Tiere

Asiatische Elefanten ziehen von Berlin nach Sachsen

Das Elefantenhaus im Tierpark Berlin wird umgebaut. Dafür müssen die fünf asiatischen Elefanten umziehen.

Mutter Kewa mit Jungbulle Edgar im Tierpark Berlin.

Mutter Kewa mit Jungbulle Edgar im Tierpark Berlin.

Foto: dpa

Berlin/ Leipzig. Im Berliner Tierpark steht ein großer Umzug an: Die fünf Asiatischen Elefanten Kewa (37), Astra (40), Thuza (12), Pantha (8) und Edgar (4) ziehen in den kommenden Tagen in den Zoo Leipzig. Grund ist der geplante Umbau des einstigen Dickhäuterhauses, wie der Tierpark mitteilte. Für einen möglichst reibungslosen und sicheren Umzug finde der Transport unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Mit dem rund 35 Millionen teuren Umbau will der Tierpark einen „europaweiten Meilenstein“ setzen und Europas modernste Anlage für Afrikanische Elefanten errichten. Angrenzend an die neue Elefanten-Anlage soll unter anderem eine großzügige Savanne für Giraffen, Zebras und Antilopen entstehen. Denn nach Ende der auf zwei Jahre angesetzten Umbauzeit sollen nur noch Afrikanische Elefanten gehalten werden. So wird sich die dortige Fläche für die Tiere nahezu verzehnfachen. Die anderen Elefanten sind bereits in den vergangenen Monaten aus der Hauptstadt weggezogen. Zurückkehren wird keines der Tiere. Aber woher die neuen Elefanten kommen werden, stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin des Tierparks.

Abschied von den Elefanten fällt schwer

„Natürlich fällt es uns sehr schwer, uns von unseren Elefanten zu trennen“, sagte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. Jedoch spende die Aussicht auf eine wirklich fantastische Elefanten-Anlage Trost. „Außerdem freuen wir uns, für unsere Schützlinge passende andere Zoos gefunden zu haben. Schließlich gestaltet sich der Umzug sowie die Zusammenstellung neuer Elefanten-Herden als äußert komplex“, erläuterte Knieriem. Denn in der Natur leben Elefanten stets in Familienverbänden zusammen, die jeweils von einer Leitkuh angeführt werden. Zudem bestehen hochsensible soziale Verhältnisse zwischen den einzelnen Tieren, die Freundschaften ähneln.

Durch den gemeinsamen Umzug kann Kewa mit ihren zwei Töchtern Thuza und Pantha sowie Sohn Edgar weiterhin als Familienverbund zusammenleben. Auch bleibt sie mit ihrer langjährigen Freundin Astra vereint. In Leipzig trifft die Gruppe unter anderem auf den Elefantenbullen Voi Nam, sodass künftig auf weiteren Nachwuchs der bedrohten Tiere zu hoffen ist.