sache wenig spektakulär", sagte Müller. Alle Ministerpräsidenten hätten solche Pläne in der Schublade und orientierten sich dabei an den Schritten nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr.

Müller warnte aber vor Risiken durch die Mutationen des Virus. "Noch untersuchen wir, wie weit sie in Deutschland angekommen ist", so Müller. In Irland habe es innerhalb weniger Tage wegen der Mutante einer Verzwanzigfachung der Infektions-Inzidenzen gegeben. "Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein."

Wenn es mit Lockerungen losgehen könne, dann würden diese zuerst im Bildungsbereich erfolgen, danach für den Einzelhandel und die Gastronomie, aber auch für den Vereinssport und Dienstleister wie Friseure. Er sei aber "sehr zurückhaltend was Öffnungen angeht", sagte Müller. Er freue sich über die sinkenden Inzidenzen und die "leichte Entlastung der Intensivmedizin", so der Regierende Bürgermeister. Aber die Infektionen seien immer noch auf zu hohem Niveau. "Wir hatten in Berlin 30 als Warnlinie festgelegt, jetzt sind wir bei 80. Da kann ich nicht guten Gewissens über Öffnungen reden."

12.59 Uhr: 134.937 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 134.937 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,7 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,4. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist weiter Mecklenburg-Vorpommern (3,6 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland 2.586.997 Impfdosen verabreicht. Die deutschlandweiten und internationalen Impfzahlen finden Sie auch in unserem Impfmonitor.

12.17 Uhr: Mitfahrer müssen Mund-Nase-Bedeckung tragen

Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung heute einige Regeln in den Corona-Verordnungen angepasst. Wichtigste Neuerung ist nach Informationen der Berliner Morgenpost eine Maskenpflicht im Auto. Alle Mitfahrer in privaten PKWs müssen künftig Mund und Nase bedecken. Für den Fahrer gilt das jedoch nicht. Ausgenommen von der Pflicht sind die Mitglieder des eigenen Hausstandes.

Die Maskenpflicht soll auch bei Versammlungen gelten, die als Autokorsos abgehalten werden. Auch hier müssen die Auto-Insassen Masken tragen. Weiterhin werden die geltenden Höchstgrenzen für die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen auch auf Treffen von Betriebs- und Personalräten ausgeweitet. Wer aus einem besonderen Risikogebiet mit Virus-Mutationen einreist, darf seine darauf folgende verpflichtende häusliche Quarantäne nicht verkürzen.

11.38 Uhr: Weiterhin hohe Zahl bei Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg ist etwa gleichbleibend hoch. Am Dienstag meldete das Gesundheitsministerium 359 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, vor einer Woche waren es 352 neue Fälle. Die Zahl der neuen Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion war mit 70 am Dienstag auch weiterhin sehr hoch.

Allerdings haben alle Landkreise den besonders kritischen Wert von 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche deutlich unterschritten. Ab dieser Marke müssen etwa die Kitas geschlossen werden. Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit 236,7, gefolgt von Prignitz mit 227,2 und Oberspreewald-Lausitz mit 216,7. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte liegen unter der 200er-Marke. Der Durchschnittswert für ganz Brandenburg liegt bei 123,1. Ziel von Bund und Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

In Brandenburg sind bislang 68.680 Corona-Fälle statistisch erfasst worden; 57.525 Personen gelten als genesen. Mehr als 90.000 Brandenburger haben inzwischen eine Schutzimpfung gegen Covid-19 erhalten. Darunter sind gut 75.600 Erstimpfungen und knapp 14.500 Zweitimpfungen.

9.18 Uhr: Dramatischer Rückgang bei Vorsorgeuntersuchungen

Im ersten Halbjahr 2020 haben laut der Krankenkasse Barmer deutlich weniger gesetzlich Versicherte in Berlin wichtige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen als im Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie. Rund elf Prozent betrug der Rückgang bei den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bei Frauen. Das entspricht rund 42.000 Untersuchungen. „Die gesunkene Inanspruchnahme von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen ist höchst bedenklich. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf ein längeres und beschwerdefreies Leben. Die Corona-Pandemie sollte niemanden davon abhalten, Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen, denn für Arztpraxen gelten strenge Hygiene-Vorschriften“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Krankenkasse.

6.45 Uhr: Polizei muss erneut Hochzeitsgesellschaft auflösen

An der Hohenfriedbergstraße in Schöneberg musste die Polizei in der Nacht erneut eine Hochzeitsgesellschaft auflösen. Etwa 20 Corona-Ignoranten hatten sich ohne Mund-Nasen-Schutz in einer Privatwohnung versammelt. Die Beamten mussten nach ersten Angaben mehrere Personen vorläufig festnehmen. Es wurden Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung erstattet.

4 Uhr: Berlin erwartet neuen Corona-Impfstoff

Berlin erwartet Nachschub beim Impfstoff gegen das Coronavirus: Am Dienstag sollen 29.250 Impfdosen des Herstellers Pfizer/Biontech in der Hauptstadt ankommen, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. In der kommenden Woche, konkret am 10. Februar, soll dann das vierte von sechs geplanten Impfzentren öffnen, wie es weiter hieß. Es handelt sich um das Impfzentrum am ehemaligen Flughafen Tegel.

Bislang sind die Impfzentren in der Arena Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding und unterm Funkturm auf dem Messegelände offen. Sie sind aber alle nicht voll ausgelastet, weil ausreichend Impfstoff fehlt.

3.30 Uhr: Senat beschäftigt sich mit Einreiseregeln und Forschungspolitik

Der Berliner Senat berät am Dienstag (10 Uhr) über zwei Corona-Themen, bei denen die Infektionsschutzverordnung geändert werden soll. Dabei geht es zum einen um die Einreiseverbote, die auf Bundesebene beschlossen wurden. Um die Ausbreitung von besonders ansteckenden Coronavirus-Mutationen zu bremsen, hat die Bundesregierung die Einreise aus Portugal, Irland, Großbritannien, Südafrika und Brasilien erheblich eingeschränkt.

Nach der neuen Verordnung dürfen Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar aus diesen Ländern keine Passagiere mehr nach Deutschland befördern. Ausnahmen gelten etwa für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie Transitpassagiere. Die Berliner Infektionsschutzverordnung soll einer Senatssprecherin zufolge entsprechend angepasst werden.

Eine Änderung der Berliner Verordnung ist auch mit Blick auf die Arbeit von Personalräten geplant. Die Gewerkschaft Verdi hatte erst am Freitag scharf kritisiert, in Berlin könnten die Personalräte des öffentlichen Dienstes und der öffentlichen Berliner Unternehmen nicht mehr in großer Runde zusammenkommen. Die Verordnung verbietet Treffen mit mehr als 20 Personen.

Gleichzeitig sei das Personalvertretungsgesetz nicht an die neuen Corona-Schutzmaßnahmen angepasst worden. Sitzungen in Form von Telefon- oder Videokonferenzen zu organisieren, sei nicht erlaubt. Viele wichtige Entscheidungen etwa über Einstellungen oder Kündigungen sind den Gewerkschaftern zufolge auf legalem Weg deshalb nicht möglich. Dieser Missstand soll laut der Sprecherin nun behoben werden. Besprochen werden außerdem die Ergebnisse des Impfgipfels vom Montagnachmittag.

3 Uhr: Brandenburger Erzieherinnen fordern mehr Corona-Schutz

Mit einer Online-Pressekonferenz will die Gewerkschaft Verdi am Dienstag (10 Uhr) von Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) mehr Corona-Schutz für die Erzieherinnen im Land einfordern. Denn entgegen dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz bleiben die Kitas in Brandenburg grundsätzlich geöffnet. Allerdings sind die Eltern gebeten, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Damit herrsche in den meisten Brandenburger Kitas eine Auslastungsquote von 70 bis 90 Prozent, erklärte Verdi. Es gebe aber keine klaren politischen Ansagen und auch wenig Schutzkonzepte, Masken oder Impfungen. Somit lasse die Landesregierung die rund 22 000 Brandenburger Erzieherinnen die Folgen der Corona-Pandemie ausbaden, kritisierte die Gewerkschaft. „Ohne ihre Aufsichts-, Fürsorge- und Schutzpflicht als Dienstherr wahrzunehmen.“

In Brandenburg sollen die Kindertageseinrichtungen nur in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen geschlossen bleiben. Dies ist nach Angaben des Bildungsministeriums derzeit in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Ostprignitz-Ruppin der Fall.

+++ Montag, 1. Februar 2021 +++

21.08 Uhr: Woidke zu Impfgipfel - „Es bleibt eine Verwaltung des Mangels“

Trotz erweiterter Lieferzusagen der Impfstoff-Hersteller kann nach Einschätzung von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vorerst nur ein Teil der vorrangig Berechtigten geimpft werden. Zwar hätten die Hersteller erklärt, im ersten Quartal bis Ende März doch die ursprünglich zugesagte Menge an Impfstoff liefern zu können, sagte Woidke am Montag nach dem „Impfgipfel“ von Bund und Ländern. „Aber wir haben im ersten Quartal nach wie vor eine Verwaltung des Mangels, das ist so“, betonte der Regierungschef. Daher könne bis Ende März nur ein Drittel der über 80-Jährigen im Land geimpft werden, sagte Woidke.

20.12 Uhr: Müller bewertet Ergebnisse des Impfgipfels positiv

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat sich zufrieden gezeigt mit den Ergebnissen des Impfgipfels am Montag. Für Länder und Kommunen sei der nun vereinbarte nationale Impfplan gegen Corona sehr wichtig, sagte der SPD-Politiker am Montag nach den Beratungen von Bund, Ländern, Herstellern und EU-Vertretern. Sie benötigten mehr Klarheit darüber, was wann in welchen Mengen verimpft werden könne, damit sie sich rechtzeitig räumlich, mit Personal und ihrem Einladungssystem darauf einstellen könnten. „Das wir uns dem jetzt gezielter zuwenden, ist ein ganz wichtiger Schritt“, sagte Müller.

„Man mus ehrlicherweise, Stand heute, sagen: Es wird im ersten Quartal knapp bleiben“, fügte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz mit Blick auf den verfügbaren Impfstoff hinzu. Die Erwartungen der Menschen könnten hier noch nicht zu 100 Prozent erfüllt werden, weil die Produktion - das sei in der Runde am Montag deutlich geworden - eben nicht beliebig erweiterbar sei. Ab dem zweiten Quartal werde dann so viele Impfstoff zur Verfügung stehen, dass es „in großen Schritten“ vorangehe, zeigte sich Müller überzeugt.

17.28 Uhr: Corona-Ausbruch bei Vivantes: Zahl der Nachweise steigt auf 36

Nach dem Ausbruch einer ansteckenderen Coronavirus-Variante ist die Zahl der Nachweise an zwei Berliner Vivantes-Kliniken auf 36 gestiegen. Wie der landeseigene Konzern am Montag mitteilte, sind derzeit noch neun Patienten und 14 Mitarbeiter am Humboldt-Klinikum in Reinickendorf und sechs Patienten sowie drei Mitarbeiter am Klinikum Spandau betroffen. Bei ihnen wurde im Zuge verstärkter Untersuchungen die Variante B.1.1.7 gefunden, die zunächst in Großbritannien entdeckt worden war.

