Obdachlosigkeit

Kältehilfe in Berlin angelaufen - Mehr Plätze gesucht

Die Corona-Pandemie stellt die Berliner Kältehilfe vor besondere Schwierigkeiten. Wegen der Hygieneregeln werden mehr Räume gebraucht.

Ein Obdachloser schläft in Berlin auf der Straße. Die Kältehilfe sucht noch nach weiteren Unterkünften, bevor die Temparturen weiter sinken (Archivbild).

Ein Obdachloser schläft in Berlin auf der Straße. Die Kältehilfe sucht noch nach weiteren Unterkünften, bevor die Temparturen weiter sinken (Archivbild).

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin. Am Donnerstag ist in Berlin die Kältehilfe für Obdachlose gestartet. Demnach stehen derzeit 577 Übernachtungsplätze für Obdachlose zur Verfügung, sagte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Bis zum Winter sollen es 1000 Plätze sein. Jetzt seien die Bezirke gefragt, ihren finanziellen Mehrbedarf für die Unterbringung zu benennen, so Breitenbach.

Die Corona-Pandemie stellt die Kältehilfe in diesem Jahr vor besondere Probleme: Um die Hygieneregeln einzuhalten, können in den Einrichtungen weniger Betten zur Verfügung gestellt werden. Um auf die geplanten 1000 Plätze zu kommen, sind mehr Einrichtungen nötig, was zu mehr Kosten führt, sagte ein Sprecher der Behörde.

Obdachlose: Kältehilfe sucht nach weiteren Schlafplätzen

Die Kältehilfe könne nun mit einem solchen entzerrten Konzept beginnen, sagte Breitenbach bei der Berliner Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe. Wie viel mehr dieses neue Konzept kostet, sagte Breitenbach nicht. Vor einer Woche hatte die Politikerin gesagt, dass man mit der Finanzverwaltung im Gespräch sei. Ein weiterer Nachtragshaushalt werde diskutiert und beschlossen, vermutlich nach den Herbstferien.

Die Kältehilfesaison ist am 1. Oktober mit 500 Übernachtungsplätzen gestartet. Das Angebot soll in den kommenden Wochen nach und nach weiter erhöht werden. Manche Einrichtungen bleiben in dieser Saison wegen der Pandemie geschlossen. Man wolle aber wie in den Vorjahren die bisherige Kapazität von mehr als 1000 Notübernachtungsplätzen in der Stadt anbieten, betonte die Sozialverwaltung. Weitere Unterkünfte seien in Planung, Gespräche liefen etwa mit Hostels.