Wohnprojekt

Wuhlheide: 137 Apartments für Jugendliche entstehen

In die 137 neuen Apartments sollen Jugendliche und junge Erwachsene mit Unterstützungsbedarf einziehen.

Richtfest an der Wuhlheide mit (von links): Alf Aleithe (Berlinovo), Sandra Scheeres (Senatorin für Bildung, Jugend und Familie), Andreas Peschke (Polier), Matthias Kollatz (Senator für Finanzen) und Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

Richtfest an der Wuhlheide mit (von links): Alf Aleithe (Berlinovo), Sandra Scheeres (Senatorin für Bildung, Jugend und Familie), Andreas Peschke (Polier), Matthias Kollatz (Senator für Finanzen) und Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

Foto: Privat

Treptow-Köpenick. Der Rohbau ist fertig: Auf einem 4200 Quadratmeter großen Grundstück an der Wuhlheide entsteht ein Neubauprojekt mit Modell-Charakter. Ab August 2021 sollen in die 137 neuen Apartments junge Berliner einziehen, die durch die Jugendhilfe unterstützt werden. Das Projekt kostet rund 20 Millionen Euro. Drei mehrgeschossige Wohngebäude baut die Berlinovo Grundstücksentwicklungs GmbH, sie liegen direkt an der Spree. Die 16 bis 24 Quadratmeter großen Einzelzimmerapartments sind teilweise barrierefrei, haben ein eigenes Bad und eine Pantryküche.

Darüber hinaus sind Sozialarbeiter-, Gemeinschafts- sowie Seminarräume vorgesehen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wird die Gebäude und Flächen langfristig für ein neues Modellprojekt der Jugendhilfe anmieten. Zum Richtfest kamen neben Familiensenatorin Sandra Scheeres auch Finanzsenator Matthias Kollatz und Treptow-Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel. In den Apartments sollen Jugendliche sowie junge Erwachsene wohnen und pädagogisch begleitet werden, sieht das Konzept vor. Schwerpunkte werden Angebote der Jugendberufshilfe und des Jugendwohnens sein.

Berlin beschreitet Neuland in der Jugendhilfe

Kollatz sprach mit Blick auf das Bauprojekt von sozialer Verantwortung: „Bedürftige junge Menschen werden dort künftig untergebracht und pädagogisch betreut werden. Umso wichtiger ist die vereinbarte langfristige Nutzung.“ Das Land Berlin beschreite mit dem Modellprojekt „Neuland in der Jugendhilfe“, betonte Scheeres. „Wir wollen Heranwachsenden, die durch die Jugendhilfe betreut werden oder schon am Übergang zur eigenständigen Lebensführung stehen, eine Anschlussperspektive bieten und sie je nach Bedarf unterstützen.“ Für diese Gruppe sei es schwierig, eine eigene Wohnung zu finden. „Aber auch andere junge Menschen, die für die Zeit der beruflichen Ausbildung ein Zuhause benötigen, sollen hier wohnen können.“

Apropos Zuhause: Treptow-Köpenick sei „schon lange auch ein wachsender Bezirk: Baulücken werden geschlossen, ganze Wohnareale entstehen, immer mehr Menschen ziehen von überall her nach Treptow-Köpenick“, bewertete Bezirksbürgermeister Igel den Standort des Projekts. „Ich hoffe sehr, dass sich die jungen Menschen hier wohlfühlen werden.“