Prozess in Berlin

Betrug mit Katzenbabys: Haftbefehl gegen Angeklagte

In 25 Fällen hat Natallia R. mit Katzenbabys im Internet gehandelt. Dabei soll sie 6000 Euro ergaunert haben. Jetzt muss sie in Untersuchungshaft.

Die Angeklagte soll im Internet illegal mit Katzenbabys gehandelt haben (Symbolfoto).

Die Angeklagte soll im Internet illegal mit Katzenbabys gehandelt haben (Symbolfoto).

Foto: Foto: Andreas Ganzior

Berlin. Donnerstagmorgen vor dem Saal 768 im Amtsgericht Tiergarten. Die Uhr über der Tür zum Verhandlungsraum zeigt 9.30 Uhr. In dieser Minute sollte eigentlich der Prozess gegen Natallia R. beginnen. Ihr wird gewerbsmäßiger Betrug in 25 Fällen vorgeworfen. Doch die 40 Jahre alte Angeklagte ist nicht erschienen. Und das nicht zum ersten Mal. Als auch 30 Minuten später die Frau nicht im Gerichtssaal vor der Richterin steht, erlässt diese einen Haftbefehl. Natallia R. wird voraussichtlich in den kommenden Tage für zwei bis drei Wochen bis zu ihrer Verhandlung in Untersuchungshaft sitzen.

40-jährige Angeklagte hat mit Katzenbabys 6000 Euro ergaunert

Die Mutter von drei Kindern soll zwischen September 2018 und Juni 2019 über die Internetplattform „Ebay Kleinanzeigen“ insgesamt acht Katzenbabys gekauft haben. Die Tiere habe sie aber anschließend nicht bezahlt.

Vorgeworfen wird ihr auch, dass sie mehrfach Katzenbabys auf der Internetplattform zum Verkauf angeboten habe. Sie soll von interessierten Käufern eine Reservierungsgebühr kassiert, die kleinen Katzen aber nie übergeben haben. Mit dieser Masche habe sie knapp 6000 Euro erschwindelt.

Nun wird Natallia R. bis zum nächsten Prozesstag, voraussichtlich in zwei bis drei Wochen, in Untersuchungshaft sitzen. Die Richterin sprach von einer Ungehorsamshaft. So zumindest ist die Anwesenheit der Angeklagten zur Hauptverhandlung garantiert.