Corona-Newsblog in Berlin

Frankfurt/O: "Querdenker" demonstrieren an polnischer Grenze

Das Newsblog zum Coronavirus in Berlin: Derzeit sind 21.763 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Nachrichten und Zahlen.

Merkel: "Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der anhalten hohen Infektionszahlen eine weitere "Kraftanstrengung" im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefordert.

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Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

13.49 Uhr: Demonstrationen vor dem Krankenhaus Havelhöhe

Im Spandauer Ortsteil Kladow protestieren am Mittag in der Nähe des Krankenhauses Havelhöhe Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern. Der Veranstalter hatte 500 Teilnehmer erwartet. Es haben sich auch Gegendemonstranten versammelt. Die Polizei ist vor Ort.

13.25 Uhr: "Querdenken"-Demonstration an polnischer Grenze hat begonnen

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei hat am Samstag in Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen eine Demonstration von Gegnern der Corona-Einschränkungen begonnen. Zu der Demo der Initiative „Querdenken“ aus Duisburg waren nach Angaben der Polizei 1500 Teilnehmer angemeldet. Die Veranstalter wollen gemeinsam mit Teilnehmern aus Polen ein „Zeichen für Frieden und Freiheit“ setzen. Zwei Gegendemonstrationen sind vorgesehen. Ein Sprecher der Stadt Frankfurt (Oder) rief die Bürger dazu auf, zu Hause zu bleiben.

Die Polizei hatte darauf hingewiesen, dass bei Demos der Mindestabstand eingehalten und Maske getragen werden muss. Die Teilnehmer der Demo von Corona-Gegnern standen an der Bühne teils dicht beieinander, ein Großteil trug keine Maske.

„Querdenken“-Gründer Michael Ballweg, der als Redner erwartet wurde, betonte vor der Demonstration: „Wir rufen von der Bühne dazu auf, dass die Vorgaben, die genannt sind, eingehalten werden.“ In Słubice auf der polnischen Seite waren nur vier Kundgebungen mit je fünf Teilnehmern erlaubt. Die Beamten gingen davon aus, dass auch Teilnehmer aus Polen nach Frankfurt (Oder) kommen.

12.20 Uhr: Zweithöchster Wert neuer Corona-Fälle in Brandenburg

Der Anstieg der Corona-Infektionen in Brandenburg geht auf hohem Niveau weiter. Am Samstag meldete das Landesamt für Gesundheit mit 612 den bisher zweithöchsten Wert neuer Ansteckungen nach 629 am Donnerstag. Bis auf die Prignitz bleibt ganz Brandenburg ein Risikogebiet mit mehr als 50 neuen Corona-Fällen je 100.000 Einwohner in einer Woche. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist weiter der Hotspot mit einem Wert von 331 neuen Infektionen je 100.000 Einwohnern in einer Woche, in Cottbus sind es knapp 204 und im Kreis Spree-Neiße 219. Seit März haben sich offiziell 19.557 Brandenburger mit dem Coronavirus infiziert.

Die Situation in den Krankenhäusern ist teils angespannt. Von 770 Betten auf den Intensivstationen in Brandenburger Krankenhäusern seien 170 belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht. Das entspricht einem Anteil von 78 Prozent. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist die Lage besonders eng. Alle acht Intensivbetten sind dort demnach belegt.

11.36 Uhr: Hotelbranche kritisiert unterschiedliche Corona-Regeln

Die Hotelbranche in Brandenburg hält die unterschiedlichen Corona-Vorgaben in der Berliner Hauptstadtregion für falsch. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe, sagte: „Das finde ich völlig widersinnig.“ Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) sprächen oft von einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, es gebe aber keine einheitlichen Corona-Maßnahmen.

Grundsätzlich sind touristische Übernachtungen derzeit verboten, in Berlin darf der Weihnachtsbesuch aber in Hotels übernachten, in Brandenburg nicht. In Berlin sollen sich auch an Weihnachten nur bis zu fünf Menschen treffen können, in Brandenburg vom 23. bis 27. Dezember voraussichtlich bis zu zehn Menschen - davon ausgenommen sind jeweils Kinder bis 14 Jahren.

10.17 Uhr: Falsche Polizisten wollen Corona-Strafe kassieren - Festnahme

In der Nacht zu Freitag haben Einsatzkräfte zwei falsche Polizeibeamte in Prenzlauer Berg (Pankow) festgenommen. Die beiden Betrüger sollen gegen 1.30 Uhr zwei 31 und 33 Jahre alte Männer, die im Mauerpark leise Musik hörten, angesprochen und sich ihnen gegenüber als Polizeibeamte ausgegeben haben. Sie täuschten dabei vor, zur Überwachung der Infektionsschutzmaßnahmen eingesetzt zu sein und forderten die beiden Männer auf, wegen Verstoßes gegen die geltende Verordnung eine Geldbuße in Höhe von 1000 Euro zu zahlen. Zudem wurde der 33-Jährige von einem der Tatverdächtigen durchsucht.

Als die beiden Männer misstrauisch wurden, flüchteten die beiden ohne Beute in Richtung Bernauer Straße. Die beiden Angesprochenen nahmen die Verfolgung auf und riefen die Polizei, die die beiden Männer kurz darauf festnahm. Die Einsatzkräfte brachten den 20-Jährigen und seinen 25 Jahre alten Komplizen zur erkennungsdienstliche Behandlungen in einen Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Betrugsdelikte beim Landeskriminalamt.

6 Uhr: Corona-Gegner aus Deutschland und Polen demonstrieren an Grenze

An der Grenze zu Polen in Frankfurt (Oder) werden am Samstag zahlreiche Gegner der Corona-Einschränkungen bei einer Demonstration erwartet. Unter dem Motto „Wir setzen gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Freiheit“ plant die Initiative „Querdenken“ aus Duisburg (13 Uhr) eine Kundgebung mit Corona-Gegnern aus Deutschland und Polen. Ab 10 Uhr wird die Stadtbrücke gesperrt.

Nach Angaben der Polizei sind 1500 Teilnehmer angemeldet. Sie wollen am Platz unterhalb der Oderbrücke protestieren. Als Redner ist der „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg aus Stuttgart angekündigt.

Die Beamten bereiten sich mit einem Großaufgebot auf die Demonstration an der Grenze zu Polen vor. Die Beamten werden von Bereitschaftspolizisten und der Bundespolizei unterstützt. Bisher sind laut Polizei zwei Gegendemonstrationen angemeldet, darunter eine unter dem Motto „Maskenball statt Corona-Leugner“ mit bis zu 150 Teilnehmern.

