Humanistischer Verband

Verdi ruft zu Warnstreiks in 24 Berliner Kitas auf

Die Gewerkschaft hat zu einem ganztägigen Streik unter den Beschäftigten des Humanistischen Verbands in Berlin aufgerufen.

Warnstreiks im öffentlichen Dienst ab Dienstag

Im festgefahrenen Tarifkonflikt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen soll es ab Dienstag erste Warnstreiks geben. Wo und in welchen Branchen gestreikt wird, steht noch nicht fest.

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Berlin. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztätigen Warnstreik unter den Beschäftigten des Humanistischen Verbands (HVD) in Berlin aufgerufen. Gestreikt werden soll in 24 Berliner Kitas, aufgerufen zur Arbeitsniederlegung sind aber auch Lebenskundelehrer sowie Beschäftigte der Jugend- und Kultureinrichtungen, der Verwaltung und des Hospizes. Verdi erwartet eine hohe Streikbeteiligung. Bei einem zurückliegenden Streik im März 2020 waren mehr als 150 Beschäftigte der Aufforderung gefolgt, wie Verdi mitteilte.

Der HVD ist in Berlin laut Verdi-Angaben ein freier Träger mit gut 1400 Beschäftigten in 24 Kitas, Familienzentren, der Jugendhilfe, zwei Hospizen, Sozial- und Kultureinrichtungen sowie rund 450 Lebenskundelehrern. Seit Bestehen des Tarifvertrags (2001) wird der Tarifvertrag gemeinsam von der GEW und Verdi verhandelt.

Verdi fordert die Wiederinkraftsetzung des Tarifvertrages, eine Erhöhung der Entgelte rückwirkend zum 1. Januar 2020 um 6 Prozent, sowie perspektivisch die Angleichung an die Einkommen, wie sie beim Land Berlin für vergleichbare Tätigkeiten üblich sind.

Die Warnstreiks beim Humanistischen Verband steht nicht in Zusammenhang mit den Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Laut Verdi wird es in Berlin keine Streiks in Kitas geben. Betroffen vom Warnstreik am Freitag sind etwa die Berliner Stadtreinigung, die Wasserbetriebe, kommunale Krankenhäuser oder auch Kindertagesstätten in Brandenburg.