Corona-Newsblog Berlin

Erstmals Corona-Mutation in Brandenburg nachgewiesen

| Lesedauer: 109 Minuten
Corona: Wie sinnvoll sind Doppelmasken?

Ab sofort sollen OP-Masken und FFP2-Masken aufgesetzt werden. Einige Menschen tragen sogar über ihre OP-Maske eine normale Alltagsmaske. Doch ist das überhaupt sinnvoll? Die Antwort gibt es im Video.

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Corona in Berlin - das Newsblog: Derzeit sind 12.436 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Inzidenz liegt bei 101,2.

Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

Wir schließen dieses Newsblog zur Corona-Pandemie in Berlin. Alle weiteren aktuellen Nachrichten und Entwicklungen finden Sie hier in unserem neuen Blog.

15.38 Uhr: Eltern fordern Priorisierung von Erziehern bei Impfungen

Elternvertreter haben mit Blick auf die Öffnung von Kitas am Montag in Potsdam eine schnelle Impfung des Personals gefordert. Erzieher und Lehrer müssten bei der Reihenfolge in die zweite Gruppe vorrücken, sagte der Vorsitzende des Kita-Elternbeirats Potsdam, Robert Witzsche, am Donnerstag. Landeselternsprecher Danilo Fischbach äußerte sich ähnlich: „Wir brauchen den bestmöglichen Schutz für die Erzieher“. Fischbach nannte die kostenlosen Tests und Maskenflicht in Potsdam „vorbildlich“. Er hofft, dass weitere Kommunen und Städte dem Vorbild folgen.

In Potsdam kehren die Kitas unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehören demnach regelmäßige Antigen-Spucktests für die iNsgesamt etwa 2500 Mitarbeiter. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt.

Außerdem sollen alle Mitarbeiter und Besucher der Einrichtungen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei Erzieherinnen und Erziehern gilt das für die Arbeit mit Kindern ab drei Jahren. Eltern, die es ermöglichen können, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, werden gebeten, dies zu tun. Nach Angaben der Stadt gibt es in Potsdam knapp 10.000 Kita- und Krippenkinder.

15.36 Uhr: Nonnemacher wehrt sich gegen Kritik an Impfungen in Pflegeheimen

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat die Kritik von zu wenigen Impfungen in Pflegeheimen zurückgewiesen. „Die Impfungen von Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen haben in Brandenburg weiter die höchste Priorität“, sagte Nonnemacher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Die meisten stationären Pflegeeinrichtungen haben bereits ihre Impftermine vereinbart.“ Die Impfungen in den Einrichtungen seien jedoch mit die am aufwendigsten. „Hier braucht man deutlich mehr Zeit“, sagte die Ministerin.

In den Pflegeheimen in Brandenburg haben bis zum Mittwoch erst 21 Bewohner eine zweite Impfung bekommen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht. Insgesamt haben bisher knapp 5000 Menschen einen zweiten Schutz bekommen. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste in Brandenburg sprach von einer „PR-Show mit Impfzentren“, die die Bewohner von Pflegeheimen gefährde. Der Verband warf Nonnemacher vor, Impfstoff aus Pflegeheimen für die Impfzentren abzuziehen.

14.52 Uhr: Charité-Chef rechnet mit besseren Therapien für Covid-19-Patienten

Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité, Heyo K. Kroemer, rechnet mit baldigen Fortschritten bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. „Ich gehe davon aus, dass wir (...) innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate Hinweise dafür bekommen, wie Menschen besser behandelt werden“, sagte Kroemer am Donnerstag in Berlin und verwies unter anderem auf die Entwicklung von speziellen Antikörpertherapien in Deutschland.

Die deutschen Universitätskliniken hatten sich im vergangenen März zu einem Forschungsnetzwerk zusammengeschlossen und tauschen seitdem unter anderem Behandlungsdaten und Therapieerfahrungen zu Covid-19-Patienten miteinander aus, um Therapieansätze zu verbessern. Koordiniert wird die vom Bundesforschungsministerium geförderte Initiative von der Charité.

Den Datenaustausch nannte Kroemer wichtig, da man immer noch nicht vorhersagen könne, wie im Einzelfall der Verlauf einer Covid-Erkrankung sein werde. „Wir haben an der Charité zum Teil junge Patienten mit fatalen Verläufen gesehen, ohne dass wir das erklären konnten.“

13.59 Uhr: Erstmals Corona-Mutation in Brandenburg nachgewiesen

Zum ersten Mal ist auch in Brandenburg die zunächst in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Die Variante B.1.1.7 sei bei einem Mann aus dem Landkreis Spree-Neiße festgestellt worden, der seit Dienstag in Isolation sei, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das habe ein Labor am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus nachgewiesen.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte: „Jetzt kommt es darauf an, dass alle Kontakte der infizierten Person so schnell wie möglich ermittelt werden und umgehend in Quarantäne kommen.“ Die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Virusvariante gilt als hoch ansteckend. In Berlin wurden bereits mehrere Fälle nachgewiesen.

13.38 Uhr: Kalayci - Neuartige Schnelltests in Schulen und Kitas

An Berlins Schulen und Kitas sollen in absehbarer Zeit neuartige Corona-Schnelltests zum Einsatz kommen. Es handelt sich um sogenannte Selbst-Schnelltests, für die kein medizinisches Personal mehr nötig ist. Nach Angaben der Bundesregierung und der zuständigen Bundesbehörden seien solche Tests wohl ab März in der Breite verfügbar, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Der Berliner Senat wolle diese möglichst rasch beschaffen und prüfe, ob das womöglich schon vorher machbar sei.

„Wir werden mehrmals in der Woche, bisher geplant zweimal die Woche, flächendeckend im Bereich der Bildung, aber auch in Berufsschulen und Kitas diese massen- und flächenmäßigen Testungen dann auch durchführen“, erläuterte Kalayci. Für die Teststrategie des Landes sei das „ein weiterer Meilenstein“.

Eine Beschaffung mache indes nur Sinn, wenn die Qualität stimme, betonte die Senatorin. Denn manche solcher auf dem Markt bereits verfügbaren Tests seien mit großen Risiken verbunden und lieferten falsche positive oder falsche negative Ergebnisse. Das sei dann natürlich fatal. Wie Kalayci ergänzte, kaufte der Senat seit ihrer Verfügbarkeit Mitte Oktober 8,1 Millionen Antigen-Schnelltests an. 5,4 Millionen seien bereits verteilt: „Die werden eingesetzt tagtäglich.“

13.35 Uhr: Mangelnde Nachfrage - Keine Maskenausgabe mehr im Bürgeramt Osloer Straße

Das Bezirksamt Mitte teilte am Donnerstag auf Twitter mit, dass wegen mangelnder Nachfrage im Bürgeramt Osloer Straße keine Masken mehr an Bedürftige ausgeteilt werden. Die Ausgabestellen in den Rathäusern Mitte, Tiergarten und Wedding bleiben geöffnet.

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13.20 Uhr: 108.821 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 108.821 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,3 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,1. Spitzenreiter unter den Bundesländern sind Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz (jeweils 3,3 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland 2.104.317 Impfdosen verabreicht.

13.19 Uhr: Brandenburg bei Zweitimpfungen bundesweit im hinteren Feld

Bei den zweiten Impfungen gegen das Coronavirus hinkt Brandenburg den meisten anderen Ländern hinterher. Bis Mittwoch erhielten 4978 Menschen eine zweite Impfung, damit liegt Brandenburg auf dem 14. Platz der 16 Länder, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht.

Die Impfungen in Brandenburg waren erst schleppend angelaufen, danach ging es deutlich voran. Wegen der Lieferverzögerung mussten aber erst Tausende Termine für die erste Impfung zunächst abgesagt werden, dann wurde der Zeitraum zwischen der ersten und zweiten Impfung von drei auf vier Wochen verlängert. Die Impfzentren, die zunächst vor allem für über 80-Jährige und Medizinpersonal vorgesehen sind, gehen weiter an den Start. Am Donnerstag öffnete in Prenzlau das neunte Zentrum.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste in Brandenburg warf Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) vor, für die Impfzentren Impfstoff aus Pflegeheimen abzuziehen. „Bewohnerinnen und Bewohner müssen auf den lebenswichtigen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung warten“, sagte die Landesvorsitzende Ellen Fährmann in einer Mitteilung. Nonnemacher hatte stets betont, dass die Impfung von Bewohnern und Personal in Pflegeheimen Priorität hat und möglichst bis Mitte Februar erledigt sein soll.

13.04 Uhr: Ministerin - Schulen können nach den Ferien nicht öffnen

Die Grundschulen in Brandenburg können wegen der Corona-Pandemie nicht nach den Winterferien im Wechselmodell wieder öffnen. „Angesichts des Infektionsgeschehens ist das nicht möglich und wir werden die Schulen heute Nachmittag darüber informieren“, kündigte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag in der Plenardebatte des Landtags an.

Hintergrund sei auch die Sorge um die Verbreitung von Mutationen des Coronavirus. „Solange wir die Auswirkungen der Mutationen nicht kennen und wie wir sie in den Griff kriegen, können wir keine Entscheidung zur Schulöffnung treffen“, erklärte Ernst. Sie hoffe aber, dass irgendwann der Stufenplan der Kultusministerkonferenz greift und zunächst die Grundschulen im Wechselmodell wieder geöffnet werden können.

12.22 Uhr: Bislang 108.000 Impfungen in Berlin

In Berlin sind bislang 108.000 Corona-Impfungen erfolgt, 50.000 davon durch mobile Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen, 40.000 in den Impfzentren und 12.000 in Krankenhäusern. Alle über 80-Jährigen hätten inzwischen eine Einladung erhalten, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Donnerstag. Kalayci hofft darauf, dass bald in die zweite Phase der Impfstrategie eingestiegen werden kann. Dann soll auch in Arztpraxen geimpft werden. "Wenn in 3000 Praxen 30 Impfungen pro Tag erfolgen, sind zwei Millionen Impfungen in vier Wochen möglich", sagte Kalayci.

12.10 Uhr: Wieder mehr Ansteckungen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Ansteckungen in Brandenburg ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder gestiegen. Binnen Tagesfrist seien 685 neue Fälle gemeldet worden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit Stand 8 Uhr mit. Am Mittwoch waren es 675 und am Dienstag 352 Fälle. Am Donnerstag vor einer Woche wurde über 1055 neue Ansteckungen berichtet.

38 Patienten starben in Zusammenhang mit Corona, am Mittwoch wurden 65 Tote gemeldet. Landesweit sind damit nach den Angaben 2283 Sterbefälle bislang an oder mit Covid-19 registriert worden.

Corona-Schwerpunkt ist weiter der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo die Sieben-Tage-Inzidenz - die Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche - bei 316,6 liegt. Der niedrigste Wert wurde im Landkreis Märkisch-Oderland mit 74,6 ermittelt. Für ganz Brandenburg sank der Wert auf 155,1 nach 163 am Mittwoch. Ziel von Bund und Ländern ist eine Zahl unter 50.

928 Patienten werden derzeit wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 189 müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl der Erkrankten sank auf 11 873 (-582). Als genesen werden 53 565 Personen eingeschätzt - 1232 mehr als am Vortag. Geimpft wurden landesweit bislang 72 621 Menschen: 67 643 erhielten eine Erstimpfung, 4978 eine zweite.

11.44 Uhr: Berlin Chemie will Corona-Impfstoff produzieren

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat im Abgeordnetenhaus angekündigt, dass künftig auch in Berlin Impfstoff gegen COVID-19 hergestellt werden soll. „Berlin Chemie ist bereit, eine Impfstoffproduktion aufzubauen“, sagte Kalayci in der Aktuellen Stunde. Berlin stehe bereit, bei der Herstellung mitzuwirken. „Unsere Impfpaläste stehen leer“, sagte die Senatorin mit Blick auf die Impfzentren. „Wir könnten mehr impfen, aber dazu brauchen wir Impfstoff." Berlin Chemie habe gute Voraussetzungen dafür. Es stünden eine Halle und Personal zur Verfügung. Zusammen mit der Bundesregierung suchen die Bundesländer derzeit nach Möglichkeiten, die Produktion von Impfstoffen auszubauen, um den gegenwärtigen Engpass bei den Lieferungen zu beheben.

11.10 Uhr: CDU wirft Senat „krachendes Versagen“ bei der Teststrategie vor

Die CDU-Fraktion hat dem Senat Versagen beim Organisieren der Corona-Tests in Berlin vorgeworfen. „Man muss heute sagen, dass Ihre Teststrategie krachend gescheitert ist“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher Tim-Christopher Zeelen am Donnerstag in der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. Für die Kliniken und Pflegeheime ständen viel zu wenige Tests zur Verfügung, obwohl der Senat schon im Mai eine Berliner Teststrategie angekündigt habe.

Zeelen wies darauf hin, dass 60 Prozent der Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf die Pflegeheime entfielen. Die Schnelltests seien dort wochenlang nicht angekommen, kritisierte er. Virus-Ausbrüche in den Pflegeheimen seien so nicht verhindert worden. Auch der Gesundheitsexperte der Linksfraktion, Wolfgang Albers, verlangte eine deutliche Ausweitung der Schnelltests - das gelte für Pflegeheime genauso wie für Krankenhäuser. Er regte an, das Personal vor jedem Schichtbeginn zu testen.

10.22 Uhr: Demonstration gegen Corona-Leugner in Prenzlauer Berg

Eine weitere Veranstaltung von Corona-Skeptikern und Querdenkern in der Bar "Scotch & Sofa" findet am Donnerstagabend trotz Genehmigung wieder unter besonderer Beobachtung der Polizei statt. Diesmal hat ein Bündnis von Protestgruppen in Prenzlauer Berg eine Gegendemonstration angekündigt, die sich laut Aufrufen bei Twitter ab 18 Uhr am U-Bahnhof Eberswalder Straße formieren will. Das Motto des Umzugs: "Corona-Leugner raus dem Kiez". Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

9.04 Uhr: Homeoffice-Kontrollen - Scharfe Kritik vom Verband der Familienunternehmen

Seit Mittwoch gilt eine neue Homeoffice-Pflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) kündigte verstärkte Betriebskontrollen durch das Landesamt für Arbeitsschutz an. Der Landesvorsitzende der Berliner Familienunternehmer, Stefan Schröter, reagierte mit scharfer Kritik auf die Maßnahme.

