Verkehr

Bombardier: BVG nimmt zunächst 20 neue Straßenbahnen ab

dpa
Ein Mitarbeiter des Schienenfahrzeughersteller Bombardier arbeitet mit einen Schweißgerät.

Ein Mitarbeiter des Schienenfahrzeughersteller Bombardier arbeitet mit einen Schweißgerät.

Foto: dpa

Berlin. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nehmen aus dem neuen Großauftrag für Straßenbahnen zunächst 20 Fahrzeuge aus den sächsischen Bombardier-Werken Görlitz und Bautzen ab. Das teilte der Hersteller am Mittwoch mit. Insgesamt könnten von Ende 2022 an bis zu 117 neue Züge nach Berlin kommen, wie die BVG am Dienstag angekündigt hatte. Der Gesamtauftragswert liegt laut Bombardier bei bis zu 571 Millionen Euro. Dafür wird der Typ Flexity weiter entwickelt, der schon jetzt in Berlin unterwegs ist - erkennbar an der außergewöhnlich runden Frontpartie.

Bombardier Transportation kündigte an, die neuen Fahrzeuge führen leiser und energieeffizienter durch die Straßen. Außerdem sei mehr Fahrplantreue möglich, weil die Fahrgäste über niedrige Schwellen schneller ein- und aussteigen könnten.

Für die Bombardier-Standorte in Sachsen ist der Großauftrag eine gute Nachricht. Sparrunden und die geplante Übernahme der Bombardier-Zugsparte durch den französischen Anbieter Alstom hatten die Beschäftigten dort verunsichert. Der Kaufvertrag war im September unterzeichnet worden, die Fusion soll Anfang 2021 abgeschlossen werden.

Nächstes Jahr werden noch die letzten Züge der bisherigen Flexity-Tram nach Berlin geliefert, insgesamt sind es dann 231. Dann folgt die erste Bestellung aus dem neuen Rahmenvertrag. Die ersten 20 Fahrzeuge haben einschließlich der Ersatzteilversorgung für 32 Jahre einen Auftragswert von 115 Millionen Euro, wie Bombardier mitteilte.

Mit bis zu 50 Metern Länge sind die neuen Straßenbahnen zehn Meter länger als die bisherigen. Mit der Neuanschaffung will die BVG Züge ersetzen, die in den 1990er Jahren angeschafft wurden. Die Wagenkästen werden in Görlitz gebaut, die Endmontage erfolgt in Bautzen.

( dpa )