Warnung

Keim gefunden: Iden Berlin ruft Fingermalfarben zurück

Malende Kinder (Symbolbild)

Malende Kinder (Symbolbild)

Foto: Federico Gambarini / dpa

Ein Verzehr durch Kinder sei aber „sehr unwahrscheinlich“, teilte das Unternehmen mit.

Berlin. Die Firma Iden Berlin hat Idena-Fingermalfarben mit rot-weißer Verpackung zurückgerufen. Bei einer Routinekontrolle sei bei der blauen Farbe der Keim Pseudomonas aerugionosa gefunden worden, teilte das Unternehmen am Montag auf dem Portal Lebensmittelwarnung.de mit. Betroffen seien Dosen mit der Chargennummer 18-03-119/2020-01 (Farbe Blau). Produkte aus neueren Lieferungen - mit einer schwarz-gelben Verpackung - seien nicht betroffen.

Ein Verzehr durch Kinder sei „sehr unwahrscheinlich“. Die Farben enthalten demnach einen gesetzlich vorgeschriebenen Bitterstoff. Dieser mache einen Verzehr fast unmöglich. Eine Gefahr bestehe nach Unternehmensangaben nur bei ungünstigen Umständen wie etwa einer offenen Wunde. Dennoch werde von einer Verwendung der Fingerfarben aus der betroffenen Charge auch bei gesunden Menschen dringend abgeraten, hieß es weiter.

Bei dem Stäbchenbakterium handelt es sich um einen weitverbreiteten Boden- und Wasserkeim. Die Bakterien leben in feuchten Milieus und gelten laut dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung als wichtiger Krankenhauskeim und Lebensmittelverderber. Vor allem bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können sie Infektionen auslösen.

Kunden, die die Fingerfarben gekauft haben, sollten diese entweder im Handel zurückgeben oder sich an m.funk@iden.de wenden.

( dpa )