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U5-Erweiterung: Die ersten Züge rollen - wo wird nun gebaut?

In 60 Tagen eröffnet die neue U-Bahnlinie U5 in Mitte. Vor dem Start wirft die BVG mit einem Bildband einen Blick auf den Bau.

Berlin.  Das lange Warten hat bald ein Ende. „Noch 60 Tage, bis wir endlich eröffnen und in Betrieb gehen“, sagte Ute Bonde, Geschäftsführerin Finanzen der BVG Projekt GmbH. Ab 4. Dezember rollen die ersten Züge auf der neuen U-Bahnlinie U5 zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof mit Passagieren an Bord. Daran werde aktuell nicht mehr gerüttelt. „Wir sind richtig gut in der Zeit.“

Schon am 22. September wurde die Strecke an die Berliner Verkehrsbetriebe übergeben. Seither unternimmt der Mutterkonzern Schulungsfahrten auf der Linie. Um zu zeigen, dass es voran geht, rollte auch beim Pressetermin am Dienstag eine U-Bahn auf der Verbindung durch den neuen Bahnhof Rotes Rathaus.

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Schulungszüge fahren schon auf der neuen U-Bahnlinie U5

Schon jetzt seien die Bahnhöfe Rotes Rathaus und Unter den Linden „bis auf Kleinigkeiten fertig“, sagte Bondes Co-Geschäftsführer Jörg Seegers. Nur an der Station Museumsinsel werden Passagiere erst im Sommer 2021 aussteigen können. „Wir sind im Kostenplan und fast in der Zeit“, betonte Seegers. „Das ist in Berlin nicht ganz üblich.“

Um das zu würdigen, blickt die BVG Projekt GmbH nun selbst zurück auf ein Jahrzehnt Arbeit an dem Großprojekt. 2010 erfolgte der erste Spatenstich, seit 2012 laufen die Bauarbeiten an der neuen Strecke voll.

Seither begleitet auch der eigentlich als Bauoberleiter tätige Antonie Reetz-Graudenz die Arbeiten mit seinen Fotografien, die im Bildband „Ein neuer Tunnel durch Berlin“ versammelt werden, begleitet durch Texte von Stephanie Niehoff.

BVG Projekt GmbH will weitere U-Bahnlinie bauen

Und wenn der Bau fertig ist? „Natürlich warten wir auf Neubauvorhaben, die möchten wir gerne realisieren“, sagte Bonde. Beim Thema U-Bahnbau sieht sie „aktuell eine Trendwende, die uns begeistert“. Die Gesellschaft stehe in jedem Fall für neue Bauten bereit. Seegers brachte noch eine weitere Strecke ins Gespräch: „Wenn man die Aufstellanlage an der U2 baut, dann könnte man auch gleich einen Bahnhof Pankow Kirche bauen.“

BVG Projekt GmbH (Hrsg.), Mit Fotografien von Antonio Reetz-Graudenz: „Ein neuer Tunnel durch Berlin“. Jaaron Verlag, 160 Seiten, 20 Euro.