Linksextremismus

Nach Angriff: Polizist hat künstliche Linse bekommen

Bei der Räumung der linken Szenekneipe Syndikat in Neukölln im August 2020 wurde ein Beamter schwer verletzt.

Bei der Räumung des Syndikats in Neukölln im August 2020 wurden die Straßen weiträumig abgesperrt.

Bei der Räumung des Syndikats in Neukölln im August 2020 wurden die Straßen weiträumig abgesperrt.

Foto: Foto: Peise

Berlin.  Während die Räumung der Liebigstraße 34 bevorsteht, ist die Nachbereitung des Einsatzes rund um die linke Kiezkneipe Syndikat in Neukölln noch nicht abgeschlossen. In einem Schreiben von Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD), das der Berliner Morgenpost vorliegt, hat die Innenverwaltung noch einmal das Einsatzgeschehen ausgewertet. Das Syndikat in Neukölln war Anfang August geräumt worden.

Darin heißt es, dass sich die umfangreichen Sperrungen im Vorfeld der Räumung und die Prognose der Polizei als richtig erwiesen hätten. Wörtlich heißt es: „Die Proteste gegen die Räumung gestalteten sich zum Teil hochaggressiv. Dabei kam es immer wieder zu gezielten Gewaltattacken gegen die Dienstkräfte der Polizei“. Randalierende, die zum Teil alkoholisiert gewesen seien, hätten die offene Konfrontation mit der Polizei gesucht. Laut Innenverwaltung sei es zu gezielten Tritten, Schlägen, Flaschenwürfen, Steinwürfen und Attacken mit Pyrotechnik gekommen. Insgesamt seien 48 Dienstkräfte zum Teil schwer verletzt worden.

Räumung der Kiezkneipe Syndikat: Polizist nach Attacke mehrfach im Auge genäht

Einem Polizisten der 36. Einsatzhundertschaft war damals gezielt eine Flasche ins Gesicht geschlagen worden. Der Beamte wurde nach Informationen der Berliner Morgenpost mehrfach im Auge genäht, trägt eine künstliche Augenlinse, und es nicht klar, ob er seinen Dienst wieder aufnehmen kann. Ob sein Auge wieder vollständig hergestellt werden kann, ist im Moment unklar.

Die Polizei sucht auch immer noch nach Zeugen. Nach Angaben der Behörde sollen Demonstranten am 7. August 2020 an der Kirchhofstraße gegen 21.10 Uhr mit Gewalt das Visier des 30 Jahre alten Polizeiobermeisters hochgeklappt und ihm dann eine Glasflasche ins Gesicht geworfen haben. Neben schweren Augenverletzungen erlitt er auch einen Nasenbruch.

Polizist durch Randalierer verletzt: Mittelstandsvereinigung sammelt 1500 Euro

Der Neuköllner Jugendstadtrat und stellvertretende Berliner CDU-Vorsitzende Falko Liecke sagte der Berliner Morgenpost, dass er sich kürzlich mit dem Polizisten getroffen habe. Gemeinsam mit der Neuköllner Unternehmerin Gabriele Köstner und dem Parteikollegen Olaf Schenk habe man dem verletzten Beamten 1500 Euro überreicht, die man über die Mittelstandsvereinigung Neukölln gesammelt habe. „Wir alle wollen dem Beamten mit dieser Unterstützung klarmachen, du bist nicht alleine und die normalen Leute stehen hinter dir, unseren Polizisten, die ihre Gesundheit für uns riskieren, Tag für Tag“, sagte Liecke der Berliner Morgenpost.

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