Stau

Das sind Berlins nervigste Baustellen

Leitungen werden erneuert, Fahrbahnen saniert: In Berlin wird überall gebaut. Das sind derzeit die nervigsten Baustellen für Autofahrer

Die Karl-Marx-Straße in Neukölln ist eine von Berlins am längsten laufenden Dauerbaustellen.

Die Karl-Marx-Straße in Neukölln ist eine von Berlins am längsten laufenden Dauerbaustellen.

Foto: Sven Darmer

Berliner Straße in Pankow zwischen Elsa-Brändström- und Borkumstraße

Was wird gemacht? Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) erneuern 1070 Meter Trinkwasserleitung und 947 Meter Abwasserdruckleitung und sanieren 353 Meter Regen- sowie Schmutzwasserkanäle.

Baubeginn: 5. Oktober 2020

Voraussichtliches Bauende: Juni 2022. Die Berliner Straße soll bereits im Dezember 2020 wieder geöffnet werden.

Einschränkungen: Die Fahrbahn ist in Richtung Norden gesperrt.

Kantstraße in Charlottenburg zwischen Joachimsthaler- und Fasanenstraße

Was wird gemacht? Vattenfall erneuert die Fernwärmeleitungen und schließt das Theater des Westens daran an.

Baubeginn: 5. Oktober 2020

Voraussichtliches Bauende: März 2022

Einschränkungen: Die Fahrbahn ist in beiden Richtungen auf eine Spur verengt.

Oranienburger Straße in Wittenau zwischen der Tessenowstraße und der Wittenauer Straße

Was wird gemacht? Die Fahrbahnen und Gehwege werden auf einer Länge von 2,4 Kilometern in beiden Richtungen grundlegend erneuert sowie ein durchgängiger Radweg angelegt. Außerdem werden neue Strom-, Gas-, Wasser- und Telefonleitungen verlegt. Der Abschnitt zwischen Am Nordgraben und Tessenowstraße soll bis Ende November 2020 abgeschlossen sein, sodass dieser Bereich wieder in beiden Richtungen voll befahrbar ist. Gebaut wird dann nur noch zwischen Göschenplatz und Techowpromenade (Roedernallee).

Baubeginn: März 2017

Voraussichtliches Bauende: Im Bauvertrag war eine Fertigstellung für Juni 2020 verankert. Derzeit ist eine voraussichtliche Fertigstellung Mitte 2021 realistisch.

Einschränkungen: Die Fahrbahn auf eine Fahrspur je Richtung verengt.

Karl-Marx-Straße in Neukölln

Was wird gemacht? Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Versorger und das Bezirksamt Neukölln sanieren den Tunnel der U7, sämtliche Leitungen und die Straße selbst auf einer Gesamtlänge von zwei Kilometern.

Baubeginn: 2010

Voraussichtliches Bauende: Die Maßnahme dauert voraussichtlich noch bis 2024. Solange wird mit Behinderungen gerechnet.

Einschränkungen: Wechselnde Verkehrsführung, teilweise Sperrung zwischen Erkstraße und Rollbergstraße, eine Umleitung ist eingerichtet. Die Weichselstraße ist am Kreuzungspunkt zur Karl-Marx-Straße bis mindestens zum Sommer 2021 vollständig gesperrt.

Lange Brücke in Köpenick

Was wird gemacht? Die historische Brücke über die Dahme ist seit Jahren marode. Der Verkehr in Richtung Westen wird über eine Behelfsbrücke geführt. Deren nördlicher Teil ist seit Sommer 2018 gesperrt und wird nun saniert. Die Lange Brücke soll perspektivisch durch einen Neubau ersetzt werden.

Baubeginn: 31. Juni 2020

Voraussichtliches Bauende: Der nördliche Teil der Behelfsbrücke soll im Frühjahr 2021 wieder freigegeben werden, der Neubau soll bis 2027 entstehen.

Einschränkungen: Zwischen Amtsstraße und Oberspreestraße ist die Fahrbahn auf eine Spur verengt. Bis auf Weiteres gilt Tempo 10. Durch die Verengung kommt es täglich zu Stau.

