Immer mehr Infektionen

Stadtrat fordert einheitliche Corona-Maßnahmen in Berlin

Gesundheitsstadträte und Bürgermeister der besonders betroffenen Bezirke besprechen mit Senatorin Kalayci das weitere Vorgehen.

Menschen stehen unweit der Torstraße vor einem Lokal. Um einen Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden, berät die Politik über schärfere Corona-Maßnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Partyszene.

Menschen stehen unweit der Torstraße vor einem Lokal. Um einen Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden, berät die Politik über schärfere Corona-Maßnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Partyszene.

Foto: Paul Zinken / dpa

Die steigenden Infektion könnten zu einer Verschärfung der Corona-Verordnung führen. Am Freitag besprechen die Gesundheitsstadträte und Bürgermeister der besonders betroffenen Bezirke Neukölln, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg mit Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ein mögliches weiteres Vorgehen bei der Eindämmung der Pandemie. Im Mittelpunkt der Diskussion: die Partyszene.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost soll über verschärfte Kontaktregeln bei privaten Feiern, einem Alkoholverbot in bestimmten Quartieren und der Einrichtung einer Sperrstunde diskutiert werden. Es soll auch darüber beraten werden, ob in den einzelnen Bezirken künftig je nach Infektionsgeschehen unterschiedliche Regeln gelten.

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„Ein hypothetisches Alkoholverbot nur für einen Bezirk macht aber wenig Sinn“, sagt Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) der Berliner Morgenpost. Gelten in einem der drei Innenstadtbezirke schärfere Regeln, ziehen die Feiernden einfach in den nächsten Bezirk, so die Befürchtung des Stadtrats. Er plädiert daher auf eine gemeinsame Lösung der Bezirke.

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Spruchreife Ergebnisse soll es am Freitag geben

Bislang habe man sich auf eine regelmäßige Kontroll-Aktion in Clubs und auf Partymeilen verständigt. Das geht Liecke aber noch nicht weit genug. Er fordert auch eine Erhöhung des Bußgeldkatalogs bei Verstößen gegen die Corona-Verordnung und eine Medien-Kampagne für jüngere Menschen. „Die 20 bis 40-Jährigen sollten nochmals gezielt über die sozialen Netzwerke auf die Gefahren von Covid-19 hingewiesen werden“, so Liecke.

Eine erste Diskussionsrunde hat bereits am Dienstag stattgefunden. Beschlossen wurde dabei aber noch nichts. Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) zufolge sei Stillschweigen vereinbart worden. Etwas Spruchreifes gebe es aber am Freitag, so Gothe.