Wirtschaftspolitik

Gaststätten und Reisebranche:Meiste Anträge für Corona-Hilfe

Potsdam. Die Überbrückungshilfe des Bundes gegen die Folgen der Corona-Krise wird in Brandenburg vor allem von Gaststätten und der Reisebranche nachgefragt. Von 1027 Anträgen bis zum Montag stammten 182 aus der Gastronomie und 167 von Reisebüros und Reiseveranstaltern, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwoch im Landtags-Wirtschaftsausschuss in Potsdam. Damit machen beide Branchen rund ein Drittel der Anfragen aus. Bisher wurden Hilfen in Höhe von rund 15,6 Millionen Euro beantragt, ausgezahlt seien 12,3 Millionen Euro, berichtete die Investitionsbank Brandenburg (ILB).

Das Hilfsprogramm ist für kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen, bei denen der Umsatz deutlich zurückging. Die erste Phase läuft von Juni bis August, eine Verlängerung ist geplant. Steinbach sagte im Ausschuss, die Mehrheit der Bundesländer wolle die Referenzmonate für das Programm ändern, so dass mehr Unternehmen die Bedingungen erfüllten. Die Nachfrage für die Überbrückungshilfe sei im Vergleich zur Corona-Soforthilfe von Bund und Land niedrig, sagte Steinbach. Damals gingen rund 76 000 Anträge ein. Etwa 560 Millionen Euro flossen an rund 63 000 Selbstständige und Unternehmen.