Badstraße in Gesundbrunnen, nördliche Fahrspur

Was wird gemacht? Im Bereich zwischen der Prinzenallee bis kurz vor der Grüntaler Straße erneuern die BWB auf der nördlichen Seite der Badstraße die Mischwasserkanäle. Sie sollen größer werden und so mehr Wasser speichern können.

Baubeginn: August 2020

Voraussichtliches Bauende: Nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe sollen die Bauarbeiten bis Ende August 2021 dauern. Solange gelte laut Bezirksamt auch die Genehmigung für die Bauarbeiten.

Einschränkungen: Während der Bauarbeiten läuft der Verkehr auf der nördlichen Seite der Badstraße nur einspurig. Die rechte Spur und die Parkspur entfallen und der Platz auf dem Bürgersteig wird auf teilweise 1,50 Meter begrenzt.

Alexanderstraße in Mitte

Was wird gemacht? Im Abschnitt der Alexanderstraße zwischen der Schillingstraße und der Magazinstraße wird seit Anfang September ein neues Gebäude gebaut.

Baubeginn: September 2020

Voraussichtliches Bauende: Das Gebäude soll Ende 2021 fertiggestellt werden.

Einschränkungen: Wegen der Hochbaumaßnahme muss die Fahrbahn auf dem Abschnitt der Alexanderstraße auf jeweils einen Fahrstreifen verengt werden.

Straße Am Juliusturm auf Höhe des U-Bahnhofs Zitadelle in Spandau

Was wird gemacht? Derzeit finden Leitungsarbeiten der Berliner Wasserbetriebe statt. Im Anschluss wollen die BVG einen weiteren Ausgang am westlichen Ende des U-Bahnhofs Zitadelle errichten.

Baubeginn: 21. Oktober 2019

Voraussichtliches Bauende: Die Leitungsarbeiten sollten ursprünglich bis April 2021 dauern, verzögern sich allerdings aufgrund technischer Probleme. Die BVG will im Frühjahr 2022 fertig sein.

Einschränkungen: Die Fahrbahn ist in Richtung Falkenseer Damm auf zwei Fahrstreifen verengt, die in Richtung Nonnendammallee auf einen.

Marienfelder Allee/Großbeerenstraße in Marienfelde

Was wird gemacht? Die Deutsche Bahn baut am Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung (EÜ) Großbeerenstraße im Zusammenhang des Wiederaufbaus der Dresdner Bahn. Der Abschnitt ist circa 300 Meter lang.

Baubeginn: Juli 2020

Voraussichtliches Bauende: Mitte 2021

Einschränkungen: Der Verkehr wird derzeit in beiden Richtungen über die westliche Fahrbahn der EÜ Großbeerenstraße geführt. Pro Richtung steht nur eine Spur zur Verfügung. Die Verbindungsrampe zur Daimlerstraße bleibt gesperrt. Etwaige Vollsperrungen für den beabsichtigten Abriss der Brücke werden sich auf das Wochenende beschränken. Umfahrungsrouten verlaufen bei Vollsperrungen über die Daimlerstraße, die Buckower Chaussee, den Nahmitzer Damm, den Kamenzer Damm und die Malteserstraße

Straße des 17. Juni in Tiergarten

Was wird gemacht? Der Stromnetzbetreiber „50 Hertz“ will ein modernes Höchststromkabel in 20 bis 30 Metern Tiefe einmal quer unter der westlichen Berliner Innenstadt hindurchführen – mit einem Zwischenschacht nahe dem S-Bahnhof Tiergarten.

Baubeginn: Ab Oktober 2020 soll die temporäre Umleitung des Rad- und Fußwegs durch den Großen Tiergarten erfolgen. Im Frühjahr 2021 folgen die Baumaßnahmen am Zwischenschacht Tiergarten.

Voraussichtliches Bauende: Fertig soll der Tunnel im Jahr 2025 sein. Bis dahin wird es in diesem Bereich immer wieder zu Einschränkungen kommen. Die Eröffnung des Tunnels ist für 2028 vorgesehen.

Einschränkungen: In westlicher Richtung bleiben die drei Fahrspuren erhalten, in östlicher zeitweise zwei der drei. Die Geh- und Radwege auf der Nordseite der Straße des 17. Juni fallen weg. Sie sollen durch den Großen Tiergarten umgeleitet werden.