Er fordert, die „überforderten" Behörden zu entlasten, statt Kontrollen am Arbeitsplatz durchzuführen. Das dafür eingesetzte Personal würde viel dringender in den Gesundheitsämtern gebraucht. „Die Berliner Verwaltung ist nahezu nicht digitalisiert und macht ein funktionierendes Homeoffice im öffentlichen Dienst nicht möglich. Der Senat setzt mit seiner Kontrollankündigung an der völlig falschen Stelle an“, so Schröter.

Die Unternehmen würden bereits umfassend Homeoffice anbieten und „unter großem Aufwand“ Schutzauflagen und Hygienekonzepte umsetzen. „Der Arbeitsplatz ist kein Infektionstreiber“, sagte Schröter. „Ein echter Coup wäre es, endlich eine effektive Impfstrategie, schnelle (…) Hilfen für die Unternehmen und die Digitalisierung in Verwaltung und Schulen voranzutreiben.“

8.51 Uhr: Passagierzahl an Flughäfen um drei Viertel eingebrochen

Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt. Von Januar bis Dezember 2020 wurden bundesweit 63 Millionen Fluggäste gezählt, wie aus Branchendaten für die 21 Verkehrsflughäfen hervorgeht. Das ist nur ein Viertel der Zahl von 2019. Die Luftfahrtbranche spricht von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Am Donnerstag (12.30 Uhr) will der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft Bilanz ziehen.

Im März hatten Reisebeschränkungen wegen der Pandemie den Luftverkehr zusammenbrechen lassen. Während im Sommer wieder etwas mehr Menschen in Flugzeuge stiegen, herrscht seit dem Herbst wieder häufig Leere in den Terminals. Die Hälfte der Passagiere des gesamten Jahres 2020 wurden im Januar und Februar abgefertigt - vor den ersten Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Flughäfen schreiben Verluste in Milliardenhöhe.

Größte Verlierer sind nach den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen Saarbrücken und Paderborn, wo die Passagierzahlen rund 87 Prozent unter dem Vorjahr lagen. Dortmund schnitt mit einem Minus von 55 Prozent noch am besten ab. Bei den großen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf bewegen sich die Rückgänge um drei Viertel. Im Umfeld der Flughäfen ist es deutlich ruhiger als vor der Krise. Im Passagierverkehr ging die Zahl der Flüge bundesweit um rund 59 Prozent zurück. Bei der Luftfracht gab es dagegen nur ein leichtes Minus.

6 Uhr: Abgeordnetenhaus debattiert über Corona-Teststrategie

Die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses beschäftigen sich bei ihrer Plenarsitzung (10 Uhr) noch einmal mit der Corona-Pandemie. In der Aktuellen Stunde geht es auf Antrag der FDP-Fraktion um die Perspektiven einer Teststrategie in Berlin. Für die rot-rot-grüne Landesregierung nimmt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dazu Stellung.

+++ Mittwoch, 27. Januar 2021 +++

21.54 Uhr: Müller - Berlin unterstützt die Forderung nach einem Impfgipfel

Berlin unterstützt die Forderung nach einem Impfgipfel, das teilte Michael Müller auf Twitter mit. Impfungen seien der Weg aus der Pandemie, insbesondere vor dem Hintergrund der Mutante, deren Auswirkungen man momentan kaum absehen könne. "Wir brauchen daher Verlässlichkeit, um die kommenden Wochen und Monate zu planen", so der Regierende Bürgermeister. Der SPD-Politiker erklärte, dass man ohne eine solide Planung zunehmend das Vertrauen der Bevölkerung verliert. "Das können wir uns nicht leisten, denn um diese Krise zu überwinden, sind wir mehr denn je auf die Mithilfe und Solidarität der Menschen angewiesen."

Man benötige dringend mehr Sicherheit, wann mit welchen Liefermengen zu rechnen sei. "Auf einem gemeinsamen Impfgipfel auch mit Akteuren aus der Pharmabranche sollten wir gemeinsam klären, wie die Produktionskapazitäten erweitert werden können und wie zudem eine langfristige Impfstrategie aussehen kann."

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will einen Impfgipfel. „Überall in Deutschland stehen Impfstraßen weitgehend leer, denn die zugesagten Impfstoffe werden nicht wie versprochen geliefert“, sagte Dreyer dem Spiegel. „Wir brauchen einen klaren und transparenten Impfstoffplan für die kommenden Monate."

Angesichts der Lieferverzögerungen bei den Corona-Impfstoffen hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke einen Impfgipfel von Bund, Ländern und Wirtschaftsvertretern vorgeschlagen. Diese Konferenz solle möglichst noch vor Ende kommender Woche stattfinden, schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch an den Vorsitzenden der Minisiterpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Müller. Die Verschiebung von Impfterminen und das Herauszögern von Zweitimpfungen sorgten für große Verunsicherung.

„Aus meiner Sicht bedarf es einer nationalen Initiative, zeitnah genügend Impfstoffe für alle Impfwilligen in Deutschland zur Verfügung zu stellen“, erklärte Woidke. „Auch davon wird es in Zukunft abhängen, eine mögliche weitere Infektionswelle verhindern zu können.“

20.02 Uhr: Corona-Auswirkungen für 1. FC Union - Gut sieben Millionen Euro minus

Die Coronavirus-Pandemie hat für Fußball-Bundesligist Union Berlin große finanzielle Konsequenzen. Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt schlossen die Eisernen das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis ab. Trotz des bis dahin höchsten Etats durch den Bundesliga-Aufstieg wurde 2019/20 ein Minus von 7,44 Millionen Euro verbucht. Einnahmen in Höhe von 70,39 Millionen Euro standen Ausgaben von 77,84 Millionen Euro gegenüber. Diese Zahlen gab Geschäftsführer Oskar Kosche bei der am Mittwoch digital veranstalteten Mitgliederversammlung bekannt. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

20.01 Uhr: Kitas in Potsdam öffnen ab Montag wieder

Die Kitas in Potsdam öffnen ab Montag wieder. Der Potsdamer Verwaltungsstab hat am Mittwoch beschlossen, dass die Kindertagesbetreuungen nach aktuellem Stand unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren können, wie die Landeshauptstadt mitteilte. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehören demnach regelmäßige Antigen-Spucktests der insgesamt etwa 2500 Mitarbeitenden der Kitas. Die Kosten dafür werden von der Stadt übernommen. Eltern, die es ermöglichen können, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, werden gebeten, dies zu tun.

Außerdem sollen alle Mitarbeiter und Besucher der Einrichtungen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei Erzieherinnen und Erziehern gilt das für die Arbeit mit Kindern ab drei Jahren. „Ich bin froh, dass wir anhand des Kita-Stufenkonzeptes und der Corona-Ampel entscheiden konnten, dass die Kitas ab Montag wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren können“, sagte die Bildungsbeigeordnete der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel. „Wir bitten aber diejenigen Eltern, die es einrichten können, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Die Eltern, die die Kindertagesbetreuung nicht in Anspruch nehmen, zahlen auch keine Elternbeiträge.“

19.11 Uhr: Für die Berliner Abiturienten verschieben sich die Prüfungen

Nach Brandenburg hat nun auch die Senatsverwaltung für Bildung in Berlin offiziell gemacht, wie das Abitur in diesem Jahr ablaufen soll: Statt dem 23. März wird in der Hauptstadt für die Abiturienten nun der letzte Schultag der 13. April sein. Die erste schriftliche Abiturprüfung wird – wie in Brandenburg – am 21. April stattfinden, in der Hauptstadt wird dann das Leistungsfach Chemie drankommen. Schulen können bei den Klausuren, die nicht zum Zentralabitur gehören, selbst entscheiden, ob der ursprüngliche Termin oder der Nachschreibetermin als Klausurtermin für alle genutzt wird.

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Mehr Zeit erhalten die Abiturienten in ihren schriftlichen Prüfungen auch: 30 Minuten. Außerdem kann man in allen schriftlichen Prüfungen zur Not noch eine mündliche Zusatzprüfung machen, um die Noten zu verbessern. Wer merkt, es wird mit dem Abitur dieses Jahr nichts, weil die Vorbereitung fehlte, kann „folgenlos zusätzlich vor den Prüfungen“ zurücktreten. Das ist in normalen Jahren nicht möglich. „Wir haben von unserer Seite alle Möglichkeiten ausgeschöpft, den Abiturientinnen und Abiturienten mehr Lernzeit zu geben“, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

18.48 Uhr: Städtetag - Berlin soll leere Läden übernehmen

Der Berliner Senat sollte nicht nur auf die Hilfspakete des Bundes für den notleidenden Einzelhandel in den Innenstädten warten, sondern selbst mit millionenschweren Interventionen aktiv werden, um die Folgen der Pandemie abzumildern. Diese Empfehlung gab Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Als Vorbild nannte er das sogenannte „Aktionsprogramm“ Nordrhein-Westfalens.

Runtergebrochen auf Berlin sollte ein entsprechendes Aktionsprogramm rund 15 Millionen Euro umfassen, schlug von Lojewski vor. „Wir wollen die Städte nicht vergesellschaften, sondern handlungsfähig bleiben“, so der Stadtplaner weiter.

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18.46 Uhr: Neuköllner Bezirksparlament will weiter Gratis-Essen für Grundschüler

Die Kinder in Neuköllner Grundschulen sollten nach Ansicht der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auch während des Lockdowns kostenloses Schulessen bekommen. Die Schulen des Bezirks sind wie im übrigen Berlin seit Mitte Dezember geschlossen. Nach einem Beschluss der BVV soll das Bezirksamt prüfen, wie während des Distanz- und Wechselunterrichts ein kostenfreies Mittagessensangebot an Neuköllner Grundschulen möglich ist. Das teilte die Grünen-Fraktion aus Neukölln am Mittwoch mit, die den entsprechenden Antrag zusammen mit SPD und Linke eingebracht hatte.

Dass durch die Schulschließung auch das kostenlose Schulessen wegfalle, sei für viele Familien eine zusätzliche finanzielle Belastung, lautete die Begründung. Gedacht sei zum Beispiel an Lunchpakete zum Abholen oder Ausliefern an die Schülerinnen und Schüler.

18.22 Uhr: Wahlgesetz an Pandemie angepasst

Das Abgeordnetenhaus wird am Donnerstag den Weg hin zu sicheren Wahlen im September beschreiten. Die Koalition aus SPD, Linken und Grünen hat sich am Mittwochnachmittag auf einen Entwurf für ein neues Wahlgesetz für die Zeit der Pandemie geeinigt. CDU und FDP sowie womöglich auch die AfD wollen das Vorhaben grundsätzlich unterstützen. Ermöglicht werden soll eine in Teilen digital organisierte Aufstellung von Kandidaten und eine komplette Briefwahl, falls das Infektionsgeschehen auch im Herbst noch zu hoch liegen sollte. Und die Zugangshürden zu den Wahlen will das Landesparlament absenken. Mehr dazu lesen Sie HIER.

18.06 Uhr: Woidke warnt vor voreiliger Debatte über Lockerungen in Corona-Krise

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält eine Diskussion über Öffnungen in der Corona-Pandemie für verfrüht. „Wir müssen mit Lockerungen noch sehr vorsichtig sein“, sagte Woidke am Mittwoch auf Anfrage. „Die Infektionszahlen in Brandenburg sinken zwar, sind aber noch zu hoch. Wir wissen auch zu wenig über die Ausbreitung der Mutationen, deswegen ist die Einhaltung der Regeln gerade jetzt so wichtig.“ Er könne gut verstehen, dass die Menschen nach einem Jahr Corona-Pandemie wissen wollten, wann die Einschränkungen zu Ende sind. „Wir müssen aber ehrlich sagen, dass wir nicht in die Zukunft schauen können.“

Die Regierungschefs beschäftigen sich nach seinen Angaben aber bereits mit Szenarien für Lockerungen. „Das haben wir in der letzten Ministerpräsidentenkonferenz vereinbart“, sagte Woidke. Der Inzidenzwert sei dafür wichtig, aber nicht der einzige Punkt. „Wir müssen auch andere Aspekte wie die Ausbreitung der Mutationen und die Auslastung in den Intensivstationen im Blick haben.“

17.40 Uhr: Verschärfte Maskenpflicht auch im Brandenburger Landtag geplant

Besser schützende Masken sollen auch bald im Brandenburger Landtag zur Pflicht werden. Dessen Präsidentin Ulrike Liedtke kündigte am Mittwoch in der Plenarsitzung an, dass künftig das Tragen einer medizinischen Maske vorgeschrieben sein soll. Der genaue Zeitpunkt für die neue Regelung ist nach Angaben aus Parlamentskreisen noch unklar.

Bis dahin gilt für Landtagsabgeordnete, Beschäftigte und Besucher die Pflicht für Alltagsmasken. Ausgesetzt ist die Maskenpflicht am festen Platz bei Einhaltung des Mindestabstands, hinter Plexiglasscheiben zwischen den Abgeordneten im Plenum oder am Rednerpult.

17.22 Uhr: Corona-Tests in Brandenburger Pflegeheimen - Mehr als 200 Soldaten eingesetzt

Vorerst drei Wochen lang unterstützt die Bundeswehr das Land Brandenburg bei der Durchführung von Corona-Schnelltests. 209 Soldaten seien seit Mittwoch eingesetzt, um stationäre Pflegeeinrichtungen und Eingliederungsreinrichtungen wie Wohnheime für Menschen mit Behinderungen zu entlasten, teilte das Sozialministerium mit. Die Beschäftigten sind dazu verpflichtet, sich zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen zu lassen.

