Bildung

Zehntausende Masken gehen an Berlins Schulen

Zehn Millionen Masken versprach die Senatsbildungsverwaltung – ein Teil ist schon angekommen. Andere Bezirke warten noch.

Für die drei Erstklässler der Grundschule am Buschgraben ist der Mund-Nasen-Schutz, der von der Senatsverwaltung für Bildung spendiert wurde, noch deutlich zu groß.

Für die drei Erstklässler der Grundschule am Buschgraben ist der Mund-Nasen-Schutz, der von der Senatsverwaltung für Bildung spendiert wurde, noch deutlich zu groß.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Über zehn Millionen zusätzliche Masken für den Mund-Nasen-Schutz sollen an Berlins Schulen verteilt werden, verkündete letzte Woche die Senatsverwaltung für Bildung. Dazu noch 100.000 hochwertige FFP2-Masken für das Lehrpersonal. Doch sind die in den Bezirken angekommen? „Bei uns lagern seit Mittwoch 40.000 Masken im Schulamt“, sagte Schulstadtrat Frank Mückisch (CDU) aus Steglitz-Zehlendorf. Nun werden sie im Bezirk verteilt – wie am Donnerstag an der Grundschule am Buschgraben.

Auch in Tempelhof-Schöneberg sind 70.000 Masken eingetroffen – darunter allerdings keine FFP2-Masken. „Am Montag findet die Ausgabe statt“, sagte Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD); dort muss der Schulhausmeister aber selbst vorbeikommen und abholen. Andere Bezirke warten dagegen noch auf ihre Lieferung. „40.000 Masken sollen diese Woche noch kommen; ebenso Desinfektion und Schutzbrillen“, hieß es von Schulstadtrat Martin Schaefer (CDU) aus Lichtenberg am Donnerstag. Auch in Kreuzberg-Friedrichshain und Neukölln waren die Masken noch nicht eingetroffen, werden aber sehnlichst erwartet.

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„Unsere Schulen sind auf Hybridunterricht vorbereitet“

Zweites Thema waren die Schul-Beschlüsse der Bund-Länder-Runde von Mittwoch und die Frage, welche Auswirkung sie auf Berlin haben. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Fällen wird dort die Umstellung auf Hybridunterricht in Schulen ab der achten Klasse „empfohlen“. Dieses Szenario betrifft aktuell die Hälfte der Berliner Bezirke.

In der Senatsbildungsverwaltung fühlt man sich gut vorbereitet. „Unsere Schulen haben den Hybrid- und Wechselunterricht konzeptionell seit vielen Monaten weiterentwickelt und in vielen Fällen bereits getestet“, meinte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Eine „gemischte Bilanz“ zog dagegen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Wir hatten uns konsequentere Beschlüsse gewünscht, gerade mit Blick auf Kitas und Grundschulen“, sagte Berlins GEW-Vorsitzender Tom Erdmann.