Eisschnelllauf

DESG-Präsident Große setzt auf Medaillen in Peking

Matthias Große, kommissarischer Präsident Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG).

Matthias Große, kommissarischer Präsident Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG).

Foto: dpa

Potsdam. Der designierte Präsident Matthias Große will nach seiner Wahl zum Präsidenten die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) zu neuen Erfolgen führen. "Mit Patrick Beckert auf den Langstrecken und Nico Ihle im Sprint haben wir zwei Athleten, die 2022 bei den Olympischen Spielen in Peking um die Medaillen laufen können. Auch in der Teamverfolgung muss das möglich sein", sagte der 52 Jahre alte Immobilien-Unternehmer der Märkischen Allgemeinen (Mittwoch). Es wären die ersten deutschen Medaillen bei Olympischen Spielen seit den Spielen 2010 in Vancouver.

Um die Ziele zu erfüllen, hat der seit dem 18. Juni kommissarisch tätige Funktionär den bisherigen Bundestrainer Erik Bouwman, der heftige Konflikte mit Großes Lebensgefährtin Claudia Pechstein ausgetragen hatte, und Sportdirektor Matthias Kulik gekündigt. "Weil wir sportlich nicht erfolgreich waren und die beiden aus meiner Sicht weder die fachliche noch die soziale Kompetenz besessen haben, Führungsaufgaben innerhalb der DESG zu übernehmen. Im Sport zählen nun mal Erfolge und daran wollen wir uns auch messen lassen", begründete Große die Demission der beiden Funktionäre.

Gemeinsam mit seinen Geschäftspartner hat Große deshalb den Verband entschuldet und will drohende Finanzprobleme mit der "B&O-Gruppe als neuen Hauptsponsor" lösen, um auch über die Olympischen Spiele in Peking erfolgreich zu sein: "Mein großes Ziel ist es deshalb, dass wir 2026 auf allen olympischen Strecken im Eisschnelllauf und im Shorttrack am Start sind. Das wäre für mich schon eine Goldmedaille."