BSR

Recyclinghof in Schöneberg könnte zum Jahresende schließen

Endgültig entschieden sei die Schließung noch nicht. Laut BSR liefen derzeit noch Gespräche mit Behörden und Nachbarschaft.

Ob der Recyclinghof im Tempelhofer Weg nahe dem Bahnhof Südkreuz schließt oder nicht sei laut BSR noch nicht abschließend entschieden.

Ob der Recyclinghof im Tempelhofer Weg nahe dem Bahnhof Südkreuz schließt oder nicht sei laut BSR noch nicht abschließend entschieden.

Foto: Julia Lehmann

156.000 Besucher und 3000 Tonnen Sperrmüll. Das ist die Bilanz des Recyclinghofs im Tempelhofer Weg in Schöneberg aus dem vergangenen Jahr. Zum Jahresende könnte die Sperrmüll-Annahmestelle, die durch die Berliner Stadtreinigung (BSR) betrieben wird, allerdings ersatzlos wegfallen. Noch stehe die Schließung nicht abschließend fest, so ein BSR-Sprecher. „Wir sind derzeit zu diesem Thema im Austausch mit Behörden und Nachbarschaft.“ Dem weiteren Verlauf dieser Gespräche wolle man nicht vorgreifen, so der Sprecher.

Auf lange Sicht plane die BSR auf dem Betriebsgelände am Tempelhofer Weg einen Neubau ihrer Unternehmenszentrale. „Über weitere Nutzungsmöglichkeiten ist noch nicht entschieden“, so der Unternehmenssprecher. Nach einer Schließung hätte Tempelhof-Schöneberg keinen Standort mehr im Bezirk. Einen geeigneten Ersatzstandort für den Recyclinghof habe man aus immissionsschutzrechtlichen Gründen nicht finden können. Nutzer müssten dann auf die Nachbarbezirke Neukölln und Steglitz-Zehlendorf ausweichen.

Der Neuköllner Standort in der Gradestraße in Britz werde so oder so aufgewertet, indem dort im Frühjahr 2021 ein neuer und größerer Recyclinghof eröffnet werden soll. „Dieser komplette Neubau entsteht in der Nähe des alten Recyclinghofs Gradestraße“, sagt der BSR-Sprecher. Der neue Recyclinghof Gradestraße werde die Kapazitäten des alten Hofes um mehr als das Doppelte übersteigen und soll von Montag bis Samstag zwölf Stunden täglich geöffnet sein. „Durch die voneinander getrennten Bereiche für Anlieferung und Abtransport werden sich die Wartezeiten für Kundinnen und Kunden deutlich verkürzen“, so der Sprecher weiter.