Bereits am Samstag hatte Vivantes erklärt, es gebe keinen Hinweis auf eine unkontrollierte Ausbreitung. Alle Fälle der Variante hätten einer Infektionskette zugeordnet werden können, hieß es. Wann das Humboldt-Klinikum wieder geöffnet werden kann, soll Mitte der Woche entschieden werden. Für das Krankenhaus war nach Bekanntwerden der ersten Fälle ein Aufnahmestopp verhängt worden. Zuletzt wurden die Maßnahmen allerdings für einen Teil der Mitarbeiter und die nicht betroffene Psychiatrie gelockert.

17.09 Uhr: Campingplätze auch in der Corona-Krise gut besucht

Weniger Städtereisen, dafür mehr Urlaub in der Natur: Campingplätze sind in der Corona-Krise gut besucht worden. Rund 34 Millionen Übernachtungen verzeichneten die Standorte in Deutschland im vergangenen Jahr, wie der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland am Montag basierend auf Schätzungen mitteilte. Das war im Vergleich zum Vorjahr demnach ein Rückgang um rund fünf Prozent. Es handele sich dennoch um das drittstärkste Jahr des Sektors, hieß es. Ein Grund dürfte sein, dass Auslandsreisen im Jahr 2020 nur sehr eingeschränkt möglich waren.

Anders als Campingplätze profitierten Hotels, Pensionen und andere Herbergsangebote indes nicht davon. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes von Mitte Januar ist die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf ein Rekordtief von 299 Millionen gesunken.

„Camping hingegen grenzt sich als autarke und krisensichere Urlaubsform zu anderen Übernachtungsformen eindeutig ab“, teilte der Branchenverband weiterhin mit. Besonders stark nachgefragt seien Angebote in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gewesen. Campingplätze in diesen Bundesländern verzeichneten demnach im Schnitt Zuwächse von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Hohe Einbußen hingegen gab es im Saarland (Minus 22,6 Prozent), Thüringen (Minus 15,1 Prozent) sowie Baden-Württemberg (Minus 15 Prozent).

15.58 Uhr: 455 Neuinfektionen, 17 weitere Todesfälle, Inzidenz bei 84,8

In Berlin sind 17 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2293.

455 neue Infektionen wurden bestätigt, 140 waren es gestern. 11.229 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 11.556 waren es gestern. 106.870 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 130.266 Impfdosen verabreicht worden.

342 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 16 Patienten weniger als gestern. 1244 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 39 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 27,3 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 84,8 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,93 Grün.

15.33 Uhr: 67 Berliner Polizei-Mitarbeiter aktuell mit dem Coronavirus infiziert

Bei der Berliner Polizei sind aktuell 67 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 14 Erkrankte weniger als in der Vorwoche. 163 weitere Mitarbeiter befinden sich derzeit in Quarantäne, 14 weniger als in der Vorwoche. Diese Zahlen meldet Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin am Montagnachmittag bei Twitter. Dazu schreibt er: "Bei der Polizei Berlin ist Entwicklung der Corona-Betroffenen gut - Damit das so bleibt, sollte man die über 400k FFP2-Masken aber endlich an die Kolleg. ausgeben und nicht für wann auch immer horten."

15.04 Uhr: Kitas in Potsdam nach vier Wochen Pause wieder geöffnet

Nach vierwöchiger Pause wegen hoher Corona-Infektionszahlen haben in der Landeshauptstadt Potsdam wieder alle Kitas und Kinder-Tageseinrichtungen geöffnet. Allerdings gilt weiter der Appell an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Während der vergangenen vier Wochen seien durchschnittlich 45 Prozent der rund 10.000 Kita- und Krippenkinder in der Notbetreuung gewesen, sagte Stadtsprecherin Christine Homann am Montag auf Anfrage.

„Dieser Anteil wird sich vermutlich erhöhen“, schätzte sie. „Wir hoffen aber, dass viele Eltern ihre Kinder weiterhin zu Hause betreuen.“ In der Schließungszeit habe es große Unterschiede gegeben. „So kamen gar keine Kinder in eine katholische Kita in Babelsberg, während der Betriebskindergarten des Bergmann-Klinikums weiterhin 80 Prozent der Kinder betreute.“

Der Potsdamer Verwaltungsstab hatte vergangenen Mittwoch beschlossen, dass die Kindertagesbetreuungen unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren können. Dazu gehören regelmäßige Antigen-Spucktests der insgesamt etwa 2500 Mitarbeitenden der Kitas. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt. Außerdem sollen alle Mitarbeiter und Besucher der Einrichtungen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

14.43 Uhr: Willy-Brandt-Oberschule erhält nach Diebstahl neue Tablets

Gute Nachricht für die Willy-Brand-Oberschule in Gesundbrunnen, aus der vor wenigen Tagen 242 Apple-Tablets gestohlen worden waren. Die hatte das Land Berlin für „bedürftige Schüler“ besorgt, also Schüler, die während der Corona-Pandemie eine digitale Grundausstattung brauchen, um überhaupt am „schulisch angeleiteten Lernen zu Hause“ teilnehmen zu können, weil seit Mitte Dezember die Schulen der Hauptstadt geschlossen sind.

„Die Ersatzgeräte sind heute bestellt worden und sowohl beim Lieferanten als auch bei der Firma Apple priorisiert worden“, heißt es an diesem Montag aus der Senatsverwaltung für Bildung. „Nach Wareneingang wird die Schule neu beliefert.“

13.10 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg sinkt

In Brandenburg ist die Zahl der Corona-Infektionen wieder gesunken. Am Montag meldete das Gesundheitsministerium 146 neue Fälle, am Sonntag waren es noch 437. Allerdings übermitteln die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte am Wochenende ihre Daten häufig verzögert.

Unterdessen hat Brandenburg das Meldeverfahren für die täglichen Zahlen der laborbestätigten Covid-19-Fälle an die bundesweite Pandemie-Berichterstattung angeglichen. Künftig leitet das Land nur diejenigen Daten an das Robert Koch-Institut (RKI) weiter, die von den Landkreisen und kreisfreien Städten über die vom RKI kostenfrei zur Verfügung gestellte Meldesoftware bis spätestens 19.00 Uhr an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) gehen.

Von den gestorbenen Patienten würden jetzt nur noch diejenigen berücksichtigt, bei denen ein positiver PCR-Befund vorgelegten habe, hieß es. Damit reduziere sich die Zahl der Todesfälle von insgesamt 2403 vom auf 2285.

Mit der Umstellung auf ein einheitliches Meldeverfahren sollen die in den vergangenen Wochen zum Teil starken Abweichungen zwischen den vom Land und durch das RKI täglich ausgewiesenen Inzidenzen und Fallzahlen behoben und möglichst vermieden werden, wie der Gesundheitsstaatssekretär und Leiter des Interministeriellen Koordinierungsstabs Corona, Michael Ranft, erklärte. Dadurch könnte es in den kommenden Tagen zu Veränderungen in der Datenlage kommen.

In Brandenburg sind bislang 68.321 laborbestätigte Corona-Fälle statistisch erfasst worden; 56.531 Personen gelten als genesen. Die Sieben-Tage-Inzident liegt brandenburgweit bei 123,3 Infektionen je 100.000 Menschen binnen einer Woche, teilte das Ministerium mit. Am Sonntag war ein Wert von 137 ermittelt worden, vor einer Woche erreichte er noch 183,4. Ziel von Bund und Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

12.59 Uhr: 130.266 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 130.266 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,7 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,3. Spitzenreiter unter den Bundesländern sind Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz (jeweils 3,5 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland 2.467.918 Impfdosen verabreicht.

12.54 Uhr: Keine Eintrittsgelder - Berliner Dom bittet um Spenden

Weil durch die Corona-Pandemie die zahlenden Besucher ausbleiben, wirbt der Berliner Dom um Spenden. „Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie durch den fast vollständigen Einbruch der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern haben auch uns hart getroffen“, erklärte Geschäftsführer Jan Kingreen am Montag. Das Geschäftsmodell der Finanzierung durch den Tourismus, das die Unabhängigkeit der Gemeinde sichere, funktioniere in der aktuellen Krise nicht. Deshalb sei der Dom dringend auf Spenden angewiesen.

Der Dom finanziert sich zu weiten Teilen durch Kulturveranstaltungen und Eintritte. Ohne diese Gelder könne das denkmalgeschützte Gebäude nicht finanziert werden, sagte Domprediger Michael Kösling. 2019 lag der Etat der Domgemeinde bei 6,1 Millionen Euro. Jedes Jahr besuchen rund 800.000 Menschen die Kirche.

12.24 Uhr: Industrie dämpft Corona-Auswirkungen auf Brandenburgs Wirtschaft

Vor allem die gut laufende Industrie dämpft in Brandenburg die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise einer aktuellen Umfrage zufolge etwas ab. „Mitten in der Krise macht die Industrie in Brandenburg wieder Geschäfte“, sagte Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammern (IHK) Berlin-Brandenburg. In der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK bewerteten immerhin 86 Prozent der Industrie ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend.

Wie auch in Berlin ist die wirtschaftliche Situation im Bundesland bei den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich. „Alle anderen Branchen gaben an, in den nächsten Monaten Stellen zu streichen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostbrandenburg, Gundolf Schülke. Laut eine Umfrage der IHK Potsdam sähen sich rund 10 Prozent der Unternehmen von Insolvenz bedroht. In einzelnen Branchen seien es auch 15 bis 18 Prozent. „Wir brauchen eine Perspektive der Öffnung - Stück für Stück und unter Berücksichtigung aller Bereiche des Gesundheitsschutzes“, sagte Eder.

Überraschend schwach bewertete das Baugewerbe die eigenen Geschäftsaussichten. Das Gewerbe kam bislang deutlich besser als andere durch die Krise. Nun gaben in Brandenburg rund 37 Prozent der dort befragten Unternehmen an, dass sie für den Sommer eine schlechtere Geschäftslage erwarteten. Im Herbst lag der Anteil noch bei lediglich 23 Prozent.

11.38 Uhr: IHK - Acht Prozent der Berliner Unternehmen von Insolvenz bedroht

In Berlin sehen sich einer aktuellen Konjunkturumfrage zufolge rund acht Prozent der Unternehmen wegen der Corona-Krise von Insolvenz bedroht. Dabei seien die einzelnen Branchen jedoch in sehr unterschiedlichem Ausmaß betroffen, teilte die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) am Montag mit. So sei die Lage im Gastgewerbe nach wie vor katastrophal, sagte Hauptgeschäftsführer Jan Eder. Inzwischen habe in der Hauptstadt ein „leises Sterben“ der ersten Betriebe begonnen. Auch manche Ladenketten seien betroffen. „Wir brauchen eine Perspektive der Öffnung - Stück für Stück und unter Berücksichtigung aller Bereiche des Gesundheitsschutzes“, sagte Eder.

In manchen Dienstleistungssektoren wie etwa der IT-Branche aber auch in der Bauindustrie sei die Situation hingegen gut. Die Stimmung hat sich der Umfrage zufolge seit Herbst sogar noch einmal verbessert. Inzwischen sprechen mehr als 60 Prozent der befragten Betriebe im Baugewerbe von einer guten Geschäftslage. Im Herbst waren es demnach noch knapp 50. Allerdings blickt auch diese Branche verhaltener als zuletzt in die Zukunft. Der Anteil der Berliner Bauunternehmen, die die Geschäftsaussicht als gut bewerten, sank zwischen Herbst und Jahresbeginn von 14 auf 5 Prozent.