„Die Pflegekräfte führen die Schnelltests zum Großteil selbst durch, was angesichts der ohnehin schon extrem großen Arbeitsbelastung eine weitere zusätzliche Aufgabe darstellt“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Deswegen sei der Einsatz der Bundeswehr „eine sehr gute Nachricht“. Die Soldaten sollen das Land aber nicht dauerhaft unterstützen. Das Ministerium plant, Freiwillige für die Umsetzung der Testpflicht einzustellen, hieß es weiter.

17.04 Uhr: Beauftragte fordert mehr Unterstützung für Flüchtlingskinder

Berlins Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial fordert mehr Unterstützung beim Lernen zu Hause für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien. „Ich halte es für dringend notwendig, dass geflüchteten Schülerinnen und Schülern der Zugang zur Notbetreuung ermöglicht wird, wenn die Situation in den Unterkünften das digitale Lernen behindert“, erklärte sie am Mittwoch.

Zudem seien Konzepte nötig, wie Lerndefizite nach Öffnung der derzeit wegen Corona geschlossenen Schulen und einer Rückkehr zum Präsenzunterricht nachgeholt werden könnten. Nötig seien dazu neben den gut angenommenen Ferienschulen zusätzliche Lernangebote.

Für geflüchtete Schüler in Gemeinschaftsunterkünften - laut Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) handelt es sich um 3500 bis 4000 - seien die Anforderungen des Homeschooling kaum zu bewältigen, so Niewiedzial. „Neben der beengten Wohnsituation leiden sie unter fehlender technischer Ausstattung und mangelnder fachlicher Begleitung. Sie sind zudem besonderem psychischen Stress ausgesetzt.“ In den Unterkünften fehlten nicht nur geeignete Orte zum Lernen, sondern auch Rechner, Druck- und Scanmöglichkeiten.

16.43 Uhr: 25 Infektionen mit der Corona-Mutation am Humboldt-Klinikum

Am Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf ist ein weiterer Fall der SARS-CoV2-Variante des Typs B.1.1.7 aufgetreten. Neu nachgewiesen werden konnte die Virusvariante aus Großbritannien nun bei einem weiteren Mitarbeitenden. Nun sind dort dreizehn Patienten und Patientinnen und zwölf Mitarbeitende betroffen, im Vivantes Klinikum Spandau werden zwei Patienten und Patientinnen versorgt. Demnach konnten bei Vivantes bislang 27 Fälle der Corona-Mutation nachgewiesen werden. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

16.42 Uhr: Halbjahreszeugnisse werden in Brandenburg doch zum Ferienbeginn verschickt

Nach heftiger Kritik des Landeselternrats und der mitregierenden CDU sollen die Halbjahreszeugnisse für die Brandenburger Schüler doch schon am letzten Schultag vor den Ferien an diesem Freitag per Post versendet werden. Dies bestätigte eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Zuerst hatte der RBB berichtet.

Zunächst sollten die Zeugnisse für alle Schüler im Fernunterricht erst am 8. Februar, dem ersten Schultag nach den Ferien, versendet werden. Dies hatte das Ministerium am Montag angekündigt. Lediglich die Abschlussklassen sowie die Schüler der Förderschulen, die im Präsenzunterricht lernen, sollten die Zeugnisse in ihren Schulen ausgehändigt bekommen. Außerdem sollten nur die Zeugnisse für die Sechstklässler an den Grundschulen, die diese für den Übergang auf eine weiterführende Schule benötigten, am Freitag versandt werden.

16.40 Uhr: Gema vergibt weitere 19 Corona-Millionen an Clubs und Festivals

Clubs, Festivals und Musikaufführungsstätten können neue Corona-Hilfen erwarten. Der Musikrechteverwerter Gema kündigte am Mittwoch in München weitere 19 Millionen Euro aus dem Kulturpaket der Bundesregierung an. Zuvor waren bereits 30 Millionen Euro an die Gema für die Antragssteller geflossen. „Bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte sich die Gema für eine Aufstockung der Fördersumme eingesetzt, um 280 offene Anträge bewilligen zu können“, hieß es in einer Mitteilung.

„Rund fünf Millionen Euro konnten bereits ausgezahlt werden, der Rest
folgt in den nächsten Wochen.“ Spätestens Ende Februar sollten Vergabe und Auszahlung der nun 49 Millionen Euro abgeschlossen sein.

16.36 Uhr: Steinbach - Potenzial von Homeoffice ausschöpfen, wo es möglich ist

Während der Corona-Krise haben die Betriebe nach Einschätzung von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) mehr Möglichkeiten von Homeoffice für ihre Beschäftigten angeboten, aber noch nicht genug. Das Potenzial für Homeoffice sei im Vergleich zum vergangenen Frühjahr keineswegs ausgeschöpft, erklärte der Minister am Mittwoch. Ihm sei bewusst, dass die Nutzung von Homeoffice für Beschäftigte, Unternehmen und Verwaltungen mit großen Herausforderungen verbunden sei. „Aber Kontaktvermeidung ist das Gebot der Stunde.“ Homeoffice sollte überall da angeboten und genutzt werden, wo es möglich sei, so Steinbach.

16.32 Uhr: 890 Neuinfektionen, 63 weitere Tote, Inzidenz bei 101,2

In Berlin sind 63 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2164.

890 neue Infektionen wurden bestätigt, 433 waren es gestern. 12.436 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 12.452 waren es gestern. 103.847 Menschen gelten inzwischen als genesen. In Berlin sind mittlerweile 103.639 Impfdosen verabreicht worden.

391 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier Patienten mehr als gestern. 1426 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, zehn mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,3 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 101,2 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,74 Grün.

15.36 Uhr: IHK kritisiert „Drohkulisse“ bei neuer Homeoffice-Pflicht

Die Berliner Wirtschaft hat verschnupft auf die Ankündigung des Senats reagiert, die Umsetzung der neuen Homeoffice-Pflicht verstärkt zu kontrollieren. „Wir empfehlen, mit den Schwerpunktkontrollen in den Senats- und Bezirksverwaltungen zu beginnen, um zu überprüfen, ob die Standards, die von den Unternehmen erwartet werden, auch auf Behördenseite umgesetzt werden“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Jan Eder, am Mittwoch.

„Natürlich ist die Risikominimierung wichtig für die Pandemiebekämpfung“, so Eder. „Aber jetzt eine Drohkulisse gegenüber den Unternehmen aufzubauen, halten wir für verfehlt und fern jeder unternehmerischen Realität in vielen Betrieben.“

Eder verwies darauf, dass die größten Hotspots bei Corona-Neuansteckungen zuletzt Altenheime und Kliniken gewesen seien. „Anstatt also mit dem Finger auf die Unternehmen zu zeigen, wäre die Politik gut beraten, dort anzusetzen und, wo nötig, Kapazitäten aufzustocken.“

13.38 Uhr: Zweitimpfungen in Brandenburg werden nach hinten geschoben

Wegen Lieferverzögerungen beim Impfstoff gegen das Corona-Virus werden die notwendigen Zweitimpfungen in Brandenburg nach hinten verschoben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Mittwoch wird der zuvor geplante Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung von drei auf vier Wochen ausgeweitet. Damit bleiben sie aber noch innerhalb des von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut empfohlenen Zeitraums, wonach die zweite Dosis nicht später als sechs Wochen verabreicht werden soll.

Die Verschiebung betreffe Impfungen in Krankenhäusern, Impfzentren und mobile Teams, die in Altenheimen impfen. Alle Zweitimpfungen seien gesichert, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse.

Das Ministerium hatte zunächst angekündigt, dass die Hälfte des erhaltenen Corona-Impfstoffs für die Zweitimpfungen zurückgehalten wird - mit der zweiten Dosis erhält man einen besseren Schutz. Jetzt heißt es in einer Antwort vom Ministerium: Die Zweitimpfung sei für alle bereits erfolgten Erstimpfungen in der Planung „rechnerisch gesichert“. Vorgesehen Impfziele könnten nicht erreicht werden, wenn von jeder Lieferung 50 Prozent Reserve physisch zurückgehalten werde. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

13.30 Uhr: Zahl der Corona-Ansteckungen in Brandenburg steigt wieder

In Brandenburg haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb eines Tages fast doppelt so viele Menschen mit dem Coronavirus angesteckt wie am Vortag. Das Ministerium berichtete am Mittwoch von 675 neuen Fällen nach 352 am Dienstag. Vor einer Woche waren es 826 neue Ansteckungen. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung bleibt mit 65 auf hohem Niveau. Am Dienstag waren es 53 Tote. Vor einer Woche lag die Zahl der Todesfälle bei 69. Damit sind landesweit bislang 2248 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Corona-Schwerpunkt bleiben die südlichen Landkreise und der nördliche Kreis Ostprignitz-Ruppin. Der Kreis Spree Neiße meldete mit 78 die meisten neuen Corona-Infektionen und verzeichnet mit 295,5 auch den zweithöchsten Wert an Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner. Spitzenreiter ist der Kreis Ostprignitz-Ruppin mit einem Inzidenz-Wert von rund 362. Für ganz Brandenburg sank der Wert nach knapp 173 am Dienstag auf 163. Das Ziel von Bund und Ländern ist, dass diese Zahl unter 50 liegt.

954 Menschen werden derzeit wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 194 von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, 135 Patienten müssen beatmet werden. Die Zahl der Erkrankten sank um 759 auf 12 455. 52 333 Menschen gelten als genesen - 1369 mehr als einen Tag zuvor. Landesweit sind bisher 68 454 Corona-Schutzimpfungen verabreicht worden, im Vergleich zum Vortag ein Plus von 3887. Darunter sind 2755 Menschen, die bereits eine zweite Impfung erhalten haben.

12.42 Uhr: Mann verliert bei Masken-Kontrolle Drogen

Bei einer Kontrolle wegen eines nicht erlaubten Mund-Nasen-Schutzes aus Stoff hat die Polizei zufällig einen mutmaßlichen Drogendealer in Wedding erwischt. Zwei Polizisten fragten den 25-Jährigen am Dienstag am U-Bahnhof Amrumer Straße, ob er eine medizinische Maske bei sich habe, wie die Polizei mitteilte. In Berlin dürfen wegen der Corona-Pandemie nur noch FFP2- oder OP-Masken im öffentlichen Nahverkehr getragen werden.

Der Mann griff in seine Jackentasche, wobei ein Tütchen herausfiel, das vermutlich Cannabis enthielt. Bei einer Durchsuchung des Mannes stellte die Polizei 15 weitere mutmaßliche Drogentütchen, zwei Handys und ein verbotenes Einhandmesser sicher. Der Verdächtige wurde zur Feststellung seiner Identität zu einer Polizeistation gebracht, wo er laut Polizei plötzlich randalierte. Ein angegriffener Polizist blieb unverletzt, der Mann wurde zu Boden gebracht und gefesselt.

12.34 Uhr: Antisemitismus-Beauftragte - Corona führt zum Anstieg von Verschwörungstheorien

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Berliner Oberstaatsanwältin Claudia Vanoni zu einer Konjunktur antisemitischer Verschwörungstheorien geführt. Juden würden vor allem bei Demonstrationen gegen Corona-Auflagen und im Internet zum Sündenbock einer weltweiten Krise erklärt, teilte die Antisemitismusbeauftragte der Berliner Generalstaatsanwaltschaft mit. „Umso wichtiger ist es, dass antisemitische Straftaten effektiv und konsequent verfolgt werden.“

Der Bericht wurde an dem Tag vorgelegt, an dem deutschlandweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht wurde.Der jährliche Gedenktag erinnert an die Befreiung der Überlebenden des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch Soldaten der Roten Armee.

Laut dem zweiten Jahresbericht der Oberstaatsanwältin haben die Berliner Strafverfolgungsbehörden im vergangenen Jahr 417 Verfahren mit antisemitischem Hintergrund eingeleitet. 2019 seien es noch 386 Verfahren gewesen. Seit September 2020 gibt es bei der Staatsanwaltschaft die „Zentralstelle Hasskriminalität“.

12.24 Uhr: 103.639 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 103.639 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,2 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,0. Spitzenreiter unter den Bundesländern sind Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz (jeweils 3,3 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland 1.990.889 Impfdosen verabreicht.

12.22 Uhr: Minister - Brandenburger Wirtschaft hält sich bisher gut in der Corona-Krise

Die Brandenburger Wirtschaft ist nach Einschätzung der Landesregierung bisher gut durch die Corona-Krise gekommen. „Viele Betriebe haben im vergangen Jahr Kurzarbeit angezeigt und auch genutzt, aber sie haben damit verantwortungsvoll gehandelt, haben ihre Arbeits- und Fachkräfte gehalten und nicht entlassen“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwoch im Potsdamer Landtag. Der Arbeitsmarkt zeige sich relativ stabil. Es gebe aber noch keine Entwarnung. Die geplanten Ansiedlungen wie die Autofabrik von Tesla oder die Akku-Recyclingfabrik von BASF seien jedoch das Signal, dass Brandenburg ein attraktiver Standort sei.

Die Opposition zog dagegen eine kritische Zwischenbilanz. „Jeder dritte Vollzeitbeschäftigte in Brandenburg arbeitet im Niedriglohnbereich“, sagte Linksfraktionschef Sebastian Walter. Er forderte gleiche Löhne in Ost- und Westdeutschland. Mit Blick auf Tesla-Chef Elon Musk und das grüne Licht der EU-Kommission für Milliardenhilfen auch für die geplante Tesla-Batteriefabrik sagte er: „Ich frage mich ernsthaft, warum wir dann eigentlich den reichsten Menschen der Welt, ohne dass er uns klare Zusagen gibt zu Arbeitsbedingungen, (…) noch mit Steuergeldern pudern müssen?“

12.20 Uhr: Weiteres Impfzentrum in Eberswalde eröffnet

In Eberswalde (Landkreis Barnim) ist am Mittwoch ein weiteres Corona-Impfzentrum eröffnet worden - das achte in Brandenburg. Die Leitung habe die Hilfsorganisation Johanniter-Unfall-Hilfe übernommen, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Es impfen Vertragsärzte der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). Für den ersten Tag lagen bereits 70 Impftermine vor.

