Kommunen

Fast 27 Millionen Euro für Sanierung von Rathaus Frankfurt

Der Architekt Ralf Fleckenstein steht im Rathaus Frankfurt (Oder).

Der Architekt Ralf Fleckenstein steht im Rathaus Frankfurt (Oder).

Foto: dpa

Frankfurt (Oder). Das mittelalterliche Rathaus in Frankfurt (Oder) wird für knapp 27 Millionen Euro saniert. Bereits seit einem Jahr wird das im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaute Denkmal entkernt. Elemente wie Zwischendecken und -wände, Treppen und Aufzüge würden rückgebaut, um die ursprüngliche räumliche Struktur des markanten gotischen Backsteinbaus wieder zum Vorschein zu bringen, sagte Architekt Ralf Fleckenstein.

Sein Berliner Büro "ff-Architekten" hatte bereits vor fünf Jahren einen europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb zu Sanierung und Neugestaltung des Rathauses gewonnen. In den kommenden zwei Jahren soll das Denkmal, dessen älteste Teile aus der Zeit der Stadtgründung 1253 stammen, nicht nur zu einem modernen Verwaltungssitz, sondern auch zu einem politischen Zentrum der Kommune umgestaltet werden. Dafür stehen Fördermittel aus dem Stadtumbau, Zuwendungen aus dem Bund-Länder-Finanzausgleich sowie kommunale Eigenmittel aus der Investitionspauschale bereit. Zudem hat die Stadt einen Kredit über mehr als zehn Millionen Euro aufgenommen. Nach Einschätzung des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege zählt das historische Gebäude zu den ältesten noch erhaltenen mittelalterlichen Rathäusern Deutschlands.