+++ Freitag, 27. November 2020 +++

21.49 Uhr: Zwei Corona-Fälle und Quarantäne in Gesundheitsamt Mitte

Im Gesundheitsamt Mitte gibt es nach einem Bericht der rbb-„Abendschau“ zwei Coronafälle - und eine Reihe von Mitarbeitern sind in Quarantäne. Zwei Bundeswehrsoldaten, die das Testteam sowie die Corona-Hotline unterstützen, sollen demzufolge positiv getestet worden sein. Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) habe schriftlich bestätigt, dass es zwei positive Fälle gebe und die Kontaktnachverfolgung noch nicht abgeschlossen sei. „Das Ausmaß der Einschränkungen ist noch nicht abschließend zu beschreiben“, sagte Gothe demnach dem Sender am Freitag.

Nach „Abendschau“-Informationen sind drei von vier Ärzten sowie etwa zehn weitere Angehörige des Pandemie-Teams im Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne. Dies habe zur Folge, dass die Kontaktnachverfolgung, die Corona-Hotline sowie das Krisenmanagement unter anderem für Pflegeheime in Mitte stark beeinträchtigt seien.

19.17 Uhr: Kultureinrichtungen bleiben bis mindestens Mitte Januar zu

Die Kultureinrichtungen in Berlin bleiben coronabedingt bis mindestens Mitte Januar geschlossen. Das kündigte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Freitag in Berlin an. Kultureinrichtungen sollten unter den ersten sein, die öffnen dürfen, wenn dies möglich sei, „so es die Infektionslage zulässt“, sagte Lederer in einer Videobotschaft auf seinem Twitter-Account. „An diesem Punkt sind wir im Dezember definitiv noch nicht.“

Er habe am Freitag mit vielen Kultureinrichtungen gesprochen. „Wir teilen alle gemeinsam die Einschätzung, dass wir voraussichtlich bis mindestens Mitte Januar nicht in dieser Situation sein werden“, sagte Lederer. „Ich glaube sogar, es wird noch etwas länger gehen“, fügte er hinzu.

19.14 Uhr: Verdacht: Moscheeverein soll Corona-Hilfen erschlichen haben

Im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Hilfsgeldern steht in Berlin erneut ein Moschee-Verein im Fokus. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft durchsuchten rund 60 Polizisten bereits am Donnerstag gegen 8 Uhr morgens Vereinsräume der Dar-As-Salam-Moschee an der Flughafenstraße in Neukölln. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage bestätige, wurde auch bei der Anschrift des Vorstandsvorsitzenden des Moschee-Vereins durchsucht. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ über die Maßnahme berichtet.Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

19.08 Uhr: Nordost-Regionalliga pausiert bis Jahresende - Fortsetzung offen

Die Nordost-Regionalliga wird wie alle anderen Spielklassen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) bis Ende des Jahres weiter pausieren. Das hat der NOFV auf seiner Präsidiumssitzung am Freitag beschlossen. Die weiter hohen Corona-Infektionen und die verschärften Maßnahmen machen eine Fortsetzung des Spielbetriebes nicht möglich. „Die Regionalliga, die Oberliga, die Frauen-Regionalliga, die Junioren-Regionalligen sowie die Futsal-Regionalliga werden bis zunächst 31. Dezember 2020 ruhen“, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Eine Entscheidung, wann und in welcher Form die Saison fortgesetzt werden soll, gibt es noch nicht.

18.57 Uhr: Klinikum Niederlausitz warnt vor Gefahr für Versorgung

Das Klinikum Niederlausitz ist immer schwerer von der Corona-Krise betroffen. Geschäftsführer Tobias Vaasen warnte am Freitag mit dem Landrat des Kreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze (parteilos), vor einer Verschärfung der Situation. Wenn die Infektionszahlen weiter so stark stiegen, gerate die medizinische Versorgung in den Pandemiebereichen des Klinikums perspektivisch in Gefahr, heißt es nach Angaben des Kreises in einem gemeinsamen Schreiben. Die Kapazitäten drohten inzwischen an ihre Grenzen zu stoßen. Derzeit habe das Klinikum 39 Corona-Patienten.

17.13 Uhr: Brandenburg plant verkürzte Lockerung schärferer Corona-Regeln

Brandenburg will einen eigenen Weg bei der Umsetzung der Corona-Regeln über Weihnachten gehen. Die gelockerte Kontaktbeschränkung, mit der sich bis zu zehn Menschen aus beliebig vielen Haushalten treffen können, soll auf die Zeit vom 23. bis 27. Dezember begrenzt werden, kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag in Potsdam an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass sich vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar bis zu zehn Menschen im engsten Familien- oder Freundeskreis treffen können. Ab 1. Dezember bis vorerst 21. Dezember werden private Treffen auf bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten statt bis zu zehn Menschen beschränkt. Kinder unter 14 Jahren zählen jeweils nicht dazu.

16.59 Uhr: 83 Kitas sind in Berlin geschlossen

Bei den Kitas der Hauptstadt hat sich bei den Corona-Infektionen nicht viel verändert. 6,8 Prozent der Kitas sind von Coronafällen betroffen. 83 Kitas sind aufgrund von Covid-19 positiv getesteten Fällen komplett geschlossen, 103 teilweise. In der Woche zuvor waren die Zahlen ähnlich, 7,2 Prozent der Kitas waren aufgrund von Corona ganz oder teilweise geschlossen. Anders als bei den Schulen wird bei Kitas aber nicht aufgeschlüsselt, wie viele Personen positiv auf Covid-19 getestet wurden und ob es sich um Kinder oder Erzieher handelt.

16.26 Uhr: Weihnachtsstände in der City West starten ab Mittwoch

Die Weihnachtsmärkte der City West sind abgesagt, eine kleine Alternative gibt es aber: Einzelne Stände mit Weihnachtsschmuck und Angeboten wie Glühwein werden im Bezirk verteilt aufgestellt. Sie sollen laut Ordnungsstadtrat Arne Herz (CDU) ab dem 2. Dezember 2020 in Betrieb gehen. Für Besucher gelten dort wie im Rest Berlins striktere Corona-Regeln, die ab Sonntag in Kraft treten.

