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Bushido hat Corona – Kranker Rapper keilt gegen „Aluhüte“

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Bushido hat Corona

Der Berliner Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

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Der Berliner Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Auf Instagram teilt er gegen Verschwörungsideologen aus.

Berlin. Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten", teilte der 42-Jährige am Dienstag auf Instagram mit.

Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. "Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen", so der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, und weiter: "Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen."

Damit verwies er wohl auf jene, die die Gefahren des Virus abstreiten und Verschwörungsideologien darüber verbreiten.

Corona-Erkrankungen von Bushido - Prozess gegen Abou-Chaker-Brüder unterbrochen

Angesichts der Corona-Erkrankung von Bushido wurde im Prozess gegen die vier Abou-Chaker-Brüder der für Mittwoch anberaumte Verhandlungstag aufgehoben. Das bestätigte das Gericht der Berliner Morgenpost am Mittwochmorgen. Bushido hätte eigentlich als Zeuge auftreten sollen.

Der Prozess muss nun eine Zwangspause von zwei Wochen einlegen. Die Verhandlung werde voraussichtlich am 11. November fortgesetzt, teilte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Mittwochnachmittag mit. Offiziell sei die zuständige Strafkammer des Landgerichts am Morgen darüber unterrichtet worden, dass ein Verfahrensbeteiligter positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, sagte die Sprecherin. Der zwölfte Verhandlungstag am Mittwoch wurde umgehend abgesagt.

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Prozess mit Bushido: Nur Arafat Abou-Chaker trug keine Maske

Am Montag war die Befragung von Bushido im Prozess fortgesetzt worden. Im Saal 500 waren am inzwischen zwölften Verhandlungstag mehr als 50 Personen. Im Kriminalgericht in Berlin-Moabit gilt Maskenpflicht. Auch während der Verhandlung trugen alle Prozessbeteiligten sowie Zuschauer im Saal Mund-Nasen-Schutz.

Richter, Staatsanwälte, Verteidiger sowie Bushido als Zeuge nahmen ihre Maske lediglich zum Sprechen ab. Der Hauptangeklagte Arafat Abou-Chaker setzte als Einziger im Saal keine Maske auf. Der 44-Jährige leide seit seinem dritten Lebensjahr an Asthma und sei deshalb von der Maskenpflicht befreit, hatte einer seiner drei Verteidiger begründet.

Laut Gerichtssprecherin könnten die bei dem Termin am Montag anwesenden Justizbediensteten jetzt selbst entscheiden, ob sie vorsorglich in Quarantäne gehen wollten. Teilnehmer der Verhandlung erhielten am Mittwoch eine Mail des Amtsgerichts. Darin werden sie über Bushidos Erkrankung informiert und aufgefordert, sich bei Corona-Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen und einen Hausarzt zu konsultieren.

Arafat Abou-Chaker werden versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Es sei zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe.

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( dpa/BM )