Straßenbahn

Tramstrecke zur Turmstraße erhält Baurecht

Christian Latz
Vom Hauptbahnhof soll die Tram künftig bis Moabit rollen.

Vom Hauptbahnhof soll die Tram künftig bis Moabit rollen.

Foto: Paul Zinken / picture alliance / dpa

Noch in diesem Sommer könnte der Bau der Verlängerung der Straßenbahn vom Hauptbahnhof zur Turmstraße beginnen.

Berlin. Der Bau der neuen Tramstrecke zur Turmstraße wird wohl doch schon in diesem Sommer beginnen. Der dafür nötige Planfeststellungsbeschluss ist nun erteilt worden. Neben der neuen Straßenbahnverbindung in Adlershof könnte es mit der Verlängerung der Linie M10 ab Hauptbahnhof dadurch zum Baustart eines zweiten Straßenbahnprojekts in dieser Legislaturperiode kommen.

Die Entscheidung, über die zunächst das „Neue Deutschland“ berichtete, erging schon am 14. Dezember. Mittlerweile ist der gültige Planfeststellungsbeschluss auch im Internet einsehbar. Die 2,2 Kilometer lange Strecke führt vom Hauptbahnhof kommend über die Invalidenstraße und Alt-Moabit, biegt dann vor der JVA Moabit nach Norden in die Rathenower Straße ab und schwenkt anschließend am Kriminalgericht nach Westen in die Turmstraße. Dieser folgen die Tramgleise bis zum gleichnamigen U-Bahnhof. Von dort aus soll die Strecke künftig weiter bis zum S- und U-Bahnhof Jungfernheide führen, so die Pläne. Entlang der Strecke soll der neue Abschnitt fünf Straßenbahnhaltestellen erhalten: Lesser-Ury-Weg, Alt-Moabit/Rathenower Straße, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße/Lübecker Straße sowie U-Bahnhof Turmstraße.

Der Bau der Tramstrecke verzögert sich seit Jahren. Ursprünglich hätten bereits Ende 2020 die Bahnen rollen sollen. In der Zwischenzeit sind auch die Kosten gestiegen. Statt 20 Millionen Euro rechnet die Senatsverkehrsverwaltung nun mit gut 30 Millionen Euro für den Bau. Zudem müssen 52 Bäume gefällt werden.