Laut Medienberichten war zunächst der 31. Dezember 2020 als Startdatum geplant. Dann jedoch würden die Buden erst aufgebaut, sagte Herz. „Ab Mittwoch ist es den Schaustellern freigestellt, ihre Stände zu eröffnen“, so der Stadtrat. Ob sie alle sich dann bereits für eine Öffnung entscheiden, könne er nicht sagen. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.22 Uhr: Elf Schulen stehen nun auf „Rot“

Auch die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Schüler und Mitglieder des Schulpersonals verharrt nun auf einem hohen, aber stabilen Plateau – und entspricht damit der allgemeinen Situation in Berlin. Diese Woche wurden in den allgemeinbildenden Schulen 1173 Schüler als erkrankt gemeldet, 24 weniger als in der Vorwoche. Dazu 407 Lehrkräfte, acht weniger als in der Woche zuvor.

Das höchste Infektionsgeschehen unter Schülern findet in den Grundschulen (443 Fälle) und in den Sekundarschulen (403 Fälle) statt, bei den Lehrkräften weiterhin mit deutlichem Abstand. Am stärksten sind Grundschullehrer betroffen (238). In den beruflichen Schulen wurde die Lage besser, statt 303 sind nur 257 Schüler als Corona-positiv gemeldet. Die Zahl der erkrankten Lehrer blieb dort gleich.

Diese ähnlichen Zahlen wirken sich auch auf die Ampelfarben der Schulen im Coronastufenplan aus, die berlinweit kaum wechselten. Elf Schulen stehen nun auf „Rot“, eine mehr als letzte Woche. 205 sind in der Farbe „Orange“ eingeordnet, 13 mehr als in der Woche zuvor. Die Hauptfarbe bleibt „Gelb“ mit 566 Schulen, gefolgt von 35 Schulen in der Farbe „Grün“.

16.16 Uhr: BER schließt ein Terminal sowie Start- und Landebahn

Am neuen Hauptstadtflughafen BER soll Anfang Dezember wegen der geringen Passagierzahlen die südliche Start- und Landebahn vorübergehend geschlossen werden. Der Verkehr läuft dann für unbestimmte Zeit allein über die Nordbahn, wie Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag ankündigte. Zudem solle spätestens Ende März das Terminal 5 zunächst für ein Jahr geschlossen werden. „Wir müssen Betriebskosten senken“, sagte Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung.

Die Passagierzahlen fallen nach Lütke Daldrups Prognose noch schwächer aus als vor wenigen Monaten erwartet. In diesem Jahr werden an den Berliner Flughäfen 9,1 Millionen Fluggäste erwartet, im nächsten Jahr 10 Millionen. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 36 Millionen Reisende. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

15.59 Uhr: 12 weitere Tote, 1400 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind zwölf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 539. 1400 neue Infektionen wurden bestätigt, 1110 waren es gestern.

21.763 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.559 waren es gestern. 40.762 Menschen gelten inzwischen als genesen.

298 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sieben Patienten weniger als gestern. 1123 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, elf Patienten mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,81 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 211,7 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 23,5 Prozent weiterhin auf Gelb.

15.21 Uhr: Landtagsausschuss stimmt für Haushalt mit Rekordschulden

Der Haushaltsausschuss des Brandenburger Landtages hat den Weg für den Landesetat 2021 mit einer geplanten Rekordneuverschuldung wegen der Corona-Krise geebnet. Sechs der zehn Abgeordneten stimmten am Freitag in Potsdam für den aktualisierten Entwurf, vier dagegen.

Die rot-schwarz-grüne Koalition plant 2,8 Milliarden Euro neue Kredite, darunter 2,4 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie sowie knapp 400 Millionen Euro wegen konjunkturell bedingter geringerer Steuereinnahmen. Der Landtag entscheidet im Dezember abschließend über den Haushalt für das nächste Jahr. Der Vize-Vorsitzende des Ausschusses, Jörg Vogelsänger (SPD), sagte: „2021 wird ein außergewöhnliches Jahr.“

14.44 Uhr: Humboldt Forum will coronabedingt zunächst nur digital öffnen

Das Humboldt Forum im teilweise rekonstruierten Berliner Stadtschloss bleibt in diesem Jahr nun doch verschlossen. Mit Blick auf die coronabedingten Maßnahmen fällt die zuletzt für den 17. Dezember angekündigte erste Teileröffnung des riesigen Kultur- und Ausstellungszentrums aus. Stattdessen soll es vom 16. Dezember an digitale Einblicke in Form von Livestreams und Online-Führungen geben, wie die Stiftung Humboldt Forum am Freitag mitteilte. Weitere digitale Angebote seien in Prüfung, sagte Generalintendant Hartmut Dorgerloh.

14:18 Uhr: GEW kritisiert Senatsscheidung zu Schulunterricht

Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) geht die Entscheidung des Berliner Senats, Schulen angesichts der Corona-Pandemie mehr digitalen Unterricht zu erlauben, nicht weit genug. „Es gilt nur für einen Teil der Jahrgänge, obwohl die Schulen Konzepte erarbeitet hatten, wie man es für die gesamte Schule machen kann“, kritisierte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann am Freitag. „Es ist auch für den Infektionsschutz halbherzig“, sagte er. „Wir begrüßen aber, dass die Schulkonferenz darüber befinden soll.“

Der Senat hatte sich bei einer Sondersitzung am Donnerstag darauf verständigt, dass Schulen vom Standardunterricht abweichen können, solange Berlin einen Wert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen aufweist. Das gilt für die Jahrgangsstufen 8 und 11 an den Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen sowie in den Jahrgangsstufen 8 und 9 an den Gymnasien. In der Regel werden Lerngruppen dann geteilt, der Unterricht findet einerseits in der Schule, andererseits unter schulischer Anleitung zu Hause statt.