11.19 Uhr: Polizei löst Trauerfeier in Neukölln auf

Polizisten haben am Sonntagnachmittag eine Trauerfeier in Neukölln aufgelöst. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten sich gegen 16.30 Uhr 24 Personen in einer Drei-Zimmer-Wohnung an der Flughafenstraße versammelt. Sie trugen dabei laut Polizei weder Mund-Nasen-Schutz, noch hielten sie den Mindestabstand ein. Die Personen gaben an, Gäste einer Trauerfeier zu sein. Die Einsatzkräfte lösten die Zusammenkunft auf und leiteten gegen 21 Gäste Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ein.

10.01 Uhr: Verwaltungsgericht weist Anträge auf sofortige Impfung ab

Das Verwaltungsgericht Berlin hat in zwei Eilverfahren Anträge auf Verpflichtung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, sie sofort gegen das Coronavirus zu impfen, abgelehnt.

Bei den Antragstellern handelt es sich um nicht stationär behandelte Krebskranke (Lungenkrebs bzw. Knochenkrebs), die sich wegen ihrer Erkrankung und/oder einer therapiebedingten Immunschwäche als durch das Coronavirus besonders gefährdet ansehen und eine sofortige Schutzimpfung dagegen beanspruchen. Sie machen geltend, die dem entgegenstehende Coronavirus-Impfverordnung sei verfassungswidrig, weil eine derart wesentliche Frage wie die Reihenfolge der Verimpfung der immer noch knappen Impfdosen vom Parlament selbst hätte geregelt werden müssen und nicht der Exekutive hätte überlassen werden dürfen.

Die 14. Kammer wies beide Eilanträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zurück. Ein Anordnungsanspruch sei nicht glaubhaft gemacht worden. Die Antragsteller könnten diesen nicht aus der Corona-Impfverordnung ableiten, da sie nicht zur Gruppe der Personen mit höchster Impfpriorität zählten.

8.30 Uhr: Woidke - Weitere Impfstoffe für deutschen Markt prüfen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich für die Prüfung weiterer Corona-Impfstoffe für den deutschen Markt ausgesprochen. „Ich halte es schon für nötig und für möglich, auch diese Impfstoffe zu prüfen, wenn sie zur Verfügung stehen. Und wenn sie sicher sind und wirksam sind, dann sollten sie auch eingesetzt werden“, sagte er etwa mit Blick auf chinesische und russische Impfstoffe am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Es müssten aber die entsprechenden Zulassungsverfahren durchgeführt werden.

Von einer staatlich geregelten Impfstoffproduktion hält Woidke nichts. „Es ist nicht nötig, Zwangsmaßnahmen einzuleiten. Das sehe ich momentan nicht“, sagte er. Stattdessen solle man mit den Herstellern reden und fragen, was möglich sei. Grünen-Chef Robert Habeck hatte zuvor eine „Notimpfstoffwirtschaft“ gefordert, um mehr Impfstoff zu produzieren.

7.11 Uhr: Kitas in Potsdam öffnen wieder

In der Landeshauptstadt Potsdam öffnen am Montag die Kitas wieder. Der Potsdamer Verwaltungsstab hatte vergangenen Mittwoch beschlossen, dass die Kindertagesbetreuungen nach aktuellem Stand unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren können. Dazu gehören regelmäßige Antigen-Spucktests der insgesamt etwa 2500 Mitarbeitenden der Kitas. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt. Eltern, die die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, werden gebeten, dies zu tun.

6.50 Uhr: Flughafenausschuss debattiert über Finanzlage am BER

Der Flughafenausschuss des Brandenburger Landtags debattiert am heutigen Montag (15.30 Uhr) über die angespannte Finanzlage der Flughafengesellschaft (FBB). Nach dem Einbruch der Fluggastzahlen in Folge der Corona-Pandemie hatte das Unternehmen bereits im Herbst einen Bedarf von rund 660 Millionen Euro bei seinen Gesellschaftern Bund, Berlin und Brandenburg angemeldet.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte bei der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Montag erklärt, dass die FBB erst 2025 mit einer Erholung des Flugverkehr auf Vorkrisenniveau rechne. Bis dahin werde der Staatsbetrieb weiteres Steuergeld von den Eigentümern benötigen.

0.02 Uhr: Eltern fordern frühere Impfungen für Erzieher und Lehrer

Pädagogen sollen nach dem Willen von Brandenburger Eltern früher die Möglichkeit bekommen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Schon im Rahmen der Notbetreuung hätten viele Erzieher und Lehrer mehr direkte Kontakte als andere Berufsgruppen - spätestens mit Öffnung der Schulen müssten sie daher ein Angebot zur Schutzimpfung erhalten, forderten der Landeselternrat und der Landeskitaelternbeirat Brandenburg am Sonntagabend in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Pädagogen sollten in die Gruppe mit hoher Impfpriorität aufrücken, so das Anliegen. Dazu zählen bislang etwa Polizei- und Ordnungskräfte mit einem hohen Infektionsrisiko. Erzieher und Lehrer werden in der Corona-Impfverordnung bislang der Gruppe mit erhöhter Impfpriorität zugerechnet, die eine niedrigere Priorität hat.

+++ Sonntag, 31. Januar 2021 +++

22.48 Uhr: Hunderte protestieren in Berlin gegen Corona-Maßnahmen

In Berlin haben am Sonntagabend Hunderte Menschen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Demonstration startete am Brandenburger Tor und zog sich bis zum Großen Stern, wie ein Polizeisprecher am Abend mitteilte. Den Demonstranten schloss sich den Angaben zufolge ein Autokorso an, der an der Schöneberger Straße gestartet war.

Zum Hintergrund der Teilnehmer und der genauen Personenzahl machte der Polizeisprecher zunächst keine Angaben. Er schätzte die Teilnehmerzahl auf den „oberen dreistelligen Bereich“. In 50 Fällen registrierte die Polizei demnach Verstöße gegen die Auflagen, etwa die Maskenpflicht und das Abstandsgebot.

18.28 Uhr: Woidke vor Impfgipfel - Brauchen Impfplan für schnellen Schutz

Vor dem Impfgipfel an diesem Montag hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eine bundesweite Strategie für das Impfen gefordert. „Wir brauchen einen Nationalen Impfplan mit verlässlichen Angaben zu den Impfstofflieferungen“, sagte Woidke am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Schneller Impfschutz sei die Voraussetzung für dauerhafte Öffnungen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Montag mit den Ministerpräsidenten der Länder über Verbesserungen bei Corona-Impfungen beraten. Das Treffen hatte Woidke angeregt. „Wir brauchen Klarheit, Transparenz und Verlässlichkeit“, sagte er zu seiner Initiative. An der Videokonferenz sollen auch mehrere Bundesminister, Vertreter der Impfstoffhersteller sowie der EU-Kommission teilnehmen, die für die gesamte EU Impfstoff bei verschiedenen Produzenten einkauft.

Vom bevorstehenden Impfgipfel von Bund und Ländern erwartet Brandenburgs Regierungschef klare Aussagen zu Menge und Zeitpunkt der Impflieferungen. Es sei „immens“ wichtig zu erfahren, ob sich die Länder auf die Zusagen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) vom 5. Januar verlassen können, so Woidke. Dieser sei für die Lieferung des Impfstoffs verantwortlich, die Länder für die Logistik. „Wir haben die Logistik mit den mobilen Teams und den Impfzentren hochgefahren. Jetzt stottert der Motor, weil der Impfstoff fehlt“.

Zu den Fehlern, die gemacht wurden, sollten alle offen stehen, regte der SPD-Politiker an. Er selbst wolle aber keine Zeit vergeuden, um mit dem Finger auf andere zu zeigen. „Im Gegenteil: Jetzt brauchen wir jede Minute, um bei der Impfkampagne voranzukommen.“

17.54 Uhr: Brief an Merkel: Müller fordert nationalen Impfplan

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die „kurzfristige Erarbeitung eines nationalen Impfplans“ gefordert. „Es ist in der aktuellen Situation von entscheidender Bedeutung, dass wir alle verfügbaren Kapazitäten am Hochtechnologiestandort Deutschland und in der Europäischen Union mobilisieren, um die Impfstoffproduktion zu unterstützen“, schreibt Müller. Dazu gehörten sowohl Lizenzproduktionen als auch die Ausweitung von Zulieferungen. Zuerst hatten der „Spiegel“ und die „Bild“ berichtet.

16.56 Uhr: Linken-Chefin: Bundesweite Konzerne in Impfstoffherstellung einbinden

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern an diesem Montag fordern die Linken in Brandenburg, die bundesweiten Pharmaunternehmen in die Produktion von Impfstoffen mit einzubinden. „Die Patente müssen vergesellschaftet und dadurch die Produktion auf breitere Füße gestellt werden“, sagte Linken-Landeschefin Anja Mayer am Sonntag. Alle drei Produzenten der in der EU bisher zugelassenen Impfstoffe hätten Lieferschwierigkeiten angegeben.

Nach Angaben von Ronny Kretschmer, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion, seien 500 Millionen Euro staatliche Forschungsgelder in die Entwicklung der Impfstoffe geflossen. Im Gegensatz zu Großbritannien und Israel stocke der Fortschritt in Deutschland und der gesamten EU. „Die offensichtlichen Profitinteressen mit dem "flüssigen Gold" stehen scheinbar im Vordergrund“, sagte Kretschmer. Es sei Zeit für eine solidarische Produktion und Verteilung des Impfstoffes, bekräftigten beide Politiker.

16.08 Uhr: Zwölf weitere Tote, 140 Neuinfektionen, Inzidenz bei 83,8

In Berlin sind zwölf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2276. Das geht aus dem Corona-Lagebericht der Sentatsgesundheitsverwaltung hervor.

140 neue Infektionen wurden bestätigt, 291 waren es am Sonnabend. 11.556 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 11.587 waren es am Sonnabend. 106.105 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Bezirke Mitte, Neukölln, Pankow und Treptow-Köpenick meldeten am Sonntag keine aktuellen Zahlen.

358 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sieben Patienten weniger als am Sonnabend. 1283 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 30 weniger als am Sonnabend.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 28,1 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 83,8 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,93 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die Inzidenzen in den Berliner Bezirken


15.30 Uhr: Polizei beendet Party in Friedrichshain

Knapp zehn Menschen haben in einer Wohnung in Berlin-Friedrichshain trotz der Corona-Regeln eine Party gefeiert. Zeugen sollen am Samstagnachmittag von Partylärm aus der Wohnung in der Warschauer Straße berichtet haben, auch seien immer wieder Menschen eingelassen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Im Hausflur hätten Polizisten vier Menschen angetroffen, die in die Wohnung wollten.

Den Angaben zufolge öffnete ein 43-jähriger Mann den Einsatzkräften die Tür und sagte, dass lediglich noch seine Freundin anwesend sei. Die Polizisten hätten aber noch acht weitere Menschen entdeckt. Diese sollen laut Polizei „teilweise die Existenz der aktuellen Pandemie bestritten und sämtliche Maßnahmen ins Lächerliche“ gezogen haben. Sie wurden wegen Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung angezeigt.

