Justiz

Weihnachten im Gefängnis: Ohne Singen, aber mit Entenkeule

dpa
Auf einem mit einem Weihnachtsbaum geschmückten Gefängnisflur schließt ein Justizvollzugsbeamter eine Zellentür ab.

Auf einem mit einem Weihnachtsbaum geschmückten Gefängnisflur schließt ein Justizvollzugsbeamter eine Zellentür ab.

Foto: dpa

Berlin. Auch in den Berliner Gefängnissen wird Weihnachten dieses Jahr anders. Wegen der Corona-Pandemie dürfe bei den Gottesdiensten nicht gemeinsam gesungen werden, teilte die Senatsverwaltung für Justiz am Dienstag mit. Zu den Andachten könnten nur wenige Menschen kommen, dafür seien aber mehrere Veranstaltungen geplant.

Der evangelische Landesbischof Christian Stäblein wird laut Heiligabend in der Justizvollzugsanstalt Tegel erwartet. Der katholische Weihbischof Mattias Heinrich habe sich ebenfalls dort sowie im Männergefängnis Heidering zum Gottesdienst angekündigt. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte laut Mitteilung, es sei für Bedienstete und Gefangene ein schweres Fest. Er wünschte Kraft und Gesundheit für die Herausforderungen der nächsten Wochen und Monate. In den Anstalten wurden Weihnachtsbäume aufgestellt.

Heiligabend steht demnach in fast allen Berliner Gefängnissen Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Speiseplan. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es gebratene Entenkeule mit Apfelrotkohl und Kartoffeln. Im Frauengefängnis können die Inhaftierten gemeinsam mit den Gruppenleitungen auf den Stationen kochen und essen.

( dpa )