Förderprogramm

Senat fördert mehr als 600 Solarspeicher in Berlin

Solarmodule mit Speichern können Beitrag zur klimaneutralen Stadt leisten. Es wurden Anträge in Höhe von 1,6 Millionen Euro gestellt.

Eine Solaranlage am Haus oder auf dem Dach und einen Speicher im Keller: Berlin fördert den Einbau von Energiespeichern mit bis zu 15.000 Euro pro Antrag.

Eine Solaranlage am Haus oder auf dem Dach und einen Speicher im Keller: Berlin fördert den Einbau von Energiespeichern mit bis zu 15.000 Euro pro Antrag.

Foto: cgj0212 / Getty Images/iStockphoto

Berlin. Solarstrom, auch wenn die Sonne nicht scheint: Vor fast einem Jahr startete der Berliner Senat das sogenannte Stromspeicherförderprogramm. Eine erste Bilanz fällt jetzt positiv aus: Seit Januar seien bereits mehr als 600 Anträge auf Förderung einer Investition in einen Energiespeicher im Wert von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro eingegangen, teilte die Wirtschaftsverwaltung der Berliner Morgenpost mit.

„Ich freue mich, dass unser Programm von den Berlinerinnen und Berlinern so gut angenommen wird und sie ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten“, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Mit jeder neuen Photovoltaikanlage käme man dem Ziel, Berlin klimaneutral zu machen, einen wichtigen Schritt näher. „Ich hoffe, dass sich zukünftig mit unserer finanziellen Unterstützung noch mehr Eigentümerinnen und Eigentümer großer Dächer – zum Beispiel Unternehmen mit großen Produktions- oder Lagerhallen sowie Supermarktbetreiberinnen und -betreiber – dazu entschließen, eine Photovoltaikanlage mit einem Speicher zu errichten“, erklärte Pop weiter.

Berlin zahlt bis zu 15.000 Euro pro Speicher

Mit dem Programm will der Senat den den Ausbau der Photovoltaik in Berlin unterstützen, hieß im Herbst 2019 bei der Veröffentlichung der Förderrichtlinie. Mithilfe von Speichern solle es demnach gelingen, Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auch in sonnen- und windarmen Zeiten zu erhöhen. Wer etwa eine Solaranlage auf dem Dach installiert und dazu einen Speicher im Keller kann sich zu einem großen Teil selbst mit Strom versorgen. Die Investitionskosten dafür sind aber teils erheblich. Pro Antragsteller fördert das Land Berlin mit bis zu 15.000 Euro den Einbau eines Energiespeichers in Verbindung mit einer Solaranlage. Die Kosten für die PV-Module auf dem Dach muss der Antragssteller allerdings selbst tragen.

Die Höhe des Zuschusses zum Solarspeicher richtet sich nach dessen nutzbarer Kapazität. Je Kilowattstunde steuert das Land Berlin 300 Euro bei. Antragsberechtigt sind neben Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und Stiftungen auch die Berliner Bezirke. Bis Ende des nächsten Jahres stehen in dem Programm weitere 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

FDP: Programm muss auch für private Hauseigentümer attraktiv sein

Die direkte Verbindung von dezentralen Speichern und Photovoltaik hält auch die FDP im Berliner Abgeordnetenhaus für einen sinnvollen Ansatz, um das Stromnetz zu entlasten. Ob sich die Parameter des Förderprogramms im Einzelfall für die Investition rechneten, müsste allerdings an Beispielrechnungen überprüft werden, sagte Henner Schmidt, Sprecher für Energiepolitik. Dabei seien die geförderten Dimensionierungen der Speicher, das Zusammenspiel mit der EEG-Vergütung und die Fördersummen genauer zu betrachten. „Es muss sichergestellt sein, dass das Programm auch für private Hauseigentümer attraktiv gestaltet ist, damit viele von ihnen und nicht nur die ebenfalls förderberechtigten Bezirke das Programm nutzen“, sagte Schmidt.