13.20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt - mehr als 86.800 Corona-Schutzimpfungen

In Brandenburg ist am Wochenende die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Bei rund 137 von 100.000 Menschen wurde in den vergangenen sieben Tagen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Am Sonnabend lag der Wert bei 140,6 Fällen. Vor einer Woche war der Wert mit rund 187 erstmals unter die kritische Marke von 200 gesunken. Ziel von Bund und Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

Innerhalb eines Tages haben sich 437 Menschen im Land mit dem Coronavirus angesteckt. Am Samstag waren es 518 neue Fälle. Damit ging die Zahl der Neuinfektionen zwar weiter zurück, allerdings melden die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte am Wochenende ihre Daten häufig verzögert. Vor einer Woche waren es 519 neue Infektionen. 14 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kamen hinzu, nach 55 am Samstag. Bislang sind seit März 2403 Menschen in Brandenburg an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Corona-Schwerpunkt bleibt der nördliche Kreis Ostprignitz-Ruppin - dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei rund 300. Es folgen die Kreise Spree-Neiße (252,4), Prignitz (242,9) und die kreisfreie Stadt Cottbus (222,7).

12.52 Uhr: Zehntausende FFP-2-Masken gestohlen

Mehrere zehntausend FFP-2-Masken sollen aus einem Transporter in Berlin gestohlen worden sein. Ein Fuhrunternehmer habe am Samstag den Diebstahl im Neuköllner Ortsteil Britz gemeldet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 57-Jährige hatte demnach die Lieferung am Freitag im Landkreis Dahme-Spreewald abgeholt, sie war für eine Firma in Bayern vorgesehen. Der Transporter sei verschlossen gewesen. Wie er geöffnet wurde, soll jetzt ermittelt werden. FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der Atemluft und bieten einen besseren Schutz gegen Corona als andere Masken.

12.50 Uhr: „Licht an!“ - Friseure warnen vor Betriebssterben

Mit der Aktion „Licht an!“ haben die unter der Corona-Krise leidenden Friseure die Politik zum Handeln aufgerufen. Dabei sollte in den seit Wochen geschlossenen Betrieben von Sonntag bis Montagmorgen demonstrativ das Licht brennen. Auch Berliner Salons machen bei der bundesweiten Aktion mit. „Wir fordern von der Politik schnellstmöglich Unterstützung, um ein Betriebssterben zu vermeiden“, sagte der Obermeister der Friseur-Innung Berlin, Jan Kopatz, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks steht der Branche das Wasser bis zum Hals. Bei vielen Friseuren seien die Konten leer. Die Miete und andere Fixkosten müssten weiterbezahlt werden, obwohl es keine Einnahmen gebe. Tatsächlich kommt die Friseurbranche bei den verschiedenen Hilfspaketen des deutschen Staates für die Wirtschaft schlecht weg. Bundesweit gibt es rund 80 000 Betriebe. In Berlin sind es 3000 Salons.

Wie viele davon aufgeben müssen, ist laut Kopatz noch nicht absehbar. „Die Bazooka muss kommen“, forderte er - eine Anspielung auf die Hilfsankündigung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor einigen Monaten.

Kopatz warnte seine Kollegen und Kolleginnen davor, schwarz zu arbeiten. Ihnen drohen hohe Bußgelder. Die Schattenwirtschaft sei schwer greifbar, so der Berliner Obermeister. Aber anscheinend gibt es Profis, die trotz des Corona-Lockdowns am Werk sind. Das sieht man laut Kopatz etwa bei jungen Männern: „Da sind viele frisch geschnitten, ob das immer die Frau oder Freundin gewesen ist?“

12.22 Uhr: Hochzeit mit 33 Leuten - Polizei löst Feier auf

Die Polizei hat in Berlin-Staaken eine Hochzeitsfeier mit mehr als 30 Gästen aufgelöst. Einsatzkräfte waren am Samstagnachmittag wegen einer Ruhestörung zu einem Mehrfamilienhaus am Loschwitzer Weg gerufen worden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Eine 26-jährige Frau habe die Tür der betroffenen Wohnung aufgemacht und gesagt, dass sie mit einigen Gästen eine Hochzeit feiere.

Den Angaben zufolge befanden sich in der Drei-Zimmer-Wohnung 33 Menschen, von denen einzelne beim Feststellen ihrer Personalien das Vorhandensein einer Pandemie abgestritten haben sollen. Alle Teilnehmer müssen sich nun wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung verantworten.

10.36 Uhr: Innensenator - 1500 Strafanzeigen in Sachen Corona

Die Berliner Polizei hat nach den Worten von Innensenator Andreas Geisel von März bis Dezember 2020 etwa 10 400 Anzeigen im Zusammenhang mit den Corona-Regeln geschrieben, bei denen es um Ordnungswidrigkeiten ging. „Hinzu kommen etwa 1500 Strafanzeigen mit über 5300 Tatverdächtigen“, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der Berliner Morgenpost. In den ersten drei Wochen dieses Jahres seien bereits gut 750 Ordnungswidrigkeitsanzeigen gezählt worden. Die meisten Verstöße fänden dabei im Öffentlichen Nahverkehr statt, es seien über 600 gewesen. Geisel betonte, das seien nur die Zahlen der Polizei. Die Anzeigen der Ordnungsämter der Bezirke würden nicht zentral erfasst.

„Es gibt immer wieder eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen, die bewusst gegen die Regeln verstoßen“, sagte Geisel. „Aber insgesamt ist das Bewusstsein der Berlinerinnen und Berliner zum Einhalten der Regeln ausgeprägt.“

Auf die Frage, wie er im Berufsalltag Kontakte minimiere, sagte Geisel: „Ich fahre jetzt selbst. Das machen inzwischen viele Senatoren so. Ziel ist es auch hier, Kontakte zu vermeiden.“ Das habe den Nachteil, dass er im Auto nicht mehr arbeiten könne. Aber die Zahl seiner Außentermine und damit auch der Fahrten habe sich durch die Pandemie und den Lockdown ohnehin dramatisch reduziert.

10.03 Uhr: Humboldt-Klinikum - Ausbruch von Virus-Mutation unter Kontrolle

Rund eine Woche nach dem Aufnahmestopp am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum wegen einer Virusmutation ist die Corona-Lage nach Angaben des Krankenhauses unter Kontrolle. „Es ergibt sich kein Hinweis auf eine unkontrollierte Ausbreitung von Sars-CoV-2, insbesondere nicht von Virusvarianten“, teilte die Klinik am Samstag mit. Es gebe keine aktiven Infektionskette mehr. Die Klinik verwies dabei auf umfangreiche Untersuchungen von Personal und Patienten sowie weitere Nachforschungen des Gesundheitsamts und des Robert Koch-Instituts.

An der Klinik sind 30 Fälle des Virusmutation vom Typ B.1.1.7 nachgewiesen worden, das bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten war. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch gefährlicher als die bislang vorherrschenden Erreger. Wie das Humboldt-Klinikum erklärte, konnten alle aufgetretenen Fälle der Variante einer Infektionskette zugeordnet werden, die von der Kardiologie ausging.

Die Rettungsstelle und die somatischen Kliniken des Humboldt-Klinikums bleiben laut der Mitteilung bis Mitte nächster Woche für Neuaufnahmen geschlossen. Dann werde je nach Entwicklung der Befunde über eine Öffnung entschieden.

8.37 Uhr: Kassenarzt-Chef wirbt für Anschreiben für Impftermine

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, hat zur Entlastung des Ansturms bei der Hotline für Corona-Impftermine persönliche Schreiben vorgeschlagen. „Man könnte darüber diskutieren, alle Impfberechtigten anzuschreiben und das mit der Telefon-Hotline zu kombinieren“, sagte Noack der Deutschen Presse-Agentur vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern. Bisher können sich über 80-Jährige oder Medizin-Beschäftigte nur über die zentrale Rufnummer 116 117 für einen Impftermin in Brandenburg anmelden. Dazu kommen Terminverschiebungen wegen Lieferschwierigkeiten der Impfhersteller.

Der Kassenarzt-Vorstandschef brachte auch eine Online-Warteliste ins Gespräch. „Eine Warteliste kann man immer offen gestalten, egal ob da 1000 drin sind oder eine Million“, sagte Noack. „Wenn ich sie vernünftig strukturiere nach Regionen, kann ich sie automatisch zuordnen zu Impfzentren.“ Wenn die Bürger die Information hätten, dass sie geimpft werden könnten, könne man aktiv auf sie zugehen und Termine vergeben. Die Linksfraktion fordert schon länger Online-Termine.

7.02 Uhr: Berlins Schulen öffnen nach den Ferien noch nicht gleich wieder

Berlins Schulen bleiben auch nach den Winterferien wie geplant geschlossen. Voraussichtlich in der zweiten Februarwoche werde der Senat darüber beraten, ob und wann es möglich ist, wieder Unterricht in größerem Umfang in den Schulen zu ermöglichen, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung.

In Berlin beginnen am Montag für gut 360 000 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen die Winterferien. Erster Schultag danach ist der 8. Februar. In der ersten Woche nach Ferienende bleibt die Präsenzpflicht laut der Bildungsverwaltung aufgehoben, es gibt schulisch angeleitetes Lernen zu Hause wie bisher während des Lockdowns. Für die Abschlussklassen ist Wechselunterricht möglich, also ein Mix aus digitalem Lernen und Unterricht in Kleingruppen in der Schule.

Der Lockdown in Berlin ist nach einer Entscheidung des Senats bis zum 14. Februar befristet. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hatte nach dem Senatsbeschluss gesagt, er gehe davon aus, dass man frühestens ab dem 8. Februar darüber diskutieren könne, ob und wie ein schrittweiser Einstieg in den Präsenzbetrieb an den Schulen möglich sei.

+++ Sonnabend, 30.01.2021 +++

17.44 Uhr: Berlin erhält zwei Lieferungen mit Impfstoff von Astrazeneca

Berlin erhält in den kommenden Wochen zunächst zwei Lieferungen des neu zugelassenen Impfstoffs von Astrazeneca. Am 7. Februar sollen 26.400 Dosen des Impfstoffs in Berlin ankommen, am 17. Februar 40.800, teilte das Gesundheitsministerium mit. Alle Details zur Lage der Impfstoff-Lieferungen lesen Sie hier.

16.14 Uhr: 29 weitere Tote in Berlin, Inzidenz nun bei 86,4

In Berlin sind 29 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2264. Das meldete die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonnabend in ihrem Corona-Lagebericht.

291 neue Infektionen wurden bestätigt, 556 waren es am Freitag. 11.857 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 12.158 waren es am Freitag. 105.676 Menschen gelten inzwischen als genesen.

365 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 14 Patienten weniger als am Freitag. 1313 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 55 weniger als am Freitag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 28,7 Prozent weiter auf Rot. Auch der Wert für Neuinfektionen ist mit 86,4 weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,86 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Berliner Bezirken

15.39 Uhr: Senatorin Kalayci - Bund muss für sichere Lieferpläne sorgen

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) die Bundesregierung dazu aufgerufen, für mehr Planungssicherheit bei der Lieferung von Corona-Impfstoffen zu sorgen. „Die Unsicherheit ist für die Länder zu groß. Es kommt tröpfchenweise an, und es ändert sich viel zu viel“, sagte Kalayci am Sonnabend der Deutschen Presse-Agentur. Sie sieht den Bund in der Pflicht, sich um sichere Lieferpläne zu kümmern. Beschlossen hätten die Gesundheitsminister der Länder am Samstag noch nichts, sie hätten sich auf den Montagabend nach dem nationalen Impfgipfel vertagt.

