Öffentlicher Dienst

Verdi ruft zu Warnstreiks bei der BSR auf

Die Beschäftigten der BSR sollen am kommenden Dienstag die Arbeit niederlegen. Was das für die Berliner bedeutet.

Ein Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung sammelt abgebranntes Feuerwerk von der Straße auf. (Archivbild)

Ein Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung sammelt abgebranntes Feuerwerk von der Straße auf. (Archivbild)

Foto: pa

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi setzt am kommenden Dienstag die Warnstreiks fort. Betroffen ist erneut die Berliner Stadtreinigung (BSR). An diesem Tag werden die Müllabfuhr, der Sperrmüll-Abholservice, die Recyclinghöfe und die Mechanischen Behandlungsanlagen Gradestraße ganztägig bestreikt. Wie die BSR am Freitag mitteilte, wird der Warnstreik wohl auch Auswirkungen auf die Straßenreinigung haben. „Die BSR bedauert die dadurch hervorgerufenen Unannehmlichkeiten für die Berlinerinnen und Berliner“, hieß es in einer Erklärung.

Die BSR weist darauf hin, dass das Abstellen von Sperrmüll, Elektroschrott und anderen Abfällen im öffentlichen Straßenland – z.B. vor den Toren geschlossener Recyclinghöfe – verboten ist. Ein solches Verhalten stelle eine illegale Müllablagerung dar und werde von den Ordnungsämtern mit hohen Bußgeldern geahndet.

Warnstreik bei der BSR im Überblick

  • Müllabfuhr: Am 20. Oktober werden die Hausmüll-, und Bioabfalltonnen sowie zum Teil auch die Wertstofftonnen nicht geleert. Die BSR bemüht sich, die ausgefallenen Leerungen nachzuholen.
  • Sperrmüll-Abholservice: Sperrmüllabholungen finden am 20. Oktober nicht statt. Termine, die für diesen Tag vereinbart waren, können leider nicht eingehalten werden. Die BSR setzt sich mit den betroffenen Kundinnen und Kunden in Verbindung, um Ersatztermine zu verabreden.
  • Recyclinghöfe: Alle 15 Recyclinghöfe sind am 20. Oktober ganztägig geschlossen. Die Annahme von Abfällen ist nicht möglich. Bitte Anlieferungen unbedingt auf andere Tage verschieben.
  • Mechanische Behandlungsanlagen Gradestraße (Selbstanlieferung von Sperrmüll und Hausmüll): Auch die Mechanischen Behandlungsanlagen sind am 20. Oktober den ganzen Tag geschlossen. Die BSR rät dringend, Anlieferungen zu verschieben.
  • Straßenreinigung: Bei der Straßenreinigung muss am 20. Oktober teilweise mit Einschränkungen gerechnet werden.

Bereits am 26. September waren die BSR-Recyclinghöfe und die Mechanischen Behandlungsanlagen sowie am 28. September die Straßenreinigung bestreikt worden.

Verdi und der Beamtenbund (dbb) fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, um eine deutliche Verbesserung für die unteren Lohngruppen zu erreichen. Der Vertrag soll zudem zwölf Monate gelten. Außerdem fordert Verdi Verbesserungen bei der Entlohnung der Beschäftigten im Dualen Studium und eine Angleichung der Gehälter in Ost und West.