Wirtschaftsförderung

Zehn Jahre Unterstützung für Berliner Firmen

Rund 3000 Firmen nahmen das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Berliner Wirtschaftsförderung schon wahr.

Stefan Franzke ist seit 2014 Chef der Berliner Wirtschaftsförderung „Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie“.

Stefan Franzke ist seit 2014 Chef der Berliner Wirtschaftsförderung „Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie“.

Foto: Jörg Krauthöfer

Hilfe bei der Suche nach Personal oder einem geeigneten Standort, Beistand im Dschungel der Anträge zu Fördergeldern oder Unterstützung bei der Neugründung, Neuansiedlung oder dem Expansionsbestreben: Das Portfolio des Berliner Unternehmensservice ist groß.

2010 wurde das Angebot möglichst passgenauer Förderung von der landeseigenen Wirtschaftsförderung „Berlin Partner“ ins Leben gerufen. Seitdem hätten es 3000 Betriebe wahrgenommen, hieß es am Donnerstag in einer Bilanz zum zehnjährigen Bestehen. Während dieses Zeitraums seien 3,7 Milliarden Euro in Berlin investiert und 31.400 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Vor allem Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern suchen Unterstützung

„Bei ,Berlin Partner’ gliedert sich der Unternehmensservice in die Struktur der Gesellschaft ein“, sagte Stefan Franzke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Durch enge Verzahnung mit Unternehmen in Berlin könnten sich externe Firmen mit bereits hier ansässigen Kooperationspartnern, Zulieferern oder Kunden vernetzen, bevor sie in die Hauptstadt kämen. Das ist laut Franzke „ein echter Wettbewerbsvorteil“ Berlins als Ort der Ansiedlung und „zugleich aktive Wirtschaftsförderung“ der Unternehmen in der Hauptstadt.

Das Angebot richte sich laut „Berlin Partner“ an etablierte Mittelständler gleichsam wie „technologieorientierte Hidden Champions“, Start-Ups und „internationale Talente“. Vor allem Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern würden den Unternehmensservice in Anspruch nehmen, so Franzke weiter. „Hier werden über 70 Prozent der Projekte umgesetzt.“

Auch Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) ist der Ansicht, dass sich der Unternehmensservice seit seiner Gründung vor zehn Jahren bewährt habe: „Die Investitionen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch die Bestandsunternehmen stärken die Berliner Wirtschaftskraft.“ Das Angebot habe sich auch in der Corona-Pandemie bewährt, so Pop weiter.

Beim Unternehmensservice arbeiten derzeit 23 Berater – elf davon in der Zentrale von „Berlin Partner“ im Ludwig-Erhard-Haus in Charlottenburg und die übrigen in den zwölf Bezirken. Derzeit werden laut Wirtschaftsförderung 1600 Unternehmen in der Hauptstadt betreut.

Florida Eis zum Klimaschutz-Unternehmen umgebaut

Zu den Firmen, die das Beratungsangebot des Unternehmensservice wahrnehmen, gehört etwa die Spandauer Firma „Florida Eis“. Laut „Berlin Partner“ unterstütze man den Speiseeishersteller seit 2013 bei der Umwandlung zum Klimaschutz-Unternehmen – zuletzt etwa mit Informationen zur Elektrifizierung des Fuhrparks. Der Lichtenberger Präzisionsmaschinenhersteller „dopa GmbH“ wird seit 10 Jahren bei seinem Wachstum unterstützt – etwa bei der Immobiliensuche, beim Grundstückserwerb und im Umgang mit Behörden bei entsprechenden Anträgen.