Was die Reihenfolge für Impfungen angeht, so warnt Kalayci davor, nun die Diskussion über das Bevorzugen bestimmter Berufsgruppen neu zu starten. „Ich rate dazu, an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission festzuhalten. Als nächste Gruppe wären dann die chronisch Kranken zu berücksichtigen.“

Kalayci hatte diese Woche mit Äußerungen zu einer möglichen Impfstoffproduktion in Berlin viel Kritik bekommen. Dazu wollte sie am Samstag keinen Kommentar abgeben.

13.10 Uhr: 518 Corona-Fälle in Brandenburg - Zahl der Sterbefälle bleibt hoch

Dem Gesundheitsministerium in Brandenburg sind innerhalb eines Tages 518 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit bleiben die Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag auf ähnlichem Niveau. Am Freitag waren es binnen eines Tages 512 Fälle. Allerdings können am Wochenende von den Landkreisen und kreisfreien Städten Daten verzögert gemeldet werden. Vor einer Woche waren es 724 neue Infektionen. Weiter hoch bleibt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Innerhalb eines Tages starben 55 Menschen nach 51 am Tag zuvor. Bislang sind seit März 2389 Menschen in Brandenburg an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Corona-Schwerpunkt ist weiter der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei 320,7 liegt. Dann folgen die Kreise Prignitz (231,1) und Spree-Neiße (210,2). Der niedrigste Wert wurde im Landkreis Märkisch-Oderland mit 65,9 ermittelt. Die durchschnittliche Zahl der Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen sank in gesamten Land auf 140,6 - nach 193,7 vor einer Woche. Ziel von Bund und Ländern ist eine Zahl unter 50.

Damit haben sich in Brandenburg seit März insgesamt 68 751 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. 55 379 Menschen gelten als genesen - 640 mehr als am Vortag. Die Zahl der Erkrankten sank um 177 auf derzeit 10 983.

Die Zahl der bisher durchgeführten Corona-Schutzimpfungen liegt den Angaben zufolge landesweit bei insgesamt 86 616 (Stand: 29.1.). Davon erhielten 73 884 Menschen Erstimpfungen und 12 772 eine zweite Impfung. 16 268 Bewohner der 341 stationären Pflegeheime im Land sind bereits das erste Mal geimpft worden - das sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 60 Prozent. 754 Seniorinnen und Senioren in diesen Einrichtungen haben mittlerweile eine Zweitimpfung bekommen.

12.56 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung fordert Impfungen in den Praxen

Kurz vor dem für Montag geplanten Impfgipfel hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin ihre Forderung wiederholt, möglichst bald Impfungen in Arztpraxen anzubieten. „Impfen hat zurzeit in unserem Land oberste Priorität, und das ist auch gut so“, sagte KV-Vorstandsvorsitzender Burkhard Ruppert der Deutschen Presse-Agentur. „Umso wichtiger ist es, so schnell wie möglich in den Praxen der Niedergelassenen zu impfen, dort, wo die Expertise vorhanden ist und das Impfen zur alltäglichen Routine gehört.“

Sobald die Impfstoffsituation es möglich mache, könne dann ein Impfverfahren beginnen, für das keine so aufwendige Logistik und kein so komplexes Termin- und Anfahrtsmanagement nötig sei wie derzeit, sagte Ruppert. Die Kassenärztliche Vereinigung forderte außerdem, dass sichergestellt werden müsse, das gesamte Personal in den Arztpraxen vorrangig zu impfen. Die Gesundheitsversorgung in der aktuellen Pandemie sei auch deshalb nicht zusammengebrochen, weil das ambulante System funktioniert habe. „Deshalb muss sichergestellt werden, dass dies auch so bleibt.“

Bei einem Impfgipfel am Montag soll der bundesweit knappe Impfstoff das zentrale Thema sein. An der Videokonferenz sollen die Regierungschefs der Länder, darunter auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), mehrere Bundesminister, Impfstoffhersteller sowie Vertreter der EU-Kommission teilnehmen.

12.10 Uhr: Ministerin - Länder brauchen verlässliche Lieferzusagen für Impfstoff

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern an diesem Montag hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) die Bundesregierung aufgefordert, den Ländern schnell den Astrazeneca-Impfstoff zu liefern. „Ganz entscheidend ist jetzt, dass der neue Impfstoff umgehend ausgeliefert wird“, sagte Nonnemacher am Samstag. Die Zulassung eines weiteren wirksamen Impfstoffes sei die Chance, den derzeitigen gravierenden Mangel an Impfstoffdosen zügig abzumildern. Deshalb seien verlässliche Lieferzusagen notwendig.

12.00 Uhr: Schlittenfahren in Pandemie-Zeiten

Großer Andrang am Rodelhügel im Volkspark Friedrichshain: Die Polizei ist vor Ort und drängt per Lautsprecher auf die Einhaltung der Abstandsregeln - vergeblich. Mehr dazu lesen Sie hier...

11.44 Uhr: Oberschulen wohl bis Ende Februar geschlossen

Die CDU im Abgeordnetenhaus rechnet damit, dass die Oberschulen in Berlin in der Corona-Pandemie bis Ende Februar geschlossen bleiben. „Es gibt keinen Grund zur Entspannung. Und es gibt auch keinen Grund zu glauben, dass unsere Kinder weniger Träger der Infektion seien als Erwachsene“, sagte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Dirk Stettner, am Samstag im RBB-Inforadio. Er verwies auf eine entsprechende Studie aus Bremen. In Berlin und Brandenburg sind bis zum 6. Februar Winterferien.

Bei den Grundschulen könne geprüft werden, ob diese ab Mitte Februar wieder geöffnet werden können, sagte Stettner. Gleichzeitig müsse aber für passende Bedingungen gesorgt werden: etwa durch Luftfilteranlagen und die Organisation von zusätzlichem Platz. Wichtig sei, dass der Senat frühzeitig kommuniziere, damit Schulen und Eltern planen könnten. Die momentane Entwicklung der Corona-Infektionszahlen sei zwar sehr erfreulich. Es müsse aber sichergestellt werden, dass nicht zu schnell gelockert werde.

Diese Woche war bekannt geworden, dass sich für die Berliner Abiturienten vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Prüfungstermine nach hinten verschieben. Die erste schriftliche Prüfung beginnt statt am 12. erst am 21. April, wie die Senatsverwaltung für Bildung am Mittwoch mitteilte.

9.36 Uhr: Spielsucht und Corona: Befeuert die Krise das Online-Glücksspiel?

Wettbüros, Spielhallen und Casinos mögen wegen der Corona-Krise in Berlin geschlossen sein - im Internet wird aber immer weiter und offenbar auch mehr gezockt. Die Schließung von Spielstätten werde von Klientinnen und Klienten durchaus als Entlastung und Ausstiegschance wahrgenommen, sagte die Landessuchtbeauftragte Christine Köhler-Azara. Allerdings gebe es aus der Beratungspraxis den Befund, dass die Nutzung von Online-Glücksspielen zunimmt. Online-Glücksspiele seien jedoch schon vor der Krise ein immer häufiger benanntes Problem gewesen. Die Auswirkungen der Pandemie auf das Glücksspielverhalten könnten derzeit noch nicht valide abgeschätzt werden.

Das Präventionsprojekt Glücksspiel Berlin differenziert zwei Arten von Glücksspielern: Gelegenheitsspieler, die in ihrer Freizeit spielen. „Bei dieser Gruppe gehen wir davon aus, dass diese Menschen momentan einfach nicht an Glücksspielen teilnehmen“, sagte Projektleiterin Angelina Goschew. Dann gebe es noch die Menschen mit einem problematischen Glücksspielverhalten, für die Glücksspiele zum Stressabbau oder zur Ablenkung dienen. Bei ihnen werde davon ausgegangen, dass Glücksspiele im Internet als eine potenzielle Alternative zu Wettbüros oder Spielhallen angesehen werden.

Das Abwandern zu Online-Spielen sei besonders leicht, sagte Goschew. Sie seien immer und überall verfügbar, es gebe keine soziale Kontrolle. Und die Angebote würden teils aggressiv mit Bonuszahlungen und bekannten Persönlichkeiten beworben. Konkrete Zahlen gebe es auch hier nicht, ihre Einschätzung stütze sie auf Beobachtungen aus dem Kontakt mit Betroffenen.

9.08 Uhr: Rund 3000 Impfungen täglich derzeit in Berliner Impfzentrum

Die Kapazitäten der drei Berliner Impfzentren sollen trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus nicht eingeschränkt werden. „Für die nächsten Wochen reicht der Impfstoff“, sagte die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding, der Deutschen Presse-Agentur. Auf Wunsch der Senatsverwaltung werde die Öffnung des vierten Impfzentrums im Velodrom im Februar geplant. Derzeit gebe es in den Impfzentren täglich rund 3000 Impfungen, diese Größenordnung sei auch für die nahe Zukunft zu erwarten.

Auch bei Öffnungszeiten und der Zahl der Schichten, in denen Ärzte und Helfer in den Impfzentren arbeiten, seien keine Änderungen vorgesehen, sagte Kneiding. Das gilt genauso für die Zahl der Helferinnen und Helfer - etwa die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Wir bereiten uns weiterhin auf den Vollbetrieb vor.“

Die Impfzentren in der Arena-Halle in Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding und unterm Funkturm auf dem Messegelände sind alle nicht voll ausgelastet. Dafür fehlt es an ausreichend Impfstoff. Die Gesundheitsverwaltung teilte auf Anfrage mit, für Sonntag seien 3600 Dosen des Moderna-Impfstoffs angekündigt, für Dienstag 29 250 Dosen des Biontech-Impfstoffs und für den Dienstag darauf weitere 35 100.

Durch die Lieferverzögerungen gebe es Einschränkungen bei den Möglichkeiten, Termine in naher Zukunft zu buchen. Alle Zusagen für Biontech-Impftermine in Impfzentren, in mobilen Teams und in den Krankenhäusern gelten den Angaben zufolge aber weiter. „Nur im Fall einiger Termine für Moderna-Impfstoff im Erika-Heß-Stadion musste eine Verschiebung um eine Woche vorgenommen werden.“ Alle davon Betroffenen seien kontaktiert und die Terminverschiebung mit ihnen abgestimmt worden, so die Gesundheitsverwaltung.

++++ Freitag 29. Januar +++

17.26 Uhr: Müller fordert einen „nationalen Impfplan“

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, hat für den Impfgipfel am Montag eine Einigung auf einen bundesweiten Zeitplan gefordert. „Die Impfstoffe sind aktuell noch ein knappes Gut. Umso wichtiger ist es für die Länder, dass wir genau wissen, wann mit welchen Lieferungen zu rechnen ist, damit wir besser planen können“, sagte Müller, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. „Wir benötigen daher einen nationalen Impfplan, an dem wir uns – aber auch die Bürger - orientieren können. Ich erwarte vom Impfgipfel, dass wir uns hier auf einen konkreten und verlässlichen Zeitplan einigen können.“

Es sei Aufgabe des Bundes, die Beschaffung der Impfmittel zu übernehmen, sagte Müller. Eine verlässliche Zeitplanung sei dabei wichtig. „Denn daran hängen viele weitere Schritte: Die Einladungen müssen verschickt werden, die Impfungen geplant werden“, so der SPD-Politiker. „Wir können und wollen hier nicht länger auf Sicht fahren, auch weil wir den Menschen eine verlässliche Perspektive geben wollen.“ Müller hat zu den SPD-Länderchefs gehört, die sich für einen Impfgipfel eingesetzt hatten.

