FDP

Martin Lindner verlässt die FDP

Nach mehr als 20 Jahren tritt Martin Lindner aus der FDP aus. „Zu viel ist zu viel“, sagt der 56-Jährige.

Martin Lindner, ehemaliger FDP-Fraktionschef, tritt aus der FDP aus.

Martin Lindner, ehemaliger FDP-Fraktionschef, tritt aus der FDP aus.

Foto: Foto: dpa Picture-Alliance / Soeren Stache

Berlin . Nach mehr als 20 Jahren ist Schluss: Martin Lindner, der ehemalige Fraktionsvorsitzende der Berliner FDP und Bundestagsabgeordnete, tritt aus der FDP aus. „Zu viel ist zu viel“, sagte der 56-Jährige am Mittwoch der Berliner Morgenpost.

Lindner war Anfang 2001 in die Berliner Politik eingestiegen. Nach dem Rückkehr der FDP ins Abgeordnetenhaus 2001 war er erst zum Vize-, dann zum Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Dieses Amt hatte er bis zum Frühjahr 2009 inne. Bei der Wahl 2006 führte Lindner die FDP als Spitzenkandidat an, 7,6 Prozent der Berliner stimmten damals für die Liberalen. Im Abgeordnetenhaus wurde der streitbare und wortgewaltige Politiker als eigentlicher Oppositionsführer wahrgenommen, war wegen seiner Haudrauf-Art aber auch umstritten.

Wechsel in den Bundestag

2009 wechselte er in den Bundestag, war Vize-Fraktionschef und kümmerte sich um Außenwirtschaft. 2013 scheiterte die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde, Lindner war draußen, arbeitete wieder als Jurist und Berater.

Als Gründe für seinen Parteiaustritt nannte Lindner die Entscheidung von Parteichef Christian Lindner 2017, nicht in die Regierung einzutreten, die Vorgänge in Thüringen in diesem Jahr und jetzt den Umgang mit Generalsekretärin Linda Teuteberg. „Ich wünsche der FDP eine gute Reise“, sagte Lindner.