Wie angekündigt würden Schritt für Schritt in allen Landesteilen die Impfstrukturen ausgebaut, sagte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. Aufgrund der aktuell geringen Impfstoffmengen könnten in den Zentren aber noch nicht so viele Menschen geimpft werden wie es gewünscht sei und vor Ort organisatorisch auch möglich wäre. „Das Tempo hängt von den Impfstoffherstellern ab“, sagte Ranft. Bis Anfang Februar sollen landesweit insgesamt elf Impfzentren starten.

12.14 Uhr: Fast zwei Drittel der Corona-Toten starben im Pflegeheim

Fast zwei Drittel der Corona-Toten in Berlin sind in Alten- und Pflegeheimen gestorben. Das geht aus einer Statistik der Gesundheitsverwaltung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag. Demnach starben - Stand Dienstag - 1259 Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen an oder mit Covid-19. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Corona-Opfer (2101) lag damit bei 60 Prozent.

Ältere und gebrechliche Menschen gelten als besondere Risikogruppe in der Pandemie. Das wird auch in anderen Statistiken deutlich. So waren 1850 der bislang 2101 Corona-Toten in Berlin - also 88 Prozent - 70 Jahre oder älter. Nicht alle davon lebten in Seniorenheimen. Allerdings gab es in der Vergangenheit in solchen Heimen immer wieder größere Corona-Ausbrüche.

12.10 Uhr: Zu laut - Kritik an Luftreinigern für Schulen

Der Landeselternausschuss kritisiert die Luftreinigungsgeräte, die von der BIM (Berliner Immobilienmanagement GmbH) für berufliche Schulen beschafft wurden. Anders als bei den Bezirken habe man sich hier bei der Ausschreibung zu sehr auf den Preis konzentriert – andere Kriterien wie Größe der Geräte und Lautstärke seien dagegen kaum ins Gewicht gefallen. „Die Entscheidung geht weit an der Realität des Klassenraums vorbei“, heißt es nun in einer Erklärung des Landeselternausschusses. Geeignet seien für eine Schule nur Geräte, die leise arbeiteten.

„Wir befürchten, dass das geplante Verfahren zu Problemen führt, wenn an der gleichen Schule unterschiedliche Geräte ankommen, die sich qualitativ deutlich voneinander unterscheiden, z. B. bei der Geräuschentwicklung“, heißt es weiter. Die Bezirke seien mit ihren Ausschreibungen dagegen sehr viel umsichtiger, dort habe man sich „vielfach für geeignete Geräte“ entschieden. Hintergrund ist, dass nochmal 4,5 Millionen Euro für weitere Luftfiltergeräte vom Senat zur Verfügung gestellt wurde. Doch die sollen eigentlich – um die Bezirke zu entlasten – direkt vom Senat angeschafft werden.

11.42 Uhr: Bildungsministerin Ernst hält an Prüfungen in Abschlussklassen fest

Trotz der Einschränkungen des Schulunterrichts durch die Corona-Pandemie hält Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) an den Prüfungen in den Abschlussklassen zu zentralen Terminen fest. Mit fairen Rahmenbedingungen solle dafür gesorgt werden, dass Schülerinnen und Schüler, die ihr Abitur oder den Mittleren Abschluss erwerben wollen, vergleichbar gute Chancen auf ein anschließendes Studium oder eine Berufsausbildung haben, sagte Ernst am Mittwoch laut Mitteilung. Daher habe sich die Kultusministerkonferenz, die Ernst in diesem Jahr als Präsidentin leitet, auf ein gemeinsames Vorgehen aller Bundesländer geeinigt.

Die Abiturprüfungen sollen nach den Angaben des Ministeriums am 21. April starten. Dabei soll den Schulen eine größere Auswahl an Prüfungsaufgaben gegeben werden und die Dauer der schriftlichen Prüfungen jeweils um eine halbe Stunde verlängert werden. Schüler, die aufgrund von Quarantänemaßnahmen mehr als 20 Unterrichtstage gefehlt haben, müssen die Nachschreibetermine im Mai nutzen.

Beim Mittleren Abschluss wird die schriftliche Prüfung im Fach Mathematik um etwa zwei Monate auf den 21. Mai verlegt, mit einem Nachschreibetermin Anfang Juni. Mit einem angepassten Bewertungsschlüssel solle dem Umstand Rechnung getragen werden, dass einzelne Kompetenzen weniger geübt werden konnten, so das Ministerium. Die Prüfungen starten am 15. April im Fach Deutsch. Auch in dieser Jahrgangsstufe gilt es für die Prüfungen jeweils eine Verlängerung von einer halben Stunde.

10 Uhr: Abitur 2021 Eltern schreiben Protestbrief an Bildungssenatorin Scheeres

Auch aus der Berliner Elternschaft werden zum diesjährigen Abitur erste Proteste laut: So verlangen die Eltern der Abiturienten des Robert-Blum-Gymnasiums in Schöneberg in einem offenen Brief an Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), dass die Abiturprüfungen so weit wie möglich vor die Sommerferien geschoben werden – und damit die Nachschreibetermine in die Sommerferien selbst fallen. Ihr Argument: Den Schülern fehle inzwischen durch zwei Lockdowns ein Drittel des Präsenzunterricht aus dem zweiten Halbjahr 2020 und zwei Drittel aus diesem Halbjahr – bei Abiturienten ist das sogenannte “vierte Semester” vor dem Abitur nur sehr kurz, lediglich zwei Monate. Um diesen Stoff aufzuholen, brauche es “weit mehr als Ihr Angebot von netto einer Woche zusätzlichem Unterricht”.

Bildungssenatorin Scheeres hatte angekündigt, das “vierte Semester” um eine Woche zu verlängern. Außerdem hätten die Abiturienten zwei weitere Wochen Lernzeit in den Osterferien, so die Senatorin. Das ersetze aber nicht den fehlenden Präsenzunterricht, bemängeln nun die Eltern des Robert-Blum-Gymnasiums.

+++ Dienstag, 26. Januar 2021 +++

21.35 Uhr: Brandenburger Landtag berät über die Wirtschaft in der Corona-Krise

Die Suche nach Fachkräften gerade in der Corona-Krise ist das Thema einer Aktuellen Stunde am Mittwoch im Brandenburger Landtag. Obwohl sich der Arbeitsmarkt nach Einschätzung der Landesregierung trotz der Krise stabil gezeigt hat, leiden Branchen wie Tourismus, Gastronomie, Kultur und Teile des Einzelhandels besonders unter den Folgen der Pandemie.

Die drei Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen dringen in einem Antrag darauf, dass die rot-schwarz-grüne Landesregierung die Investitionstätigkeit der Unternehmen auch angesichts von Sparbemühungen in den nächsten Jahren stärkt.

20.51 Uhr: Brandenburg plant Clearingstelle

In Brandenburg sollen künftig auch jüngere besonders gefährdete Menschen eine Corona-Schutzimpfung erhalten können. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) habe über die Einrichtung einer Clearingstelle entschieden, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstagabend. Zuerst hatte der rbb berichtet. Die Stelle soll künftig über die Priorisierung von Einzelfällen entscheiden. Sie müsse noch mit der Landesärztekammer abgestimmt werden. Zu welchem Zeitpunkt die Clearingstelle starten soll, sei noch unklar, so der Sprecher.

Grundlage für die Neuerung sei eine aktualisierte Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Danach sind Einzelfallentscheidungen möglich, etwa wenn Menschen aufgrund einer Vorerkrankung vermutlich ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. In welche Priorisierungskategorie sie einzuordnen sind, entschieden die für die Impfung Verantwortlichen. Hintergrund ist, dass bei der Priorisierung nicht alle Krankheitsbilder berücksichtigt werden könnten.

20.34 Uhr: Unions Stadionbetriebs AG im Minus

Wegen der Corona-Krise hat die „An der alten Försterei“ Stadionbetriebs AG mit ihrem Hauptpartner 1. FC Union Berlin erstmals seit dem Bau der Haupttribüne 2012/2013 wieder einen Jahresfehlbetrag hinnehmen müssen. „Natürlich ist die Pandemie nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Die Konsequenzen für die AG sind besonders“, sagte Dirk Thieme, Vorstand der Stadionbetriebs AG bei der digital abgehaltenen Hauptversammlung am Dienstagabend.

Die AG musste demnach 2019/2020 ein Minus von 605.000 Euro verzeichnen. 542.000 Euro davon entfielen auf Mietminderungen für den Fußball-Bundesligisten. Der bisherige Bilanzverlust in Höhe von rund 911.000 Euro stieg durch den Fehlbetrag aus dem Geschäftsjahr 2019/20 auf insgesamt über 1,5 Millionen Euro an.

18.52 Uhr: In Berlin gibt es die Zeugnisse erst nach den Ferien

In Berlin müssen die Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr etwas länger auf die Halbjahreszeugnisse warten. Es gibt sie nicht wie sonst am letzten Schultag vor den Winterferien, sondern wegen der Corona-Pandemie für die meisten erst nach Ferienende. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Dienstag mit. Ausnahmen seien jeweils nach Terminvereinbarung möglich, zum Beispiel bei Abgangszeugnissen.

Das gilt auch für Zeugnisse, die für die Aufnahmeverfahren an Schulen relevant sind. Auch die im Zusammenhang damit zusätzlich zu den Zeugnissen nötigen Unterlagen wie Anmeldebögen und Förderprognosen müssen der Bildungsverwaltung zufolge im Original ausgehändigt werden. Das Halbjahr endet am Freitag. Die Winterferien dauern bis zum 8. Februar.

16.26 Uhr: Kalayci fordert Verschärfung der Quarantäneregeln bei Einreisen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat sich für eine Verschärfung der Quarantäneregeln bei Einreisen nach Deutschland ausgesprochen. „Ich will an dieser Stelle einen kritischen Punkt in den Regelungen ansprechen, die ich gerne verändert haben würde“, sagte sie am Dienstag nach einer Sitzung des Senats. „Zurzeit gibt es in den Quarantäneregelungen auf Bundesebene die Möglichkeit, dass man sich nach fünf Tagen freitesten kann nach Einreise.“ Das sei jedoch insbesondere im Hinblick auf Mutationsvarianten sehr kritisch zu sehen. „Dieses Freitesten müssen wir relativ zügig aufheben“, forderte die SPD-Politikerin.

Es gebe noch zu wenig Erkenntnisse, was die Inkubationszeit der neuen Virusmutationen angehe, sagte Kalayci. Solche Regelungen stammten noch aus dem Sommer und passten nicht mehr angesichts der aktuellen Lage. „Deswegen gehe ich davon aus, dass diese Regelung bundesweit korrigiert wird.“ Coronavirus-Varianten, die als gefährlicher als das bekannte Virus gelten, sind unter anderem in Südafrika, Brasilien und in Großbritannien aufgetaucht.

Kalayci begrüßte die bereits beschlossenen Verschärfungen der Bundesregierung bei Einreiseregeln zur Eindämmung des Coronavirus. Für fast 30 Länder mit besonders hohen Infektionszahlen oder besonders gefährlichen Virusvarianten gilt seit Sonntag eine Testpflicht vor der Einreise. Zu diesen Hochrisikogebieten zählen das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. „Dass diese Liste da ist, ist sehr gut“, sagte Kalayci, die ausdrücklich befürwortete, dass Einreisende aus solchen Ländern sich bereits vorher testen lassen müssen.

16.16 Uhr: Corona-Jahr hat Milliardendefizit für das Land Brandenburg zur Folge

Wegen der hohen Kosten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schließt das Land Brandenburg das Haushaltsjahr 2020 mit einem Milliardendefizit ab. Der vorläufige Jahresabschluss ergebe ein Defizit von 1,6 Milliarden Euro, teilte Finanzministerin Katrin Lange (SPD) am Dienstag mit. Die Gesamtausgaben des Landes im vergangenen Jahr lägen auf dem Rekordwert von fast 15 Milliarden Euro.

Die Gründe für das Defizit seien insbesondere massive Mehrausgaben im Zuge der Corona-Pandemie sowie deutlich geringere Steuereinnahmen. „Das Ergebnis kommt daher nicht unerwartet“, sagte Lange. Der endgültige Jahresabschluss soll im März vorliegen.

Zum Ausgleich des Defizits stehe der vom Landtag beschlossene, zwei Milliarden Euro große Corona-Rettungsschirm sowie eine mögliche konjunkturell bedingte Nettokreditaufnahme von rund einer weiteren Milliarde Euro zur Verfügung. Von diesen Kreditermächtigungen müssten nach dem vorläufigen Jahresabschluss voraussichtlich nur gut die Hälfte in Anspruch genommen werden, meinte Lange. Nur zu einem geringen Teil solle auf die Rücklage des Landes in Höhe von 890 Millionen Euro zurückgegriffen werden.

16.06 Uhr: Kalayci - Tests auf Corona-Mutationen sollen ausgeweitet werden

In Berlin sollen Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci zufolge alle positiven Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 mit einem zweiten PCR-Test auf eine Mutation hin untersucht werden. „Wir werden als Senat die Kosten für die Zweittestungen übernehmen“, sagte sie am Dienstag in Berlin. „In einem Austausch mit den Berliner Laboren sind wir zu einer Verständigung gekommen, dass alle Labore hier mithelfen werden“, so die Senatorin. Die Labor Berlin GmbH von Charité und Vivantes habe bereits in der vergangenen Woche mit der Nachtestung begonnen.

Der zweite PCR-Test sei eine schnellere Maßnahme als die Sequenzierung, sagte Kalayci. Aber auch diese solle in Berlin stattfinden - bei fünf Prozent aller positiven Tests. Bundesweit gilt eine neue Verordnung, die entsprechende Untersuchungen vorschreibt.

16 Uhr: 433 Neuinfektionen, 34 weitere Todesfälle, Inzidenz bei 106,8

In Berlin sind 34 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2101.

433 neue Infektionen wurden bestätigt, 369 waren es am Montag. 12.452 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 12.913 waren es am Montag. 103.004 Menschen gelten inzwischen als genesen.