17.04 Uhr: Mehr Menschen in Brandenburg gestorben

Im vergangenen Jahr sind in Brandenburg deutlich mehr Menschen als jeweils in den Vorjahren gestorben. Insgesamt starben 35.069 Menschen, wie aus den am Freitag veröffentlichten, vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Der Durchschnittswert der vier Vorjahre lag mit rund 31.800 Toten rund zehn Prozent unter dem Wert von 2020.

Auch bundesweit starben 2020 mehr Menschen. Insgesamt führt die vorläufige Statistik für das Jahr rund 982.500 Sterbefälle auf; das ist ein fünfprozentiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. „Die gestiegenen Sterbefallzahlen im Jahr 2020 sind größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen“, hieß es vonseiten des Bundesamtes. „Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen liegen etwa auf dem Vorjahresniveau.“

Der Blick auf das Gesamtjahr zeigt: Die Zunahme der Todesfälle lief parallel zu den Wellen der Corona-Pandemie. So stieg innerhalb der zweiten Corona-Welle im Dezember die Zahl der Todesfälle in Brandenburg um 48 Prozent im Vergleich zum Vierjahresdurchschnitt an. Im Ländervergleich fiel diese Zunahme nur in Sachsen mit einem Plus von 102 Prozent noch höher aus.

16.56 Uhr: Mehr Todesfälle in Berlin

Im vergangenen Jahr sind in Berlin deutlich mehr Menschen als jeweils in den Vorjahren gestorben. 2020 starben insgesamt 37.129 Menschen in der Hauptstadt, wie aus den am Freitag veröffentlichten vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Im Vergleichszeitraum der Jahre 2016 bis 2019 hatte die Zahl stets unter 36.000 gelegen.

Auch bundesweit sind 2020 mehr Menschen gestorben. Insgesamt führt die vorläufige Statistik für das Jahr rund 982.500 Sterbefälle auf; das ist ein fünfprozentiger Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. „Die gestiegenen Sterbefallzahlen im Jahr 2020 sind größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen“, hieß es vonseiten des Bundesamtes. „Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen liegen etwa auf dem Vorjahresniveau.“

Der Blick auf das Gesamtjahr zeigt: Die Zunahme der Todesfälle lief parallel zu den Wellen der Corona-Pandemie. So stieg innerhalb der zweiten Corona-Welle im Dezember die Zahl der Todesfälle in Berlin um 27 Prozent im Vergleich zum Vierjahresdurchschnitt an. Im Nachbundesland Brandenburg fiel der Anstieg mit 48 Prozent noch höher aus. In Sachsen hatte sich die Zahl der Todesfälle im Dezember sogar auf diesen Monat bezogen verdoppelt.

16.35 Uhr: 556 Neuinfektionen in Berlin, 40 weitere Todesfälle, Inzidenz bei 90,9

In Berlin sind 40 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2235.

556 neue Infektionen wurden bestätigt, 503 waren es gestern. 12.158 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 12.247 waren es gestern. 105.113 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 113.870 Impfdosen verabreicht worden.

379 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, drei Patienten weniger als gestern. 1368 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 29 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 29,7 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 90,9 weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,75 Grün.

Die Fallzahlen in den Bezirken

16.40 Uhr: Corona-Mutationen in Berlin: Drei Erkrankungen mit südafrikanischer Variante, 35 mit britischer Variante

In Berlin gibt es derzeit noch keine Anzeichen für eine flächendeckende Ausbreitung der neuen Coronavirus-Varianten. Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung sind dem Landesamt für Gesundheit und Ordnung (Lageso) bislang 35 Fälle der neuen britischen Variante des Virus gemeldet worden. Die meisten davon gehen auf den Ausbruch im Humboldt-Krankenhaus in Reinickendorf zurück.

Bei Vivantes sind inzwischen allerdings auch erste Corona-Infektionen mit der südafrikanischen Variante des Virus aufgetreten. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, gebe es zwei voneinander unabhängige Fälle, einen im Humboldt-Klinikum in Reinickendorf sowie einen im Spandauer Klinikum. Zudem hat es in Spandau einen weiteren Fall gegeben, bei dem die südafrikanische Corona-Mutante 1.351 nachgewiesen wurde. Virus-Varianten in Berlin - lesen Sie hier den kompletten Artikel.

16.38 Uhr: IBB - Auszahlung der Novemberhilfen kommt gut voran

Nach langer Verzögerung kommt die Investitionsbank Berlin (IBB) mit der Auszahlung der Novemberhilfen an die von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen voran. „Insgesamt sind nun 19.300 von insgesamt 28.000 Anträgen komplett ausgezahlt“, teilte die Investitionsbank Berlin (IBB) am Freitag mit. Das entspreche einer Summe von 190 Millionen Euro. Wie groß die beantragte Gesamtsumme ist, wurde zunächst nicht bekannt. Die noch offenen Anträge sollen größtenteils bis Mitte Februar abgearbeitet sein. Seit Donnerstag könne die IBB auch die Anträge für die Dezemberhilfen bearbeiten, hieß es.

Deutlich schneller liefen die Überweisungen der sogenannten Abschlagszahlungen in Höhe von inzwischen bis zu 50.000, die vor allem kleinen Unternehmern und Soloselbstständigen helfen sollten. Hier seien rund 90 Prozent der Anträge bearbeitet.

15.54 Uhr: Brandenburger Landwirtschaftsausstellung abgesagt

Die Brandenburger Landwirtschaftsausstellung Brala in Paaren im Glien (Havelland) wird nach 2020 auch für dieses Jahr wegen des Corona-Infektionsgeschehens abgesagt. Die Entscheidung sei vom Agrarministerium und dem Landkreis getroffen worden, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Die Brala zieht in jedem Jahr tausende Besucher an. Landwirte stellen Technik und Tiere vor. Außerdem werden regionale Produkte verkauft.

15.10 Uhr: Karneval der Kulturen will klein feiern

Die große Parade und das Straßenfest zum Berliner Karneval der Kulturen an Pfingsten sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Aber einen kleinen Ersatz soll es geben: Am 15. August sind mehrere Veranstaltungen geplant, wie die Organisatoren am Freitag mitteilten. Diese sollen coronakonform und deutlich kleiner sein. Nähere Details sollen noch folgen. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatte kürzlich mitgeteilt, dass es bis September keine Genehmigung für Großveranstaltungen geben wird.

14.44 Uhr: Nach Fall von Coronavirus-Mutation trifft Landkreis weitere Maßnahmen

Nachdem in Brandenburg erstmals die in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus nachgewiesen wurde, hat der betroffene Landkreis Spree-Neiße weitere Maßnahmen eingeleitet. Kontaktpersonen des erkrankten Mannes aus dem Kreis würden besonders sorgfältig nachverfolgt und isoliert, sagte Landrat Harald Altekrüger (CDU) am Freitag. Die Ehefrau des Mannes und die Schwiegermutter, ein beruflicher Kontakt sowie eine Kontaktperson des im Haushalt lebenden Hundes seien in 14-tägiger Quarantäne.

Allen Betroffenen geht es Altekrüger zufolge den Umständen entsprechend gut. Derzeit werde untersucht, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ein größeres Ausbruchsgeschehen vorliegt. Nach ersten Informationen sei der infizierte Mann in letzter Zeit nicht gereist. Vom kommenden Montag an sollen laut Landkreis zudem alle Corona-Tests in Kindertagesstätten und Schulen im Infektionsort geprüft werden.

14.17 Uhr: Berliner Ensemble stellt Probenbetrieb ein

Mit dem Berliner Ensemble stellt ein weiteres großes Theater nun auch seinen Probenbetrieb vorerst ein. Das Berliner Ensemble wollte noch eine Neuinszenierung der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht (1898-1956) weitgehend fertig proben. Wegen der Pandemie fiel die Premiere aus, ein neues Datum steht noch nicht fest. Die Berliner Bühnen bleiben noch bis Ostern geschlossen.

Sobald die Theater wieder spielen dürften, könne die Produktion mit wenigen Proben wieder aktiviert werden, teilte Intendant Oliver Reese am Freitag mit. „Oder wie Regisseur Barrie Kosky es so schön sagte: „We put it in the fridge“ – wir legen sie also jetzt erstmal in den Kühlschrank.“ Wegen der Corona-Pandemie sind Theater und viele Einrichtungen in Deutschland seit Wochen geschlossen.

14.16 Uhr: Crellemarkt fällt am Sonnabend erneut aus

Zum zweiten Mal hat Tempelhof-Schöneberg den Crellemarkt in Schöneberg abgesagt. Am 30. Januar dürfen Händler Obst, Gemüse und Co. am zweiten Sonnabend in Folge dort nicht anbieten. Der Grund seien zu viele Verstöße gegen den Infektionsschutz, vor allem am Wochenende. Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne) hat jedoch in Aussicht gestellt, den Markt in der kommenden Woche auch sonnabends wieder zu öffnen.

13.57 Uhr: Kein Notfallprogramm, aber Charite-Klinikbetrieb bleibt stark reduziert

Das seit dem 17. Dezember geltende Notfallprogramm der Charite Berlin wird vorerst nicht fortgesetzt, jedoch bleibt der Klinikbetrieb stark reduziert, teilte die Klinik am Freitag mit. Ein eingeschränkter Klinikbetrieb sei notwendig wegen der "nicht nachlassenden Belastung durch die Corona-Pandemie und insbesondere die leicht gesunkene, aber weiterhin hohe Anzahl von Covid-Patientinnen und -patienten." Notfälle, Tumorpatienten und Härtefälle seien von den Einschränkungen weiterhin nicht betroffen und werden behandelt.

13.36 Uhr: Weniger Studienanfänger im Sommersemester in Berlin

Die Zahl der Studienanfänger in Berlin ist im Sommersemester 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 1400 gesunken. Nach Angaben des Statischen Bundesamts haben rund 6800 Menschen im Sommersemester ein Studium in der Hauptstadt begonnen. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach rund 8200 Erstsemester.

In Berlin macht sich der Rückgang besonders bei den ausländischen Studienanfängern bemerkbar. Laut Statistik nahmen 3146 ausländische Studierende ein Studium im Sommersemester 2020 an einer Berliner Hochschule auf - im Vorjahr waren es noch rund 30 Prozent mehr.

13.35 Uhr: Weniger ausländische Studienanfänger in Brandenburg

Die Zahl der Studienanfänger in Brandenburg ist im Sommersemester 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 43 Prozent gesunken. Nach Angaben des Statischen Bundesamts haben rund 450 Menschen im Sommersemester ein Studium in Brandenburg begonnen. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach rund 790 Erstsemester.

In Brandenburg macht sich der Rückgang besonders bei den ausländischen Studienanfängern bemerkbar. Laut Statistik nahmen 262 ausländische Studierende ein Studium im Sommersemester 2020 an einer Brandenburger Hochschule auf; im Vorjahr waren es noch mehr als doppelt so viele.

