Volleyball

Berlin Volleys sehen sich "erst am Anfang einer Wegstrecke"

Berlin. Die Freude über den gelungenen Saisonstart fiel bei den Berlin Volleys recht verhalten aus. "Eine zu hohe Eigenfehlerquote, gerade im Aufschlag und Angriff", monierte Manager Kaweh Niroomand trotz des klaren 3:0 (25:22, 25:16, 25:23) zum Bundesliga-Auftakt am Samstagabend gegen die SWD powervolleys Düren. Der 67-Jährige machte für die von ihm erkannten Defizite aber auch mildernde Umstände geltend: "Wir befinden uns ja erst am Anfang einer Wegstrecke."

Gegen starke Dürener beeindruckte bei den BR Volleys vor allem Neuzugang Anton Brehme im Mittelblock. Der 21 Jahre alte Ex-Lüneburger zeigte sich in Abwehr und Angriff gleichermaßen stark. Zum wertvollsten Spieler wurde indes Libero Julian Zenger gewählt, der die Annahme weitgehend stabil hielt. Punktbester beim Sieger war der Franzose Timothee Carle, der 16 Bälle im Feld des Gegners versenkte. Auch Niroomand musste am Ende zugeben: "Die Mannschaft insgesamt spielt schon sehr gefestigt."

Wegen der Corona-Beschränkungen waren gegen Düren nur rund 800 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle zugelassen. Mit ihrer lautstarken Unterstützung vermittelte aber auch diese Kulisse den sechs Neuzugängen der BR Volleys einen ersten Eindruck davon, welche Stimmung bei den Heimspielen unter gewöhnlichen Umständen bei besserer Auslastung der Halle herrscht.

Aber nicht alle Spieler beflügelt diese Atmosphäre auf Anhieb. "Das ist schon ein Phänomen bei uns: Die neuen Leute sind bei ihren ersten Spielen einfach aufgeregt und flattern", sagte Niroomand. Dieses Verhaltensmuster traf besonders auf den brasilianischen Diagonalangreifer Davy Moraes zu. "Er hat am Anfang kaum einen Ball richtig unter Kontrolle gekriegt", sagte der Volleys-Manager. Moraes musste deshalb Ende des ersten Satzes Platz machen für Benjamin Patch, der dann noch 14 Punkte zum Sieg beisteuerte.