Außerdem wird die Maskenpflicht in Schulen ausgeweitet. Der GEW-Chef forderte, es müsse aber für alle Schüler Tragepausen geben. „Es muss möglich sein, dass man die Maske nach anderthalb Stunden mal für eine gewisse Zeit absetzt.“ Das sei bisher leider nicht vorgesehen: „Es gibt kein Konzept dafür, dass man mal durchatmen kann.“

13.37 Uhr: Berliner CDU - Entscheidung zu Treffen an Weihnachten ist lebensfremd

Die Berliner CDU hat die Entscheidung des Berliner Senats scharf kritisiert, die Regeln für private Treffen an Weihnachten nicht zu lockern. „Die Fünf-Personen-Regelung über die Festtage ist unsensibel, lebensfremd und wird der Bedeutung des Weihnachtsfestes nicht gerecht“, sagte der Berliner CDU-Vorsitzende, Kai Wegner, am Freitag. „Ich appelliere an den Senat, für Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage auf die Linie der anderen Bundesländer einzuschwenken.“

„Man kann zu Weihnachten besinnlich in der Familie zusammenkommen, ohne sich in den Armen zu liegen. Man muss den erlaubten Rahmen auch nicht um jeden Preis ausreizen“, sagte Wegner. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien grundsätzlich richtig. Berlin müsse schnellstmöglich die hohen Ansteckungszahlen senken, um Leben zu schützen. „Der Senat ist gefordert, endlich die bestehenden Regeln in Berlin konsequent durchzusetzen und zu sanktionieren.“ Wenn „wilde Zusammenkünfte“ von Personen nicht unterbunden würden, sei keine Trendumkehr beim Infektionsgeschehen möglich.

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski warf dem Senat vor, den Menschen das Weihnachtsfest „vermiesen“ zu wollen. „Mit den jetzt festgelegten Verboten wird das Familienfest für viele nahezu unmöglich gemacht“, erklärte er am Freitag. „Weihnachten wird bewusst zerstört: Tränen statt Freude, Einsamkeit statt Wärme, Unverhältnismäßigkeit statt Tradition.“ Das sei inakzeptabel, so Pazderski, denn: „Von einer Familie, die einen Abend zusammenkommt, geht keine Gefahr für unser Land aus. Ganz im Gegenteil: Ein schönes Weihnachtsfest ist für viele - gerade für Familien und Kinder - ein Glücksmoment, den wir in Corona-Zeiten dringend gebrauchen können.“

11.26 Uhr: Weiterhin hohe Zahl von Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg unvermindert hoch: Von Donnerstag auf Freitag wurden von den Gesundheitsämtern 509 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Vortag hatte es mit 629 neuen Fällen den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie gegeben. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um mehr als 100 Patienten auf 6360. Insgesamt 490 Personen werden in Krankenhäusern behandelt, davon 111 auf Intensivstationen, und 69 müssen beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 4 auf 346.

Den höchsten Zuwachs an neuen Infektionen verzeichnete mit 68 der Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Dort stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf den Rekordwert 335,6. Die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Brandenburg sank leicht auf 129,4.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Brandenburg 18.945 Infektionen registriert, 12 293 Menschen gelten als genesen. Die höchste Zahl der Infektionen wurde in der Landeshauptstadt Potsdam mit 1733 Fällen gemeldet, dicht gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark (1732) und dem Landkreis Barnim (1519).

8.50 Uhr: Corona lässt Beratungsbedarf bei Alkoholproblemen steigen

Während der Corona-Pandemie haben im Herbst nach Angaben der Landesstelle für Suchtfragen mehr Menschen mit Alkoholproblemen Hilfe in Beratungsstellen in Brandenburg gesucht. Gerade belastete Menschen konsumierten mehr, berichtet Geschäftsführerin Andrea Harteling. Der Verein dient unter anderem als Koordinierungsstelle für die Beratungsstellen im Land.

In der Pandemie sei es für viele schwierig, Einsamkeit auszuhalten. Es gebe häufiger belastende Familiensituationen, die Stress auslösten. „Alkohol wird dann mitunter als Mittel verwendet, um mit der Situation umzugehen“, sagt Hardeling.

+++ Donnerstag, 27. November 2020 +++

22.29 Uhr: Brandenburger Kabinett berät über neue Corona-Verordnung

Nach den Verabredungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Brandenburger Kabinett am Freitag die weiteren Corona-Beschränkungen beschließen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Donnerstag in der Landtagsdebatte deutlich gemacht, dass er sich an die Beschlüsse zur Fortführung des Teil-Lockdowns und zu verschärften Kontaktbeschränkungen halten wolle. Er nannte die Beschlüsse „angemessen, verhältnismäßig und notwendig“.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am Mittwochabend nach Beratungen mit Merkel vereinbart, die privaten Kontakte der Bürger bis Weihnachten weiter einzuschränken und die Maskenpflicht in einigen Bereichen zu erweitern. Der Teil-Lockdown mit Schließungen der Gastronomie und von Kultureinrichtungen soll mindestens bis zum 20. Dezember, voraussichtlich aber bis ins kommende Jahr, verlängert werden.

19.51 Uhr: Innensenator - Kriminelle Clans durch Pandemie unter Druck

Die kriminellen Clans sind nach den Worten von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) durch die Corona-Pandemie unter Druck geraten - durch die Schließung der Lokale, der Bordelle oder durch geringeren Drogenverkauf. „Sie versuchen sich neue Geschäftsfelder zu erschließen“, sagte Geisel der „Welt“. „Das wird dann auch mal brutaler.“ Es gebe Verletzte und Revierkämpfe. „Die tschetschenische organisierte Kriminalität ist äußerst brutal und versucht verstärkt auf den Markt zu dringen. Wir sehen aber noch keine komplett neue Qualität.“

Laut Geisel mag die organisierte Kriminalität im Grunde keinen öffentlichen Trubel. „Da läuft viel im Hintergrund.“ Bei einigen arabischstämmigen Clanmitgliedern sei das anders: Diese suchten geradezu die Öffentlichkeit. „Das muss uns aber nicht zu stark beeindrucken. Ich habe etwas gegen die Selbstverzwergung des Staates. Wir sind die viertstärkste Wirtschaftsmacht der Welt. Wir sind ein starker Rechtsstaat. Wir regieren hier, nicht die Clans. Punkt.“

19.49 Uhr: Weihnachtsbesuch darf in Berlin im Hotel übernachten

Wer über Weihnachten seine Verwandten in Berlin besucht, darf dabei auch in Hotels übernachten. „Wenn es eine Reise ist, die nicht touristischer Natur ist, dann gibt es auch eine Übernachtungsmöglichkeit in den Hotels“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag nach einer Senatssitzung.

„Aber der Ausgangspunkt ist ein anderer“, fügt er hinzu. „Zu Hause bleiben ist der dringende Appell, nicht herumreisen.“ Wo es aber doch nötig sei, Familienmitglieder zu besuchen, gehe er davon aus, dass das keine touristische Reise sei, bei der man durch die Stadt gehe, sich Sehenswürdigkeiten anschaue oder Einkaufen gehe.

