Film

Gesetzentwurf: Filmemacher sollen mehr auf Umwelt achten

Monika Grütters (CDU) bei einem Interview.

Monika Grütters (CDU) bei einem Interview.

Foto: dpa

Berlin. Filmemacher sollen künftig bei Projekten stärker auf die Umwelt achten. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will festschreiben, dass Filmteams zum Beispiel eine Klimabilanz aufstellen müssen, wenn sie Fördergelder vom Bund bekommen wollen. "Ich wünsche mir, dass die Branche hier Vorbild und Vorreiterin wird", teilte Grütters in Berlin mit.

Das Kabinett brachte am Mittwoch einen entsprechenden Entwurf auf den Weg, um das Filmförderungsgesetz zu überarbeiten. Die Vorschläge müssen noch im Parlament beschlossen werden. Die Vorlage sieht zum Beispiel auch vor, die Filmförderung besser an unvorhergesehene Ereignisse wie die Corona-Pandemie anzupassen.

In Deutschland können Filmunternehmen finanzielle Unterstützung beantragen. Dazu gibt es millionenschwere Töpfe in den Bundesländern, aber auch beim Bund. Die Filmförderungsanstalt (FFA) erhebt die sogenannte Filmabgabe von Kinos, Videowirtschaft und Fernsehbranche.

Bekommt ein Filmprojekt Geld von der Filmförderungsanstalt, gelten allerdings Voraussetzungen. So muss der Film zum Beispiel eine gewisse Zeit exklusiv im Kino laufen. Was aber, wenn Kinos wochenlang geschlossen sind wie derzeit? Dann soll es künftig möglich sein, Filme mit einer Genehmigung schneller bei Streamingdiensten zu zeigen, solange Kinos finanziell beteiligt werden.

"Wir wollen die Filmförderung in Zeiten der Pandemie flexibler machen", teilte Grütters mit. Ursprünglich war eine umfangreichere Überarbeitung geplant. Das Gesetz soll zwei Jahre gelten. Förderhilfen sollen demnach nur noch gewährt werden, wenn bei der Herstellung eines Film "wirksame Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit getroffen werden". Einzelheiten dazu sollen noch festgelegt werden.