Tiere

Trotz Corona: Bärenwald mit neuem Besucherrekord

Ein Braunbär sitzt in seinem Gehege im Bärenpark-Müritz.

Ein Braunbär sitzt in seinem Gehege im Bärenpark-Müritz.

Foto: dpa

Stuer. Der Inlandstourismus hat im Bärenwald Müritz an der Mecklenburgischen Seenplatte für einen Besucherrekord gesorgt. Wie das Bärenschutzzentrum in Stuer am Sonntag mitteilte, haben trotz der fünf Wochen Schließzeit im Frühjahr 2020 jetzt schon mehr Gäste den Bärenwald besucht als im gesamten bisherigen Rekordjahr 2019. Im vergangenen Jahr wurden erstmals rund 100 000 Gäste gezählt. In dem Bärenwald, den die Tierschutzstiftung Vier Pfoten (Hamburg) 2006 eröffnete, leben Braunbären aus nicht artgerechter Haltung.

Im ersten Jahr kamen 9000 Besucher. Die Einrichtung erwartet in den nächsten Tagen den einmillionsten Besucher. Die Bären stammen unter anderem aus Zirkushaltungen oder zu engen Zoo-Gehegen aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern. In dem Bärenwald unweit des Plauer Sees dürfen sie bis zu ihrem Lebensende in großen, waldartigen Abschnitten leben und entdecken in den meisten Fällen typische Verhaltensweisen ihrer Art und andere Instinkte wieder, wozu auch der später beginnende Winterschlaf in Höhlen zählt.

Derzeit leben auf dem Gelände 16 Braunbären. Seit Anfang September dürfen auch Tagestouristen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Die Corona-Infektionszahlen sind im Bundesland bundesweit am niedrigsten.