Kriminalität

Haftbefehl: Verdacht auf Sexualmord

Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt.

Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt.

Foto: dpa

Berlin. Nach dem Fund von Überresten eines seit mehr als zwei Monaten vermissten Mannes aus Berlin-Lichtenberg ist Haftbefehl gegen einen Verdächtigen erlassen worden. Der 41-Jährige aus Pankow steht im Verdacht eines Sexualmordes aus niedrigen Beweggründen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend mitteilte. Der Mann kam in Untersuchungshaft.

Das Verbrechen kam ans Licht, nachdem vor mehr als zehn Tagen Knochenteile in Buch gefunden worden waren - es waren die Überreste eines Vermissten. Ermittlungen einer Mordkommission ergaben, dass er gewaltsam zu Tode kam. Die Ermittler, die auch mit Spürhunden im Einsatz waren, nahmen am Mittwoch dann den Verdächtigen fest.

Mit Fotos und Hinweisen hatte die Polizei nach dem vermissten 44-Jährigen gesucht. Den Angaben zufolge arbeitete der Mann als Monteur im Hochleitungsbau und nutzte verschiedene Dating-Plattformen, um sich sowohl mit Männern als auch mit Frauen zu treffen. Seit dem 5. September war er spurlos verschwunden.

Am 8. November hatten Spaziergänger beim Gassigehen mit ihrem Hund an einem Waldstück am Buchholzer Graben mehrere Knochen entdeckt. Da nicht auszuschließen war, dass es sich um menschliche Überreste handelt, waren sie von der Gerichtsmedizin sichergestellt worden.