Corona-Pandemie

Impfen in Berlin - Alle Informationen in der Übersicht

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Zurückhaltung beim Impfen mit Astrazeneca

In Deutschland haben die Impfungen mit dem britischen Vakzin des Anbieters AstraZeneca begonnen. Doch momentan breitet sich Skepsis aus, da der Impfstoff anscheinend stärkere Nebenwirkungen hat, als vorher angenommen. In Niedersachsen melden sich 50% des geimpften Personals nach der ersten Impfung krank. Im Saarland kommt gut die Hälfte aller angemeldeten gar nicht erst zum Impftermin.

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Wer wird in Berlin geimpft? Wie erfolgen die Einladungen zum Impftermin? Wie läuft die Impfung im Impfzentrum ab? Informationen hier.

  • Seit Dezember 2020 kann man sich gegen das Coronavirus impfen lassen - auch in Berlin.
  • Wer wird geimpft? Wer hat Anspruch auf eine Impfung gegen Covid-19?
  • Wie erhält man Informationen zur Impfung? Wie funktionieren die Einladungen zum Impfen?
  • Wie läuft eine Impfung ab? Was muss man über die Berliner Impfzentren wissen?
  • Die Berliner Morgenpost mit einer Übersicht zu den Impfungen in Berlin.

Berlin. Impfungen gegen das Coronavirus gelten als wesentliches Mittel, um die Pandemie einzudämmen. Seit Dezember ist eine Impfung gegen Covid-19 möglich. In Berlin haben die Impfungen gegen das Coronavirus am 27. Dezember 2020 begonnen. In der Hauptstadt startete die Impfkanpagne mit Impfungen in der Arena-Halle in Treptow begonnen. In der Folge wurden weitere Impfzentren in Betrieb genommen.

Die Schutzimpfungen sind für die Berliner unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Es besteht keine Impfpflicht – die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Coronavirus-Impfungen finden Sie auch in unserem Impf-FAQ für Berlin.

Eine Überblick, wie viele Menschen in Berlin und deutschlandweit bereits geimpft worden sind, liefert das Robert Koch-Institut (RKI). Dort finden sich auch Angaben zu Impfquoten und die Impfzahlen für jedes Bundesland.

Den Impffortschritt in Deutschland und weltweit finden Sie in unserem Impfmonitor. Aufgeführt ist dort auch die Dauer bis zur sogenannten Herdenimmunität, berechnet anhand des bisherigen Impf-Tempos.

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Impfen in Berlin: Wer wird geimpft?

Um die Pandemie einzudämmen und Personen mit einem hohen Risiko zu schützen, ist zunächst eine Priorisierung der Personen mit Anspruch auf eine Schutzimpfung nötig. Die Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit regelt, welche Personen zunächst geimpft werden können. Sie orientiert sich an der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) auf.

Zum Impfstart Ende Dezember 2020 haben folgende Gruppen einen Anspruch auf eine Impfung:

  • Personen über 80
  • Personen, die in einer stationären Pflegeeinrichtungen betreut werden
  • Betreuer in Pflegeeinrichtungen
  • Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen mit hohem Ansteckungsrisiko

Mit hoher Priorität haben unter anderem Menschen über 70 Jahren und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen einen Anspruch auf eine Corona-Impfung. Zur dritten Personengruppe, für welche eine erhöhte Priorität gilt, zählen zum Beispiel Menschen über 60 Jahren, Lehrkräfte und Personen, die in bestimmten systemrelevanten Berufen arbeiten.

Schwangere und vorerkrankte Personen sollten zunächst Rücksprache mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt halten.

Impfungen: Einladungen, Termine, Impfcode

Impfberechtige erhalten ein Einladungsschreiben inklusive Imfpcode von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Damit können sie die Termine für die Impfungen in einem der Berliner Impfzentren vereinbaren.

Dem Einladungsschreiben sind ein Anamnesebogen und eine Einverständniserklärung beigefügt. Die Einladungen sind personengebunden: Termine können nicht an Dritte weitergegeben und müssen im Krankheitsfall verschoben werden.

Weitere Informationen und Dienstleistungen zum Thema Impfung gegen Corona (SARS-CoV-2) werden auch auf dem Serviceportal Berlin zur Verfügung gestellt.

Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:

Impfen in Berlin: Taxi oder BVG-Shuttle

Personen mit Impfterminen können sich kostenlos mit einem Taxi zu einem Impfzentrum bringen lassen. Darauf hat sich die Senatsgesundheitsverwaltung mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Berliner Taxi-Innung verständigt. Die Einigung gilt mittlerweile für Fahrten von allen Impfempfängern ab 80 Jahren.

Wer statt Taxi lieber mit dem eigenen Auto anreisen möchte, kann auf den Fahrservice der BVG zurückgreifen. Ein kostenloser Kleinbus bringt beispielsweise die Menschen vom Parkhaus des Einkaufszentrums „Park-Center“ hinüber zum Impfzentrum in der Arena in Treptow.

Impfen in Berlin: Das muss zur Impfung mitgebracht werden

  • Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel
  • Persönliches Einladungsschreiben
  • Ausgefüllter Anamnesebogen
  • Unterschriebene Einverständniserklärung

Ein Impfausweis muss nicht zwingend mitgebracht werden. Aus organisatorischen Gründen erhalten geimpfte Personen einen separaten Impfnachweis, welcher von den Hausärzten in den Ausweis nachgetragen werden können.

Impfzentren in Berlin: So laufen die Impfungen ab

Im Impfzentrum wird kein Schnelltest auf das Coronavirus durchgeführt. Gegebenfalls wird die Körpertemperatur gemessen. Personen mit erhöhter Temperatur dürfen das Impfzentrum nicht betreten und müssen einen neuen Termin vereinbaren. Begleitpersonen müssen vor dem Gebäude warten.

Die Schutzimpfung gegen das Coronavirus sieht zwei Impfungen vor. Je nach Impfstoff erfolgt die zweite Impfung nach drei oder vier Wochen. Bei der Terminvergabe werden bereits beide Termine festgelegt. Ein Impftermin dauert 1 bis 1,5 Stunden.

Vor der Impfung erfolgt eine Beratung mit Informationen zu Nebenwirkungen, Hinweisen zum Ablauf und Empfehlungen zum Verhalten nach der Impfung. Eine Untersuchung, um akute Erkrankungen und Allergien auszuschließen, wird ebenfalls durchgeführt. Anschließend wird der Impfstoff intramuskulär verabreicht – in der Regel mittels Spritze in den Oberarm.

Bevor Geimpfte wieder nach Hause dürfen, ist die 30-minütige Nachbeobachtungszeit einzuhalten. Hierfür steht ein separater Raum mit Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.

Nach der Impfung: Corona-Maßnahmen müssen weiter eingehalten werden

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten auch für geimpfte Personen. Sämtliche Verhaltensregeln – etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – und Beschränkungen – etwa die Quarantänepflicht nach der Einreise – sind auch für Geimpfte gültig.

Impfungen durch mobile Impfteams

Personen, die aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität kein Impfzentrum besuchen können, werden von mobilen Impfteams aufgesucht. Dies betrifft Pflegebedürftige in Betreuten Wohngemeinschaften, in Seniorenanlagen und Pflegeeinrichtungen. Die Koordinierung der Impftermine wird von den Pflegediensten oder Einrichtungen übernommen.

Impfen in Berlin - Das sind die Impfzentren der Hauptstadt

Arena Berlin, Eichenstraße 4, Treptow-Köpenick. Verimpft wird hier der Impfstoff von Biontech für Personen ab dem 65. Lebensjahr.

Erika-Heß-Eisstadion, Müllerstraße 185, Mitte. Verimpft wird hier der Impfstoff von Moderna für Personen ab dem 65. Lebensjahr.

Messe Berlin, Halle 21, Messedamm 22, Charlottenburg-Wilmersdorf. Verimpft wird hier der Impfstoff von Biontech für Personen ab dem 65. Lebensjahr.

Flughafen Tegel, Terminal C, Saatwinkler Damm, Reinickendorf. Verimpft wird hier der Impfstoff von Astrazeneca für Personen im Alter zwischen 14 und 64 Jahren.

Velodrom, Paul-Heyse-Straße 26, Pankow. Verimpft wird hier der Impfstoff von Moderna für Personen ab dem 65. Lebensjahr.

Flughafen Tempelhof, Hangar 4, Columbiadamm, Tempelhof-Schöneberg. Wann das sechste und letzte Berliner Impfzentrum startet, steht noch nicht fest. Es soll im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof seinen Platz finden.

Alle Informationen zu den Corona-Impfungen erhalten Sie auch auf diesen Seiten der Berliner Senatskanzlei.