Sportpolitik

LSB-Chef Gerlach hofft auf Stabilisierung der Sportvereine

Der Vorstandsvorsitzende des Landesportbundes Brandenburg Andreas Gerlach.

Der Vorstandsvorsitzende des Landesportbundes Brandenburg Andreas Gerlach.

Foto: dpa

Potsdam. Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes (LSB) Brandenburg, hofft auf eine Stabilisierung der Vereine trotz der Coronavirus-Pandemie in den nächsten fünf bis sechs Monaten. Zugleich glaubt der LSB-Chef nicht an eine vorzeitige Beendigung der Krise. "Der Stand von vor der Krise wird aber wohl erst in ein bis zwei Jahren erreicht sein", sagte Gerlach der "Märkischen Allgemeinen" (Dienstag) anlässlich des 30-jährigen Bestehens des LSB Brandenburg.

Gerlach wäre auch nicht überrascht, wenn erstmals seit dem Ausstieg des Anglerverbands aus dem LSB 1995 die Zahl der Mitglieder sinken könnte: "Da kann es durchaus sein, dass der eine oder andere Verein Mitglieder verliert, weil sich beispielsweise die persönlichen Umstände durch plötzliche Arbeitslosigkeit geändert haben."

Dagegen sieht sich der LSB bei der Erhöhung der Frauenquote in den Sportvereinen auf dem richtigen Weg. "Wir haben Stück für Stück ein paar Prozentpunkte zugelegt, aktuell liegen wir bei 38,5 Prozent, 2010 waren es 36,9 Prozent. Wobei man sagen muss, dass die Quote bei den Mädchen nicht schlecht ist, nur bei den Frauen wünschen wir uns mehr", meinte Gerlach.

Ebenfalls ein Ziel setzt sich Gerlach beim Bau des neuen "Haus des Sports" im Potsdamer Luftschiffhafen. Das zwölf Millionen Euro teure Objekt soll viele Verbände, die Sportjugend, die Europäische Sportakademie und zahlreiche Trainer unter einem Dach vereinigen. "Die Baugenehmigung ist im Mai eingereicht worden", sagte Gerlach, der möglichst schnell den derzeitigen Standort in der Stadtmitte aufgeben möchte, "der erste Spatenstich soll im November erfolgen und Ende 2022 wollen wir einziehen. Das ist sehr ambitioniert und sportlich, passt also zu uns."