Tarifkonflikt

Verdi kündigt weitere Streiks im Nahverkehr an

Joachim Fahrun
In dieser Woche könnte es zu einem neuen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr kommen.

In dieser Woche könnte es zu einem neuen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr kommen.

Foto: dpa

Verdi ruft wieder zu Ausständen auf. Los geht es in Hessen, Bremen und Niedersachsen. Berlin könnte zum Ende der Woche dabei sein.

Berlin. Nach dem Warnstreik am vergangenen Dienstag bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) müssen die Berliner auch in dieser Woche mit Streiks rechnen. Genaue Termine der Gewerkschaft Verdi sind aber noch nicht bekannt. Verdi hat aber bundesweit weitere Warnstreiks angekündigt, um in 130 deutschen Nahverkehrsunternehmen für 87.000 Beschäftigte die Forderung nach bundesweit einheitlichen Regelungen für Nachwuchsförderung, den Ausgleich von Überstunden sowie Zulagen für Schichtdienste durchzusetzen. Die Arbeitgeber haben es bisher abgelehnt, darüber zu verhandeln und verweisen auf regionale Lösungen.

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Am Anfang der Woche werden am Montag zunächst in den hessischen Städten Frankfurt, Kassel und Wiesbaden U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse lahmgelegt. Am Dienstag soll der Arbeitskampf in Bremen und Niedersachsen ausgetragen werden. Berlin könnte später in der Woche wieder an der Reihe sein, sagte ein Sprecher von Verdi-Berlin der Morgenpost.

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Welche Tage die Gewerkschaft ins Auge gefasst habe, sagte er aber nicht. Man werde aber die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren, damit die Menschen sich Alternativen für die Fahrt zur Arbeit oder andere geplante Wege suchen könnten. Auch in den landeseigenen Krankenhäusern von Charité und Vivantes sowie bei der Berliner Stadtreinigung wurde zuletzt gestreikt.

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