Alfred-Brehm-Haus

Süße Tierbabys: Im Tierpark Berlin gibt es Nachwuchs

Im Dschungelhaus im Tierpark Berlin gibt es gleich mehrfach Nachwuchs - bei den Neuguinea-Kängurus und den Binturongs.

Im Tierpark Berlin gibt es Nachwuchs

Im Dschungelhaus im Tierpark Berlin gibt es gleich mehrfach Nachwuchs - bei den Neuguinea-Kängurus und den Binturongs. Quelle: © 2020 Tierpark Berlin

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Berlin. Das kleine Känguru Finja (3) hüpft durchs Unterholz und knabbert genüsslich am Grün. Plötzlich regt sich in seinem Bauch etwas: Zierliche Pfötchen kommen zum Vorschein.

Dann schaut ein kleiner Kopf verschlafen aus dem Beutel und beäugt skeptisch die Umgebung. Die seltenen Neuguinea-Filander im Alfred-Brehm-Haus des Tierpark Berlin haben erstmals Nachwuchs bekommen. Wann das Känguru-Baby genau es geboren wurde, steht dabei nicht ganz fest.

Die bis zu 60 cm große Känguruart zählt noch zu den neuen Bewohnern im Tierpark. Erst kurz vor der Eröffnung des Regenwaldhauses zogen sie vom Zoo Planckendael in Belgien sowie dem Zoo Plzen in der Tschechische Republik nach Berlin und bewohnen dort eine Anlage zusammen mit einem Baumkänguru.

„Die Geburtsdaten von Känguru-Jungtieren sind für uns nie genau zu bestimmen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor und Tierarzt Dr. Andreas Knieriem. „Bei der Geburt sind Kängurus nur etwa so groß, wie eine Gummibärchen und krabbeln direkt in den Beutel der Mutter. Bis sie dann erstmals aus dem Beutel schauen, vergehen mehrere Monate bis zu einem halben Jahr.“

Auch die Binturongs haben ein Junges bekommen

Im Regenwaldhaus gibt es noch weiteren Nachwuchs. Binturong-Dame Fiona (19) brachte am 31. Juli 2020 die kleine Sissi zur Welt. Bevor das Schleichkatzen-Baby bereit für die hohen Kletterbäume und Felsen der Anlage ist, dauert es aber noch etwas. Voraussichtlich gegen Ende Oktober wird der putzige Binturong-Nachwuchs im Alfred-Brehm-Haus für die Tierpark-Besucher zu sehen sein.

Hinter den Kulissen des Regenwaldhauses gelang noch ein wichtiger Erfolg: Erstmals in der Geschichte des Tierparks schlüpften drei Jungtiere der vom Aussterben bedrohten Zentralvietnamesischen Scharnierschildkröte. Durch eine bis heute starke Jagd dieser Tiere stehen sie kurz vor der Ausrottung. Umso wichtiger ist jedes einzelne Jungtier für die gesamte Art. In den kommenden Wochen werden die bisher nur 18-25 Gramm leichten Reptilien ebenfalls im Alfred-Brehm-Haus zu sehen sein.