BVG

U6 in Mitte gesperrt – Gedränge im Ersatzverkehr

Die U-Bahnlinie U6 ist in Mitte knapp zwei Wochen lang gesperrt. Diese Umfahrung empfiehlt die BVG.

Für den Anschluss mit der neuen U5 ist die U-Bahnlinie U6 bis zum 25. Oktober 2020 zwischen Naturkundemuseum und Französische Straße gesperrt.

Für den Anschluss mit der neuen U5 ist die U-Bahnlinie U6 bis zum 25. Oktober 2020 zwischen Naturkundemuseum und Französische Straße gesperrt.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin. In Berlin-Mitte hat am Montagmorgen die knapp zweiwöchige Sperrung auf der U-Bahnlinie U6 begonnen und für viel Gedränge im Ersatzverkehr gesorgt. Auf Fotos auf Twitter ist zu sehen, wie sich die Fahrgäste im Berufsverkehr dicht gedrängt in die ersatzweise fahrenden Gelenkbusse quetschten.

Petra Nelken, Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wies den Vorwurf zurück, zu wenige Fahrzeuge im Berufsverkehr eingesetzt zu haben. „Es wird immer ganz genau berechnet, wie viele Busse wir brauchen. Es kann aber natürlich dennoch mal passieren, dass man in einen vollen Bus gerät“, sagte Nelken.

U-Bahnline U6: Sperrung zwischen Naturkundemuseum und Französische Straße

Die U-Bahnlinie U6 ist vom 12. bis 25. Oktober zwischen den Bahnhöfen Naturkundemuseum und Französische Straße gesperrt. Zudem ist zwischen den U-Bahnhöfen Französische Straße und U Hallesches Tor in der Zeit von 6 bis 22 Uhr ein Pendelverkehr im 12-Minuten-Takt eingerichtet. Auch zwischen dem S- und U-Bahnhof Wedding und Naturkundemuseum fahren die Bahnen nur im 12-Minuten-Takt. Auf den Streckenabschnitten Alt-Tegel bis Wedding und Hallesches Tor bis Alt-Mariendorf kommen die Züge nach Plan alle sechs Minuten.

SEV ist eingerichtet - diese Umfahrungen empfiehlt die BVG

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben auf dem von der Sperrung betroffenen Abschnitt einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Daneben empfiehlt die BVG auf einzelnen Strecken eine Umfahrung mit der Buslinie 147, den U-Bahnlinien U8 und U9 sowie den S-Bahnverbindungen S41, S42, S1, S2, S25.

U5-Verlängerung geht Anfang Dezember in Betrieb

Hintergrund der Bauarbeiten: Die BVG sperrt die U6, die als zentrale Nord-Südverbindung in Berlins Mitte dient, um das neue elektronische Stellwerk in Betrieb zunehmen und den Lückenschluss der U-Bahnlinie U5 am neuen Kreuzungsbahnhof Unter den Linden mit der U6 zu verbinden.

Am 4. Dezember will die BVG die neue Strecke der U5 eröffnen. Vom Alexanderplatz fahren die Züge dann weiter bis zum Hauptbahnhof und halten an den neuen Bahnhöfen Rotes Rathaus und Unter den Linden. Der Ein- und Ausstieg am U-Bahnhof Museumsinsel soll ab kommendem Sommer möglich sein. Schon seit einigen Wochen sind bereits Testfahrten auf der neuen Strecke im Gange.

Für deutliche Probleme sorgt die U-Bahnsperrung allerdings auf der Straße. So endet der Ersatzverkehr mit einer temporären Bushaltestelle in der Invalidenstraße auf einem benutzungspflichtigen Radweg. Radfahrer müssen daher mit der Weiterfahrt warten, ehe die Busse abgefahren sind. „Bedauerlicherweise sehen wir in diesem Bereich keine andere Möglichkeit, die Busse an diesen Umsteigepunkt heranzuführen“, erklärte eine Sprecherin der zuständigen Senatsverkehrsverwaltung auf Anfrage.