Fußball

Union setzt gegen Bayer auf "das dritte Mal"

Union Berlin hat in den bisherigen drei Begegnungen gegen Bayer Leverkusen noch keinen einzigen Punkt geholt. Das Team von Trainer Fischer setzt nun auf die Fortführung der Serie der Freitagabendspiele.

Urs Fischer gestikuliert während eines Spiels.

Urs Fischer gestikuliert während eines Spiels.

Foto: dpa

Berlin. Aller guten Dinge sind drei: In der dritten Abendpartie zum Auftakt eines Bundesligaspieltages hoffen die Fußballer von Union Berlin auf den dritten Sieg. "Ich habe schon als Spieler diese Abendspiele geliebt. Hoffen wir nun auf das dritte Mal", sagte Union-Trainer Urs Fischer vor der Begegnung am Freitag gegen Bayer Leverkusen (20.30 Uhr/DAZN). Die beiden bisherigen Partien an einem Freitagabend in dieser Saison hatte Union mit 4:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 am dritten Spieltag und 2:1 gegen Borussia Dortmund am 13. Spieltag siegreich gestaltet.

Der Statistik von gewonnenen Abendspielen steht allerdings die bisherige Bilanz gegen Leverkusen gegenüber. Gleich drei Mal hatten die Köpenicker in ihrer Aufstiegssaison gegen Bayer verloren. Fischer hofft nun im vierten Versuch auf einen zählbaren Erfolg. "Da ist noch etwas offen. Im vierten Spiel hoffen wir, schon einen Punkt oder gar drei Zähler zu holen", sagte der Schweizer auf einer digitalen Pressekonferenz am Mittwoch.

Seiner Mannschaft bescheinigt Fischer in den drei Partien - zwei in der Bundesliga, eine im DFB-Pokal - eine "gewisse Entwicklung" gegen das Team des niederländischen Trainers Peter Bosz. "Im ersten Spiel hatten wir keine Chance", sagte der 54-Jährige über die 0:2-Niederlage am 5. Spieltag der vergangenen Saison in der Bayarena, "im Rückspiel war es offen, da wäre etwas möglich gewesen." Am 22. Spieltag kassierte der Gastgeber erst in der 94. Minute den 2:3-Treffer durch den Leverkusener Karim Bellarabi.

Noch näher dran am Gegner sieht Fischer seine Mannschaft beim letzten Auftritt. Gut zweieinhalb Wochen nach der knappen Heimniederlage trat Union im Viertelfinale des DFB-Pokals erneut in Leverkusen an und führte mit 1:0 nach 45 Minuten. Doch nach dem Platzverweis gegen Christopher Lenz in der 71. Minute traf Bellarabi eine Minute später, ehe zwei späte Tore Leverkusen das Weiterkommen sicherten.

Auch diesmal spielt der Pokal eine Rolle. Leverkusen hat durch den 4:1-Erfolg am Dienstag gegen Eintracht Frankfurt bereits 90 intensive Minuten in den Knochen. "Ich glaube, dass sie den Pokal spüren", sagte der 54-Jährige, "aber es muss nicht zwingend sein, dass sie sich müde fühlen." Die Herbeiführung der Müdigkeit wäre die Aufgabe seiner Mannschaft. "Es liegt an uns, sie in Zweikämpfe zu verwickeln. Wir müssen sie daran hindern, Fußball zu spielen. Das ist nicht auf unsere Hälfte beschränkt."

Ob gegen Leverkusen Christian Gentner wieder mit von der Partie ist, ließ der Trainer dabei offen: "Er ist auf einem guten Weg zurück und hat die letzten Einheiten mit der Mannschaft trainiert. Wir sind aber vorsichtig, ob das schon ausreicht." Dagegen sehe es für eine Rückkehr von Verteidiger Nico Schlotterbeck gut aus.