387 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, so viele Patienten wie am Montag. 1416 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, vier weniger als am Montag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,5 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 106,8 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,91 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

15.36 Uhr: Illegales Glücksspieltreffen aufgelöst - Diensthunde vereiteln Flucht

Polizisten haben in der Nacht zu Dienstag ein Café an der Hermannstraße in Neukölln versiegelt, nachdem sie trotz Kontaktbeschränkungen sieben Gäste ohne Masken und Abstand vorgefunden hatten. In der Kleidung von Besuchern sollen demnach hohe Geldbeträge versteckt gewesen sein. Der Polizeisprecher sagte, es seien Summen im fünfstelligen Bereich gewesen. Zeugen hatten zuvor die Beamten alarmiert, weil zahlreiche Stimmen aus einem Hinterzimmer zu hören gewesen seien.

Die Polizei sei auf eine mögliche Flucht vorbereitet gewesen und habe die Wege von vornherein blockiert, hieß es. Die Aufforderung der Polizei, zu öffnen, sei zunächst ignoriert worden. Dann hätten sich die Einsatzkräfte kurz nach Mitternacht mit einer Ramme Zutritt verschafft, bestätigte ein Polizeisprecher.

Die Polizeihunde Mia und Oskar verhinderten die Flucht von zwei Männern über das Toilettenfenster. Die Hunde hätten an dem Gebäude schon gewartet, so dass die beiden Flüchtenden lieber umgekehrt seien, wie ein Polizeisprecher am Dienstag weiter mitteilte. Die Männer hatten demnach bereits Scheiben eingeschlagen, um der Polizei zu entkommen. Mia ist laut Polizei eine niederländische Schäferhund-Züchtung, Oskar eine belgische.

Nach Angaben des Sprechers wurden Anzeigen wegen illegalen Glücksspiels sowie Verstößen gegen die Corona-Regeln geschrieben.

15.30 Uhr: Senat will zur Entzerrung wegen Corona mehr Busse einsetzen

In Berlin sollen in den kommenden Wochen deutlich mehr Busse eingesetzt werden, um auf stark genutzten Linien eine Entzerrung und damit mehr Corona-Abstand für die Fahrgäste zu ermöglichen. Darauf verständigte sich der Senat am Dienstag nach Angaben der Verkehrsverwaltung.

Demnach ist geplant, vor allem ab dem 14. Februar zwischen 100 und 150 Busse zusätzlich einzusetzen - gerade auch im dann womöglich wieder startenden Schülerverkehr. „Die Zahl der im Betrieb befindlichen Fahrzeuge wird damit um bis zu zwölf Prozent erhöht“, sagte ein Sprecher von Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne).

Die zusätzlichen Einsätze sind demnach zunächst bis Ostern eingeplant, also bis Anfang April. Der Fahrplan in den Winterferien (1.-7. Februar) wird nicht wie sonst üblich ausgedünnt. Für die zusätzlichen Leistungen stehen bis zu fünf Millionen Euro bereit. Am 14. Februar läuft der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Wie es danach weitergeht, auch mit den geschlossenen Schulen, ist noch offen.

15.16 Uhr: Berlin erwägt eigene Regelung zu Homeoffice

Berlin behält sich eine eigene Regelung vor, Unternehmen zu mehr Arbeit im Homeoffice zu bewegen. Am Dienstag hat der Senat aber noch keinen entsprechenden Beschluss gefasst, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nach der Sitzung sagte. Stattdessen sollen die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales und das Landesamt für Arbeitsschutz zunächst beobachten, welche Folgen die neue Verordnung aus dem Bundesarbeitsministerium hat.

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„Wir werden in zwei Wochen eine Auswertung der Arbeitsverwaltung bekommen, ob die Vorgaben, die vom Bund initiiert worden sind, auch tatsächlich umgesetzt werden“, sagte Kalayci. „Wenn wir in zwei Wochen dann feststellen, dass die Umsetzung nicht gut funktioniert, wird es Vorschläge geben, wie wir landesseitig noch einmal nachschärfen.“

Nach der „Corona-Arbeitsschutzverordnung“, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dem Kabinett vorgelegt hat, sollen Unternehmen in Deutschland dazu angehalten werden, Beschäftigten in der Pandemie mehr Homeoffice anzubieten.

Kalayci sagte, Ziel sei, dass mehr Homeoffice ermöglicht wird. „Darauf wird in den nächsten zwei Wochen hingewirkt.“ Es bestehe die Hoffnung, dass die Bundesverordnung auch in Berlin wirkt. Senatssprecherin Melanie Reinsch ergänzte, dass die Umsetzung der Verordnung „stichprobenhalber“ kontrolliert werden solle, zum Beispiel in Großraumbüros. Die Bundesverordnung gilt ab Mittwoch (27.1.).

15.14 Uhr: Weniger Erstimpfungen am Carl Thiem-Klinikum wegen Lieferengpasses

Im Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus, dem größten Krankenhaus in Südbrandenburg, sind die Impfungen des medizinischen Personals vorerst ins Stocken geraten - wegen Lieferengpässen beim Impfstoff. In der vergangenen Woche mussten 550 Termine für Erstimpfungen abgesagt werden, teilte Sprecherin Anja Kabisch am Dienstag mit. Zunächst hatte die „Lausitzer Rundschau“ berichtet. Bislang haben sich rund 900 Mitarbeiter impfen lassen. Die 1200 anstehenden Zweitimpfungen von Mitarbeitern sowie der Cottbuser Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes seien aber sichergestellt.

14.56 Uhr: Kalayci - Infektionen in Krankenhäusern nehmen zu

In Berliner Krankenhäusern nimmt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus nach Darstellung von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zu. Das Humboldt-Klinikum sei leider kein Einzelfall, sagte sie am Dienstag in Berlin. „Wir haben in den letzten Wochen auch eine Steigerung beobachtet in Berlin, was Infektionen in Krankenhäusern angeht“.

Erst kürzlich habe es im Unfallklinikum Berlin einen größeren Ausbruch gegeben. Seit Anfang der Pandemie mussten in Krankenhäusern wegen Ausbrüchen immer wieder Bereiche geschlossen werden. Über den Umgang mit dem Ausbruch im Humboldt-Klinikum habe sie nur Positives gehört, berichtete Kalayci. Am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum sind bisher 24 Fälle der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen.

14.44 Uhr: Brandenburgs SPD-Fraktionschef kritisiert Impfplanung

Brandenburgs SPD-Landtagsfraktionschef Erik Stohn sieht Schwachstellen im bisherigen Impfmanagement. „Vielleicht ist es überlegenswert, hier auch in eine Online-Terminvergabe zu gehen“, sagte Stohn am Dienstag in Potsdam. „Andere Bundesländer bekommen das auch hin.“ Der Fraktionschef kritisierte, dass rund 9000 Impftermine wegen Lieferverzögerungen beim Impfstoff von Biontech und Pfizer umgebucht werden mussten.

„Was mich allerdings wirklich ärgert ist, dass Terminabsagen da erfolgt sind.“ Bei der Vereinbarung neuer Termine seien so seltsame Ergebnisse herausgekommen, dass Menschen aus Niedergörsdorf (Kreis Teltow-Fläming) Terminangebote in Prenzlau (Uckermark) bekommen hätten. „Das ist sehr irreführend.“

14.28 Uhr: Zwei weitere Fälle von Virus-Mutation in Berlin - „Erfreuliche Nachricht“

Am Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum sind zwei weitere Fälle der britischen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt seien damit 24 Fälle bekannt, sagte der Leiter des Gesundheitsamts Reinickendorf, Patrick Larscheid, am Dienstag. Er sprach von einer „erfreulichen Nachricht“, denn es stünden momentan keine weiteren Testergebnisse aus. Vivantes teilte am Nachmittag mit, dass bisher noch nicht alle Mitarbeiter getestet worden seien.

Am Dienstagmittag berichtete Larscheid, dass rund 1700 Mitarbeiter und knapp 400 Patienten untersucht worden seien. Nach Darstellung von Vivantes am Dienstagnachmittag wurden alle rund 450 Patienten des Reinickendorfer Klinikums getestet. Von den rund 1700 Mitarbeitern haben demnach bisher 1583 einen PCR-Test hinter sich. Bei 11 von ihnen sei die Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Zudem seien 13 Patienten betroffen. Larscheid hatte zuvor von 14 betroffenen Patienten und 10 Mitarbeitern berichtet.

14.07 Uhr: Polizei warnt vor Fake-News zu Masken

Die Polizei warnt über Twitter vor Fake-News zu Masken. Zurzeit würden eine Warnung verbreitet, nach der Unbekannte mit Betäubungsmitteln versetzte Masken verteilen würden, um die Opfer dann auszurauben. Laut Polizei sei kein einziger solcher Fall bekannt.



13.55 Uhr: Kalayci sieht bei Corona keinen Grund zur Entwarnung

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat angesichts zuletzt sinkender Corona-Infektionszahlen vor verfrühtem Optimismus gewarnt. Das Infektionsniveau insgesamt sei nach wie vor viel zu hoch, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag nach der Senatssitzung. „Auch die Tatsache, dass Virusmutanten auch in Berlin entdeckt worden sind, zeigt, dass die Lage sehr ernst ist.“ Über die Mutation und womöglich höhere Ansteckungsgefahren wisse man noch zu wenig. Es sei also „keine Entwarnung da“, so Kalayci.

Als Ziel gab die Senatorin eine Inzidenz von 30 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche aus. Bei diesem Niveau könnten Infektionsketten von den Gesundheitsämtern wieder erkannt und durchbrochen werden. Noch sei Berlin davon aber weit entfernt. Am Montag lag der Inzidenzwert bei 108,4. Deshalb sei es richtig, die Regeln zur Eindämmung der Pandemie wie die Kontaktreduktion auf ein Minimum weiter einzuhalten.

13.05 Uhr: 97.855 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 97.855 Impfdosen verabreicht worden. Das entspricht einer Impfquote von 2,1 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 2,0. Spitzenreiter unter den Bundesländern sind Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz (jeweils 3,2 Prozent). Insgesamt wurden in Deutschland 1.921.689 Impfdosen verabreicht.

12.30 Uhr: Bildungsverwaltung will Lernraum Berlin grundlegend überarbeiten

An die zentrale Plattform für den Online-Unterricht der Hauptstadt, den Lernraum Berlin, sollen IT-Spezialisten noch einmal Hand anlegen, um künftig Überlastungen zu vermeiden. Zur mittel- und langfristigen Sicherstellung des Betriebs werde die Architektur der Lernplattform grundlegend überarbeitet, teilte die Senatsverwaltung für Bildung auf eine schriftliche Anfrage des FDP-Abgeordneten Paul Fresdorf an das Abgeordnetenhaus mit. „Derzeit wird ein Konzept erstellt, den Lernraum Berlin in eine Instanz pro Schule zu splitten und diese zentral zu verwalten“, heißt es in der Antwort.

11.56 Uhr: Impftermine - Linke fordert Nonnemacher zum Handeln auf

Angesichts der Schwierigkeiten bei der Terminvergabe für die Corona-Impfzentren hat die oppositionelle Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) zum Handeln aufgefordert. „Die Ministerin ist nicht schuld daran, dass es zu wenig Impfdosen gibt“, sagte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag. „Aber sie hat die Verantwortung bei der Organisation und der Kommunikation.“

Die Termine können in Brandenburg nur über die Hotline 116117 gebucht werden, die häufig überlastet war. Der Linke-Politiker forderte, dass nun zunächst die Risikogruppen nach dem Vorbild von Berlin schriftlich zu Impfterminen eingeladen werden sollten - damit sich die Betroffenen nicht „in einem Windhundrennen“ selbst um Termine bemühen müssten. Zudem müsse der Transport in die Impfzentren organisiert und finanziert werden. Außerdem solle geprüft werden, wie die Impfungen möglichst bald auch in Hausarztpraxen durchgeführt werden können, forderte Walter.

11.06 Uhr: Weniger neue Corona-Infektionen in Brandenburg - Aber mehr Todesfälle

Die Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus geht in Brandenburg merklich zurück. Innerhalb eines Tages hätten die Gesundheitsämter 352 neue Fälle gemeldet, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Potsdam mit. Vor einer Woche waren es landesweit 644 neue Infektionen. Allerdings ist die Zahl zusätzlicher Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung mit 58 in die Höhe geschnellt. Vor einer Woche waren es 83 neue Todesfälle und damit ein Höchststand. Die Zahl der Corona-Patienten, die in Krankenhäusern behandelt werden, sank mit 977 unter 1000.

Der Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche sinkt für ganz Brandenburg weiter, er lag am Dienstag bei knapp 173 nach 183 am Montag. Das Ziel von Bund und Ländern ist, dass diese Zahl unter 50 liegt. Hotspot bleibt der Kreis Ostprignitz-Ruppin mit einem Wert von 368. Ab einem Inzidenzwert von 300 müssen Kitas schließen. Die Landeshauptstadt Potsdam ist unter die Marke von 100 gefallen.

In Brandenburg sind bisher 63.024 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden, ein Plus im Vergleich zum Vortag von 3479. Darunter sind 1145 Menschen, die schon eine zweite Impfung erhalten haben.

10.48 Uhr: Maskenausgabe in Berlin-Mitte gestartet

Vor dem Rathaus Mitte an der Karl-Marx-Allee war am Dienstagmorgen noch nicht viel los. Zwar warteten im Eingangsbereich sechs Mitarbeiterinnen des Bezirksamts und etliche Boxen voller Masken, aber der große Andrang blieb aus. Vereinzelt kamen Berlinerinnen und Berliner, um Masken abzuholen. Sie müssen lediglich einen Berlinpass oder eine Alternative vorzeigen. Dann bekommen sie fünf Stück. Im Bezirk Mitte gibt es insgesamt 330.000 Masken, um an Bedürftige auszugeben. Der Großteil davon sind medizinische Masken. Für vulnerable Gruppen gebe es laut Bezirksamt aber auch FFP2-Masken.

