Bildung

Berlins Schulen kommen Breitband einen Schritt näher

Das IT-Dienstleistungszentrum übernimmt die Ausschreibung. Ab 2021 soll es mit dem Breitband losgehen.

Digitalpakt dringend erwünscht: Arbeiten mit iPad und Smartboard in der sechsten Klasse der Siegerland-Grundschule in Spandau.

Digitalpakt dringend erwünscht: Arbeiten mit iPad und Smartboard in der sechsten Klasse der Siegerland-Grundschule in Spandau.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin. Die allgemeinbildenden Schulen der Hauptstadt kommen der Digitalisierung einen Schritt näher: Staatssekretärin Beate Stoffers (SPD) unterschrieb jetzt eine Vereinbarung mit dem ITDZ, dem IT-Dienstleistungszentrum Berlins, die sich nun um die Ausschreibung für ein „Los für eine aktive Netzwerktechnik (Lan/ Wlan)“ kümmern, heißt es aus der Senatsverwaltung für Bildung. Diese Ausschreibung für Breitband an den Schulen sei dann „genau auf den Bildungsbedarf ausgerichtet“, heißt es in einem Papier der Bildungsverwaltung, das dem Hauptausschuss vorliegt. Die Ausschreibung für Breitband durch das ITDZ, das in diesem Fall als Dienstleister auftritt, soll dann ab 2021 erfolgen. "Das ITDZ liefert also einen Ausschreibungsservice", sagt ein Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung.

41 von 44 beruflichen Schulen haben inzwischen Breitband

Schon bei den beruflichen Schulen ist das ITDZ im Bereich „Breitband“ für die Bildungsverwaltung tätig – und musste schnell feststellen, wie komplex dieser Ausschreibungs-Vorgang werden kann. Denn viele verschiedene Bezirksverwaltung sind beim Ausbau von Breitbandkabeln zuständig. Inzwischen sind 41 von 44 beruflichen Schulen in Berlin mit Breitband versorgt. Allerdings wartet man bei der Jane-Addams-Schule, einem Oberstufenzentrum für Sozialwesen in Friedrichshain-Kreuzberg, weiterhin auf den Breitbandanschluss. Der Bauantrag wird von der zuständigen Abteilung für Bauen und Facility seit einem Jahr nicht bearbeitet – obwohl man, wie man bei der Bildungsverwaltung betont, mehrfach den Bezirk dazu aufgefordert habe.

Wie wichtig eine gute und schnelle Datenleitung ist, zeigt sich an der Siegerland-Grundschule in Spandau. Hier steht in 20 von 21 Klassenräumen ein Smartboard, im Unterricht wird auch von den Schülern viel mit Tablets gearbeitet. Schulleiterin Sandra Schweigert und ihr Konrektor Kevin Kirchner sehen das digitale Konzept, das die Schule schon lange verfolgt, als echten Gewinn. „Man hat mehr Zeit, um auf die Kinder einzugehen“, sagt Schweigert. Gerade, weil man nicht langatmig an die Tafel schreiben müsse. Für diese Schule, in der viele Kinder aus eher einkommensschwachen Elternhäusern stammen, ein entscheidender Moment.