Wegen der Corona-Pandemie dürfen Touristen momentan nicht in Hotels übernachten. Mit seiner Linie im Hinblick auf Verwandtenbesuche zu Weihnachten schließt sich Berlin den Ländern Hessen und Nordrhein-Westfalen an - entgegen dem Willen von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU).

19.03 Uhr: Müller wirbt um Verständnis für Corona-Beschränkungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat um Verständnis für die Verlängerung des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie und für verschärfte Kontaktbeschränkungen geworben. „Wir müssen einen langen Atem haben, um gemeinsam durch diese lange Pandemie zu kommen“, sagte er am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Senats. „Und es darf uns jetzt nicht die Puste ausgehen.“

In den vergangenen Wochen sei viel erreicht worden. Es sei eine hoffnungsvolle Entwicklung, dass die Dynamik bei den Neuinfektionen gestoppt worden sei und es eine leicht fallende Tendenz gebe. „Aber wir können uns nicht zurücklehnen“, so Müller. „Es ist ein mühseliger Weg, aber ein Weg, der die Mühe lohnt.“

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19 Uhr: In Berlin dürfen weniger Kunden gleichzeitig in die Geschäfte

Beim Einkaufen gelten in Berlin künftig neue Beschränkungen. Vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Infektionszahlen soll die Zahl der Kunden verringert werden, die sich gleichzeitig in Geschäften aufhalten. Das teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Donnerstag nach der Sondersitzung des Senats mit. Berlin wolle dabei nachvollziehen, was zwischen Bund und Ländern besprochen wurde.

Die Länderchefs hatten bei den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch vereinbart, dass sich in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten darf. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.

Es sei quasi ein gestaffeltes System, das hier zur Anwendung komme, sagte Pop: Bei größeren Geschäften mit beispielsweise 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche gelte für die Fläche von 800 Quadratmetern die Regel, dass maximal eine Person pro 10 Quadratmeter erlaubt sei, für die übrigen 600 Quadratmeter dann, dass ein Kunde oder eine Kundin pro 20 Quadratmeter den Laden betreten dürfe.

18.58 Uhr: Berliner Schulen soll Wechselunterricht ermöglicht werden

In Bezirken, die eine 7-Tage-Inzidenz über 200 haben, soll Schulen nun doch ermöglicht werden, in den Wechselunterricht zu gehen, wenn sie das wünschen. Das heißt, die Klassen würden halbiert – allerdings nur ab Klasse 8 und nur in Jahrgängen, die nicht abschlussrelevant sind. In Sekundarschulen wären das die Stufen acht und elf, Gymnasien die Stufen acht und neun. Außerdem soll an Grundschulen und in Gemeinschaftsschulen in diesen Bezirken nun die Maskenpflicht in den Klassen 5 und 6 gelten, sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) auf der Pressekonferenz des Senats.

„Unsere Schulen haben den Hybrid- und Wechselunterricht konzeptionell seit vielen Monaten weiterentwickelt und in vielen Fällen bereits getestet. Berlin ist hier gut vorbereitet“, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Und: Die neuen Maßnahmen treten ab Montag, den 7. Dezember, in Kraft, heißt es aus der Senatsbildungsverwaltung. Auf freiwilliger Basis könnten Schulen aber auch früher starten.

In der Pressekonferenz des Senats betonte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) allerdings grundsätzlich: „Der Präsenzunterricht bleibt das oberste Ziel.“

18.52 Uhr: Maskenpflicht wird in Berlin ausgeweitet

In Berlin wird wegen hoher Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht auf der Straße ausgeweitet. Sie werde künftig auf praktisch allen Straßen gelten, wo es viele Geschäfte und damit Begegnungen und Kontakte gebe, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Senats. Details nannte Müller nicht, er sprach von belebteren Straßen. Schon jetzt gilt auf 35 Berliner Straßen und Plätzen eine Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

18.12 Uhr: Berlin verlängert Teil-Lockdown bis 22. Dezember

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown in Berlin wird bis zum 22. Dezember verlängert. Darauf verständigte sich der Senat am Donnerstagnachmittag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Sondersitzung. Unter anderem zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Theater und Schwimmbäder bleiben damit weiter geschlossen.

Bund und Länder hatten sich bei ihren Beratungen am Mittwoch darauf geeinigt, den Teil-Lockdown, der zunächst nur bis Ende November gelten sollte, zu verlängern. Nach dem gemeinsamen Beschluss war allerdings vorgesehen, die Maßnahmen bis zum 20. Dezember zu befristen.

18.07 Uhr: Preiserhöhung für Semestertickets wird ausgesetzt

Die geplante Preiserhöhung für das Semesterticket für Studierende in Berlin und Brandenburg wird ausgesetzt. „Für Berliner Studierende bleiben die Kosten erst einmal stabil“, erklärte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) am Donnerstag. Ihr Brandenburger Kollege Guido Beermann (CDU) sagte, die Corona-Krise treffe die Studierenden in besonderer Weise. Die gemeinsame Entscheidung der beiden Länder für eine Übergangslösung sei in dieser Situation „richtig und wichtig“, so der Minister. Eine neue Regelung wird laut der Mitteilung für 2022 angestrebt. Bislang kostet das Semesterticket zwischen 280 und 387 Euro im Jahr.

17.49 Uhr: Kein Böllerverbot in Berlin zu Silvester

In Berlin wird es zu Silvester kein generelles Böllerverbot wegen der Corona-Pandemie geben. Der Senat verständigte sich am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, den am Vortag gefassten Bund-Länder-Beschluss im Land unverändert umzusetzen. Demnach sollen an bestimmten Plätzen, wo sich normalerweise zum Jahreswechsel besonders viele Menschen versammeln, Böllerverbotszonen ausgewiesen werden. In Berlin gab es das schon im Vorjahr - die Innenverwaltung hatte bereits angekündigt, auch für dieses Jahr entsprechende Orte zu prüfen.

Ein allgemeines Verbot für Silvesterfeuerwerk, wie etwa die Grünen gefordert hatten, kommt indes nicht. Laut Senatskreisen soll es auch keine engere zeitliche Befristung für das Feuerwerk geben.

17.20 Uhr: Keine Corona-Lockerungen in Berlin über Weihnachten

Die Menschen in Berlin müssen Weihnachten und auch Silvester wegen der Corona-Pandemie im kleineren Kreis feiern. Denn die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über die Feiertage werden in der Hauptstadt nicht gelten.

Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, wobei keine Vorgaben gemacht werden, aus wie vielen Haushalten sie kommen. Hinzu kommen Kinder im Alter bis 14 Jahren. Bund und Länder hatten sich hingegen am Mittwoch für Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ vom 23. Dezember bis 1. Januar auf eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt.

Bereits zum 1. Dezember werden die Kontaktbeschränkungen in Berlin analog zum Bund-Länder-Beschluss verschärft. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind wegen der Infektionslage dann auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Bisher gilt eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder bis 12 Jahren sind davon ausgenommen. Bund und Länder hatten eine Altersgrenze für Kinder von 14 Jahren vorgeschlagen.

17.18 Uhr: Brandenburger Kabinett berät über neue Corona-Verordnung

Nach den Verabredungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Brandenburger Kabinett am Freitag die weiteren Corona-Beschränkungen beschließen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Donnerstag in der Landtagsdebatte deutlich gemacht, dass er sich an die Beschlüsse zur Fortführung des Teil-Lockdowns und zu verschärften Kontaktbeschränkungen halten wolle. Er nannte die Beschlüsse „angemessen, verhältnismäßig und notwendig“.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am Mittwochabend nach Beratungen mit Merkel vereinbart, die privaten Kontakte der Bürger bis Weihnachten weiter einzuschränken und die Maskenpflicht in einigen Bereichen zu erweitern. Der Teil-Lockdown mit Schließungen der Gastronomie und von Kultureinrichtungen soll mindestens bis zum 20. Dezember, voraussichtlich aber bis ins kommende Jahr, verlängert werden.

17.05 Uhr: Aufnahme-Stopp im St. Marien-Krankenhaus in Lankwitz

Seit Donnerstagmittag dürfen Rettungsdienste und Krankentransporte das St. Marien-Krankenhaus Berlin an der Gallwitzallee in Lankwitz nicht mehr anfahren. Die Sperrung betrifft alle Stationen sowie insbesondere die Zentrale Notaufnahme. Der Aufnahmestopp gilt ab sofort bis zum Montag, den 30. November um 12 Uhr. Das geht aus eine Mail der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung an die Berliner Feuerwehr hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Grund dafür ist die vermehrte Aufnahme und die Versorgung von COVID-Patienten. Mehr darüber lesen Sie HIER.

16.03 Uhr: 19 weitere Tote, 1110 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 19 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 527.

1110 neue Infektionen wurden bestätigt, 1630 waren es gestern. 21.559 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.597 waren es gestern. 39.578 Menschen gelten inzwischen als genesen.

305 Menschen werden Intensivstationen behandelt, drei Pateinten mehr als gestern. 1112 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, drei Patienten mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,77 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 215,6 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 24,2 Prozent weiterhin auf Gelb.

16 Uhr: Pflegedirektor warnt vor Belastung im sozialen Bereich

Die Lichtenberger Akteure im Gesundheitssektor haben in einer Konferenz Bilanz zur Gesundheitswirtschaft in Pandemiezeiten gezogen. So hofft Uwe Kropp, Pflegedirektor am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, dass sich eine dritte Infektionswelle verhindern lässt. Die Pandemie belaste seine Mitarbeiter zunehmend auch sozial, so Kropp. Aufgrund ihrer Arbeit müssen Krankenhausangestellte privat besonders vorsichtig sein. Verabredungen zu treffen gerate zur moralischen Frage, die sich auch auf die Kinder von Pflegekräften überträgt.

15.57 Uhr: Pflegekräfte in Ausbildung stehen ohne Praktikumsplätze da

Die Pandemie habe gezeigt, dass notwendige Infrastruktur schnell geschaffen werden könne, sagt Torsten Jens Adrian, Stabsstellenleiter Recht und Versicherung am Sana-Klinikum Lichtenberg. Aber: „Was helfen uns freie Betten, wenn wir nicht das Personal haben, alle Patienten zu pflegen?“

An der Ludwig Fresenius Schule in Lichtenberg werden Fachkräfte in unterschiedlichsten Pflegebereichen ausgebildet. Im Frühjahr habe man noch viel auf digitale Lehre gesetzt, nun versuche man jedoch, so weit es gehe, in Präsenz zu unterrichten, sagt Standortleiterin Anke Gerth. Logo- und Ergotherapeuten ohne Praxisunterricht auszubilden, sei schwierig.

Problematisch ist die Pandemie für die angehenden Pflegekräfte aber noch aus anderen Gründen: Viele fänden momentan keine Praktikumsplätze. Gerth appelliert daher an Unternehmen im Bezirk und darüber hinaus, die Auszubildenden bei sich zu beschäftigen, damit sie ihre Ausbildung abschließen und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken können.Pflegedirektor warnt vor Belastung im sozialen Bereich

15.26 Uhr: Impfzentrum - Messe Berlin probt Aufbau der ersten Kabinen

Auf dem Berliner Messegelände sind die ersten Kabinen für ein Corona-Impfezentrum aufgebaut worden – allerdings nur testweise. „So könnte es aussehen, das geplante Impfzentrum auf unserem Gelände“, schrieb die Messe Berlin am Donnerstagnachmittag auf ihrem Account bei dem Kurznachrichtendienst Twitter. Ein Sprecher ergänzte auf Morgenpost-Nachfrage: „Wir testen den Aufbau, damit wir dann schnell loslegen können“.

Insgesamt sechs Impfzentren sollen berlinweit entstehen. Als weitere Standorte sind die stillgelegten Flughäfen Tegel und Tempelhof, das Velodrom in Prenzlauer Berg, das Erika-Heß-Eisstadion in Wedding sowie die Arena in Treptow vorgesehen. Auf dem Messegelände soll in der Halle elf das Corona-Impfezentrum errichtet werden.

14.38 Uhr: Woidke wirbt für Corona-Einschränkungen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat in einer Sondersitzung des Landtags für die Fortführung und teilweise Ausweitung der Corona-Beschränkungen geworben. „Heute haben wir in Brandenburg mit 629 neuen Corona-Fällen einen neuen traurigen Höchststand erreicht“, mahnte er am Donnerstag in der Plenardebatte. „Gestern gab es mit über 400 Todesfällen bundesweit einen traurigen Höchststand.“ Die Infektionszahlen seien weiterhin zu hoch. „Daher sind Einschränkungen in unserem alltäglichen Leben weiterhin nötig.“

14.33 Uhr: Berliner Wirtschaft kritisiert kräftigen Aufschlag bei neuen Schulden

Die Berliner Wirtschaft zeigt sich alarmiert über Pläne von Rot-Rot-Grün, bei den neuen Schulden noch mal kräftig draufzusatteln. Wie die Koalitionsfraktionen am Donnerstag offiziell mitteilten, sollen zu den bisher geplanten Krediten von 6,6 Milliarden Euro weitere 500 Millionen Euro dazu kommen.

