Gesundheit

Organspenden in Brandenburg weiter rückläufig

Ein Organspendeausweis, aufgenommen vor dem Modell eines menschlichen Torsos.

Ein Organspendeausweis, aufgenommen vor dem Modell eines menschlichen Torsos.

Foto: dpa

Potsdam/Frankfurt/Main. Die Zahl der Organspender und der gespendeten Organe ist in Brandenburg im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, gab es vorläufigen Angaben zufolge landesweit noch 13 Spender, denen nach dem Tod ein oder mehrere Organe entnommen wurden. Im Jahr davor waren es noch 20 und davor 37 Spender.

Auch die Zahl entnommene Organe sank nach 123 im Jahr 2018 und 53 2019 auf 35 im vergangenen Jahr.

In Deutschland insgesamt lag die Zahl der Spender 2020 mit 913 etwa auf dem Niveau von 2019. Damals zählte die DSO 932 Organspender.

Im zurückliegenden Jahr konnten 2941 nach dem Tod der Spender ("postmortal") entnommene Organe der internationalen Vermittlungsstelle Eurotransplant zugewiesen werden. Laut DSO waren das nur geringfügig weniger als 2019, wo 2995 Organe weitergegeben wurden. Am häufigsten wurden Nieren gespendet, gefolgt von Lebern, Lungen, Herzen und weiteren Organen.

In den deutschen Transplantationszentren wurden im vergangenen Jahr 3016 Organe nach einer postmortaler Spende übertragen, das waren 176 Organe weniger als in 2019. Ende 2020 standen laut DSO noch immer 9200 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation.

"Es zeigt, dass es für Ärzte und Pflegende auf den Intensivstationen zunehmend selbstverständlich ist, am Lebensende von Patienten mit schwerer Hirnschädigung auch nach der Einstellung zur Organspende zu fragen, selbst in der Phase der Pandemie", erklärte der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel.