Tierheim Berlin

Berliner Tierschützer fahnden erneut nach Katzenquäler

Am 1. Advent wurden drei junge Maine Coon-Kater bei Eiseskälte in einem Karton gefunden. Das Geschehen erinnert an einen Fall im Juli.

Bjarne heißt der große rote Maine Coon-Kater, der mit zwei weiteren Katern bei Eiseskälte in einem Karton aufgefunden wurde.

Bjarne heißt der große rote Maine Coon-Kater, der mit zwei weiteren Katern bei Eiseskälte in einem Karton aufgefunden wurde.

Foto: Tierheim Berlin

Berlin. Erneut beschäftigt ein Fall von Tierquälerei das Tierheim Berlin – und die Ähnlichkeit zu einem Fall im Juli ist frappierend. Wie das Tierheim Berlin berichtet, wurden am 1. Advent drei junge Maine Coon-Kater in einem Karton ausgesetzt, wieder in Nord-Berlin. Und wieder sei der Zustand der Tiere erschreckend. "Sie sehen aus wie die Tiere aus dem vorherigen Fall", sagt Beate Kaminski vom Tierschutzverein für Berlin (TVB).

Entdeckt wurden die drei Kater am 29. November 2020 morgens in einem kleinen zugeklebten Karton auf dem Parkplatz des Hundeauslaufs Arkenberge – bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt. Ein Berliner, der mit seinen Hunden Gassi ging, entdeckte laut den Tierschützern den Karton zwischen Bänken. Nur durch zwei kleine Luftlöcher konnten die Tiere Sauerstoff bekommen. Keiner weiß, wie lange die Kater dort schon gestanden haben. Nach den Aussagen des Finders waren sie halb erfroren.

„Wir sind schockiert und gleichzeitig sehr besorgt wegen der Ähnlichkeit dieser Fälle“, sagt Annette Rost, Pressesprecherin des Tierschutzvereins für Berlin, der das Tierheim Berlin betreibt. „Schon bei den ersten drei Katern hatten wir die Befürchtung, dass es vielleicht noch mehr Tiere dort gibt, wo sie herkamen. Jetzt haben wir vermutlich die Bestätigung.“

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Katzen in Berlin gequält: Ausgesetzte Maine Coon-Kater leiden an Augenentzündungen

Denn die jüngst ausgesetzten Kater sehen aus wie exakte Abbilder der Tiere aus dem Sommer: Wieder sind es männliche Langhaarkatzen derselben Rasse, wieder sind es ein roter und zwei braungetigerte, einer davon ein sehr junger schmächtiger Kater mit Durchfall. Alle haben Augenentzündungen, einer hat kahle Stellen um die Augen, Dermatosen genannt. Die Tierpfleger berichten zudem vom selben Geruch, der die drei umgibt.

"Es ist, als hätte man dieselben Tiere nochmal ausgesetzt", so die Tierschützer. Doch die Kater aus dem Fall vom Sommer sind glücklich vermittelt. Wochenlang waren sie im Tierheim Berlin aufgepäppelt worden. Die Kater Sergio und Django zogen in die Uckermark. Der dritte Kater namens Amigo zog Ende Oktober in sein neues Zuhause zu einem anderen Maine Coon-Kater.

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"Es war großes Glück, dass die Kater überhaupt gefunden wurden", sagt Annette Rost wütend. Sie appelliert an das Verantwortungsbewusstsein des unbekannten Tierhalters: „Wer auch immer dahinter steckt: Wenn Sie noch mehr Katzen haben, bitte übergeben Sie diese notfalls an uns, statt sie in der Kälte nach und nach auszusetzen.“

Katzenquäler in Berlin - Tierschutzverein bittet um Hinweise

Der Tierschutzverein hatte bereits im Juli Anzeige gegen Unbekannt wegen Tierquälerei erstattet und sogar eine Belohnung ausgesetzt. Auch in diesem Fall hoffen die Tierschützer auf Hinweise aus der Bevölkerung und fragen:

  • Wer erkennt die Kater auf den Bildern?
  • Wer hat Nachbarn oder Bekannte, bei denen Verdacht auf schlechte Katzenhaltung besteht?
  • Wer hat am 28. oder 29. November beobachtet, wie der Karton auf dem Parkplatz am Hundeauslauf Arkenberge abgestellt wurde?

Sachdienliche Hinweise bitte per Email an tierschutzberater@tierschutz-berlin.de oder telefonisch unter 030 76888-135 (ggf. eine kurze Nachricht und Rückrufnummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen).