Unfälle

Mehrere Unfälle auf glatter Autobahn 15

Der Wintereinbruch mit Schneefall und glatten Straßen lässt einige Autofahrer nicht unbedingt vorsichtiger fahren. Unfallschwerpunkt ist deshalb einmal mehr die Bundesautobahn 15 im Süden Brandenburgs.

Auf einem Polizeifahrzeug warnt eine Leuchtschrift vor einer Unfallstelle.

Auf einem Polizeifahrzeug warnt eine Leuchtschrift vor einer Unfallstelle.

Foto: dpa

Cottbus. Der erneute Wintereinbruch mit Schneefall im Süden Brandenburgs hat am Dienstag auf der Bundesautobahn 15 gleich zu mehreren Unfällen mit Verletzten geführt. Bei Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) zog ein Unfall weitere nach sich. Eine 25-jährige Autofahrerin kam witterungsbedingt ins Schleudern und stieß gegen die rechte Leitschutzplanke. Nach Polizeiangaben wurde sie leicht verletzt.

Ein Lastwagen-Fahrer, der dahinter fuhr, konnte auf der überfrorenen Autobahn dem Unfall nicht mehr ausweichen, kam ebenfalls ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Durch die Wucht des Einschlages drehte sich der Polizei zufolge der Sattelauflieger und kam quer zur Fahrtrichtung zum Stillstand. Der 28-jährige Fahrer und sein Beifahrer mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach der Kollision bildete sich ein Stau, an dessen Ende es zu drei weiteren Unfällen mit Blechschäden kam. Verletzt wurde niemand. Der Verkehr wurde bei Vetschau abgeleitet. Die Ermittlungen laufen.

Auf der Bundesautobahn 15 Richtung Polen führte ein Unfall mit einem Sattelzug zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Lastwagen kam laut Polizei zwischen den Abzweigen Cottbus-Süd und Roggosen (Spree-Neiße) von der überfrorenen Fahrspur ab und streifte einen Brückenpfeiler. Der 42-jährige Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden, zudem veranlasste die Autobahnmeisterei eine Statik-Prüfung der Brücke.

Wegen der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten wurde die Autobahn zeitweise voll gesperrt, der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Cottbus-Süd umgeleitet. Anschließend war wieder eine Spur befahrbar. Zur Gesamtschadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Die Polizei rief die Autofahrer auf, den Sicherheitsabstand einzuhalten und die Geschwindigkeit der Witterung anzupassen. Wenn darauf jeder achte, können Unfälle vermieden werden, sagte Torsten Wendt, Sprecher der Polizeidirektion Süd. Bei solch widrigen Straßenverhältnissen sollte jeder überlegen, ob er andere Verkehrsmittel als das Auto nutzen könne.