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Nach Umfrage: Opposition mahnt Landesregierung

Potsdam. Angesichts der gesunkenen Zufriedenheit der Brandenburger mit den staatlichen Corona-Maßnahmen hat die Linkspartei Defizite der rot-schwarz-grünen Landesregierung angemahnt. Der Schutz der Gesundheit der Menschen sei notwendig, die sozialen Folgen der nötigen Einschränkungen müssten aber konsequent aufgefangen werden, betonte Linken-Landesvorsitzende Anja Mayer am Freitag in einer Mitteilung.

Laut einer Umfrage von infratest dimap im Auftrag von "Brandenburg aktuell" und Antenne Brandenburg des rbb, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, hält rund jeder vierte Befragte die Maßnahmen für nicht ausreichend. 52 Prozent der Befragten bewerten sie als angemessen, zum Zeitpunkt der ersten Pandemiewelle im April waren es noch 76 Prozent. 27 Prozent der Befragten halten die Maßnahmen für nicht ausreichend. Im Vergleich zum April ist das eine Zunahme um 13 Prozentpunkte. 18 Prozent halten die Beschränkungen hingegen für übertrieben - ein Plus von neun Prozentpunkten.

"Wir wägen ab, bewerten und beobachten die Lage jeden Tag. Es sind keine einfachen Entscheidungen und niemand von uns macht es sich einfach", sagte Erik Stohn, SPD-Generalsekretär. Er kritisierte das Verhalten der AfD, die die Menschen aufwiegle. "Aber wir brauchen die Solidarität aller, auch der Jungen, damit die Älteren nicht an dem Virus sterben", betonte Stohn.

"Wir werden weiterhin engagiert arbeiten, um Brandenburg gut durch die Krise zu bringen", betonte CDU-Generalsekretär Gordon Hoffmann. Es werde gehofft, dass die Brandenburger das honorierten.

Der Landesverband Bündnis 90/Grüne freute sich über die steigende Zufriedenheit mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher. "Dies unterstreicht, wie gut sie unser Bundesland durch die Corona-Pandemie führt", sagte Landesvorsitzende Julia Schmidt. Nonnemacher rangiert bei der Bekanntheitsskala mit 59 Prozent auf Platz zwei hinter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD, 88 Prozent). Innenminister Michael Stübgen (CDU) kommt auf 21 Prozent.