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8.19 Uhr: Krankenhäuser fordern freie Hand bei Tests auf Corona-Mutation

Patienten und Personal in den deutschen Krankenhäusern sollten aus Sicht der Träger häufiger auf Mutationen des Coronavirus getestet werden. „Wir müssen, vielleicht auch mit Hilfe des Robert Koch-Instituts, die Teststrategie in den Krankenhäusern offensiver gestalten, weiter aufmachen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, am Dienstag im Inforadio vom RBB.

Eine Schließung von Krankenhäusern wie im Fall des Berliner Humboldt-Klinikums müsse die Ausnahme bleiben. Sonst breche die medizinische Versorgung zusammen, warnte Baum. Deshalb müsse die Prävention durch Tests gestärkt werden.

„Wir hören immer wieder aus den Krankenhäusern: Wenn die Krankenhäuser das zwei, drei Mal bei einem Patienten machen, gibt es dann gleich Schwierigkeiten mit der Bereitschaft der Kassen, die Rechnungen zu übernehmen.“ Beim Personal sei die Testung nur auf Anweisung der Gesundheitsämter möglich. Sobald eine Mutation auch nur vermutet werde, müsse den Krankenhäusern stattdessen freigestellt werden, wie häufig getestet wird.

6.10 Uhr: Polizei - Trend zu kleinen Corona-Protesten statt Demonstrationen

Die Proteste gegen die Corona-Gesetze laufen nach Einschätzung der Polizei derzeit nicht mehr als große Demonstrationen, sondern in anderen Formen ab. „Es gibt im Moment mehr kleinere Aktionen und ich kann mir auch vorstellen, dass das ein neuer Trend werden könnte“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik. „Derzeit begegnen uns etwa Spaziergänge, die immer wieder in Alt-Köpenick stattfinden. Wir sehen auch Ausweich-Anmeldungen: als Parteigründung, als Gottesdienst oder als Lauftreff getarnt.“

Protestierer würden versuchen, Möglichkeiten zu finden, um ohne Maske und ohne Vorschriften zu demonstrieren, sagte Slowik. „Dieses Vorgehen, bestimmte rechtliche Lücken zu nutzen, könnte sich noch verstärken.“ Ende Dezember hatte auch die Initiative „Querdenken“ aufgerufen, im Moment von großen Demonstrationen Abstand zu nehmen.

Insgesamt habe die Polizei derzeit mit deutlich weniger Demonstrationen zu tun, das sei aber normal im Januar wegen des Wetters, sagte Slowik. Komme es aber doch zu größeren Kundgebungen, gebe es oft auch Schwierigkeiten mit dem Befolgen der Abstands- und Maskenpflicht.

Die Polizei würde während der andauernden Corona-Pandemie eine erneute Begrenzung der Teilnehmerzahl von Demonstrationen sehr begrüßen, sagte Slowik weiter. „Im ersten Lockdown war das so. Nun hat man sich politisch dagegen entschieden. Für uns macht es das schwieriger.“ Klar sei aber: Friedliche Demonstrationen und öffentliche Kritik seien weiterhin selbstverständlich erlaubt. „Es ist völlig in Ordnung, es geht doch lediglich darum, dabei den Abstand einzuhalten und eine Maske zu tragen.“

6 Uhr: Große Impfbereitschaft in Brandenburger Pflegheimen

Die Impfbereitschaft in Brandenburger Pflegeheimen ist nach ersten Einschätzungen der Träger groß.Die mobilen Impfteams seien in enger Abstimmung mit den Angehörigen und schafften ein angenehmes Umfeld, begründete die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Anne Baaske, die positive Entwicklung. Die Zusammenarbeit mit weiteren Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen etwa bei der Erarbeitung einer Aufklärungskampagne zum Thema Impfen sei eng.

Allein in Ostbrandenburg wollen sich nach Einschätzung des AWO-Bezirksverbandes 90 Prozent der Bewohner von Einrichtungen des Trägers impfen lassen.

Von hoher Impfbereitschaft in ihren Pflegeeinrichtungen berichtete auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in seinen landesweit 22 Einrichtungen. Vom Regionalverband Mittel-Brandenburg hieß es, in vier von fünf vollstationären Einrichtungen sei die Erstimpfung bereits abgeschlossen. Ein Großteil der Senioren lasse sich impfen.

In acht der insgesamt 14 DRK-Pflegeheimen wurde bereits das erste Mal geimpft, sagte die Sprecherin des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes Brandenburg, Marie-Christin Lux. In Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) habe auch schon die zweite Impfung stattgefunden. In drei weiteren Einrichtungen seien Impftermine vereinbart worden. Pflegeeinrichtungen ohne Termin erhielten im Lauf der Woche ein Impfangebot.

In Brandenburg hatten am 27. Dezember die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind bislang mehr als 8000 Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen geimpft worden. Die Zahl der bisher insgesamt im Land durchgeführten Corona-Schutzimpfungen liegt bei 59.545 (Stand: Sonntag).

4.30 Uhr: Berlin erwartet neue Corona-Impfstoff-Lieferung

Berlin erwartet heute eine neue Lieferung von Corona-Impfstoff. Laut Gesundheitsverwaltung sollen 23.400 Dosen des Herstellers Pfizer/Biontech eintreffen. Auch eine Lieferung mit 3600 Dosen Impfstoff des Herstellers Moderna soll im Laufe dieser Woche ankommen. Einen genauen Termin dafür nannte die Gesundheitsverwaltung bislang noch nicht.

In den nächsten Wochen sollen sich die gelieferten Mengen mehr verstetigen, nachdem es hier zuletzt geruckelt hatte und Berlin sich - wie alle anderen Bundesländer auch - mit geringeren Lieferumfängen als geplant begnügen musste.

Seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember wurden in Berlin laut Robert Koch-Institut (RKI) 92.800 Dosen gespritzt, rund 18.200 Menschen erhielten bereits ihren zweiten Pikser. Für eine Immunisierung muss jede Person im Abstand von mehreren Wochen zweimal geimpft werden.

4 Uhr: Senat berät über Virus-Mutation und Homeoffice

Bei den Beratungen des Senats (10 Uhr) steht ein weiteres Mal die Corona-Pandemie im Mittelpunkt. es geht u.a. um die befürchtete Ausbreitung der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 in Berlin. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) informiert über den aktuellen Stand.

Außerdem besprechen die Senatsmitglieder, wie die Arbeit im Homeoffice ausgeweitet werden kann. Dazu hat es bereits bei der Bund-Länder-Schalte am Dienstag vergangener Woche einen Beschluss gegeben: Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Der Senat hatte dazu anders als etwa zur Verschärfung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr noch nichts beschlossen, könnte das nun aber nachholen.

3.30 Uhr: Siebtes Impfzentrum in Brandenburg geht an den Start

Trotz reduzierter Impfstoffmengen wird in Brandenburg/Havel heute ein weiteres Impfzentrum eröffnet. Im Stahlpalast im Westen der Stadt sollen täglich rund 70 Menschen geimpft werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) mitteilte. Die operative Leitung des Zentrums hat der DRK-Kreisverband Brandenburg/Havel übernommen, Unterstützung erhält er von der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Arbeiter-Samariter-Bund.

Es ist das siebte Impfzentrum, das in Brandenburg eröffnet wird. Am Mittwoch soll ein weiteres Zentrum in Eberswalde an den Start gehen, am Donnerstag steht die Eröffnung in Prenzlau an. Bis Ende Februar sollen nach Angaben der Staatskanzlei in allen 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten Impfzentren errichtet werden. Da es Lieferverzögerungen beim Impfstoff gibt, wurden Termine nur noch reduziert angeboten.

+++ Montag, 25. Januar 2021 +++

18 Uhr: Gesundheitsstadtrat rechnet Ende Februar mit Impf-Ende in Pflegeheimen

Nach Einschätzung von Tempelhof-Schönebergs Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck (SPD) könnte das Gros der Menschen in den stationären Pflegeeinrichtungen im Bezirk bis Ende Februar gegen das Coronavirus geimpft worden sein. "Das schließt die zweite Impfung mit ein", so Schworck im Gesundheitsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am Montagabend. "Ich rechne damit, dass wir ab Ostern insgesamt eine deutliche Entspannung spüren werden", so der Stadtrat mit Blick auf das Infektionsgeschehen. Aber auch die älteren Menschen, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben, müssten zügig geimpft werden.

17.31 Uhr: Kontrollen bei Flügen aus besonderen Gefahrengebieten

Die Bundespolizei hat mit Blick auf die Corona-Pandemie ihre Kontrolle von Flügen am Flughafen BER in Schönefeld intensiviert. Am Sonntag seien sieben Flüge aus sogenannten Hochinzidenzgebieten kontrolliert worden. Die meisten Passagiere hätten die erforderlichen Nachweise gehabt, teilte die Behörde am Montag mit. 40 Menschen seien wegen eines fehlenden Corona-Tests an ein Testzentrum verwiesen worden. In 58 Fällen gab es Mängel bei den Formalien.

Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Dazu zählen in der Regel Länder mit einem Inzidenzwert über 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche. Es können aber auch weitere Länder unter dieser Marke unter bestimmten Bedingungen zu Hochinzidenzgebieten erklärt werden. In diese seit Sonntag geltende Kategorie fallen neben anderen Ländern auch die Urlaubsländer Spanien, Portugal und Ägypten, die USA, das Nachbarland Tschechien und mehrere Balkanländer. Die Bundespolizei verwies auf die Übersicht des Robert Koch-Instituts, die auch Risikogebiete und Virusvarianten-Gebiete auflistet.

17.21 Uhr: BER-Chef erwartet mehrjährige Durststrecke

Der neue Hauptstadtflughafen BER wird aus Sicht der Betreiber noch mehrere Jahre nicht ausgelastet sein. Ein Ende der Reisebeschränkungen sei erst zu erwarten, wenn ein Impfstoff gegen das Coronavirus global und flächendeckend zur Verfügung stehe, teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Montag mit. „Die Flughafengesellschaft rechnet deshalb erst im Jahr 2025 mit einer Erholung des Flugverkehrs auf Vorkrisenniveau.“ Bis dahin werde der Staatsbetrieb weiter Geld von seinen Eigentümern benötigen, den Ländern Berlin und Brandenburg und dem Bund.

„Wir als Unternehmen werden alle Anstrengungen unternehmen, bis dahin so kostengünstig wie möglich zu arbeiten“, sicherte Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung zu. Er hatte dem Kontrollgremium die Aussichten für die nächsten Jahre dargelegt. Demnach könnte das Vorkrisen-Niveau von knapp 36 Millionen Fluggästen pro Jahr im besten Fall 2023 erreicht werden, im schlechtesten Fall 2027.

17.17 Uhr: Corona-Mutation auch in der Charité aufgetaucht

Auch in der Charité ist die Mutation B.1.1.7 des Corona-Virus aufgetaucht. Die Probe wurde nach Abgaben eines Sprechers der Universitätsklinik von einer „symptomatischen Person“ in der Zentralen Notaufnahme der Charité genommen. Die Person befinde sich auf einer COVID-19 Normalstation in Isolation und werde dort behandelt.

17.02 Uhr: Pop will „Überbrückung für die Überbrückungshilfe“

Angesichts der schleppenden Auszahlung von Corona-Hilfen für Unternehmen im Lockdown will Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop die Banken mit ins Boot holen. Sie wolle auf die Hausbanken zugehen, damit diese Firmen in Not Überbrückungskredite bereitstellen, sagte die Grünen-Politikerin am Montag im Wirtschaftsausschusss des Abgeordnetenhauses. Ziel sei, so die Zeit zu überbrücken, bevor die eigentlichen Hilfszahlungen vom Bund kommen. Pop sprach von einem Versuch, „Überbrückung für die Überbrückungshilfe“ zu organisieren.

Viele Unternehmen kommen im Lockdown zunehmen in die Bredouille, weil vom Bund zugesagte Hilfsgelder - sogenannte Überbrückungshilfen - für November und Dezember nur schleppend fließen. Besserung wurde zwar versprochen. Pop zufolge wurde aber allein von den Novemberhilfen erst ein Drittel an Berliner Antragsteller ausgezahlt, konkret 130 Millionen Euro von rund 350 Millionen Euro.

Pop unterstrich, dass sie diese Situation nicht akzeptabel findet. „Es muss jetzt endlich gehandelt werden“, forderte sie an die Adresse des Bundes. Gleichzeitig erläuterte sie, dass das Land die Auszahlung nicht einfach beschleunigen könne, etwa durch eigene Vorauszahlungen. Das sei schon technisch und wegen fehlender Antragsdaten kaum möglich. Das Land Berlin könne nicht die Probleme des Bundes lösen.

SPD-Fraktionsvize Jörg Stroedter nannte Pops Banken-Plan absurd. „Das ist überhaupt keine Lösung“, sagte er im Ausschuss. „Die Banken geben dort Geld, wo schon Geld ist. Wo Probleme sind, geben die Banken kein Geld.“ Einzige Lösung sei eine Vorfinanzierung von Hilfszahlungen durch das Land. Es gehe um viele Existenzen, Berlin steuere auf eine große Insolvenzwelle zu.

16.20 Uhr: 27 weitere Tote, 369 Neuinfektionen, Inzidenz bei 108,4

In Berlin sind 27 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2067. Das meldet die Senatsgesundheitsverwaltung am Montag.

369 neue Infektionen wurden bestätigt, 160 waren es gestern. 12.913 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 13.466 waren es am Sonntag. 102.144 Menschen gelten inzwischen als genesen.

387 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier Patienten weniger als am Sonntag. 1420 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, sechs weniger als am Sonntag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,5 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 108,4 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,04 Grün.

Corona-Zahlen in den Berliner Bezirken

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Berliner Bezirken

14.08 Uhr: Polizei löst Feier und Versammlung im Landkreis Märkisch-Oderland auf

Die Polizei hat am Sonntag im Landkreis Märkisch-Oderland zwei illegale Partys aufgelöst. In Rüderdorf wurde ihnen von Anwohnern eine Ruhestörung aus einer Wohnung gemeldet. Als Polizisten vor Ort eintrafen, entdeckten sie acht Menschen, von denen sieben nicht zu dieser Wohnung gehörten. Bis auf den Mieter mussten alle die Räumlichkeiten verlassen. Die Personalien wurden dem zuständigen Gesundheitsamt übermittelt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Im Ortsteil Buchholz bei Altlandsberg löste die Polizei eine illegale Versammlung auf. Etwa 30 Menschen hatten sich getroffen. Einige der Anwesenden hatten sich der Polizei zufolge gelbe Sticker angesteckt, welche die Aufschrift „Umarmbar“ trugen. Ein 54-Jähriger wurde den Angaben zufolge als Redner der Versammlung ausgemacht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Zudem wurde das Gesundheitsamt wegen des Verstoßes gegen die Corona-Regeln informiert.

