Gartenkunst am Lietzenseepark

Der Lietzenseepark in Charlottenburg verzaubert: die ruhenden Schwäne auf den Wiesen, das Rascheln der Trauerweiden im Wind und die imposanten Brunnenanlagen, die das Ufer säumen. Vor 100 Jahren hatte der damalige Gartendirektor Erwin Barth den Park so angelegt, dass die Blicke der Besucher auf ästhetische Sichtachsen gelenkt werden. Auf einem Rundweg um den Lietzensee kann man Barths Gartenkunst bestaunen. An der Ecke Kaiserdamm/Witzlebenplatz beginnend führt die Route rechts vorbei an der kleinen Kaskade, ein Brunnenspiel nach den Entwürfen Barths. Kurz dahinter ragt der Dachgiebel des Parkwächterhauses empor. Ab 1925 war es das Heim des Parkwächters, stand lange Zeit leer und soll nun saniert werden. Schließlich gelangt man zu Barths großer Kaskade an der Spitze des Sees und kann den Blick von dort über den gesamten Park schweifen lassen. Dem Weg am anderen Ufer folgend kommt man schließlich zum Kuno-Fischer-Platz. Er ist etwas verwildert und nicht mehr ganz so prachtvoll, wie ihn Barth konzipiert hatte. Hier wurde jedoch die 1913 von Gerhard Janesch geschaffene prachtvolle Steinskulptur eines Fauns aufgestellt, der einem Knaben das Flötenspiel lehrt.