Verkehr

An zehn Berliner Straßen werden Kennzeichen erfasst

Um die Wirkung der Umweltzone zu messen, werden an zehn Straßen Kennzeichen erfasst. Es sollen strenge Datenschutzregeln gelten.

Blick auf den Kaiserdamm im Berufsverkehr (Archivbild).

Blick auf den Kaiserdamm im Berufsverkehr (Archivbild).

Foto: Michael Kappeler / dpa

Die Senatsumweltverwaltung will die Wirkung von Luftreinehaltemaßnahmen beurteilen und dazu erneut die Zusammensetzung der Fahrzeugflotte auf Berliner Straße untersuchen. Dazu werden vom 27. bis 29. Oktober an zehn Straßen innerhalb und außerhalb der Umweltzone mit Videokameras die Kennzeichen der Autos erfassen. So könnten die technischen Daten und damit der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge im fließenden Verkehr ermittelt werden.

Bestimmt werden soll die Zusammensetzung der Flotte nach dem Inkrafttreten der Dieselverbote an bestimmten Strecken.

Die Senatsverwaltung versichert, dass die Erfassung nicht dazu dienen soll, Verstöße gegen die Umweltzone zu ahnden. Es würden nur die Kennzeichen erfasst, aber kein Bild des Fahrzeugs oder der Insassen. Die Daten würden der Zulassungsbehörde ohne Ortsangaben mitgeteilt, es erfolge auch keine Abfrage der Halterdaten.

Bei den vorherigen Untersuchungen habe man belegen können, so die Senatsverwaltung, dass die aktive Fahrzeugflotte auf den Straßen in Berlin fast 60 Prozent weniger Dieselrußpartikel und etwa 20 Prozent weniger Stickoxide produziere, als bei der üblichen Flottenmodernisierung ohne Umweltzone zu erwarten gewesen wäre. Die Berliner Autos in ihrer Gesamtheit seien also deutlich sauberer geworden.