13.56 Uhr: Brandenburg impft weiter in Zentren - aber gedrosselt

In Brandenburg sollen die Impfungen gegen das Coronavirus auch weiterhin in den Impfzentren des Landes und durch mobile Teams in Altenheimen erfolgen. Impfungen in Hausarztpraxen seien erst einmal nicht vorgesehen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Hausärzte hatten sich für das Impfen in den Praxen ausgesprochen, so könnten auch Termine besser koordiniert werden als über die bundesweite Hotline 116 117. Dabei hatte es immer wieder Probleme gegeben. „Solange wir nicht genügend Impfstoff haben, verbleibt das Impfen in den Zentren“, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse. „Sonst müssten wir an anderer Stelle streichen.“

Gestrichen wurden Termine bereits von rund 9000 Menschen in Brandenburg, die bereits einen Impftermin in den drei Zentren Cottbus, Potsdam und Schönefeld vereinbart hatten. Wegen Lieferverzögerungen beim Impfstoff werden dort jetzt zunächst nur noch Menschen mit der zweiten Impfung versorgt. Alle Erstimpfungen sind vorerst verschoben worden. Wann die Betroffenen einen neuen Termin bekommen, ist nach Ministeriumsangaben derzeit noch unklar.

Seit Sonntag konnten wieder Termine über die Hotline in den Impfzentren Frankfurt (Oder), Oranienburg, Elsterwerda, Brandenburg/Havel, Prenzlau, Luckenwalde, Eberswalde und Kyritz vereinbart werden. Bereits am Sonntagnachmittag waren Frankfurt (Oder) und Oranienburg ausgebucht - am Montagnachmittag dann alle bis auf Prenzlau, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB) mitteilte. Wegen der Engpässe werden demnach zunächst nur Termine bis zum 12. Februar vergeben, rund 7500 Impfungen sollen bis dahin verabreicht werden. In den Altenheimen wird weiter geimpft - nicht jedoch in Kliniken.

13.55 Uhr: Brandenburg erhält weitere Impfstoffdosen

Brandenburg erhält nach Ministeriumsangaben in dieser Woche 17.550 Impfstoffdosen des Herstellers Biontech/Pfizer, dabei geht das Ministerium von sechs anstatt bislang fünf Dosen je Impffläschchen aus. Hinzukommen 2400 Dosen von Moderna. Dass sechs Dosen gewonnen werden können, gelinge aber nicht immer, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse. Insgesamt seien es daher 25 Prozent weniger Impfstoff für das Land als erwartet.

12.48 Uhr: Gesundheitsverwaltung teilt Lieferplan für Impfstoffe mit

Die Gesundheitsverwaltung hat am Montag einen aktualisierten Lieferplan für die bislang zwei genehmigten Impfstoffe erhalten. Demnach erwartet Berlin in dieser Woche 23.400 Impfdosen von Biontech/Pfizer. In der kommenden Woche sind es 29.250. Ab der sechsten Kalenderwoche will das Pharma-Unternehmen jeweils 35.100 Dosen nach Berlin liefern.

Von Moderna werden in dieser Woche 3600 Impfdosen erwartet. Danach steigern sich die Lieferungen langsam. Ab der achten Kalenderwoche sollen 30.000 Impfdosen in Berlin ankommen. Wieviel Dosen Berlin vom dritten Hersteller AstraZeneca erhält, ist noch unklar, da der Impfstoff erst kurz vor der Zulassung steht.

12.46 Uhr: Holocaust-Gedenktag dieses Jahr virtuell für Schulen

Berlins Schüler sollen sich auch dieses Jahr am Holocaust-Gedenktag intensiv mit dem Thema beschäftigen – allerdings aufgrund von Corona anders als die Jahre zuvor. Bislang ermöglichte das „Blumenstraußprojekt“, dass Inge Deutschkorn 2006 ins Leben rief, Schülern am 27. Januar, direkt in Kontakt mit Überlebenden zu treten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Durch die Pandemie geht das nun nicht.

Im „Lernraum Berlin“ werden aber Materialen und Videointerviews bereitgestellt. Außerdem steht ein Link zum Grips-Theater zur Verfügung: Schüler können so das Theaterstück „Ab heute heißt Du Sara“ als Stream sehen. Außerdem bietet die Senatsverwaltung für Bildung an, dass Schüler per Brief mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen.

12.39 Uhr: 3,5 Millionen medizinische Masken werden kostenlos ausgegeben

Rund 3,5 Millionen medizinische Masken sollen in Berlin ab dieser Woche kostenlos unter anderem an Menschen mit geringem Einkommen verteilt werden. Wie der Sprecher der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales, Stefan Strauß, am Montag mitteilte, ist die Auslieferung an die Bezirke bereits am Montag abgeschlossen worden, die dann die Verteilung organisieren. Jeweils fünf kostenlose Masken stehen für Menschen zur Verfügung, die nicht viel Geld in der Tasche haben.

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Einen Anspruch haben nach Angaben des Sprechers nicht nur die rund 682.600 Bedürftigen mit „berlinpass“, den Empfänger von Sozialhilfe und Hartz-IV-Leistungen bekommen, sondern zum Beispiel auch Bafög-Empfänger oder Azubis, die Ausbildungsbeihilfe erhalten.

Die Senatsverwaltung selbst organisiert die Ausgabe von Masken an Wohnungslose und Geflüchtete. So beliefere die Sozialverwaltung die Kältehilfe und das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), die die Masken dann in den entsprechenden Unterkünften verteilten, sagte Strauß.

In allen Fällen geht es überwiegend um sogenannte OP-Masken, zum Teil aber auch um FFP2-Masken, die in erster Linie an gefährdete Personengruppen wie Menschen mit Vorerkrankungen ausgegeben werden sollen, wie der Sprecher erläuterte.

12.19 Uhr: 92.763 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile 92.763 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 2,0 Prozent, wie aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die bundesweite Impfquote liegt demnach bei 1,9 Prozent. Die deutschlandweit höchste Impfquote hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 3,1 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland seit Beginn der Impfkampagne 1.783.118 Impfdosen verabreicht.

12.02 Uhr: Ernst - Voraussichtlich keine Schulöffnung nach den Winterferien

In Brandenburg wird es nach Einschätzung von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) nach den Winterferien voraussichtlich keine Öffnung von Schulen geben. „Wir hätten gern mit den Grundschulen im Wechselmodell gestartet, aber wir müssen feststellen, dass die Infektions-Inzidenzen diese Entscheidung bisher nicht erlauben“, sagte Ernst am Montag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Außerdem sei die Mutation des Coronavirus noch nicht einzuschätzen. „Daher werden wir wohl im Laufe der Woche zu einer Verständigung kommen, dass wir die Grundschulen nicht, wie erhofft, nach den Winterferien im Präsenzunterricht öffnen können.“

12.01 Uhr: Brandenburger Landtagsausschuss billigt neue Corona-Regeln

Der weitgehende Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus gilt in Brandenburg zunächst bis zum 14. Februar weiter. Der Gesundheitsausschuss des Landtags gab am Montag in einer Sondersitzung grünes Licht dafür. Die Mehrheit von acht Abgeordneten der Kenia-Koalition stimmte für die neue Verordnung. Von der AfD und der Linke kamen sechs Gegenstimmen, BVB/Freie Wähler waren im Ausschuss nicht vertreten. Der Linke-Abgeordnete Ronny Kretschmer begründete die Ablehnung seiner Fraktion im Wesentlichen damit, dass Brandenburg im Widerspruch zum Bund-Länder-Beschluss die Kitas grundsätzlich offen halte.

11.55 Uhr: 284 neue Corona-Infektonen in Brandenburg

Dem Gesundheitsministerium in Brandenburg sind am Montag 284 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet worden. Im Vergleich zum Wochenende sank damit die Zahl der Fälle erneut. Am Sonntag waren es 519 neue Corona-Infektionen, am Samstag 724 Fälle. Allerdings melden Landkreise und kreisfreie Städte Zahlen zu Infektionen am Wochenende häufig verzögert. 11 neue Todesfälle im gesamten Land kamen hinzu. Damit starben bislang insgesamt 2125 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung.

Die meisten neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden meldete mit 55 der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, dort stieg die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner mit rund 450 auf den aktuell höchsten Wert in Brandenburg.

11.08 Uhr: BER-Aufsichtsrat berät über Finanzierung in Corona-Krise

Knapp drei Monate nach der Eröffnung des BER nutzen täglich nur einige Tausend Passagiere den neuen Hauptstadtflughafen. Wie die Einnahmeausfälle kompensiert werden, darüber berät der Aufsichtsrat seit Montagmorgen in einer Videokonferenz. Die Finanzen des Staatsbetriebs bilden den Schwerpunkt in der jährlichen Strategietagung des Kontrollgremiums, wie ein Sprecher sagte.

Für dieses Jahr hatte das Unternehmen einen Bedarf von rund 660 Millionen Euro bei seinen Eigentümern angemeldet. Das sind die Länder Berlin, Brandenburg und der Bund. Im Gegenzug soll in der Flughafengesellschaft gespart werden. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ könnte das auch die Bezüge der Geschäftsführung betreffen. Beschlüsse werden aber nicht erwartet.

11.06 Uhr: Gastgewerbe verliert Großteil seines Umsatzes

Die Schließung des Gastgewerbes Anfang November hat die Hoteliers und Gastwirte hart getroffen. In dem Monat machten die Berliner Betriebe durchschnittlich nur ein Viertel des üblichen Umsatzes, Brandenburger die Hälfte - Restaurants etwa mit dem Außer-Haus-Verkauf, Hotels mit Geschäftsreisenden.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bezifferte das Umsatzminus der Branche in Berlin auf 75,1 Prozent verglichen mit November 2019. In Brandenburg lag das Minus bei 51,5 Prozent. Hotels und Pensionen waren dabei jeweils stärker betroffen als die Gastronomie. Das schlägt auf die Beschäftigung durch: Im November arbeitete im Berliner Gastgewerbe knapp ein Viertel weniger Menschen als ein Jahr zuvor. In Brandenburg waren es 17,5 Prozent weniger Beschäftigte.

10.54 Uhr: Amtsarzt über Aufnahmestopp in Klinik - Lage wurde unübersichtlich

Nach dem Aufnahmestopp am Humboldt-Klinikum hat der zuständige Amtsarzt den Schritt mit der zunehmend unübersichtlichen Lage begründet. Es habe sich immer deutlicher abgezeichnet, dass auch wenige andere Fälle, in denen die zuerst in Großbritannien beschriebene Virusvariante (B.1.1.7) entdeckt wurde, in Zusammenhang mit dem Krankenhausausbruch stehen, sagte der Amtsarzt von Reinickendorf, Patrick Larscheid, am Montag bei Radioeins. „Es fing an, so ein bisschen auszufasern.“

Zudem habe es sehr starke Hinweise gegeben, dass sich das Geschehen möglicherweise im Humboldt-Klinikum schon stärker verteilt habe. Es sei nicht mehr deutlich gewesen, ob es sich um einen Ausbruch oder parallele Ausbrüche handle. Den Beteiligten sei ziemlich schnell klar gewesen, dass man keine andere Chance als den Aufnahmestopp habe, „wenn wir überhaupt noch was retten wollen“, erklärte Larscheid. Gleichwohl sei allen bewusst, dass es ein sehr schmerzhafter Schritt sei. Wie genau die Virusmutation in die Klinik gelangte, sei noch unklar - mehrere Hypothesen würden verfolgt, schilderte der Amtsarzt.

10.02 Uhr: Hochzeitsfeier in Reinickendorf mit 55 Gästen aufgelöst

Eine Hochzeitsfeier einer arabischstämmigen Großfamilie in Reinickendorf ist wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln von der Polizei aufgelöst worden. Ein Zeuge hatte ein stetiges Kommen und Gehen aus einer Wohnung in einem Haus in der Hechelstraße festgestellt und die Polizei verständigt.

Als die Einsatzkräfte gegen 18.45 Uhr die Wohnung betraten, stellten sie in den Räumen mehr als 50 Personen fest. Die Personalien aller Anwesenden, 21 Frauen, 22 Männer und zwölf Kinder, wurden überprüft. Gegen die Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet, teilte die Polizei am Montag mit.

Ein Kind stürzte während der Überprüfung und erlitt eine leichte Verletzung am Kopf, die von Rettungskräften versorgt wurde. Mit Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gegen 20.45 Uhr mussten 37 Gäste die Wohnung verlassen. Sie erhielten Platzverweise.

8.24 Uhr: Mehr als 1000 Soldaten sind in Berlin im Corona-Krisen-Einsatz

Rund 1050 Bundeswehrsoldaten sind in Berlin im Einsatz, um Hilfe während der Corona-Pandemie zu leisten. Das teilte das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin auf Anfrage mit. „Sie nehmen unter anderem Aufgaben bei der Kontaktpersonennachverfolgung, der Corona-Hotline, bei der Unterstützung der Pflegeeinrichtungen, beim Betrieb der Impfzentren und der mobilen Impfteams und bei der Impfhotline wahr“, erläuterte ein Sprecher.

Allein in den Berliner Pflegeheimen seien etwa 350 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt, die dort unter anderem Corona-Schnelltests durchführten. In den Bezirken helfen Soldaten nicht zuletzt bei der Kontaktnachverfolgung. Bei der Größenordnung gibt es je nach Gesundheitsamt erhebliche Unterschiede, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In Spandau beispielsweise sind es 20, in Mitte 30, in Tempelhof-Schöneberg 46, in Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow-Köpenick gar keine.