„Mit noch mehr Schulden auf die Corona-Krise zu reagieren, mag auf den ersten Blick wie eine adäquate Reaktion wirken“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Jan Eder. Allerdings stelle sich die Frage, ob das zusätzliche Geld tatsächlich zur Bewältigung der Pandemie gedacht sei.

„So ist es aus Sicht der Wirtschaft unverständlich, warum allein 100 Millionen Euro für den Ankaufsfonds geplant sind, der es Bezirken ermöglicht, im Rahmen des Vorkaufsrechts Wohnungen zu kaufen“, sagte Eder. „Das hat nichts mit der Bewältigung der Corona-Krise zu tun und sehr viel mit Klientelpolitik. Wohnungsbau wäre konjunkturfördernd, Wohnungskauf ist es nicht.“ Dabei seien konjunkturfördernde Impulse genau das, was Berlin und die Wirtschaft jetzt zwingend benötigten.

14.30 Uhr: Grünen-Fraktionschefin will Böllern auf zwei Stunden begrenzen

Berlins Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek hat gefordert, das Silvesterfeuerwerk auf zwei Stunden zu begrenzen. Der Senat berät am Donnerstagnachmittag bei einer Sondersitzung über die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom Mittwoch und voraussichtlich auch über das Silvesterfeuerwerk.

„Es ist ausgesprochen enttäuschend, dass die Ministerpräsidenten der Länder sich nicht auf ein bundesweites Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern verständigen konnten“, kritisierte Kapek. Nun sei der Senat gefordert. Die Grünen-Fraktionschefin plädierte dafür, das Böllern Silvester nur zwischen 23 und 1 Uhr zu erlauben, nicht wie üblich zwischen 22 und 6 Uhr. „Damit können Familien ihren Traditionen nachgehen, Ausartungen bis in die Morgenstunden können so aber eingedämmt werden“, erläuterte Kapek.

13.08 Uhr: Situation an Grundschulen in Friedrichshain verschärft sich

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg beobachtet eine Verschärfung der Corona-Situation an einer Reihe der Grundschulen. So springen ab der kommenden Woche die Charlotte-Salomon-, Lemgo-, Heinrich-Zille-, Galilei- und Otto-Wels-Grundschule von gelb auf orange. Entwarnung meldet Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD) indes für die Jens-Nydahl-Grundschule. Sie wechselt von orange zurück auf gelb. In den weiterführenden Schulen bleibt es beim Stand der Vorwoche.

12.44 Uhr: Gewerkschaft mahnt konkrete Corona-Maßnahmen an Berliner Schulen an

Eine „gemischte Bilanz“ zieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin aus den Beschlüssen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten zum Thema Schule. „Wir hatten uns konsequentere Beschlüsse gewünscht, gerade mit Blick auf Kitas und Grundschulen“, sagt Berlins GEW-Vorsitzender Tom Erdmann. Froh sei man allerdings, dass Wechselunterricht ab Klasse 8 für Bezirke mit hoher Inzidenz angemahnt werde. „Der Senat muss nun konkrete, nachvollziehbare Maßnahmen für Berlin beschließen“, sagte Erdmann aber mit Blick auf die heutige Senatssitzung. Es brauche ein Gesamtkonzept für die weiterführenden Schulen. Außerdem sollten die Quarantäneregelungen für Schüler und Schulpersonal berlinweit transparenter und einheitlicher werden. „Die aktuellen fallbezogenen Entscheidungen führen zu sehr viel Verwirrung und Unsicherheiten bei allen Personengruppen in den Schulen“, kritisierte Erdmann.

11.48 Uhr: Neuer Rekord bei Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in Brandenburg einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages wurden 629 neue bestätigte Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der letzte Höchststand wurde am 20. November mit 538 neuen Infektionen gemeldet.

Acht Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 kamen hinzu. Damit stieg die Zahl der Toten in Brandenburg auf 342. Erkrankt sind derzeit 6251 Menschen und damit 249 mehr als am Vortag. 493 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, davon werden 114 intensivmedizinisch betreut, 70 von ihnen müssen beatmet werden.

Allein aus dem Landkreis Barnim wurden 61 neue Ansteckungen mit dem Virus gemeldet, im Landkreis Oberspreewald-Lausitz waren es 60 neue Fälle, im Kreis Potsdam-Mittelmark 54 und im Landkreis Spree-Neiße 51 neue Infektionen.

11.45 Uhr: Landeselternausschuss hofft auf Hybridunterricht

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 „empfiehlt“ die Bund-Länder-Runde seit gestern eine Umstellung auf Hybridunterricht in Schulen ab Klasse 8. In sechs von zwölf Bezirken wäre das aktuell der Fall: Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Reinickendorf und Spandau. „Wir hoffen darauf, dass jetzt Hybridunterricht leichter möglich wird“, sagt nun Landeselternvorsitzender Norman Heise.

Schon in der letzten Wochen hatte der Landeselternausschuss gefordert, an weiterführenden Schulen flexibler bei diesem Wechselmodell zu sein. „Wenn die Schulgemeinschaft das beschließt und die Voraussetzungen da sind, sollte es möglich sein“, sagte Heise – selbst wenn eine Schule im Coronastufenplan nicht auf der Farbe „Rot“ stünde, sprich: im Alternativszenario. Heute werden Berlins Schulen wieder neu farblich eingeteilt, aktuell stehen Schulen in ganz Berlin auf Rot.

11.30 Uhr: Senat erwägt keine Lockerungen in Berlin zu Weihnachten

Der Berliner Senat berät am heutigen Donnerstag darüber, wie die Beschlüsse der Länderchefs und der Bundeskanzlerin in der Stadt umgesetzt werden sollen. Die Koalition sieht sich unter Druck, weil die Ministerpräsidenten und der Bund für Corona-Hotspots mit mehr als 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner schärfere Regeln in Aussicht gestellt hat. Das würde auch für Berlin gelten. Weil weitere Einschränkungen schwer vorstellbar sind, wenn man Schulen und Kitas weitgehend ausnehmen will, bleiben wenige Möglichkeiten, hieß es aus Senatskreisen. Deshalb werde nun erwogen, die bundesweit über Weihnachten und Silvester beschlossenen Lockerungen der Kontaktverbote in der Hauptstadt auszusetzen. Alle Details zu den Plänen des Berliner Senats lesen Sie hier.

