Rettungseinsatz

Großbrände halten Feuerwehr in Atem

Die Feuerwehr löschte einen Brand in ehemaliger Kinderklinik in Weißensee. Einsatz in Kirche in Spandau dauerte bis Freitag.

In der ehemaligen Kinderklinik in Weißensee brannte es nicht zum ersten Mal.

In der ehemaligen Kinderklinik in Weißensee brannte es nicht zum ersten Mal.

Foto: Thomas Peise

Das Großfeuer in der Zuflucht-und-Jeremia-Kirche in Spandau war noch nicht gelöscht, da musste die Berliner Feuerwehr in der Nacht von Donnerstag zu Freitag bereits zum nächsten Großbrand an die Hansastraße in Weißensee ausrücken. Dort brannte der Dachstuhl des ehemaligen Kinderkrankenhauses.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehren loderte das Feuer bereits in großem Ausmaß. Sofort seien weitere Kräfte gerufen worden. Gelöscht wurde hauptsächlich über zwei Drehleitern. Die Feuerwehr war mit sechs Staffeln und 80 Kräften im Einsatz. Verletzt wurde niemand. „Der Brand war nach rund 90 Minuten gelöscht“, teilte ein Sprecher mit. Die Ursache des Feuers war am Morgen jedoch noch unklar.

Auf dem Klinikgelände soll eine Schule gebaut werden

Immer wieder musste die Feuerwehr in der Vergangenheit zu Bränden am ehemaligen Kinderkrankenhaus ausrücken. Erst Anfang Juni dieses Jahres hatte es auf dem Gelände großflächig gebrannt.

Im vergangenen Jahr wurde das Kinderkrankenhaus nach jahrelangem Rechtsstreit mit früheren Eigentümern zurück in den Besitz des Landes Berlin gebracht. Auf dem Klinik-Grundstück will das Bezirksamt Pankow in den kommenden Jahren eine neue Schule bauen. Daran gibt es allerdings starke Zweifel. Mit den häufigen Bränden wird es immer unwahrscheinlicher, dass sich die Bausubstanz der Klinik retten lässt. Das Bezirksamt sprach sich zuletzt für einen Neubau auf dem Gelände aus.

Während das Feuer in Weißensee schnell gelöscht werden konnte, kämpften die Feuerwehrleute in Spandau auch am Freitag noch mit den Folgen eines Dachstuhlbrandes in der Zuflucht-und-Jeremia-Kirche. 18 Einsatzkräfte waren noch vor Ort, um die letzten Glutnester zu bekämpfen. Auch das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte den Einsatz. Gemeinsam mit dem THW Pankow öffnete die Feuerwehr am Nachmittag das Dach der Kirche. „So lassen sich auch die letzten Glutnester ablöschen“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Das Dach sollte eigentlich diese Woche abgenommen werden

Am Donnerstagnachmittag war das Dach der im Neubau befindlichen Kirche in Brand geraten. Zeitweise waren mehr als 100 Feuerwehrleute und 23 Fahrzeuge im Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte. Weil die Kirche gerade umgebaut wird, sind nach Angaben der Feuerwehr keine Kulturgüter gefährdet. Nach jetzigem Kenntnisstand blieb auch die Orgel im Innenraum der Kirche unbeschädigt. Tragisch sei allerdings, hieß es, dass das Dach eigentlich diese Woche sowieso abgenommen werden sollte.

Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, bedankte sich bei den Einsatzkräften. Sie hätten sich über viele Stunden mit ganzer Kraft dafür eingesetzt, den Dachstuhlbrand zu löschen.