8.07 Uhr: Illegaler Ausflug zur Ostsee - mehrere Anzeigen und Rückreise

Ein illegaler Wochenendausflug an die Ostseeküste hat einer Berlinerin mehrere Anzeigen und eine verfrühte Abreise mit Polizeibegleitung eingebracht. Die 46-jährige Frau sei am Sonnabend auf der Promenade in Warnemünde mit einem Bekannten spazieren gewesen, als sie plötzlich ihr Pfefferspray zückte und gegen drei Hunde sprühte, wie ein Polizeisprecher am Montag erklärte. Zugleich habe die Frau die 55 Jahre alte Hundehalterin und ihren zwei Jahre alten Enkel mit dem Spray besprüht und beleidigt.

Bis die Polizei eintraf soll die sichtlich erregte Berlinerin noch weitere Spaziergänger beleidigt haben. Bei der Kontrolle kam heraus, dass die 46-Jährige mit ihrer Einreise gegen die Corona-Landesverordnung verstoßen haben soll. Zudem werde wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Die Polizei begleitete die Frau zum Bahnhof, wo sie zur Abreise aufgefordert wurde. Ihr Begleiter, der in der Region wohnte, habe sich nicht beteiligt, hieß es.

6.21 Uhr: Vivantes organisiert Shuttle- und Einkaufsdienste für Mitarbeiter

Da das Humboldt-Klinikum unter Quarantäne gestellt wurde, gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vivantes eine Pendelquarantäne - sie dürfen nur zwischen ihrem Zuhause und der Klinik unterwegs sein. "Vivantes organisierte Shuttle- und Einkaufsdienste, um die rund 1700 Mitarbeitenden bei der Umsetzung zu unterstützen", hieß es auf Twitter.

5.32 Uhr: Berliner WLAN-Netz wächst auch in Pandemiezeiten

Die Zahl der städtischen WLAN-Hotspots in Berlin hat sich 2020 trotz Corona-Pandemie vervierfacht - obwohl der Ausbau nicht wie geplant vonstatten ging. Grund für den Zuwachs auf mittlerweile 8000 Zugangspunkte ist die Verknüpfung des kommunalen Netzes „Free Wifi Berlin“ mit dem Hochschul-Netzwerk „eduroam, wie Medienstaatssekretär Christian Gaebler der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Im Ergebnis können 6000 Hotspots, die bisher den Studenten und dem Personal von acht Hochschulen vorbehalten waren, nun von jedermann kostenlos und anonym zum Surfen genutzt werden. Gleichzeitig können Studenten auch über „Free Wifi Berlin“ auf ihre Lehrmaterialien zugreifen - müssen sich dabei also nicht mehr zwingend in der Nähe ihrer Hochschule aufhalten.

3.32 Uhr: Berliner Staatsbibliothek wird digital eröffnet

Die 1661 gegründete Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden wird am Montag (13.00 Uhr) mit einem digitalen Festakt wiedereröffnet. Die Festansprache hält Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

Die Staatsbibliothek war in mehreren Abschnitten seit 2005 bei laufendem Betrieb für 470 Millionen Euro saniert worden. Der reguläre Betrieb kann coronabedingt noch nicht losgehen. Sobald es die Pandemie-Bestimmungen erlaubten, würden die Tore zum Gebäude geöffnet.

+++ Sonntag, 24. Januar 2021 +++

18.26 Uhr: Linke fordert Masken und Corona-Tests für Kita-Mitarbeiter

Die Brandenburger Linke fordert einen besseren Schutz für Kita-Erzieher gegen das Coronavirus. „Wenn entgegen der Vereinbarungen der Bundesländer die Kitas offengehalten werden sollen, dann muss das Land auch die Verantwortung für einen sicheren Betrieb schaffen“, sagte die Landesvorsitzende Katharina Slanina.

Die Mitarbeiter seien tagtäglich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Schon im Rahmen der Notbetreuung sei die Auslastung im Kita- und Hortbetrieb hoch. „Wir fordern daher die Ausstattung des Kita- und Hortpersonals mit medizinischen Schutzmasken, engmaschige Schnelltests und regelmäßige PCR-Tests“, so Slanina.

Trotz des harten Lockdowns sollen die Kitas in Brandenburg geöffnet bleiben. Das Ministerium appelliert aber an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Steigt der Wert der Neuinfektionen in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auf über 300, müssen die Einrichtungen laut der ab Samstag geltenden neuen Verordnung schließen - aber auch unterhalb können die Kommunen ihre Kitas schließen, wenn es aufgrund des regionalen Infektionsgeschehens notwendig ist.

18.08 Uhr: Labor in Cottbus untersucht Corona-Virusmutationen

Um Mutationen des Coronavirus frühzeitig zu entdecken und Informationen über die Ausbreitung zu erhalten, entsteht am Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus ein Referenzlabor. Ab Mitte Februar könnten in dem Labor in größerem Maßstab Proben zusätzlich auf mögliche Mutationen des Sars-CoV2-Virus analysiert werden, teilte das Ministerium mit.

„Viren verändern sich ständig. Die entscheidende Frage ist, ob ein Virus dadurch gefährlicher wird“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Eine Genomsequenzierung sei sehr aufwendig, aber wichtig, um die tatsächliche Ausbreitung einschätzen zu können. Es sei daher eine sehr gute Nachricht, dass es in Kürze auch in Brandenburg ein Labor gebe, das diese Sequenzierung durchführen könne, so Nonnemacher.

„Zukünftig können wir uns in Brandenburg ein genaues Bild davonmachen, ob neue Virusmutationen hier schon angekommen beziehungsweise inwieweit sie schon verbreitet sind“, so Heidrun Peltroche, Chefärztin der Mikrobiologie am Klinikum. Das Ministerium unterstützt das Labor nach eigenen Angaben mit 529.000 Euro.

17.44 Uhr: Michael Müller - Debatte über Lockerungen wenig sinnvoll

Für Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) kommt die Debatte über Lockerungen der Coronamaßnahmen nach dem zunächst bis Mitte Februar vereinbarten Lockdown zu früh. „Jetzt über konkrete Daten für Lockerungen zu sprechen, wo wir kaum absehen können, wie sich die britische Mutante in den nächsten drei Wochen auswirkt, halte ich aktuell für wenig sinnvoll“, sagte Müller der „Berliner Zeitung“.

Der Ausbruch am Humboldt-Klinikum in Berlin-Reinickendorf, bei dem sich 20 Menschen mit der Corona-Mutation angesteckt haben, bereitet Müller seinen Angaben zufolge große Sorgen. „Es muss jetzt alles darangesetzt werden, die Infektionszahlen weiter zu senken, und da sind wir bundesweit, aber vor allem auch in Berlin, auf dem richtigen Weg. Ein unbedachter Abbruch dieses Wegs wäre fatal.“

16.23 Uhr: Zahl der Neuinfektionen sinkt, zwei Ampeln weiter auf Rot

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2040.

160 neue Infektionen wurden bestätigt, 463 waren es am Sonnabend. Fünf Bezirke haben keine Zahlen übermittelt. 13.466 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 13.763 waren es am Sonnabend. 101.249 Menschen gelten inzwischen als genesen.

391 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, ein Patient weniger als am Sonnabend. 1414 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 22 weniger als am Sonnabend.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,5 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 110,3 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,00 Grün.

Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

7-Tage-Inzidenz in den Berliner Bezirken

14.32 Uhr: Elternausschuss - Abiturprüfungen an Lage anpassen

Der Landeselternausschuss bei der Berliner Senatsverwaltung für Bildung fordert eine Anpassung der Regelungen für die Abiturprüfungen an die Pandemielage. „Die dafür notwendigen Entscheidungen müssen zeitnah, verbindlich und umsichtig getroffen werden“, hieß es in einer Mitteilung von Sonntag.

Prüfungstermine für das Abitur sollten „sehr dicht“ an das regulär Schuljahresende verschoben, Schwerpunkte für die Prüfungen konkretisiert werden. Gleichzeitig gelte es, die Anzahl der Klassenarbeiten und Klausuren zu reduzieren und die Auswahl der Klausurthemen im Abitur zu vergrößern.

Der Landeselternausschuss fordert zudem eine Verlängerung der Unterrichtszeit um drei Wochen ohne Ferienzeiten einzurechnen. Das Festhalten an den Abiturprüfungen sei ein aktuell gangbarer und sinnvoller Weg, wenn es von Mitte Februar an wieder „zumindest teilweisen Präsenzbetrieb“ gebe. „Falls die Pandemielage eine Rückkehr zum teilweisen Präsenzbetrieb nicht zulässt, darf ein Nachdenken über den Ausfall der Abiturprüfungen kein Tabu sein.“ Dabei müsse der Senat sicherstellen, dass die Abiturnoten international anerkannt würden.

13.58 Uhr: Berliner Labore suchen jetzt gezielt nach Corona-Mutationen

Angesichts der Ausbreitung der Coronavirus-Mutationen werden die Berliner Labore ab dieser Woche alle positiven Tests auf Mutationen untersuchen. Dies kündigte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gegenüber der Berliner Morgenpost an. „Alle Berliner Labore werden mitmachen und gezielt nach Virus-Mutationen suchen“, sagte Kalayci der Morgenpost. Alle Details zum Umgang mit Corona-Mutationen in Berlin lesen Sie hier.

12.40 Uhr: Sieben-Tage-Wert bei Corona-Infektionen in Brandenburg unter 200

Am Wochenende ist in Brandenburg die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 Fälle gesunken. Bei rund 187 von 100.000 Menschen wurde in den vergangenen sieben Tagen eine Infektion nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Am Sonnabend lag der Wert bei 193,7 Fällen. Vor einer Woche waren es noch rund 231 Neuansteckungen. Das Ziel von Bund und Ländern ist, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

Innerhalb eines Tages infizierten sich 519 Menschen nach Ministeriumsangaben nachweislich mit dem Coronavirus. Am Sonnabend waren es 724. Am Wochenende können Zahlen aber verzögert gemeldet werden. Die meisten Infektionen meldete der Landkreis Dahme-Spreewald (82).

In Ostprignitz-Ruppin stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 394,5 von 337,9 am Sonnabend. In Spree-Neiße wurden rund 283 von 100.000 Menschen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert. Am Sonnabend lag der Wert bei 321,0 Fällen. In Cottbus sank der Wert im Vergleich zum Samstag von 311,0 auf 244,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Sonntag. In Brandenburg müssen Kitas schließen, wenn die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über 300 steigt. Ansonsten dürfen sie öffnen.

Landesweit sind insgesamt 559 von 705 Intensivbetten belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Sonntag hervorgeht. 146 Intensivbetten sind demnach noch frei, weitere 318 könnten binnen einer Woche aufgestellt werden.

4.32 Uhr: Berliner Clubs rechnen nach Corona mit längerer Anlaufphase

Die Berliner Clubs rechnen bei einem Neustart nach der Corona-Krise mit einer längeren Anlaufphase. „Wir sind die Ersten, die geschlossen wurden, und wir sind die Letzten, die wieder öffnen dürfen“, sagte Club-Betreiberin Pamela Schobeß („Gretchen“), die auch für die Szene spricht, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wissen überhaupt nicht, wann es weitergeht und wie es weitergeht.“ Ohne die Hilfen von Bund und Ländern, die bis Juni gesichert sind, ginge es überhaupt nicht, sagte die Vorsitzende des Dachverbands Clubcommission. Was ihr wichtig ist: Wenn es irgendwann wieder eine Anlaufphase gibt, braucht es weiter Hilfe. „Es kann nicht von Null auf Hundert gehen.“

Konzerte brauchten Vorlauf, so Schobeß. Die Touristen werden demnach erst nach und nach wiederkommen. Und: „Sehr viele Leute werden weniger Geld fürs Ausgehen haben.“ Laut Schobeß werden die Auftritte von DJs und Musikern von diesem März bereits auf den März 2022 verschoben. Und bis das Nachtleben wieder wie vor der Krise ist, könnte es bis Ende 2022 dauern. Die Clubs in Deutschland sind seit März 2020 mehr oder weniger in der Zwangspause.

0 Uhr: Verschärfte Maskenpflicht und neue Kita-Regeln in Berlin

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt in Berlin seit Sonntag eine verschärfte Maskenpflicht. In Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen, aber auch beim Arzt oder in der Kirche ist nun das Tragen einer besser schützenden „medizinischen Maske“ vorgeschrieben - bei Androhung von Bußgeld. Das können FFP2-, KN95- oder OP-Masken sein. Die weit verbreiteten Alltagsmasken aus Stoff oder andere Bedeckungen des Mundes und der Nase sind dann nicht mehr erlaubt.

Auch neue Regeln für Kitas treten in Kraft. Demnach sollen nur noch diejenigen Familien ihre Kinder in die Kita schicken dürfen, in denen mindestens ein Elternteil in einem sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet. Hinzu kommen Kinder von Alleinerziehenden oder aus Familien in einer sozial schwierigen Situation.

Hintergrund: Im Lockdown waren Kitas zuletzt gut gefüllt - obwohl sie eigentlich nur in Einzelfällen eine Notbetreuung anbieten sollen. Mit Hilfe klarerer Kriterien will der Senat die Betreuungsquote nunmehr auf maximal 50 Prozent der normalen Kapazität begrenzen.

Lesen Sie hier: Die verschärften Corona-Regeln in der Übersicht

+++ Sonnabend, 23. Januar 2021 +++

17 Uhr: 463 Neuinfektionen, 18 weitere Tote, Inzidenz bei 111,0

In Berlin sind 18 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2039.

463 neue Infektionen wurden bestätigt, 615 waren es am Freitag. 13.763 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 14.213 waren es am Freitag. 100.793 Menschen gelten inzwischen als genesen. Bisher gab es in Berlin laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts 83.689 Impfungen.

392 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, drei Patienten mehr als am Freitag. 1436 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 61 weniger als am Freitag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 30,6 Prozent weiter auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 111,0 auch weiter auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,91 Grün.

Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

7-Tage-Inzidenz in den Berliner Bezirken

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