Fußball

Labbadia und Preetz wollen Zusammenhalt: Zweikämpfe im Fokus

Hertha BSC befindet sich im Stimmungstief. Nach der Niederlage in Bielefeld geht es für die Berliner nach Köln. Trainer Bruno Labbadia fordert eine andere Mentalität, Manager Michael Preetz will mehr Zusammenhalt. Fehlen wird wohl nicht nur ein Schlüsselspieler.

Trainer Bruno Labbadia aus Berlin steht an der Seitenlinie.

Trainer Bruno Labbadia aus Berlin steht an der Seitenlinie.

Foto: dpa

Berlin. Mit mehr Geschlossenheit auf und abseits des Platzes und einer besseren Zweikampfquote will Bruno Labbadia Hertha BSC aus der tristen Grauzone der Fußball-Bundesliga führen. Vor dem wegweisenden Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr/Sky) richteten der Trainer und Manager Michael Preetz einen Appell an die zuletzt so verunsicherte Mannschaft.

"Diese Woche ist es entscheidend und wichtig, nochmal verstärkt den Spielern vor Augen zu führen, dass wir gut aussahen, wenn wir eng beieinander waren", sagte Preetz bei der digitalen Pressekonferenz der Berliner am Donnerstag. "Wenn wir mehr zusammenarbeiten, bin ich mir sicher, dass wir Ergebnisse liefern werden", sagte Labbadia.

Personell muss der Hertha-Coach vor dem Duell gegen den Tabellen-16. im Rheinland gleich mehrere Rückschläge hinnehmen. Ein Einsatz von Offensivstar Matheus Cunha ist aufgrund der Leistenprobleme des Brasilianers wie beim ernüchternden 0:1 bei Arminia Bielefeld unwahrscheinlich. "Es wird weiterhin abhängig sein, wie der Spieler mit dem Schmerzempfinden zurecht kommt", sagte Labbadia. "Es ist sehr fraglich, ob er eine Rolle spielen kann".

Definitiv nicht dabei sein können Kapitän Dedryck Boyata (Fuß), und Javairo Dilrosun (Knie), Marvin Plattenhardt, Eduard Löwen und Marton Dardai (alle muskuläre Probleme). Fraglich sind zudem Vladimir Darida (Fuß) und Jessic Ngankam (muskuläre Probleme). "Es ist nicht optimal, dass wir in der Englischen Woche unter wichtigen Spielern den einen oder anderen Ausfall haben", klagte Labbadia.

Preetz wiederholte die schonungslose Bewertung der Leistungen in dieser Saison. "Die Ergebnisse sind bis hierhin enttäuschend. Das ist so, das wissen wir", sagte der Manager über Platz zwölf. Labbadia würde sich zur Verbesserung des Teamgeistes der vor der Saison neuformierten Auswahl gerne eigentlich übliche Instrumente wie einen Mannschaftsabend oder andere Socialising-Events wünschen. Dies verhindert die Corona-Pandemie. "Wir können keine Begegnungen machen, wie wir es möchten."

Also soll der Fokus noch mehr auf die Arbeit auf dem Platz liegen. Und da missfiel Labbadia, dass zwar viele, aber nicht die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen wurden. Kollektiv müsse man funktionieren, monierte der 54-Jährige. "Wir haben es nicht gut zusammen hinbekommen", sagte Labbadia. Das soll in Köln anders werden.