Spreepark

Lokalpolitik will Bundesmittel für das Riesenrad

Für die Umgestaltung des Spreeparks wird das Riesenrad abgebaut. Lokalpolitiker wollen, dass für die Sanierung Bundesmittel fließen.

Das Riesenrad im Spreepark wird 2021 in seine Einzelteile zerlegt, soll sich aber 2024 wieder für Parkbesucher drehen. SPD und Linke in Treptow-Köpenick hoffen auf Fördermittel für die Sanierung.

Das Riesenrad im Spreepark wird 2021 in seine Einzelteile zerlegt, soll sich aber 2024 wieder für Parkbesucher drehen. SPD und Linke in Treptow-Köpenick hoffen auf Fördermittel für die Sanierung.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Treptow-Köpenick. Bundesmittel sollen für die Sanierung des Riesenrades im Spreepark fließen – das wollen Bezirksverordnete von SPD und Linken in Treptow-Köpenick erreichen. Gemeinsam stellen die Fraktionen einen Antrag. Der Bundestag hat 600 Millionen Euro für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zur Verfügung gestellt, wovon nun die Sanierung des Riesenrades profitieren soll.

In ihrem gemeinsamen Antrag schlagen die Fraktionen vor: „Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin unterstützt die Bemühungen des Bezirksamtes und der landeseigenen Grün Berlin GmbH, das Riesenrad im Spreepark zu sanieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Die Bezirksverordnetenversammlung befürwortet, die dafür notwendige (Teil-)Finanzierung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu beantragen. Weiterhin wird das Bezirksamt ersucht, die damit im Zusammenhang stehenden planungs- und baurechtlichen Fragen zügig zu klären.“

Ein städtebaulich wirksames Leuchtturmprojekt

Gefördert werden demnach Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung, die sonst auf Grund eingeschränkter kommunaler Finanzen nicht realisiert werden könnten. Berücksichtigt werden dabei sowohl Neubau- als auch Sanierungsprojekte. Philipp Wohlfeil von den Linken führt aus: „Die Sanierung des Riesenrads als städtebaulich wirksames Leuchtturmprojekt im Spreepark ist ein integraler Bestandteil der Gesamtentwicklungskonzeption des Spreeparks.”

Grün Berlin teilte auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit, der Abbau des Riesenrades sei für das erste Quartal 2021 geplant. Einen konkreten Termin gebe es noch nicht. 70 Millionen Euro soll der Umbau des seit Jahren stillgelegten Spreeparks im Plänterwald kosten, der schrittweise bis 2026 zum Landschaftspark umgestaltet wird. Das Riesenrad soll im Jahr 2024 wieder für Besucher nutzbar sein.

Viele Originalteile sollen erhalten bleiben

Es muss vor dem Neustart allerdings komplett in seine Einzelteile zerlegt und abgebaut werden, hatte Grün Berlin bereits im September bei einer Projektwoche mitgeteilt. Viele Originalteile der 40 Meter hohen Stahlkonstruktion sollen aber erhalten bleiben. Die Zahl der Gondeln wird reduziert. Optisch könnte das Riesenrad mithilfe von Künstlern aufgewertet werden – etwa durch Lichtinstallationen. Aufgebaut wurde es zum 40. Jubiläum der DDR im Jahr 1989. Davor stand jahrelang ein kleineres Modell an derselben Stelle in dem früheren Freizeitpark.