11.16 Uhr: 20 Corona-Fälle bei Ausbruch in Prenzlauer Berger Pflegeheim

Bereits vergangene Woche meldete das Bezirksamt Pankow nach einer Serie mit Schnelltests in einem Pflegeheim der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg 13 Infektionen mit dem Coronavirus. Jetzt, nachdem die Stiftung genauere PCR-Tests durchführen ließ, ist die Zahl der Covid-19-Diagnosen auf 20 gestiegen. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

10.55 Uhr: Ministerin Ernst: Maskenpflicht ab 7. Klasse in allen Schulen

In den Brandenburger Schulen soll künftig eine Maskenpflicht für alle Schüler ab der 7. Klasse gelten. Darauf habe sich die rot-schwarz-grüne Koalition verständigt, um die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus einzudämmen, sagte Bildungsministerin Britta Ernst am Donnerstag im Interview des rbb-Inforadios. „Unser Ziel ist es, die Schulen offen zu halten“, sagte Ernst. „Und da halten wir es für vertretbar, die Maskenpflicht ab der 7. Klasse - auf keinen Fall in den Grundschulen - einzuführen.“

Ernst setzt für diese Maßnahme auf große Akzeptanz: „Da gibt es auch Rückmeldungen aus den Schulen, dass die Schülerinnen und Schüler schon freiwillig damit begonnen haben“, sagte sie.

10.04 Uhr: Marburger Bund Berlin/Brandenburg ruft zu mehr Solidarität auf

Der Marburger Bund Berlin/Brandenburg unterstützt die beschlossenen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern, ruft aber gleichzeitig zu mehr Solidarität mit Erkrankten und mit medizinischem Personal auf. „In Zeiten der Coronavirus- Pandemie müssen wir für- und aufeinander achtgeben, um Gesundheit zu sichern. Wir, die Krankenhausärztinnen und –ärzte, tun zusammen mit allen in den Krankenhäusern Beschäftigten unser Bestes, um den Erkrankten zu helfen. Doch alleine schaffen wir es nicht", appelliert der Landesvorsitzende Dr. Peter Bobbert. Jeder könne und müsse etwas zur Bewältigung der Pandemie beitragen durch das Beachten der Hygieneregeln und die Reduktion von gesellschaftlichen Kontakten. Scharf kritisiert er Menschen, die die Existenz und die Folgen der Covid-19 Erkrankung verharmlosen oder leugnen. "Wer COVID-19 verharmlost, gar leugnet, der gefährdet bewusst andere.“

9.39 Uhr: Corona-Prämie für Berliner Bauarbeiter

Mehr Geld am Bau: In Berlin steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent. Das teilte die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Außerdem gibt es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“ von 500 Euro. Das Bauhauptgewerbe beschäftigt nach Angaben der Arbeitsagentur in Berlin aktuell 27.400 Menschen.

6.16 Uhr: Bildungssenatorin Scheeres begrüßt Spielraum für Schulen

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) begrüßt, dass den Schulen vor Ort auch nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen zu Corona Gestaltungsspielraum bleibt. „Wichtig war uns (...), dass bei weitergehenden Maßnahmen an Schulen neben dem allgemeinen Infektionsgeschehen immer auch die schulspezifische Situation vor Ort berücksichtigt wird. Die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin haben jetzt ebenfalls vereinbart, dass eine schulspezifische Komponente zu berücksichtigen ist", erklärte sie nach Bekanntwerden der Beschlüsse. Auch zum Bekenntnis, Präsenzunterricht möglichst beizubehalten, äußerte sie sich positiv. "Sehr zu begrüßen ist die Regelung, dass die Abschlussjahrgänge grundsätzlich im Präsenzunterricht bleiben. Das hatten wir in unserem Stufenplan noch gar nicht so ausdrücklich vorgesehen. Dieser Schritt stärkt die Bildungsgerechtigkeit, denn sonst drohen gerade hier Schülerinnen und Schüler verloren zu gehen. Wichtig ist zudem, dass auch die Primarstufe weiter im Präsenzunterricht sein wird.“

6.01 Uhr: Senat und Brandenburger Landtag beraten über Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommt der Senat am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen. Bei dem Treffen geht es um die Umsetzung der Beschlüsse auf Landesebene. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) kündigte an, dass sich die Senatorinnen und Senatoren Zeit für eine ausgiebige Diskussion nehmen wollen.

Auch der Brandenburger Landtag berät am Donnerstag (13 Uhr) in einer Sondersitzung über die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu weiteren Corona-Beschränkungen. Am Freitag will das Kabinett über die neue Verordnung entscheiden.

Lesen Sie auch: Corona-Gipfel: Welche Regeln nun verschärft werden

+++ Mittwoch, 25. November 2020 +++

22.04 Uhr: Müller - Bisherige Anti-Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Verlängerung des Teil-Lockdowns in der Corona-Pandemie mit den hohen Belastungen für das Gesundheitswesen begründet. „Wir sind jetzt in Berlin in einer Situation, wo wir ein Viertel der Intensivbetten nutzen für Covid-19-Patienten“, sagte der SPD-Politiker. Viele davon müssten beatmet werden. Zudem gebe es in der Hauptstadt Tage mit 20 bis 30 Verstorbenen.

Diese Zahlen veranschaulichten, wie die Situation sei, so Müller: „Hinter jeder einzelnen Zahl verbergen sich menschliche Schicksale und menschliche Tragödien.“ Mit den bisherigen Maßnahmen sei viel erreicht worden, aber noch nicht genug. Deshalb gebe es eine „große bundesweite Verständigung“, die Beschränkungen zu verlängern.

16.28 Uhr: 16 weitere Menschen gestorben, 1630 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 16 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 508. 1630 neue Infektionen wurden bestätigt, 1615 waren es am Dienstag. 21.597 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.335 waren es Dienstag. 38.449 Menschen gelten inzwischen als genesen. 302 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, sieben Patienten mehr als am Dienstag gemeldet. 1109 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 31 Patienten mehr als am Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,81 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 218,4 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 24,7 Prozent weiterhin auf Gelb.

Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin. Alle bisheringen Nachrichten, Entwicklungen und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie für Berlin, die Berliner Bezirke und Brandenburg finden Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

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