13.18 Uhr: Kritik an Kalaycis Impfstoff-Äußerungen

Wenige Tage vor dem bundesweiten Impfgipfel hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci mit Äußerungen zu einer möglichen Impfproduktion in der Hauptstadt Kritik hervorgerufen. „Erst hat die Gesundheitssenatorin mit einem strahlenden Gesicht groß verkündet, dass Berlin Impfstoff produzieren wird. Und dann kam das große Zurückrudern“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Florian Kluckert, am Freitag. „Das zeigt das gesamte Chaos beim Krisenmanagement beim Senat.“

Die FDP sprach von einer „Riesen-Nullnummer“. CDU-Landeschef Kai Wegner schlug in dieselbe Kerbe: „Es scheint, dass auf der Suche nach einem kurzfristigen PR-Erfolg bei Rot-Rot-Grün der gesunde Menschenverstand in den Hintergrund getreten ist. Im Ergebnis hat Rot-Rot-Grün Berlin bis auf die Knochen blamiert.“

13.12 Uhr: Südafrikanische Mutation - Vivantes meldet zwei Fälle

Bei den systematischen Typisierungen und Sequenzierungen wurden im Vivantes Humboldt-Klinikum sowie im Klinikum Spandau am Freitag jeweils ein Fall der sogenannten südafrikanischen Virusvariante B.1.351 nachgewiesen, teilte der Vivantes-Konzern mit. Es handele sich um zwei voneinander unabhängige Fälle, hieß es weiter. Beide Fälle seien von außen ins Krankenhaus eingetragen und direkt isoliert untergebracht worden.

Die Person im Klinikum Spandau war aus dem südöstlichen Südafrika eingereist. Die Person im Humboldt-Klinikum war nicht auf Reisen.

"Die Entdeckung der Virusvariante B.1.351 in unseren Klinika zeigt, dass wir mit den Typisierungen und Sequenzierungen den richten Weg gehen. Nur so können wir einen Überblick über die Verbreitung der neuen Virustypen gewinnen", erklärte Prof. Dr. Sven Gläser, Chefarzt für Infektiologie und Leiter des Vivantes Pandemiestabs. Zuletzt wurden bei Vivantes 30 Fälle der britischen Corona-Mutation B.1.1.7 nachgewiesen.

11.39 Uhr: 113.870 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 113.870 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,4 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,2. Unter den Bundesländern sind Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz (jeweils 3,4 Prozent) Spitzenreiter. Insgesamt wurden in Deutschland 2.216.127 Impfdosen verabreicht.

11.34 Uhr: Etwas weniger Corona-Ansteckungen in Brandenburg

Die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus bewegt sich in Brandenburg insgesamt leicht nach unten: Binnen eines Tages seien 512 Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Vor einer Woche waren es noch 673 gewesen. Die durchschnittliche Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sank in Brandenburg auf 148,7 gegenüber 201,0 vor einer Woche.

Die Zahl der Gestorbenen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bleibt indessen weiterhin hoch: Das Ministerium meldete am Freitag 51 neue Todesfälle; am Donnerstag waren es 38 und am Mittwoch 65.

Corona-Schwerpunkt ist weiter der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei 282,2 liegt, gefolgt von den Kreisen Oberspreewald-Lausitz (256,0) und Elbe-Elster (245,5). Der niedrigste Wert wurde im Landkreis Märkisch-Oderland mit 73,6 ermittelt. Ziel von Bund und Ländern ist eine Zahl unter 50.

907 Patienten werden derzeit wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 185 müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl der Erkrankten sank auf 11.160 (minus 713). Als genesen gelten 54.739 Menschen - 1174 mehr als am Vortag. Geimpft wurden landesweit bislang 79.246 Menschen: 70.884 erhielten eine Erstimpfung und 8362 eine zweite.

11.20 Uhr: ILB - Über zwei Drittel der Anträge auf Novemberhilfe bearbeitet

Nach Angaben der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sind bislang über zwei Drittel der Anträge auf die Novemberhilfe abschließend bearbeitet worden. 6539 von insgesamt 8859 Anträgen wurden beschieden und Geld wurde ausgezahlt, sagte Sprecherin Ingrid Mattern. Viele Unternehmer warten derzeit noch auf den Zuschuss. Erst ab dem 10. Januar hätten die Förderbanken die Anträge, die über das Bundesportal eingingen, bearbeiten können. „Seitdem konnten wir von Null zwei Drittel der Anträge abarbeiten“, so Mattern.

Von insgesamt bislang 6982 Anträgen auf die Dezemberhilfe seien bereits 2119 Anträge abschließend bearbeitet und ausgezahlt worden. Mehr als 6000 Antragssteller hätten Abschlagszahlungen erhalten. Anträge auf die November- und Dezemberhilfe können noch bis Ende April und auf die Überbrückungshilfe II bis Ende März gestellt werden.

11.06 Uhr: Etwas mehr Zeit für die Schulanmeldungen ab Klasse sieben

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung hat den Zeitraum für die Anmeldung an weiterführenden Schulen verlängert. Er beginnt wegen der Corona-Pandemie schon am 11. Februar, vier Tage früher als eigentlich geplant. Das teilte die Bildungsverwaltung am Freitag mit. Letzter Anmeldetag ist der 24. Februar. Es geht um die Schülerinnen und Schüler, die nach den Sommerferien in die siebte Klasse wechseln. So sollen Kontakte bei der Anmeldung möglichst gering gehalten werden.

In den rund zwei Wochen sollen Eltern ihre Kinder persönlich an der Schule anmelden, die ihr Erstwunsch ist. Sie können dabei auch einen Zweit- und Drittwunsch angeben. Zur Anmeldung sind Anmeldebogen und die Förderprognose erforderlich. Aus Hygieneschutzgründen soll nur ein Elternteil die Unterlagen abgeben. Sollen Kinder schon nach der vierten Klasse auf eine weiterführende Schule wechseln, sind die Anmeldungen vom 9. bis 12. Februar möglich.

11.04 Uhr: BER schließt Terminal 5 schon am 23. Februar

Der nächste Flughafen-Abschied in Berlin steht an – zumindest vorläufig. Am 23. Februar schließt der ehemalige Flughafen Schönefeld, das heutige Terminal 5 des BER. Für zunächst ein Jahr soll das Terminal den Betrieb aussetzen, wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) am Freitag mitteilte.

„Die Flughafengesellschaft muss auch in diesem Jahr davon ausgehen, dass die Passagierzahlen weit hinter dem Vorkrisenniveau zurückbleiben“, sagte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup. Für 2021 gehe die FBB von nur rund 10 Millionen Passagieren aus. Diese könnten „sicher und bequem“ im Terminal 1 abgefertigt werden, so Lütke Daldrup. Mit dem Schritt reduziere die FBB daher in diesem Jahr die Kosten und Aufwendungen um rund 25 Millionen Euro. Mehr dazu lesen Sie HIER.

10.52 Uhr: Woidke - Bis zum Spätsommer soll jeder Deutsche Impfangebot bekommen

Trotz der Lieferschwierigkeiten bei den Corona-Impfstoffen hält Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an dem Ziel fest, bis zum Spätsommer jedem Deutschen ein Impfangebot zu machen. „Das heißt: Ich brauche ungefähr für 60 Millionen Menschen die entsprechenden Impfdosen. Zwei Impfdosen sind 120 Millionen Impfdosen, und dieses muss weiter unser Ziel bleiben“, sagte Woidke am Freitag im Interview mit dem RBB-Sender Radio Eins. Er äußerte sich mit Blick auf den für Montag geplanten Impfgipfel von Bund und Ländern. „Und das ist jetzt eine nationale Herausforderung, die wir gemeinsam bestehen müssen.“

Dafür müssten auch wirtschaftliche Potenziale in Deutschland genutzt werden, betonte der Regierungschef. „Beispielsweise mit Potenzialen, die wir mit großen Chemieunternehmen im Land Brandenburg haben, auch pharmazeutischen Unternehmen“ eklärte Woidke. „Um den Prozess der Impfstoffherstellung zu beschleunigen und Hersteller vielleicht zu ermuntern, doch stärker und mehr zu produzieren und vielleicht auch zu investieren.“

10.13 Uhr: Arbeitslosigkeit in Berlin saisonbedingt gestiegen

Die Arbeitslosigkeit ist in Berlin im Januar wieder gestiegen. 212.498 Frauen und Männer waren arbeitslos gemeldet, 10.110 mehr als im Dezember, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte. Die Arbeitslosenquote erreichte damit 10,6 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im Dezember.

Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur sprach von einem saisonbedingten Anstieg der Zahlen. Diese sei keine Überraschung. Denn im Winter werden etwa auf dem Bau weniger Leute gebraucht. Zudem melden sich im Januar viele arbeitslos, deren Verträge zum Jahresende ausgelaufen sind. Stichtag der Datenerhebung war am 13. Januar.

„Allerdings liegt das aktuelle Niveau der Arbeitslosigkeit wegen der andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie vor allem in Berlin deutlich über dem des Vorjahres“, sagte Direktionsleiterin Ramona Schröder. Im Januar 2020 hatte es knapp 53.000 Arbeitslose weniger gegeben, die Quote lag bei 8,2 Prozent.

Eine schnelle Verbesserung ist nicht in Sicht, wie Schröder deutlich machte. „Die Pandemie hält an, was eine Verbesserung der Beschäftigungssituation kurzfristig schwierig macht.“

10.12 Uhr: Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresbeginn in Brandenburg

Im ersten Monat des neuen Jahres ist die Arbeitslosigkeit in Brandenburg wieder deutlicher gestiegen. 87.803 Menschen ohne Arbeit registrierten die Agenturen im Januar und damit 6382 mehr als noch im Dezember, wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte. Der Anstieg sei zu dieser Jahreszeit üblich, hieß es. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres waren es aufgrund der andauernden Einschränkungen in der Corona-Krise 8684 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 6,6 Prozent und damit einen halben Prozentpunkt über dem Dezember sowie 0,6 Prozentpunkte über dem Vorjahresmonat.

In Brandenburg zeigten 2524 Betriebe im Dezember Kurzarbeit für 19 242 Beschäftigte an. Wie viele Beschäftigte schließlich auch in Kurzarbeit müssen, lässt sich allerdings erst mit einiger Verzögerung feststellen. So waren im Oktober laut aktuellen Zahlen der Regionaldirektion 29.710 Beschäftigte davon betroffen.

9.59 Uhr: Wohnung zu Club umgebaut - Party aufgelöst

In Lichtenberg haben Polizisten in der vergangenen Nacht eine Party aufgelöst. In einem Gebäude an der Herzbergstraße waren das erste und zweite Obergeschoss zu einer Bar und einem Clubbereich mit einer Karaoke-Anlage umgebaut worden. Zuvor hatte eine Anwohnerin gegen 0.30 Uhr angegeben, dass in einem Hinterhaus offenbar eine Party gefeiert werde. Als die Beamten eintrafen, wurde ihnen zunächst kein Zutritt gewährt. Mehrere Personen versuchten erfolglos, über das Dach des Hauses zu flüchten. Insgesamt wurden 31 Personen angetroffen, die sich nicht an Abstandsregeln hielten. Auch ein Mund-Nasen-Schutz wurde nicht getragen. Zudem wurde noch eine geringe Menge Betäubungsmittel gefunden, die beschlagnahmt wurde. Die Personalien der Gäste wurden aufgenommen und entsprechende Anzeigen gefertigt.

9.34 Uhr: Demonstration gegen Corona-Leugner in Prenzlauer Berg

Rund 300 Teilnehmer einer Demonstration haben sich am Donnerstagabend in Prenzlauer Berg vor der Bar "Scotch & Sofa" versammelt. Das Berliner Bündnis gegen Rechts hatte unter dem Motto "Coronaleugner raus aus dem Kiez" Gegner der politischen Veranstaltungen in dem Lokal an der Kollwitzstraße mobilisiert und wollte das dortige Treffen von Corona-Skeptikern und Querdenkern stören. Allerdings blieb die Bar anders als erwartet leer. Demonstranten schwenkten vor den dunklen Fenstern Plakate mit Aufschriften wie "Zero Covid" oder "Die Reichen sollen zahlen". Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

6.25 Uhr: Impfgipfel am Montag in Berlin

Michael Müller kündigte wegen der großen Probleme mit den Impfstoffen und der Lieferung – nach seinen Aussagen gibt es jetzt sogar einen Engpass bei den Glasfläschchen – einen Impfgipfel an. Am Montag wollen Kanzlerin, Bundesgesundheitsminister, Ministerpräsidenten, aber auch Vertreter der Pharmakonzerne und Zulieferer zusammenkommen.

5.32 Uhr: Apothekerverband: Markt verkraftet hohe Nachfrage nach FFP2-Masken

Bei der Versorgung der Bevölkerung mit FFP2- und anderen Schutzmasken gibt es derzeit anders als im Frühjahr 2020 keine Engpässe. „Wir sehen, dass der Markt nicht nur die Nachfrage nach OP-Masken, sondern auch nach FFP2-Masken gut verkraftet“, sagt Christian Splett, Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). „Natürlich können die Masken hier und da mal für einen Tag ausverkauft sein, aber das ist normal. Die bundesweite Versorgung ist gewährleistet.“

Nicht nur in vielen Apotheken, sondern auch im Einzelhandel und im Internet sind die Preise in den vergangenen Wochen deutlich gesunken, sagte auch Thomas Vierhaus, Geschäftsführender Vorstand beim Verband Technischer Handel (VTH). „Der Markt wird geradezu überschwemmt mit Masken von chinesischen Herstellern.“

2.02 Uhr: Einzelhändler haben kreative Ideen im Lockdown

Mit kreativen Ideen versuchen sich Brandenburger Einzelhändler in der Corona-Pandemie über Wasser zu halten. Das Stoffgeschäft Enny's Salon in der Karl-Liebknecht-Straße in Potsdam-Babelsberg verkauft seine Auswahl aus knapp 1000 Stoffen, Nähmaschinen sowie Nähsets mit Anleitung auf Bestellung.

Janine Fürstenberg vom Modeladen Janine B. in Rathenow packt ihren Kunden auf Bestellung Probiertüten. Neue Kollektionen können diese über die Facebook-Seite, die Internetseite oder ihren Whatsapp-Status sehen. Die Tüten werden verschickt oder können an der Ladentür abgeholt werden. Viele Kunden nutzten das Angebot von Fürstenberg während des Lockdowns.

Nach Angaben des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg bieten einige Läden „Click&Collect“, also die Abholung nach der Bestellung im Internet oder auch auf telefonische Bestellung an. „Die, die es anbieten, machen sechs bis höchstens zehn Prozent Umsatz damit“, sagt Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. „Das zeigt: Die Leute wollen stationär.“

+++ Donnerstag, 28. Januar 2021 +++

22.18 Uhr: Ministerin peilt Impfzentrum in jedem Kreis an - bei genug Impfstoff

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält an dem Ziel fest, die Zahl der Impfzentren aufzustocken - wenn genug Impfstoff da ist. „Bis Ende Februar soll es in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt ein Impfzentrum geben, um den Bürgerinnen und Bürgern ein möglichst wohnortnahes Impfangebot zu unterbreiten - das Vorhandensein von Impfstoff vorausgesetzt“, sagte Nonnemacher am Donnerstag im Landtag in Potsdam. Sie bat um Verständnis für weniger Terminvergaben. „Unsere Hotline könnte ein Vielfaches an Impfterminen vergeben, aber wenn ich nicht sicher sein kann, dass der Impfstoff auch kommt, dann kann ich es auch nicht verantworten, Erst- und Zweittermine zu vergeben.“ Bisher sind elf Impfzentren geplant, neun haben bereits geöffnet.

Die Oppositionsfraktionen der Linken und der Freien Wähler scheiterten allerdings mit Anträgen nach mehr Impfzentren - die Mehrheit des Landtags stimmte dagegen. Die Linke forderte mindestens ein Impfzentrum pro Kreis und kreisfreier Stadt, eine Online-Terminvergabe und die Einbindung von Hausärzten. Linke-Politiker Ronny Kretschmer kritisierte, dass Termine nur über die Telefon-Hotline 116 117 vereinbart werden können - aber wegen Impflieferverzögerungen Termine abgesagt wurden. „Die Menschen verzweifeln, sind teilweise überfordert.“ Auch der SPD-Abgeordnete Björn Lüttmann hält es für nötig, dass die „Impfinfrastruktur weiter verfeinert werden muss“ und dass Hausärzte ins Impfen einsteigen.

AfD-Fraktionsvize Birgit Bessin sagte, die Langzeitwirkungen der Impfungen seien noch nicht ausreichend bekannt.

19.52 Uhr: Berlin Chemie nicht in der Lage, Impfstoff zu produzieren

Corona-Impfstoff ist Mangelware. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) stellte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus eine Impfstoff-Produktion in Berlin in Aussicht. Doch das von Kalayci ins Spiel gebrachte Unternehmen Berlin Chemie stellt schon Stunden später klar, dass es „derzeit“ keinen Impfstoff produzieren könne. „Die Technologie, über die das Unternehmen verfügt, ist für die Produktion von Impfstoffen nicht geeignet“, erklärte die Firma schriftlich, ohne Derartiges für die fernere Zukunft komplett auszuschließen. Dennoch bedanke man sich bei der Berliner Senatsverwaltung „für die positiven und konstruktiven Gespräche bezüglich einer möglichen Unterstützung bei der Aufbereitung von Impfstoffen“. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte Kalaycis Aussage am Abend bereits relativiert. Wirbel um Produktion von Corona-Impfstoff in Berlin - lesen Sie hier den kompletten Artikel.

19.02 Uhr: Keine kostenlosen Masken für Ärmere vom Land Brandenburg

Menschen mit wenig Geld in Brandenburg werden keine kostenlosen besser schützenden Masken vom Land bekommen. Die Mehrheit des Landtags stimmte am Donnerstag gegen eine solche Forderung der oppositionellen Linksfraktion, die außerdem eine monatliche Pauschale von 100 Euro während der Corona-Pandemie für Empfänger von Arbeitslosengeld II verlangt.

„Die Hartz-IV-Sätze haben schon vor der Krise nicht gereicht zum Leben und tun es jetzt schon lange nicht mehr“, sagte Linksfraktionschef Sebastian Walter. „Es kostet viel Geld, sich vor dem Virus zu schützen. Das heißt eben, dass arme Menschen besonders gefährdet sind.“

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) verwies auf die Ankündigung der Bundesregierung, dass Hartz-IV-Empfänger je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen sollen und die Jobcenter für Kinder in ärmeren Familien demnächst Kosten für Laptops für den Unterricht zu Hause übernehmen. Das teilten Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag mit.

Der Hartz-IV-Regelsatz für Alleinstehende liegt seit dem 1. Januar bei 446 Euro. Paare erhalten pro Partner 401 Euro. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Regeln für Langzeitarbeitslose mit einem Gesetz entschärfen. Den Beziehern der Grundsicherung sollen künftig keine außergewöhnlichen Härten mehr durch Sanktionen bei Pflichtverletzungen drohen.

19.01 Uhr: Digitale Bezirksverordnetenversammlung in Friedrichshain-Kreuzberg scheitert erneut

Auch der zweite Versuch, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg wegen der Corona-Verordnungen im Internet tagen zu lassen, ist misslungen. Am Mittwochabend musste die BVV-Sitzung abgebrochen werden. Das Bezirksverwaltungsgesetz sieht vor, dass die Zusammenkunft vor Öffentlichkeit stattfindet. Dies war aber nicht gegeben. Die Verantwortlichen schafften es nicht, die Videokonferenz zu streamen. Die rund 50 Verordneten konnten sich mit dem neuen Tool der Videokonferenz untereinander zwar diesmal bestens sehen und hören. Sie stimmten ab 18 Uhr über Konsensliste und Tagesordnung ab. Derweil nahm der Protest auf YouTube zu, Zuschauer klagten, dass nichts zu hören oder zu sehen sei. Friedrichshain-Kreuzberg: Bezirksparlament scheitert wieder am Internet - lesen Sie hier den kompletten Artikel.

18.20 Uhr: Woidke hofft für Ostern auf deutlich bessere Corona-Lage

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) geht davon aus, dass bei schnellerer Impfstofflieferung die schwere Phase im Kampf gegen Corona an Ostern überstanden sein kann. „Ostern ist ja das Fest der Hoffnung und ich bin schon der Hoffnung, dass wir das schaffen können“, sagte Woidke am Donnerstag dem RBB und dem Fernsehsender RTL. Wenn „wir uns alle unterhaken, Bundesländer, Bundesregierung, dann werden wir auch diesen schweren Weg und diese schwere Phase der Pandemie überstehen.“ Für Montag planen Bund und Länder ein Spitzentreffen wegen der Schwierigkeiten durch den fehlenden Impfstoff. Woidke hatte für einen Impfgipfel geworben.

Der Regierungschef zeigte sich verärgert über das Impftempo. „Momentan haben wir in Brandenburg Impfstoff für circa 30 Prozent der über 70-Jährigen“, sagte Woidke. „Das heißt, dass es viel zu langsam vorangeht und das heißt auch, dass sich im Moment jede Diskussion über Lockerungen ausschließt, wenn es nicht gelingt, diese Gruppe zu schützen.“ Verschärfend kämen die Mutationen des Coronavirus hinzu. In Brandenburg war am Donnerstag erstmals die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante festgestellt worden.

18.15 Uhr: „Es geht um Abfüllung, nicht um Produktion eines Impfstoffes“

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die Produktion von Corona-Impfstoff in Berlin in Aussicht gestellt. Der Regierende Bürgermeister korrigierte seine Senatorin aber an einem entscheidenden Punkt. „Es geht um Abfüllung, nicht um Produktion eines Impfstoffes“, sagte Müller. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

16.12 Uhr: 503 Neuinfektionen, 31 weitere Tote, Inzidenz bei 95,3

In Berlin sind 31 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2195.

503 neue Infektionen wurden bestätigt, 890 waren es gestern. 12.247 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 12.436 waren es gestern. 104.508 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 108.821 Impfdosen verabreicht worden.

382 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, neun Patienten weniger als gestern. 1397 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 29 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,1 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 95,3 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,67 Grün.

Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle vorangegangenen Nachrichten und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem bisherigen Newsblog.